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Unter den Talaren: auch Walter A. Berendsohn

Zu einem Leserbrief, einer Veranstaltung und einem Buch


Walter A. Berendsohn

Auch ehemalige »rote Großväter« erzählen ihre Geschichten, zumal wenn sie literarische Ambitionen pflegen. Nachzufragen jedoch ist dann, wenn sie mit der Autorität des Zeitzeugen ihre Geschichten als Geschichte ausgeben – obendrein als die unserer Universität.

Deren wilde 60er Jahre dienen seit geraumer Zeit dem vormaligen SD-Aktivisten und »gewendeten« DKP-Dichter Peter Schütt als Folie autobiographischer Sinngebungsversuche, vornehmlich veröffentlicht in den Gazetten des einstigen Klassenfeindes. In einem Leserbrief an die F.A.Z. bekannte sich der Eppendorfer Schriftsteller jüngst zur Autorschaft jenes Slogans vom Muff unter den Talaren, der in seiner am 9. November 1967 im Hamburger Audimax inszenierten Form zur unverzichtbaren Illustration unserer Nachkriegsgeschichte gehört. Allerdings hätte er seinerzeit nur den "Muff von hundert Jahren" ausmachen können; die Verzehnfachung auf tausend – und damit die Anspielung auf die Zeit des »Tausendjährigen Reiches« – sei auf das Konto der "beiden damals brav sozialdemokratischen AStA-Vorsitzenden" gegangen, späteren "Kriegsgewinnlern der Revolte" die eine "steile SPD-Karriere" gemacht hätten.

Mag man deren Steigung und Ursachen auch anders beurteilen können, so fehlt diese Interpretationstoleranz für die Kernaussage des Briefautors: "Der studentische Protest jener Jahre richtete sich nicht gegen vermeintliche »Naziprofessoren«, die es jedenfalls in Hamburg nicht mehr gab." Diese Behauptung ist nicht nur falsch, sondern in ihrem tagespolitisichen Kontext – zufällig oder beabsichtigt – erneut ideologische Parteinahme.

Dabei ist richtig, dass der Wechsel auf die »tausend Jahre« ein bewusster Akt war. Bestätigt wurde dies auf einer Tagung Arnold Sywotteks zur dreißigsten Wiederkehr jenes »Skandals« nicht nur von den "arrivierten" einstigen Bannerträgern Gert-Hinnerk Behlmer und Detlev Albers, sondern auch vom damaligen Pressesprecher des ASTA, Wehrhart Otto. Falsch hingegen ist die Behauptung, es hätte in Hamburg 1967 keine Professoren mit NS-Vergangenheit mehr gegeben. Gewiss waren viele inzwischen emeritiert worden und hatten unbelastete Nachfolger gefunden; auch waren, entgegen landläufiger Meinung, durchaus Verfolgte oder ins Exil Vertriebene in den Lehrkörper berufen worden – neben Siegfried Landshut etwa in der Philosophischen Fakultät der Anglist Ludwig Borinski, der Psychologe Curt Bondy oder die Literaturwissenschaftler Karl Ludwig Schneider und Hans Wolffheim. Aber es gab sie noch immer, und in nicht zu knapper Zahl oder inferiorer Position, die Kompromittierten, über die hinter vorgehaltener Hand getuschelt, seltener auch öffentlich in Flugblättern gehandelt wurde. Einen zeitgleichen Hamburger »Fall« (auch vom Amt des Bochumer Gründungsrektors) hat Schütts Schriftstellerkollege Uwe Timm in seinem Roman »Heißer Sommer« literarisch überliefert.

