Die Entwicklung der Naturwissenschaften erfolgt abhängig vom jeweiligen kultur-historischen Kontext und damit in Wechselwirkung mit wissenschaftsexternen Faktoren wie z. B. politischen und sozioökonomischen Einflussgrößen. Die Geschichte der Naturwissenschaften ist diejenige Disziplin, die diese Interdependenzen und Interaktionen zwischen den Naturwissenschaften und der Gesellschaft an Hand der historischen Entwicklung der Naturwissenschaften untersucht und aufzeigt. Der in den Lehrveranstaltungen behandelte Zeitraum reicht von den Frühen Hochkulturen
(Altes Ägypten, Mesopotamien) über die griechisch-römische Antike, das europäische Mittelalter und die Frühe Neuzeit bis zum 19. und 20. Jahrhundert. Besonderes Augenmerk wird auf den Einfluss interkulturellen Wissenstransfers, z. B. zwischen dem arabisch-islamischen und lateinischchristlichen Kulturkreis im Mittelalter, gelegt.

