Logo der Universität Hamburg
Fachbereich Biologie

Sammlung

Chelicerata, Myriapoda und Pararthropoda

Diese Sammlung beherbergt ca. 860 000 in Äthanol konservierte Exemplare (ohne der Milben) in ca. 43 000 Museumsgläsern und ca. 36 000 mikroskopischen Präparate, hauptsächlich mit Milben. Das Material umfaßt etwa 8 500 Arten in ca. 26 000 Nummern, davon sind 3 050 Arten durch Typenmaterial vertreten. Hier befinden sich die folgenden Gruppen:


Onychophora - 21 Arten (einschließlich 6 Arten repräsentiert durch Typenmaterial),
Tardigrada - 208 (53),
Pentastomida - 19 (7),
Chilopoda - 409 (140),
Diplopoda - 1060 (517),
Xiphosura - 4,
Pantopoda - 109 (20),
Scorpiones - 452 (140),
Solifugae - 153 (54),
Pseudoscorpiones - 153 (66),
Opiliones - 329 (196),
Thelyphonida 30 (9),
Schizomida 8 (3),
Amblypygi 23 (7),
Araneae - 2076 (822),
Palpigradi - 2,
Ricinulei - 1,
Acari - 3627 (1012).


Sammlung Insecta

Die entomologischen Sammlungen beinhalten Material aus fast allen Ordnungen der Insekten. Derzeit beinhalten sie mehr als 65.000 Arten in Form von: > 1.000.000 genadelten Insekten, > 1.000.000 alkoholkonservierten Insekten, > 5.200 Mikropräparaten, sowie ca. 500 Exponaten und Modellen zu entomologischen Themen.
Insgesamt befinden sich in der Sammlung etwa 10.000 Typenserien mit Schwerpunkt Acercaria (> 4.000), Coleoptera (> 3.100) und Lepidoptera (> 1.500).

Unter den wichtigsten Sammlungen sind: Col. Ulmer (Trichoptera), Col. Wagner (Heteroptera), Col. Voss (Coleoptera). Eine weitere Besonderheit ist die umfangreiche Heimatsammlung Coleoptera, die in enger Zusammenarbeit mit der Coleopterologischen Sektion des Vereins für Naturwissenschaftliche Heimatforschung e.V. erstellt wurde.

Geschichte: Die entomologische Sammlung des Zoologischen Museums Hamburg hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich, die besonders durch die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg geprägt sind. Vor der teilweisen Vernichtung der Sammlung im Jahre 1943 war die Sammlung auf über 1 ½ Millionen Exemplare angewachsen und enthielt mehr als 10.000 Typusexemplare von beträchtlichem Wert. Teile dieser Sammlung, die noch auf umfangreiche Sammlungsaktivitäten alter hamburgischer Kaufmannschaften des 19. Jahrhundert zurückgehen, konnten gerettet werden. Andere Teile der Sammlung, besonders ein Großteil der holometabolen Insekten, mit einer Vielzahl von Typen, gingen jedoch verloren. Heute ist die entomologische Sammlung durch Zukauf und wissenschaftliche Kooperationen wieder zu einer der wichtigsten entomologischen Sammlungen Deutschlands angewachsen, was sich auch in vielen Besuchen von Gastwissenschaftlern und regem Leihverkehr ausdrückt. Zusätzlich besitzt die Sammlung durch ihre alten erhaltenen Bestände einen unschätzbaren kulturellen Wert, da es das Erbe von Mitgliedern des Hamburger Naturwissenschaftlichen Vereins des frühen 19. Jahrhundert darstellt.


Impressum | Letzte Aktualisierung am 11. März 2013 durch BioZentrum Grindel