
Die untersuchten Flächen lagen zum Teil direkt an der heutigen Durchgangsstraße zur Innenstadt. Daher stießen unsere Arbeiten auf das
große Interesse der vielen Sonntagsspaziergänger.
Wo heute das renaissancezeitliche Schloss vor Husum noch zu besichtigen ist, hat bis Anfang des 16. Jahrhunderts ein Franziskanerkloster existiert.
Soviel steht fest, denn es es läßt sich den historischen Quellen zum spätmittelalterlichen Husum entnehmen. Die spannende Frage ist nun, wo genau befand sich dieses Kloster?
Auf der Suche nach der Lösung haben sich Mitarbeiter des Nordsee-Museums Nissenhaus und des Vereins für Stadtgeschichte in Husum mit Bauforschern der Universität Kiel, dem
Landesamt für Denkmalpflege in Schleswig sowie dem Archäologischen Institut der Universtät Hamburg in einem Projekt zusammengetan.
Seitens der Abteilung für Vor- und Frühgeschichte fanden an einem frostigen Novemberwochenende geomagnetische Untersuchungen mit einem Ein-Sonden Fluxgate
Gradiometer statt, die insgesamt einen halben Hektar Fläche im Bereich des heutigen Stadtparkes und und eines Privatgrundstückes abdeckten. Während die Daten der
geomagnetischen Prospektionen sich noch in der Auswertung befinden, werden die bauhistorischen Untersuchungen ebenfalls in den nächsten Wochen und Monaten fortgesetzt
werden. Die Ergenbisse des Projektes sollen in die Publikation zu den Schleswig-Holsteinischen Klöstern einfließen.

Von Baum zu Baum: im Schlosspark musste mit langen, sehr schmalen Nils Herzinger (VFG Univ. Hamburg) und Herr Thomsen (Nordsee-Museum Nissenhaus Husum)
Flächen gearbeitet werden. bei den Prospektionen im Vorfeld des sog. "Kavaliershauses" vom Schloss aus dem 17. Jh.
Ines Klenner
Dazu gibt es auch den:
Bei der "Nacht des Wissens" an der Universität Hamburg war die Abteilung Vor- und Frühgeschichte mit einem eigenen Stand zum Thema
"Mit Hightech in die Vergangenheit" präsent.

Der Stand mit Postern und den Vermessungsgeräten Hier konnte man sich ein "persönliches Profil" in 3-D anfertigen lassen.
Vorgestellt wurden zum einen die Forschungen an dem römischen Goldbergwerk in Três Minas (Portugal) und andererseits ein Projekt der Studierenden zum Denkmalmonitoring in der "Oldendorfer Totenstatt". Das wesentliche Vermessungsgerät für diese Projekte war am Stand aufgebaut und wurde von Helianthus Gaertner anschaulich erläutert.
Später am Abend hieß es: Schlange stehen beim "Personenscannen": Hier bekamen die Besucher keine unerwünschten Einblicke, sondern eher Anblicke.
Die Funktionsweise des intstitutseigenen Ilris 3-D Laserscanners wurde publikumsnah vermittelt, da man sich am Stand der vor- und frühgeschichtlichen Archäologie selbst scannen lassen konnte.