Debora Oswald, M. A.
Promotionsstipendiatin nach dem HmbNFG
Archäologie und Kulturgeschichte des antiken Mittelmeerraumes
Archäologisches Institut
Universität Hamburg
Edmund-Siemers-Allee 1, Westflügel
D-20146 Hamburg
Debora.Oswald(a)studium.uni-hamburg.de
Werdegang: |
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| seit 10/2011 | Promotionsstipendium an der Universität Hamburg, Arbeit an der Dissertation zum Thema Entwicklung und Funktionen der Mehrstöckigkeit in der frühkaiserzeitlichen Wohnarchitektur in Italien. |
| 9/2009 - 1/2011 | Masterstudium an der Universität Bern mit Hauptfach Archäologie des Mittelmeerraumes, Nebenfach Italienische Sprach- und Literaturwissenschaften. Masterarbeit mit dem Titel Untersuchungen zur Entwicklung und Funktion der Mehrstöckigkeit in der frühkaiserzeitlichen Repräsentationsarchitektur abgegeben bei Prof. Dr. W. Ehrhardt, am 25.11.2010. Masterstudium abgeschlossen am 23.3.2011 mit dem Titel Master of Arts in Archäologie des Mittelmeerraumes, Schwerpunkt Mittelmeerraum. |
| 2/2009 - 7/2009 | Masterstudium an der Università degli Studi di Firenze im Rahmen des ERASMUS Austauschprogramms. |
| 10/2005 - 1/2009 | Bachelorstudium an der Universität Bern, mit Hauptfach Archäologie (Schwerpunkte Archäologie des Mittelmeerraumes und Archäologie der römischen Provinzen), Nebenfach Italienische Sprach- und Literaturwissenschaften. Bachelorarbeit mit dem Titel Römische Strassen im Umfeld von Amiternum - Via Caecilia und Via Claudia Nova verfasst im Schwerpunkt Archäologie des Mittelmeerraumes bei Prof. Dr. M. Heinzelmann. Bachelorstudium abgeschlossen mit dem Titel Bachelor of Arts in Archaeology. |
| 7/2005 - 9/2005 | Sprachaufenthalt an der Università per Stranieri di Perugia in Perugia/Italien |
| 8/2000 - 6/2004 | Gymnasium an der Neuen Kantonsschule Aarau in Aarau, abgeschlossen im Juni 2004 mit der Matura, Schwerpunktfach Französisch. |
Berufserfahrung und Praktika: |
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| 1. August 2010 - 31. Januar 2011 | Anstellung als Tutorin am Institut für archäologische Wissenschaften, Abteilung Mittelmeerraum, Universität Bern, bei Prof. Dr. W. Ehrhardt |
| 27. Juli 2009 - 4. Sept. 2009 | Ausgrabungspraktikum in Eretria/Griechenland mit der ESAG |
| 15. April 2007 - 6. Juni 2009 | Aufsicht Archäologiestätte Offiziersküche Windisch |
| 1. September 2008 - 31. Januar 2009 | Anstellung als Tutorin am Institut für archäologische Wissenschaften, Abteilung Mittelmeerraum, Universität Bern |
| August 2008 - September 2008 | Ausgrabungspraktikum in Eretria/Griechenland mit der ESAG |
| 8. Juni 2008 - 13. Juli 2008 | Ausgrabungspraktikum in Amiternum/Italien (als Schnittleiterin) |
| April 2008 | zweiwöchige Geoprospektion in Eretria/Griechenland und Amiternum/Italien |
| 20. August 2007 - 14. Sept. 2007 | Teilnahme an der Internationalen Sommerakademie Xanten, Deutschland |
| 1. Juli 2007 - 29. Juli 2007 | Ausgrabungspraktikum in Amiternum/Italien |
| 30. Juli 2006 - 27. August | Praktikum in Geoprospektion, topographischem Survey und Bauaufnahme in Amiternum/Italien |
Zusatzqualifikationen: |
November 2005 | CELI 4 (Certificato di Conoscenza della Lingua Italiana) | Juni 2004 | CAE (Certificate in Advanced English) |
Zum Promotionsvorhaben: |
Entwicklung und Funktionen der Mehrstöckigkeit in der frühkaiserzeitlichen Wohnarchitektur in Italien Die Befundsituation und der Erhaltungszustand von Obergeschossen sind vielfach nicht sehr gut, häufig sind Obergeschosse gar überhaupt nicht mehr erhalten. Das führte dazu, dass bei Untersuchungen zu Wohnbauten im römischen Bereich die oberen Stockwerke und deren Nutzung bislang nur äusserst lückenhaft behandelt wurden. Das Gebiet der Mehrstöckigkeit ist aber für die Architekturforschung in der Archäologie Italiens durchaus von Interesse, denn wenn lediglich die Erdgeschosse erforscht werden bedeutet dies ein Auslassen der Hälfte des Befundes; es ist aber davon auszugehen, dass ab einem gewissen Zeitpunkt die allermeisten Wohnhäuser mindestens zweistöckig waren. In Pompeji sind genügend gut erhaltene, mehrstöckige Häuser vorhanden, um einige interessante Rückschlüsse auf die Verwendung der Obergeschosse im Wohnbereich ziehen zu können. Aus der Wahl dieses Untersuchungsgebietes ergibt sich somit sowohl eine topographische Eingrenzung, als auch eine zeitliche Einschränkung auf die späte Republik und die frühe Kaiserzeit. Aus dem gegenwärtigen Forschungsstand ist ersichtlich, dass in den Vesuvstädten über die Funktionen der Mehrstöckigkeit noch fast nichts bekannt ist. Während in neuerer Zeit James Andrews eine umfassende Arbeit zu diesem Thema für Herkulaneum verfasste (J. Andrews, The use and development of upper floors in houses at Herculaneum, unpubl. Diss. University of Reading, Reading 2006), steht eine Untersuchung in Pompeji noch aus. Da die überwiegende Mehrheit der Wohnhäuser in Pompeji ursprünglich aus Atriumhäusern bestand, die dem generellen Forschungskonsens nach in der Regel einstöckig waren, stellt sich natürlich die Frage, wie der Stockwerkbau das Erscheinungsbild eines Hauses beeinflusst. Aus dieser übergreifenden Fragestellung ergeben sich untergeordnete Fragen. Zunächst muss beantwortet werden, ob die Obergeschosse rein funktional sind, um platzsparend mehr Wohn- und Werkraum zu schaffen, oder ob ihnen etwa eine repräsentative Funktion zukam. Im untersuchten Gebiet kann man grundsätzlich zwischen Hanghäusern und normalen’ Stockwerkbauten unterscheiden. Anhand einer genauen Analyse der Baugeschichte, des Inventars und der wahrscheinlichen Ausgestaltung der Obergeschosse, resp. der Hanggeschosse sollen Aussagen über deren Entwicklung und mögliche Funktionen erarbeitet werden und im Kontext der städtebaulichen Entwicklung, sowie der relativ komplexen Forschungsgeschichte Pompejis interpretiert werden. |