Damit aber zum Wichtigeren: Wie unser Kollege Axel Schildt gerade in jüngster Zeit betont hat, stehen auch »die 68er« in einem Kontext, der noch der historischen Analyse harrt. Für unseren Zusammenhang wäre etwa darauf zu verweisen, dass bereits 1965/66 die Universitäten Tübingen, München und Berlin in Ringvorlesungen sich dem Thema »Universität und Nationalsozialismus« genähert hatten und dass sich der Germanistentag 1966 der besonderen Belastung dieser Disziplin zu stellen begonnen hatte. Und dennoch: Ohne »1968« wäre der überfälligen Auseinandersetzung gewiss manche Zuspitzung und Ungerechtigkeit erspart geblieben, sie aber zugleich um ihre Tiefenwirksamkeit gebracht worden. Zu unserer Zeit dieses Verdienst in Frage zu stellen, wie Peter Schütt es tut, zielt auf den Kern historischer und moralischer Legitimität – und richtet sich angesichts der Fakten selbst.

Vor allem aber ging es 1967 nur zum Teil um individuelles Fehlverhalten. Zugleich ging es um jene kollektive »Verstrickung«, welcher die Korporation Universität bislang durch Tabuisierung begegnet war. Gewiss bildete diese Verschwörung des Schweigens einen gesamtgesellschaftlichen Grundkonsens und nicht etwa ein Spezifikum der Universität. Und doch bekam das kollektive Verschweigen einen besonderen Stellenwert in einer Institution, die für sich den Anspruch erhob, mehr als jede andere zur Aufklärung und Wahrheit verpflichtet zu sein. Wie wenig dieser Auftrag gegenüber dem so verstandenen »Muff« der tausend Jahre auszurichten vermochte, demonstrierte die Korporation in einmütiger Geschlossenheit noch einmal fast zwei Jahre später: In der Festschrift zu ihrem fünfzigjährigen Jubiläum, mit welcher sich die alte Ordinarienuniversität zugleich gegenüber der neuen, durch das Hamburger Universitätsgesetz von 1969 begründeten Reformvariante verabschiedete, kam das »Dritte Reich« mit seinen desaströsen Folgen, gerade auch für die Unviversität und so viele ihrer herausragenden Mitglieder, weiterhin nicht ernsthaft vor.

Diese Entwicklung lässt sich beschreiben, erklären, auch verstehen – damit noch lange nicht billigen. Dazu, dass diese Unterscheidung gewahrt bleibt, dienen auch persönliche Begegnungen – solange sie denn noch möglich sind. Wir alle hatten eine solche Chance am 18. Januar im Agathe Lasch-Hörsaal unserere Universität, in welchen der Präsident, der Dekan des Fachbereichs Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaften sowie der Leiter der bisherigen Hamburger Arbeitsstelle für deutsche Exilliteratur, Prof. Frithjof Trapp, eingeladen hatten. Anlass war die Benennung der Arbeitsstelle nach dem 1984 im hundertsten Lebensjahr in seinem Stockholmer Exil verstorbenen Begründer der wissenschaftlichen Beschäftigung mit der deutschen Exilliteratur, dem aus Hamburg vertriebenen nichtbeamteten Professor der Germanistik Walter A. Berendsohn.

In Anwesenheit der Zweiten Bürgermeisterin riefen die Beiträge, die hoffentlich bald in der »Neuen Folge« der Hamburger Universitätsreden nachzulesen sein werden, nicht ein »Emigranten«-, sondern ein »Vertriebenen«-Schicksal ins Bewusstsein, welches zu bewahren uns aus mehreren Gründen aufgegeben ist. In akzentuierter Zusammenfassung dessen, was seit Beginn der 80er Jahre von dem Hamburger jüdischen Schriftsteller Arie Goral, dann zunehmend auch von Mitgliedern unserer Universität erarbeitet und publiziert worden ist, erinnerte Jürgen Lüthje an die zweifache Vertreibung Berendsohns: zuerst im April 1933 als einer von zweien auf der sechsköpfigen »Proskriptionsliste« des N-Studentenbundes als »Jude« und»Marxist« doppelt diffamiert und daher, obwohl »Frontkämpfer« und Träger beider Klassen des Eisernen Kreuzes, noch zum Sommersemester 1933 entlassen; dann, nach 1945, durch die Machenschaften der neuen Germanistik-Ordinarien von der Philosophischen Fakultät an der Rückkehr gehindert, darüber hinaus in seiner wissenschaftlichen Integrität in Frage gestellt. "Wir Heutigen können das analysieren, können feststellen, dass die Universität Hamburg erst sehr spät, viel zu spät angemessene Schritte zur Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit getan und eigenes Unrecht anerkannt hat. Verschweigen dürfen wir es nicht."

