



der Universität Hamburg ist Nachfolger des Naturhistorischen Museums zu Hamburg. Dieses wurde Am 17. Mai 1843 gegründet und wurzelt in der Naturaliensammlung der Gelehrtenschule Johanneum und der Sammlung des Naturwissenschaftlichen Vereins Hamburg. Untergebracht war das Naturhistorische Museum zunächst im Gebäude des Johanneums am Domplatz, bevor 1891 ein neues Museumsgebäude am Steintorwall, in unmittelbarer Nähe der Kunsthalle (gegründet 1869) und des Museums für Kunst und Gewerbe (gegründet 1877) errichtet wurde. Bereits früh kam es zu einer räumlichen Verlegung bestimmter naturwissen-
schaftlicher Bereiche. Die Botanik hatte schon 1883 ein eigenes Museum erhalten, 1907 zog die Mineralogie und 1912 die Völkerkunde aus, so dass ab 1912 neben der Anthropologie und der Paläontologie nur noch die Zoologie im Gebäude des Naturhistorischen Museums untergebracht war.
Kapitäne Hamburger Reedereien und Hamburger Kaufleute in Übersee haben die Sammlungen ergänzt. Einige Expeditionen in ferne Länder wurden von Mitarbeiten des Naturhistorischen Museums organisiert und durchgeführt. Die Bestände des Museum wuchsen, auch durch Kauf von Teilen des Museums Godeffroy (1861-1881) nach dessen Zahlungsunfähigkeit.
Im Juli 1943 wurde während des Zweiten Weltkriegs ein Großteil der wissenschaftlichen und fast alle Exponate der Schausammlung durch Spreng- und Brandbomben zerstört Glücklicherweise war ein Großteil der Alkoholsammlungen in einen U-Bahn-Schacht und die wertvolle Vogelsammlung in eine Burg in Sachsen ausgelagert worden.
Nach dem Krieg begann das mühsame Ordnen und Zusammenstellen des Übriggebliebenen. Vorrang hatte zunächst das wissenschaftliche Material. Erst im Jahr 1983 wurde das Zoologische Schaumuseum hier am Martin-Luther-King-Platz wieder eröffnet.
Neben der für die Öffentlichkeit zugänglicher Schausammlung lagern in den Archiven der Wissenschaftlichen Sammlungen etwa 10 Mio. zoologische Objekte. Diese Sammlungen zählen zu den bedeutendsten Deutschlands. Sie sind ein wichtiges international vernetztes Referenzzentrum globaler Biodiversität.

