Termin: Do 13.11.2008, 18:00-20:00
Ort: Westflügel am Hauptgebäude der Universität, Edmund-Siemers-Allee I, Saal 221
Für Akademiker/innen stellt die sog. „Entgrenzung von Arbeit“ ein sozial relevantes Phänomen für den Einstieg und Verbleib in berufliche Felder dar. Grenzziehungen werden im Zusammenhang des kontinuierlichen Wandels zur Dienstleistungsgesellschaft schwächer. Beschäftigungsformen wie Leiharbeit und befristete Beschäftigungsverhältnisse gewinnen ebenso an Bedeutung, wie die Flexibilisierung von Arbeitszeiten. Statt Arbeitszeiten von 8 bis 17 h sind in Dienstleistungsberufen 60 bis 80 Stunden und zusätzliche Wochenendarbeit die Regel. Insgesamt nehmen somit die erwerbsbiografischen Unsicherheiten zu. Von den Entgrenzungstendenzen ist das gesamte Leben (Freizeit, Freundschaften, Familie) betroffen. Wie sich konkret der Lebensalltag von Erwerbstätigen (mit Kindern) gestaltet, die in „entgrenzten“ Berufsfeldern – wie z.B. der PR-, Werbe- und Medienbranche – beschäftigt sind, wird im Rahmen des Vortrages an Fallbeispielen aus einer aktuellen Dissertationsstudie vorgestellt.Literaturempfehlung:
Entgrenzung von Arbeit und Leben: Zum Wandel der Beziehung von Erwerbstätigkeit und Privatsphäre im Alltag.
Gottschall, Karin/ Voß, Günter G. (Hg.)
2. Auflage, Hampp-Verlag, Mering 2005.
Rezension: Career Center, 06.11.08/6
Vortrag: Doris Cornils, Dipl.-Sozialökonomin