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In drei Semestern bereits 100 Bakkalaureatsprüfungen

Neuer Studienabschluss wird im FB 07 dankbar akzeptiert


Der Fachbereich Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaft - so der neue Name für den FB 07 - gehört im Bereich der Geistes- und Kulturwissenschaften zu denjenigen Institutionen, die als erste in der Bundesrepublik Deutschland das Bakkalaureat (B.A.) durchgesetzt haben. Hier wird seit Sommersemester 1999 die Bakkalaureats-Prüfung als möglicher Abschluss im Rahmen des Magister-Studiengangs angeboten, d.h. die Prüfung gilt weder als notwendige Voraussetzung für die Zulassung zur Magister-Prüfung noch ist ihr ein eigenständiger Studiengang zugeordnet.

Wie wurde der neue Abschluss angenommen? Für eine Antwort auf diese Frage ist der vergleichende Blick auf den >Standard-Abschluss< eines Magisters/einer Magistra aufschlussreich. 236 Prüfungen wurden im Studienjahr 1997 am FB 07 abgelegt, 1998 waren es 245 Prüfungen. 1999 - im Jahr der Einführung des Bakkalaureats - ging die Zahl dieser Abschlussprüfungen auf 191 zurück, im Jahr 2000 waren es 186 Prüfungen. Dem erheblichen Rückgang stehen die Zuwächse im Bakkalaureat gegenüber. 1999 wurden 35 Prüfungen abgelegt, ein Jahr darauf 67 B.A.-Examina. Noch vor dem Ende des Jahres 2000 war die 100. Bakkaulaureatsprüfung "aktenkundig" geworden: Der neue Studienabschluss wird dankbar akzeptiert.

Dorothea Linnemann von der Prüfungsabteilung des FB 07 hat aus vielen Gesprächen gute Kenntnis zur "Klientel" des Bakkalaureats. Für die ersten Prüfungstermine verteilten sich die Anmeldungen nahezu gleichmäßig auf zwei Gruppen: Zum einen waren es Studierende mit hohen Semesterzahlen, die vielfach nur noch eine lockere Verbindung mit der Universität hielten und in unterschiedlicher Weise bereits berufstätig waren. Für diese Gruppe eröffnete das Bakkalaureat die Möglichkeit, innerhalb kurzer Vorbereitungszeiten ein Abschlussexamen abzulegen. Zum anderen waren es Studierende im 6. bis 9. Semester (darunter viele Studienfachwechsler), die mit konkreten Berufsperspektiven die Universität verlassen wollten. Zu den Möglichkeiten am Arbeitsmarkt kamen gerade aus dieser Gruppe viele positive Rückmeldungen: Hochschulabschluss ist Hochschulabschluss - Hauptsache, dass man/frau noch jung an Jahren und bereit zu "training on the job" sei.

Der Zustrom zum Bakkalaureat ist - nach den Anmeldungen zum diesjährigen Sommertermin zu schließen - ungebrochen. Die Magisterprüfungen werden dadurch entlastet. Die Befürchtungen von vielen Lehrenden, dass es mit der Einführung des B.A. zu erhöhten Prüfungsbelastungen kommen könnte, haben sich nicht bestätigt. Studieren am FB Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaft steht heute im Zeichen eines Zugewinns an Flexibilität - im erweiterten Fächerspektrum (neue Hauptfachstudiengänge in "Medienkultur" sowie in "Journalistik und Kommunikationswissenschaft") und in der Wahl zwischen B.A. und M.A.

Prof. Dr. Jörg Schönert, Prodekan für Studium, Lehre und Forschung im FB 07


unihh - Heft 2, 2001
Universität Hamburg, 17. Mai 2001. Impressum.

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