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Department Biologie



Inhalt:


Inhalte

1. SEMESTER

Modul Angewandte Molekulare Botanik:

Vorlesung, Seminar, Praktikum
Es werden grundlegende Mechanismen molekulargenetischer Prozesse in Pflanzen erarbeitet. Insbesondere sollen Erfahrungswerte mit der Problematik und Komplexität pflanzenspezifischer Genisolierung, -charakterisierung und -funktionsanalyse gewonnen werden. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse liefern die Voraussetzung zum Verständnis praktischer Umsetzungsmöglichkeiten in der modernen angewandten Molekulargenetik und Biotechnologie.

Modul Entwicklungsbiologie:

Vorlesung, Praktikum
Welche molekularen Mechanismen sind notwendig, damit aus einer einzelnen Zelle ein komplexer Organismus entstehen kann? Das Modul vertieft Kenntnisse über die zytologischen und molekularen Grundlagen von Entwicklungs- und Differenzierungsprozessen von Pflanzen und macht vertraut mit Methoden der modernen Entwicklungsbiologie. Am Beispiel sowohl pflanzlicher als auch tierischer Modellsysteme werden Grundkonzepte sowie deren Abwandlungen im Verlauf des Entwicklungszyklusses von Organismen aufgezeigt. Die Prinzipien der molekularen Regulation von z.B. Zellspezifikation, Organentstehung und Signaltransduktionswegen sowie ihre Bedeutung für angewandte Aspekte der molekularen Botanik werden vermittelt.

Modul Angewandte und Molekulare Phytopathologie:

Vorlesung, Seminar, Praktikum
Schwerpunkte: Diagnostik und Nachweis von Krankheitserregern bei Nutzpflanzen, insbesondere Virus- und Pilzkrankheiten, Molekulare und physiologische Interaktionen von Pathogenen mit ihren Wirtspflanzen.
Von der Genmanipulation zur Histologie der Infektion. Pflanzenkrankheiten mit Schwerpunkt Getreide werden aus Sicht des Pathogens zu erfassen versucht. Moderne Diagnoseverfahren erlauben das Pathogen zu identifizieren. Analysen einzelner Gene, oder auch des gesamten Transkriptoms, werden verbunden mit Proteinanalytik und der Charakterisierung der Physiologie des Pathogens. Dieses Verständnis des Pathogens zusammen mit der Aufklärung des Infektionsweges in der Pflanze soll erklären was ein Pathogen zum Pathogen macht und wie eine infizierte Pflanze sich erfolgreich verteidigen könnte.

 

2. SEMESTER

Modul Nutzpflanzenbiologie und Angewandte Ökologie:

Vorlesung, Seminar, Praktikum
Überblick über die Vielfalt der Nutzpflanzen, biologische Hintergründe von Nutzungsmöglichkeiten, Analyse qualitätsbestimmender Faktoren, Erarbeitung von Nutzungs- und Produktionskonzepten.
Analyse der Funktionalität anthropogen geprägter Ökosysteme: Stressfaktoren und Mechanismen der Stressbewältigung einzelner Pflanzenarten, Sekundäre Inhaltsstoffe in der Pflanze-Umwelt-Wechselwirkung. Reaktionen von Populationen auf Standortfaktoren und anthropogene Einflüsse, Effekte von Umweltveränderungen auf Struktur und Diversität von Phytozönosen.

Exkursion Phytopathologie
Einwöchige Exkursion zu Betrieben und Forschungseinrichtungen in Deutschland, die als spätere Arbeitgeber in Frage kommen. Praktische Informationen über Feldversuche, Symptomerkennung und Resistenzforschung.

Exkursion Nutzpflanzenbiologie
Einwöchige Exkursion zu Primärproduzenten von Nutzpflanzen und Betrieben der Nutzpflanzenverarbeitung. Auch hier sind Aspekte der Berufsfelderkundung erfasst.

Technikfolgeabschätzung:
Die Ziele liegen darin, Chancen und Risiken von Innovationen in angewandter und molekularer Botanik in Ergänzung, aber auch in Konkurrenz zu Innovationen in anderen Techniken, individuellen Verhaltensweisen und gesellschaftlichen Spielregeln zu analysieren, zu bewerten und Gestaltungsvorschläge zu entwickeln.

Wahlpflichtmodule (eines der drei genannten ist zu wählen):

Angewandte Phytopathologie:
Computergestützte Diagnostik in der Phytopathologie

Kern-Mitochondrien Interaktion:
Molekulare Grundlagen der Zellkompartimentierung und Wechselwirkungen genetischer Systeme innerhalb der Eukaryotenzelle (Genome des Zellkerns und der Mitochondrien).

Ökosystem-Analyse:
Vertiefende Analyse der Funktionalität anthropogen geprägter Ökosysteme am Beispiel von Feuchtgebieten: Wasserüberschuss im Wurzelraum als Stressfaktor und Mechanismen der Stressbewältigung, Ausbreitungs- und Keimungsökologie von Arten feuchter Habitate, Effekte standortörtlicher Gradienten und biotischer Interaktionen auf Struktur und Diversität von Phytozönosen.