In bewusster Reaktion auf die bittere Erkenntnis, dass die Ereignisse des ersten Halbjahrs 1933 nicht nur das Ende, sondern auch die nachträgliche Infragestellung der viel beschworenen deutsch-jüdischen Symbiose bedeuteten, habe sich Berendsohn, so Frithjof Trapp, bereits in seinem dänischen Exil dem Feld der deutschen Exilliteratur verpflichtet. Der Moralist und engagierte Demokrat widmete sich dabei der "Gesamtheit des »literarischen Systems«" als einer "Form des politischen und sozialen »Widerstands«". "Für seine erste, bahnbrechende Überblicksdarstellung wählte er deshalb mit Absicht einen kämpferischen Titel: »Die humanistische Front«".

Die Rohfassung für diese 1946 in ihrem ersten Band erschienene Arbeit trug Berendsohn mit sich, als er Ende September 1943 im Kontext der dramatischen Vereitelungsversuche der deutschen »Judenaktion« im besetzten Dänemark nachts im Ruderboot nach Schweden entkam. Auch diesem Land verdankt er sein Überleben. Gewiss ist ihm und den hunderten anderen Geretteten dabei zugute gekommen, dass im Laufe des Jahres, das mit Stalingrad begonnen hatte, klar geworden war, Deutschland würde den Krieg verlieren. Aber noch stand nicht nur die Wehrmacht, sondern auch die Gestapo bedrohend dicht jenseits der langen Grenze zu Norwegen. Das aus Hamburg vertriebene Ehepaar Cassirer zum Beispiel, obwohl bereits schwedische Staatsbürger, hatte diese Nähe schon im Sommer 1941 zur Weiterflucht in die USA gedrängt. Und kurz nach Berendsohns Ankunft stürzte sich in der Osloer SD-Zentrale der Widerstandskämpfer Einar Höigard, 1934/35 Norwegisch-Lektor an der Hamburger Universität, in den Tod, um nicht unter der Folter die Namen seiner Mitverschworenen preiszugeben (vgl. unihh 4/1996).

Auch für Berendsohn war das Exil in Schwerden keine leichte Zeit. Mit einem Stipendium fand er im Strindberg-Archiv Arbeit und ein knappes Auskommen. Erst 1952 eröffnete ihm der neue Germanistik-Ordinarius Gustav Korlen die Möglichkeit, auch an der Universität zu lehren. In diese Zeit fielen seine nachhaltigen Versuche, wieder in die Hamburger Universität aufgenommen zu werden. Wie schwer sich diese in ihrer Verweigerung gegenüber einem ehemaligen Kollegen vergangen hat, war zu Beginn der Veranstaltung deutlich geworden: In ihrer eindringlichen Dankadresse hatte Berendsohns Tochter Karin Braun, auf Einladung der Senatskanzlei aus Israel zu uns gekommen, formuliert: "Sein größter Wunsch war es, von der Hamburger Universität nach dem Krieg zurückberufen zu werden – aber leider geschah dies nicht. Das war eine schwere Enttäuschung für ihn."

Gleichwohl habe ihr Vater nie den Mut verloren und intensiv weitergearbeitet. Was dies konkret bedeutete, belegte ausführlich der Stockholmer Germanistikprofessor Helmut Müssener aus vieljähriger Bekanntschaft, Mitarbeit und schließicher Freundschaft. Sowohl in seiner (deutschen) Dissertation als auch in seiner (schwedischen) 'Habilitation' von Berendsohn betreut, erinnerte er aus eigener Anteilnahme an mehrere Dekaden weiteren Schaffens des längst Pensionierten. Seinen Höhepunkt fand es sicherlich in den beiden internationalen Konferenzen zu Fragen der Exilforschung, die unter der unermüdlichen Ägide des deutlich über Achtzigjährigen 1969 in Stockholm und 1972 in Kopenhagen stattfanden; die für 1975 in Wien vorgesehene Fortsetzung scheiterte an wissenschaftlichen Spiegelungen politischer Konfrontation.

