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E-Learning im Fernstudium – ein Erfahrungsbericht

Wie erreicht man die besten Lernergebnisse? Auf diesem Gebiet hat das ILS, Deutschlands größte Fernschule, schon immer geforscht und viele kostenintensive Projekte umgesetzt.

E-Learning, virtuelle Lehre, Blended-Learning – diese Begriffe wurden selbst zur Hochzeit des “e”-Hypes 2001 bis 2003 beim ILS nie wirklich diskutiert. Im Mittelpunkt stand stattdessen immer der für den jeweiligen Fernlehrgang „optimale Medienmix“. Erfahrungen mit ergänzenden Medien wie Audio- und Video-Kassetten, Bildplatten oder CD-ROMs hatte man schon seit langer Zeit gesammelt. Zentrales Medium für die Vermittlung von Lerninhalten blieb aber immer das Studienheft.

Lediglich die Kommunikation unter den Teilnehmern oder mit den Fernlehrern hätte besser sein können. Denn Einsendeaufgaben und Fragen an Fernlehrer kamen in erster Linie per Post oder Fax ins Haus, eilige Fragen konnte man nur über die Telefonhotline beantwortet bekommen.

Dann kam das Internet und mit ihm viele neue Möglichkeiten.

1998 wurde das erste Online-Studienzentrum vom ILS ins Netz gestellt. Keine 300 Nutzer der damals 30.000 Studienteilnehmer haben sich in dem Jahr in ihren virtuellen Campus „verirrt“. 99 Prozent dagegen waren mit ihrem Fernstudium, das weitgehend auf Print-Unterlagen (Studienheften) basiert zufrieden.

Was hat sich seitdem getan?

Oberflächlich gesehen so ziemlich alles: Von heute rund 80.000 Studienteilnehmern jährlich gehen nicht mehr 1 Prozent regelmäßig ins Online-Studienzentrum sondern über 70%. 56.000 Kunden nutzen jede Woche, viele von ihnen sogar fast täglich, ihre Internet-Plattform. Der Campus bietet heute auch eine deutlich größere Zahl an Features, die man vor 14 Jahren technisch noch gar nicht realisieren konnte: Zugriff auf externe Datenbanken, Sendungsverfolgung der Studienunterlagen, ergänzende Lernprogramme, interaktiver Studienplaner etc.

Präsenzseminare konnten wir nur zum Teil durch Online-Veranstaltungen ersetzen. Es gibt natürlich ergänzende Chats, geführte Forendiskussionen und Virtual Classrooms. Die im Fernstudium aber eh schon geringen Präsenzanteile konnten nicht wirklich nennenswert reduziert werden.

Ganz anders sieht es im Bereich Kommunikation aus. Hier hat tatsächlich eine Revolution stattgefunden: Über das Online-Studienzentrum kann man per Mausklick auf das Bild seines Studienbetreuers oder Fernlehrers ganz einfach Kontakt aufnehmen. Auch zu Mitstudierenden, die sich im Online-Studienzentrum anzeigen lassen wollen, kann man über die Funktion „Wer studiert mit mir?“ schnell Kontakt aufnehmen. In unzähligen Lerngruppen und Foren tauschen sich Studienteilnehmer miteinander aus – mittlerweile sogar nicht nur über Lerninhalte sondern auch Privates, was durchaus erfolgsfördernd sein kann. Fernlehrer antworten nicht nur schriftlich sondern in zunehmendem Maße auch über Audio-Files. Das macht sie anfassbarer und schafft noch mehr Nähe. Lernen muss man immer noch allein, aber man ist nur einen Klick entfernt von Freunden und Helfern. Und plötzlich doch nicht mehr allein - wenn man denn Nähe überhaupt wünscht.

Fairerweise sollte noch erwähnt werden, dass sich die Erkenntnisse des ILS auf Fernlehrgänge beziehen, die im Durchschnitt 18 Monate dauern und etwa 8 bis 15 Stunden wöchentliche Bearbeitungszeit in Anspruch nehmen. Bei kleinen Lernmodulen von ein paar Stunden Umfang ist reines „e“ dann doch unschlagbar.

 

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