 

3. SEMESTER:

Modul Biotechnologie:

Vorlesung (findet im 2. Semester statt), Seminar, Praktikum
Pflanzenentwicklungsprozesse: Von der Einzelzelle zur Getreidepflanze. Neue Wege zur Verbesserung tierischer und menschlicher Nahrung durch transgenes Getreide.

Wahlpflichtmodule (eines der drei genannten ist zu wählen):

Molekulare Phytopathologie.:
Pathogenerkennung durch die Pflanze und Unterdrückung der Wirtsreaktionen durch das Pathogen: Strategien in der Wirt-Pathogen Interaktion

Genexpression in Pflanzen:
Lokalisation von pflanzlichen Genprodukten innerhalb der Zelle mit Hilfe von Fusionsproteinen. Klonierung von c-DNA Fragmenten und Herstellung von Fusionsklonen mit Fluoreszenz-Reportergenen. Diese werden durch biolistische Transformation in Pflanzenzellen überführt und dort zur Expression gebracht. Die Lokalisation des Fusionsproteins in der Zelle bzw. die Interaktion zwischen unterschiedlichen Fusionsproteinen wird aufgrund der Fluoreszenzmarkierung analysiert.

Biochemische und Molekulare Analytik in der Nutzpflanzenbiologie:
Ausgewählte biochemische bzw. molekulare Marker werden bei verschiedenen Nutzpflanzen experimentell gemessen. Unterschiede bei bestimmten Inhaltstoffen, Enzymaktivitäten bzw. Genexpressionsmustern werden in Bezug gesetzt zu ökophysiologisch relevanten Aspekten der jeweiligen Kulturpflanzen.

Projektstudie:
Die Projektstudie besteht aus einer 6wöchigen Mitarbeit in einer Arbeitsgruppe. Es wird möglichst selbständig ein definiertes Thema bearbeitet.


 

4. SEMESTER

Masterarbeit
Die Masterarbeit besteht in der Regel aus (i) einer (kurzen) theoretischen Einarbeitung ins Thema, inklusive Entwicklung eines Forschungskonzeptes mit dem Betreuer / der Betreuerin der Arbeit, (ii) einer 3- bis 4monatigen experimentellen Bearbeitung des Themas in einer der am Studiengang beteiligten Arbeitsgruppen, sowie (iii) der schriftlichen Dokumentation, Auswertung und Interpretation der Ergebnisse nach den Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis in einer Master Thesis, und (iv) der mündlichen Präsentation der Arbeit (Verteidigung der Thesis in einem Kolloquium mit den Prüfern / Prüferinnen der Arbeit oder in einem Fortgeschrittenenseminar).

Für die Masterarbeit gibt es das Anmeldeformular, ein Formular für das Kolloquium und ein Hinweise zur Erstellung der Masterarbeit. Das Anmeldeformular muss im Studienbüro innerhalb der Sprechzeiten abgegeben werden. Zwischen Anmeldung und Abgabe der Arbeit müssen mindestens 900 Arbeitsstunden liegen.

Gutachterinnen und Gutachter der Masterarbeit:

Erweiterung des Kreis der Prüfungsberechtigten für die Masterarbeit im MSc Angewandte und Molekulare Biologie der Pflanzen.

Nach der ab dem 1.10.2012 gültigen Fassung der Rahmenprüfungsordnung der MIN für den Studiengang "Master of Science" gilt:

§ 12 Prüfende
(1) Die Bestellung der Prüfer und Prüferinnen erfolgt durch den Prüfungsausschuss nach Maßgabe der Bestimmungen des HmbHG in der jeweils geltenden Fassung.

§14 Masterarbeit
(9) Die Masterarbeit ist vom Betreuer bzw. der Betreuerin und einem weiteren Prüfer bzw. einer weiteren Prüferin aus dem Kreis der Prüfungsberechtigten (§ 12) schriftlich zu beurteilen. Mindestens eine Prüferin oder ein Prüfer muss zusätzliche wissenschaftliche Leistungen gemäß §15 Abs. 4 HmbHG erbracht haben, die z.B. durch eine Habilitation nachgewiesen werden.

Der Prüfungsausschuss hat am 28.09.2012 gemäß §12 Master-Prüfungsordnung folgende Mindestanforderungen festgelegt:

1) Mindestes ein/e Prüfer/in muss der Gruppe der Hochschulehrer/innen angehören oder habilitierte/r Mitarbeiter/in im Fachbereich Biologie sein und am Masterstudiengang Biologie beteiligt sein.

2) Ein/e weitere/r Prüfer/in muss mindestens promoviert sein. Die Promotion muss mindestens drei Jahre zurückliegen und er/sie muss wissenschaftlich arbeiten, nachgewiesen durch einschlägige Veröffentlichungen. Das Prüfungsrecht muss vom Prüfer/von der Prüferin beim Prüfungsausschuss beantragt werden, der im Einzelfall entscheidet. Der Antrag wird beim Prüfungsausschussvorsitzenden eingereicht. Dem Antrag ist ein Lebenslauf, eine Liste der Veröffentlichungen, ggf. eine Liste der bislang betreute Abschlussarbeiten, sowie die Angabe des Mitbetreuers/der Mitbetreuerin des Fachbereichs Biologie beizufügen.

Eine Liste derjenigen, die bereits ein Betreuungsrecht haben, finden Sie bald hier.


Viel Erfolg!
 

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