Die Pressemitteilung ist ein häufig verwendetes Instrument der
Öffentlichkeitsarbeit. Sie informiert die Redaktionen von Presse,
Hörfunk, Fernsehen, Online-Medien und Presseagenturen mit einem kurzen
prägnanten Text über ein wichtiges Ereignis, aktuelle Entwicklungen und
Ergebnisse oder weist auf Veranstaltungen öffentlichen Interesses hin.
Im Folgenden haben wir einige wichtige Fragen und Antworten rund um das Thema Pressemitteilungen für Sie zusammengestellt.
Wann lohnt sich eine Pressemitteilung?
Nicht alles, was aus eigener Sicht wichtig ist, interessiert auch die
Medien. Journalistinnen und Journalisten haben bei ihrer Themenauswahl
ihre Leserinnen und Leser, Zuhörerinnen und Zuhörer und Zuschauerinnen und Zuschauer im Blick und wählen
danach aus, was für ihre Zielgruppe relevant sein könnte. Daher fragen
Sie sich bitte zunächst, ob der Anlass oder das Ereignis für die
Öffentlichkeit relevant ist.
Hier finden Sie Kriterien, die Ihnen bei Ihrer Einschätzung helfen können. Gerne beraten wir Sie auch dabei.
Kriterien sind z. B.:
- Absender: Hat Ihre Nachricht mit der Universität Hamburg zu
tun? Ist die Universität insgesamt bzw. eine ihrer
Organisationseinheiten für die Nachricht verantwortlich? Sofern es bei
dem Inhalt der Nachricht noch Kooperationspartner gibt: ist die
Universität Hamburg federführend?
- Exklusivität: Ist die Nachricht bisher nicht
veröffentlicht, d.h. den Medien noch nicht bekannt? (Mehrfachmeldungen
z. B. durch Dritte verärgern die Journalistinnen und Journalisten)
- Aktualität: Ist Ihre Nachricht aktuell, d.h. liegt das
Ereignis in unmittelbarer Zukunft oder ist gerade erst geschehen? Oder
können Sie mit Ihrer Nachricht zu einem aktuellen Thema in den Medien
beitragen?
- Nachrichtenwert: Ist Ihre Nachricht von großer Bedeutung
für Menschen außerhalb der Universität Hamburg selbst? Gibt es z.B. ein
herausragendes Forschungsergebnis oder haben Sie davon erfahren, dass
Sie einen bedeutenden Preis erhalten? Haben Sie für ein neues Projekt
Drittmittel in größerer Höhe eingeworben? Gibt es in Ihrem
Arbeitsbereich eine gravierende Veränderung, die für die Öffentlichkeit
von Bedeutung ist, z.B. Umzug des Zentrums für Studierende?
- Prominenz: Erwarten Sie z.B. zu einer Veranstaltung eine öffentlich bekannte/ bedeutende Person?
- Vermeidung von Inflation/ Beibehalten des Besonderen: Handelt
es sich bei Ihrer Nachricht um etwas besonderes? Regelmäßig sich
wiederholende Meldungen mit gleichem Inhalt verärgern die Medien.
- Termineignung: Möchten Sie Medienvertreterinnen und
-vertretern einen Termin anbieten? Dann bedenken Sie bitte, dass
Journalistinnen und Journalisten nachmittags schreiben und Fernsehsender ihre Beiträge noch
schneiden müssen. Vormittags sind die besseren Termine.
Pressekonferenzen am Nachmittag haben keinen Erfolg.
Wann informiere ich die Pressestelle der UHH?
So früh wie möglich, bitte möglichst spätestens 8 bis 10 Werktage vor dem Ereignis/der Veröffentlichung. Erfahrungsgemäß
nimmt die Abstimmung der Pressearbeit mehr Zeit in Anspruch als
erwartet. Auch treten unvorhergesehene Situationen ein, die dazu führen
können, dass andere Meldungen vorgezogen werden müssen.
Wen informiere ich? Wer sind meine Ansprechpartner/innen?
Bitte wenden Sie sich per E-Mail an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Referats Medien- und Öffentlichkeitsarbeit: medien~AT~uni-hamburg.de.
Fragen zur Pressearbeit beantworten wir auch telefonisch unter: +49 40 42838-2968.
Was benötigen wir von Ihnen?
