Die Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie ist eine kulturhistorische Wissenschaft, die menschliche Kulturäußerungen vor dem Einsetzen schriftlicher Überlieferungen untersucht. Aufgrund Ihres Quellenmaterials - Bodendenkmäler, Funde und Befunde - ist sie durch die archäologische Methodik geprägt. An der Universität Hamburg liegen im Fach Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie die Schwerpunkte von Forschung und Lehre in der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte sowie der Alltagskultur. Besonderheiten der Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie der Universität Hamburg sind die enge Kooperation mit Museen und der Bodendenkmalpflege, der Fokus auf die Archäo-Pädagogik sowie die moderne technische Ausrüstung.
Das B.A.-Studium beginnt mit einer Einführungsphase, in der Methodik und Arbeitstechniken erlernt werden sowie eine Übersicht über die relevanten Epochen gegeben wird. Diese Themen werden in der Aufbauphase erweitert. Weiterhin soll nun das Verständnis für Funde in ihrem spezifischen kulturellen Zusammenhang und für historische Entwicklungen am Beispiel einer Region vertieft werden. In der Vertiefungsphase werden erste eigene Fragestellungen entwickelt, spezielle Themenbereiche eigenständig aufgearbeitet. Das Studium wird ergänzt durch vier Wahlpflichtmodule, aus denen die Studierenden zwei auswählen:
- Vorgeschichte
- Frühgeschichte
- Naturwissenschaften und Methoden
- Theorie und Befund.
Im Studium selbst haben projektbezogene und praktische Anteile einen hohen Stellenwert: Neben einem Grabungs- oder Museumspraktikum sind 10 Tage für Exkursion vorgesehen. Studierende sammeln auch erste berufspraktische Erfahrungen bei Führungen oder in der Museumspädagogik. Spätere Berufsfelder sind in der Bodendenkmalpflege und im Museum zu finden (für Tätigkeiten in diesen Bereichen ist ein Masterabschluss sinnvoll). Weitere Berufsfelder sind z.B. das Verlagswesen, Öffentlichkeitsarbeit, Tourismus, Journalismus, Management und Erwachsenenbildung.

