Als empirische Kulturwissenschaft ist die Volkskunde/Kulturanthropologie auf die Analyse alltagskultureller Phänomene und Praktiken in ihren historischen und sozialen Dimensionen ausgerichtet. Sie zielt darauf, gegenwärtige Gesellschaften in ihrer historischen Gewordenheit zu analysieren und lenkt dabei den Blick auf kulturelle Prozesse und alltägliche Lebensvollzüge.
Im Zentrum steht somit der Begriff der Kultur, verstanden als die stetige Aushandlung derjenigen kulturellen Logiken, Normierungen und „Regelwerke“, die den Umgang von Individuen und sozialen Gruppen miteinander organisieren. Die Analyse des Alltags soll dabei insbesondere zum Verständnis sozialer und kultureller Differenzierungen und Hierarchisierungen im Kontext übergreifender Wandlungsprozesse beitragen.
Neben einführenden Veranstaltungen bietet der Studiengang drei unterschiedliche Themenfelder (Stadt und Urbanität, Technizität und Medialität, Materielle Kultur), die es den Studierenden ermöglichen, eigene Schwerpunkte zu setzen. Zentrale Vermittlungsform im Bachelorstudiengang ist das „Forschende Lernen“, in dem das eigenständige Erarbeiten eines Themenfeldes im Mittelpunkt steht.