Wir benötigen von Ihnen rechtzeitig, d.h. möglichst zehn Werktage vor
Veröffentlichung, einen Textentwurf zur Pressemitteilung. Diesen Entwurf
stimmen wir mit Ihnen redaktionell ab. Die endgültige Fassung erhalten
Sie rechtzeitig von uns zur Freigabe.
Wie verfasse ich eine Pressemitteilung?
Es gibt unterschiedliche Arten der Pressemitteilung. Die am meisten
verbreitete und akzeptierte ist die Pressemitteilung im Stil einer
Nachricht. Die Information ist das Wichtigste. Bitte beachten Sie dazu
folgende Regeln:
- Eine Pressemitteilung enthält nur eine (Haupt-)Botschaft.
- Das Wichtigste gehört an den Anfang. Journalistinnen und Journalisten entscheiden
nach den ersten Sätzen, ob sie weiter lesen oder nicht. Gekürzt wird von „hinten
nach vorne“, so dass u.U. nur der erste Satz stehen bleibt. Trotz
Kürzungen seitens der Journalistin oder des Journalisten soll der Leser möglichst viele
Informationen erhalten, auch wenn er nur den ersten Teil gelesen hat
(Nachrichtenpyramide).
- Beantworten Sie die sogenannten W-Fragen in der Reihenfolge: Wer? Was? Wann? Wo? Wie? Warum? Ggf. Wer/Was noch?
- Formulieren Sie klar und verständlich. Konstruieren Sie kurze
Sätze nach Subjekt-Verb-Objekt. Benutzen Sie Verben anstatt Substantive.
Verzichten Sie auf Fremdwörter und Fachtermini. Vermeiden Sie
Füllwörter wie „gleichwohl“, „auch“, „nichtsdestoweniger“,
„üblicherweise“ etc.
- Verwenden Sie Aktiva, vermeiden Sie Passiva.
- Eine Pressemitteilung enthält niemals Wertungen.
- O-Töne können den Text bereichern. Doch Vorsicht: Benutzen Sie
O-Töne oder Stellungnahmen nur dann, wenn Sie damit prägnante
Informationen erzielen. Ein „Ich freue mich sehr über unsere
Forschungsergebnisse“ ist glaubhaft, aber überflüssig. O-Töne sollten
nicht zu lang sein.
- Textlänge: Eine Pressemitteilung sollte möglichst nicht mehr
als 20 bis 25 Zeilen Text enthalten. Schreiben Sie erst einmal mehr und
(wir) kürzen dann.
- Bitte nennen Sie eine Ansprechpartnerin oder einen Ansprechpartner unter Angabe von Institution, Funktion, Position, Telefonnummer und E-Mail-Adresse.
Wann wird veröffentlicht?
Veranstaltungshinweise sollten den Journalistinnen und Journalisten eine Woche vor dem
Ereignis vorliegen, andere aktuelle Meldungen zum Zeitpunkt des
Geschehens (tagesaktuell), auf keinen Fall später.
Wer erhält die Pressemitteilung?
Wenn die endgültige Fassung des Textes abgestimmt ist, kümmern wir uns um den Versand an die Journalistinnen und Journalisten. Sie erhalten selbstverständlich eine Kopie der Mitteilung.
Wir verfügen über einen lokalen und überregionalen Verteiler, die wir je
nach Inhalt und Zielgruppen bedienen. Darin sind alle wichtigen Medien,
WissenschaftsjournalistInnen und Presseagenturen enthalten.
Zusätzlich
haben wir die Möglichkeit, Pressemitteilungen über den
Informationsdienst Wissenschaft (IDW) zu veröffentlichen: www.idw-online.de.
Was muss ich nach Versand der Pressemitteilung tun?
Wenn Sie als Ansprechpartnerin oder Ansprechpartner in der Pressemitteilung genannt sind,
stellen Sie bitte sicher, dass Sie für Journalistinnen und Journalisten
auch telefonisch erreichbar sind.
Wie stelle ich fest, ob die Pressemitteilung verwertet wurde?
Bei journalistischer Verwertung der Mitteilung finden Sie in unserem Online-Pressespiegel die entsprechenden Quellen. Oder Sie fragen bei uns nach.
Waren diese FAQ für Sie hilfreich? Wir freuen uns über ihr Feedback unter medien~AT~uni-hamburg.de.