Studienziel ist der Erwerb von Fachkenntnissen über Gebärdensprachen und Gehörlosengemeinschaften, der Erwerb von Sprachkompetenz in Deutscher Gebärdensprache (DGS) sowie die Aneignung der wissenschaftlichen Kompetenz, diese Fachkenntnisse kritisch zu reflektieren.
Zentrale Gegenstände des Fachs sind die Gebärdensprachen Gehörloser, speziell die Deutsche Gebärdensprache sowie die theoretische Auseinandersetzung mit ihnen. Dazu gehören gebärdensprachlinguistische Beschreibungsversuche, die Reflexion ihrer Anwendung, z.B. in Theater und Poesie, und die Beschäftigung mit der Entwicklung von Gebärdensprachschriften.
Die Gebärdensprachen Gehörloser werden als Minderheitensprachen verstanden. Aus dieser Perspektive entstehen soziolinguistische Probleme, wie z.B. die Folgen der Nicht-Anerkennung sprachlicher Menschenrechte, und die Frage der gebärdensprachlichen Bildhaftigkeit. Sie widerspricht dem vorherrschenden abendländischen Verständnis von Sprache und fordert verschiedene Disziplinen theoretisch heraus.

