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Bewerben ins Ausland Vorstellungsgespräch
Das
klassische Vorstellungsgespräch ist immer noch die am
häufigsten verwendete Methode zur Bewerberauswahl. Zwar gibt es daneben noch das immer bekannter werdende
Assessment-Center als Einstellungstest und die ähnliche Ziele verfolgenden
Personalfragebögen, doch werden diese aufgrund von Zeit- und Geldaufwand eher von größeren Unternehmen genutzt. Wir gehen auf diese beiden Methoden im Bereich
Einstellungstests noch genauer ein.
Zunächst dürfen Sie nun aber ein kleines bisschen aufatmen. Wer bis zur Einladung zum Vorstellungsgespräch gekommen ist, hat schon die ersten Hürden genommen und sich aus der Bewerberflut herausgetan. Es gilt jetzt, sich
vorzubereiten das Gespräch einmal durchspielen, sich auf die möglichen Fragen vorbereiten, die passende Kleidung wählen und eventuell auch die Anreise sowie Unterkunft organisieren. Diese Vorarbeit sollte man dabei nicht unterschätzen, da sie leicht ein bis
zwei Tage in Anspruch nehmen kann. Bei dem ersten Vorstellungsgespräch sogar noch länger.
Das grundsätzliche
Ziel sowohl eines Vorstellungsgespräches als auch eines Assessment-Centers (zur Einstellung eines Mitarbeiters) ist es herauszufinden, ob der
Bewerber/die Bewerberin zu der ausgeschriebenen Stelle und zum Unternehmen passt. Diese
Passung gilt für beide Seiten, man entscheidet also auch für sich, ob man für dieses Unternehmen und auf dieser Stelle arbeiten möchte. Das heißt, dass nicht nur der
Bewerber, sondern auch das Unternehmen in dem Gespräch einen positiven Eindruck bei der jeweils anderen Seite hinterlassen wollen. Denn selbst, wenn ein Unternehmen einen Bewerber als für eine Stelle als ungeeignet einschätzt, so kann es doch sein, dass man sich später erneut, aber in
anderer Form, z.B. als Kunde oder Geschäftspartner über den Weg läuft.
Das Vorstellungsgespräch dient dem Arbeitgeber dazu, einen
Eindruck von Ihrer Persönlichkeit zu bekommen. Dabei werden in einem persönlichen Gespräch mit ein
bis drei Personen Ihre Ausprägungen der Persönlichkeitszüge, Leistungsbereitschaft, Motivation, Kompetenz und Anpassungsfähigkeit erfragt und untersucht. Dabei zählen vor allem auch Ihr äußeres Erscheinungsbild, Ihre Manieren und Ihre sprachliche Ausdrucksfähigkeit.
Nützlich ist es, sich mit den Anforderungen solch eines Gesprächs vertraut zu machen. Was will die Arbeitgeberin von Ihnen? Was ziehen Sie an?
Welche Fragen könnten auf Sie zukommen?
Legen Sie sich Antworten auf Fragen wie "Was sind Ihre Schwächen?" (Woran arbeite ich? Wie kann ich Sie gut auslegen?) und "Wo stehen Sie beruflich in fünf Jahren?" bereit. Bereiten Sie die Antworten zu Hause vor und formulieren Sie sie wirklich einmal als Stichpunkte. Diese lassen Sie natürlich zu Hause und lernen Sie auch auf keinen Fall auswendig. Aber dadurch, dass Sie sich nun mit sich selbst und Ihren Gedanken zu dem Job beschäftigt haben, werden Sie souveräner antworten
können und Ihre Antwort auch "so meinen". Egal, ob nun das gefragt wird, was Sie erwarteten oder nicht.
Überlegen Sie sich konkrete Situationen in Ihrer Vergangenheit als Beispiele, in denen Sie Ihre
Stärken zeigen konnten. Für Ihre
„Schwächen“
– man kann auch „Entwicklungsfelder“ sagen: Überlegen Sie, welche davon nicht zwingend für die angestrebte Position notwendig sind und wie Sie bislang damit umgehen.
Weitere
typische Fragen sind:
- Warum wollen Sie gerade bei uns/in diesem Beruf arbeiten?
- Was stellen Sie sich unter der Arbeit (hier) vor?
- Was für neue Ideen haben Sie?
- Welche Kompetenzen/Erfahrungen aus dem Studium und vorherigen Jobs können Sie einbringen?
- In welcher konkreten Situation konnten Sie diese bereits unter Beweis stellen?
Dabei kann es helfen, das
Gespräch mit einem Freund oder einer Freundin einmal
durchzuspielen. Wie verhält es sich mit der
Körpersprache? Letztendlich lässt sich Sympathie natürlich nicht vorbereiten, aber eine positive, selbstbewusste Stimmung bringt Sie ein Stück weiter. Hier kommt natürlich die Frage auf, inwiefern Sie eine bestimmte Rolle spielen sollten oder ob es sich bei vielen Dingen einfach um eine Haltungsfrage handelt. Sagen Sie sich auf, dass Sie gut sind und den Job bekommen. Das hilft fast immer gegen das Lampenfieber.
Was Sie vorher ernsthaft überlegen sollten, sind die Fragen, die Sie noch an das Unternehmen haben. Im Notfall lassen sich diese auch noch auf Ihrem
Notizblock aufschreiben, den Sie zum Gespräch sowieso mitnehmen, um sich die Antworten oder Termine notieren zu können. Passen Sie aber auf, ob diese
im Gespräch schon beantwortet wurden!
Wir bieten Ihnen hier eine
Checkliste an, die Ihnen zeigt, was Sie auf jeden Fall beachten sollten. Sie
können diese dann nach und nach abhaken und haben dann den Kopf frei für das eigentliche Gespräch. Denn wenn Sie alle Tipps und gut gemeinten Ratschläge beachten würden, hätten Sie wahrscheinlich alles im Kopf und würden während des Gespräches an zu vieles denken, nur nicht an das eigentliche Gespräch.
Die Checkliste
- Fragen an die Arbeitgeberin vorbereiten
- Antworten auf mögliche Fragen überlegen, siehe Sich erkunden
- Angemessen kleiden (nicht automatisch ein Anzug!)
- Anreise und Unterkunft organisieren
- Den Lebenslauf kennen und dabei haben
- Notizbuch und Stift mitnehmen
- Ein Taschentuch dabei haben
- Ausgeschlafen sein
- Nicht verkrampfen (Entspannungsübungen)
- Natürlich und authentisch bleiben
Mehr Infos auch in diesem Artikel