Die Universität Hamburg verfügt über eine Vielzahl von wissenschaftlichen Sammlungen. 2011 haben die Verantwortlichen dieser Sammlungen einen Arbeitskreis gegründet, der eine stärkere Vernetzung der Sammlungen ermöglichen und das Potential der Sammlungen besser zur Geltung bringen soll.
Angeregt wurde die Initiative durch Empfehlungen des Wissenschaftsrats zu wissenschaftlichen Sammlungen als Forschungsinfrastrukturen. Diese Empfehlungen verweisen auf die Bedeutung von wissenschaftlichen Sammlungen sowohl für die für Forschung als auch für die Lehre.
Mit unserem Arbeitskreis wollen wir die bundesweite Initiative, die Sammlungen der Universitäten zu vernetzen sowie die Bedingungen ihrer Erhaltung, Nutzung und Erforschung zu verbessern, ganz konkret auf lokaler Ebene für Hamburg umsetzen.
Der „Arbeitskreis Sammlungen der Universität Hamburg“ will die interdisziplinäre Zusammenarbeit stärken. Dabei wird eines der Ziele sein, gemeinsame Forschungs- und Ausstellungsprojekte anzuregen und hierfür auch Drittmittel bei Stiftungen einzuwerben.
Für das 2019 anstehende Jubiläum „100 Jahre Universität Hamburg“ hat sich der Arbeitskreis die Präsentation einer gemeinsamen Ausstellung vorgenommen. Unter einem zentralen übergeordneten Thema sollen die Vielfalt und das Potential der wissenschaftlichen Sammlungen aufgezeigt werden.
Der Arbeitskreis strebt an, die kontinuierliche Arbeit mit und an den Sammlungen in Forschung und Lehre sowohl innerhalb der Universität als auch in der städtischen Öffentlichkeit sichtbar zu machen.
Forschungssammlungen sind Kristallisationspunkte des Wissens. Darüber hinaus wohnt wissenschaftlichen Sammlungen eine hohe Latenz für die Forschung inne: Was gestern keine Frage der Wissenschaft war, kann heute oder morgen von hoher wissenschaftlicher Bedeutung sein. So könnten Sammlungen morgen, mit anderen Methoden, unter Umständen ganz andere Fragen beantworten.