In seinem Bericht über Berendsohns letzten Jahre ließ Müssener die Frage offen, wie der inzwsichen bettlägerige 98jährige im Januar 1983 auf die Überreichung der Urkunde zur Ehrendoktorwürde seiner alten Universität reagiert hat. Peter Fischer-Appelt, damals als deren Präsident und jetzt als ihr weiterhin engagierter Bürger präsent, hätte die Antwort geben können: im wachen Bewusstsein dessen, was geschah – und warum es geschah. In den damaligen Worten des 1998 verstorbenen Sprechers des Fachbereichs Sprachwissenschaften, Johannes Krogoll, hieß dies: in dem Bekenntnis, "dass wir zweimal uns schwer an Ihnen gefehlt haben, einmal 1933, als die Universität dies zuließ, vielleicht anders nicht konnte, ein zweites Mal, als es nicht gelang, Sie wieder nach Hamburg zurückzuholen. Dies gelang nicht deshalb nicht, weil Sie nicht zurückkehren wollten, sondern weil die Fakultät, für deren Nachfolge ich jetzt hier stehe, zu engherzig war, dies bekenne ich ganz offen, um dies in würdiger Form und erfolgreich zu betreiben."

Auch die Empörung über diese zweite Verbannung Berendsohns war es, die den inzwischen emeritierten Dortmunder Germanistikprofessor Hermann Zabel dazu gebracht hat, ihn zum Namenspatron einer besonderen Einrichtung zu erwählen: Zur Verbesserung ihrer Möglichkeiten zum Studium der deutschen Sprache und Literatur ist auf Initiative Zabels der Hebräischen Universität Jerusalem ein Dokumentationszentrum geschaffen worden, welches in seiner Grundausstattung alle zur Zeit lieferbaren Titel deutscher Exilliteratur, etwa 250 Tonband- und Video-Interviews mit Israelis deutscher und jiddischer Muttersprache sowie schließlich derzeit 80 Verfilmungen deutscher Literatur umfasst. Dieses Zentrum wird den Namen Walter A. Berendsohns tragen, der damit auch im Land seiner beiden Töchter, dem er etwa zwanzig Besuche abgestattet und an dessem Schicksal er auch literarisch intensiv Anteil genommen hatte, präsent sein wird. Die offizielle Eröffnung und Namensgebung, zu welcher für November letzten Jarhes bereits eingeladen war, musste wegen der politischen Ereignisse kurzfristig verschoben werden.

In der ihm eigenen Dynamik hat Hermann Zabel, dem wir auch den Kontakt zu Berendsohns Tochter verdanken, seinem Engagement noch in anderer Form Ausdruck verschafft: Im Anschluss an die Veranstaltung im Agathe Lasch-Hörsaal konnte er unter dem Titel »Zweifache Vertreibung« einen Band mit »Erinnerungen an Walter A. Berendsohn« vorstellen. Hiermit hat er ein Arbeitsbuch vorgelegt, welches an Arie Gorals beiden Privatdrucke des Jahres 1984 anknüpft, sie zugleich überschreitet: Vier Kapitel behandeln Person und Werk Berendsohns; seine Förderung der im schwedischen Exil lebenden Dichterin Nelly Sachs; Zurückweisung und späte Ehrung durch die Universität Hamburg; schließlich den 1961 zuerst an Nelly Sachs verliehenen und 1999 nach ihr benannten Literaturpreis der Stadt Dortmund.

