Im Rahmen des Struktur- und Entwicklungsplans 2012
(STEP 2012) betont die Universität Hamburg die strategische Bedeutung von
eLearning und dessen didaktische Funktion. Wie schon im 2006 vom Präsidium beschlossenen
"eLearning-Strategiepapier"wird eLearning als Methode zur Verbesserung
von Studium und Lehre verstanden und dabei erneut ausdrücklich unter ein „pädagogisch-didaktisches Primat“ gestellt.
Unter dieser Prämisse betrachtet die Universität als strategische Ziele des eLearnings:
- Die Betreuung der Studierenden im Studium durch den Einsatz von eLearning zu intensivieren, um dadurch die Studienabbruchquote zu verringern und eine Erhöhung der Absolvierendenzahlen zu erreichen,
- den Studierenden innerhalb und außerhalb der Universität Zugang zu den für das Studium benötigten Ressourcen durch eLearning zu ermöglichen,
- durch Integration multimedialer und interaktiver Lernmaterialien das Lernangebot zu bereichern und das selbstständige und flexible Lernen zu fördern,
- eine variable Mischung von Präsenzlehre und virtueller Lehre in vielfältigen Lernszenarien anzubieten sowie
- eine Unterstützung bei der Durchführung von internationalen Studienprogrammen.
Auf der Grundlage des fakultätsübergreifenden Projekts eLBase1 und des Projekts ePush der EPB, die beide aus dem Hamburger Sonderprogramm “E-Learning und Multimedia in der Hochschullehre“ bewilligt wurden, wird die Universität Hamburg Maßnahmen einleiten , um
- die eLearning Kompetenz der Lehrenden zu fördern (eCompetence) sowie
- eLearning in die Lehre zu integrieren.
Das Präsidium der Universität Hamburg hat im SoSe 2006 zu eLearning grundsätzlich Stellung bezogen und ein eLearning-Strategie-Papier beschlossen.
„Die Universität Hamburg strebt eine Verbesserung der Lehre durch den nachhaltigen Einsatz von aktuellen Informations- und Kommunikationstechnologien an. eLearning soll zu einem integralen Bestandteil der Lehre werden, zu einer regelhaften Option unter allen Lehr- und Lernmethoden. Die Universität Hamburg trägt damit auch dem grundsätzlich notwendigen Erwerb von Medienkompetenz bei Studierenden und Lehrenden Rechnung.
eLearning betrifft nicht nur die Bereitstellung von Technologie, sondern wird als eine Methode zur Verbesserung von Studium und Lehre verstanden. Der Einsatz der Neuen Technologien steht immer unter einem pädagogisch-didaktischen Primat. Die Universität Hamburg ist höchsten Qualitätsstandards in Forschung, Lehre und Dienstleistung verpflichtet.“
(Präambel eLearning-Strategie-Papier)
Das eLearning-Strategie-Papier umfasst weiter die folgenden strategischen Ziele und entsprechende Maßnahmen für das eLearning an der Universität Hamburg bis zum Jahr 2010.
1. Regelung der Verantwortlichkeiten
2. Förderung der eCompetence
3. Einheitlicher Internet-Auftritt aller mit eLearning befassten Institutionen der Universität
4. eLearning-Kompetenzzentrum
5. eLearning als Beitrag zur Organisationsentwicklung
6. Implementation von eLearning durch Software
7. Integration von eLearning in Studium und Lehre
8. Problemloser Zugang zur Lehre über eLearning für Studierende, die dies benötigen
9. Förderung von Kooperationen in der Lehre mit eLearning
10. Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle, Beratung in Copyright-Fragen
Das eLearning-Strategie-Papier wurde von Prof. Dr. Schulmeister entworfen und in einer Vizepräsidenten-Kommission diskutiert und weiterentwickelt. Das Präsidium der Universität hat Herrn Prof. Dr. Schulmeister beauftragt, mit den Dekanaten der sechs Fakultäten Verhandlungen über die Zielvereinbarungen zum eLearning zu führen. Dafür stellt das eLearning-Strategie-Papier die Grundlage dar. Der öffentliche Teil des eLearning-Strategie-Papiers ohne Maßnahmenteil steht als Download zur Verfügung.