Der achtsemestrige "Internationale Bachelorstudiengang Sprachen
und Kulturen des Indischen Subkontinents und Tibets" vermittelt
fachwissenschaftliche Kenntnisse der Zivilisationen und Kulturen,
die in der Zielregion existierten bzw. existieren. In den Seminaren beschäftigen sich Studierende also mit der Kultur, der Philosophie, der Literatur, der Religion und der Gesellschaft des Indischen Subkontinents und Tibets. Dabei findet ein regionaler Zusammenhang zwischen dem Indischen Subkontinent und Tibet besondere Berücksichtigung. BA-Absolventinnen und -Absolventen können außerdem methodengelenkt Primärquellen in zumindest zwei süd- oder zentralasiatischen Sprachen analysieren. Sie erwerben sehr gute Sprachkenntnisse des Hindi, Sanskrit oder Tibetisch sowie solide Grundkenntnisse in einer weiteren süd- oder zentralasiatischen Sprache. Hierzu belegen Studierende sechs Semester lang Sprachkurse in der dem gewählten Schwerpunkt zugeordneten Sprache und über vier Semester in einer weiteren, gewählten süd- oder zentralasiatischen Sprache.
Der Studiengang ist untergliedert in drei Schwerpunkte:
1. Schwerpunkt: Klassische Indologie. In diesem Schwerpunkt erlernen Studierende Sanskrit als Erstsprache, als Zweitsprache können sie zwischen Hindi und Tibetisch wählen. In der Vertiefungsphase des Studiums liegt der Schwerpunkt auf den Hauptwerken der Philosophie und Literatur Südasiens.
2. Schwerpunkt: Neuzeitliches Südasien. Hier lernen Studierende Hindi als Erstsprache und können als zweite Sprache zwischen Tibetisch und Sanskrit (und ggf. einer zweiten modernen indischen Sprache) wählen. In der Vertiefungsphase setzen sich Studierende mit gesellschaftlichen, sozialen, politischen und kulturellen Entwicklungen in Südasien auseinander.
3. Schwerpunkt: Sprache und Kultur Tibets. Neben dem Erlernen der
tibetischen Schriftsprache und des modernen Tibetisch kann als zweite
Sprache Sanskrit oder Hindi gewählt werden. In der Vertiefungsphase
liegt der Fokus auf der Literatur, der Philosophie und der Religion
Tibets.
Anhand eines Auslandsaufenthaltes in der Zielregion im siebten Semester werden Auslandserfahrung, Landeskenntnis sowie kommunikative und interkulturelle Kompetenzen erlangt, die über die fachspezifischen Kenntnisse hinaus für die spätere Berufsorientierung von Bedeutung sind. Das achte Semester schließt mit dem Verfassen der BA-Arbeit ab.
Für Nebenfachstudierende ist kein Auslandsaufenthalt vorgesehen.
An das Bachelorstudium kann ein (englischsprachiger) internationaler Masterstudiengang in South Asian Studies, Tibetan Studies oder Buddhist Studies angeschlossen werden. Studierende können sich auch ausbaufähige Kenntnisse für eine Tätigkeit in einem weiten Berufsfeld aneignen, das von der Arbeit in Verbänden, der Wirtschaft und Politik über die Medien bis hin zur Migrationsarbeit
reicht.