Der erste Teil gebinnt mit dem Wiederabdruck einer dichten biographischen Skizze von Berendsohns Förderer Gustav Korlén und der Langfassung von Helmut Müsseners Vortrag. Durch Kommentare des Herausgebers verbundene Werkauszüge geben einen Eindruck von Berendsohns wissenschaftlichem und literarischem Wirken. Der engagierte Demokrat wird lebendig in einer Dokumentation seines Einsatzes für die Verleihung des Friedensnobelpresis an Willy Brandt. In seinem Beitrag »Walter A. Berendsohn als Briefschreiber – eine Forschungsaufgabe« gibt Zabel einen Überblick über Berendsohns mehr als 7.000 Briefe umfassende Korrespondenz mit Schriftstellern und Institutionen in allen Ländern, durch die er zum »Weltbürger« geworden ist. Unter den Beispielen ist auch ein Austausch mit der jungen Hamburger Arbeitsstelle für deutsche Exilliteratur, welcher Berendsohn u.a. 500 Sonderdrucke vermacht hat.

Der zweite Teil dokumentiert Berendsohns unermüdliches Ringen um die Anerkennung der im Juni 1940 nach Schweden geretteten Lyrikerin Nelly Sachs, derem Werk erstmals 1944 begegnet war. Nach drei Eingaben an die Schwedische Akademie erreicht er, dass 1966 der Nobelpreis für Literatur an die Dichterin verliehen wird – die mit einem Auszug ihres »Chors der Tröster« in dem großen Wandgemälde zur Erinnerung an das für immer zerstörte einstige jüdische Leben am Hamburger Grindel bei uns auf dem Campus Von-Melle-Park präsent ist.

Der dritte Teil schließlich führt uns zu unserem Ausgang zurück: Mit Dokumenten und pointierten Kommentaren wird das Ausmaß und die »perfide Unmenschlichkeit« in Erinnerung gerufen, mit welcher die Philosophische Fakultät der Universität Hamburg, gedrängt vor allem durch die Literaturwissenschaftler Hans Pyritz, die »Rückkehr« ihres einstigen Mitgliedes verhindert hat. Die »Mitläufer« und Profiteure des Mordregimes und seiner Ideologie wussten genau, warum sie einem Opfer die gerechte Anerkennung versagten: Gleich zweifach hätte er sich dem mühsam etablierten Konsens des Verschweigens verweigert: wissenchaftlich mit seinem Gegenstand der Exilliteratur, und als Demokrat und humanistischer Sozialist mit den notwendigen, doch unbequemen Fragen nach dem Beitrag der Funktionseliten, vor allem auch der Universität zur Zerstörung der Republik und Etablierung der brauenen Herrschaft in Deutschland.

Die drohende »Störung« wurde abgewendet – zunächst jedenfalls. Doch die fadenscheinige Zurückweisung Berendsohns war Teil jenes bedrückenden »Muffs«, der im November 1967 auch in Hamburg, lieber Herr Schütt, noch unter den Talaren verborgen war. Die überfällige Durchlüftung dam erst nach dem Generationswechsel. Das Kapitel des Buches schließt daher auch mit den Dokumenten zur Verleihung der Hamburger Ehrendoktorwürde 1982/83 und den Hinweisen auf die kritische historische Darstellung in unseren Beiträgen zur Universitätsgeschichte vor zehn Jahren sowie auf die im letzten Jahr erschienene Hamburger Habilitationsschrift von Christa Hempel-Küter über Hans Pyritz.

Die Benennung der Arbeitsstelle nach Walter A. Berendsohn ist, wie der Journalist Otto Köhler in einem Bericht in der Zeitschrift »Ossietzky« süffisant bemerkt hat, in der Tat vor mehr als einem dutzend Jahren von Arie Goral angeregt worden. Jetzt hat die Universität sie beschlossen, aus sich heraus, und in einer gelungenen Veranstaltung vollzogen. In ihr sah seine Tocher die »schönste Antwort« auf Berendsohns Frage der letzten Lebensmonate, "ob man sich nach seinem Tode an sein Lebenswerk erinnern würde". Sie empfände es als "eine große Ehre und unerwartete Freude zu wissen, dass durch die Benennung in »Walter A. Berendsohn-Forschungsstelle für deutsche Exilliteratur« der Name meins Vaters und seine Arbeit öffentliche Erinnerung und Anerkennung finden".

Eckart Krause


unihh - Heft 2, 2001
Universität Hamburg, 21. Mai 2001. Impressum.

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