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28. August 2000
Selbst die changierenden Farben des Kongreßkatalogs sind aus Zuckerderivaten: Vom 27. August bis 1. September 2000 richtet der Fachbereich Chemie der Universität Hamburg das 20th International Carbohydrate Symposium mit über tausend Wissenschaftlern aus. Universitätspräsident Dr. Jürgen Lüthje begrüßt die Teilnehmer:
"Ich heiße Sie im Auditorium Maximum, diesem Herzstück der Universität willkommen und begrüße Sie herzlich. Dieses Symposium ist eine Auszeichnung für die Universität Hamburg, eine Auszeichnung für die Stadt Hamburg."
Deutschland gehört im Gebiet der Kohlenhydratchemie weltweit zu den Ländern mit der dichtesten Historie - nicht zuletzt durch den ersten deutschen Chemie-Nobelpreis für Emil Fischer - und hat über viele Jahrzehnte namhafte Leistungen erbracht, wobei die Universität Hamburg an exponierter Stelle steht.
Diese Tradition setzt sich fort:Damit sind an der Universität Hamburg durch die Arbeit der Kohlenhydratchemiker in Kooperation mit Biologen und Medizinern highlights für die Forschung in Hamburg und die Glycowissenschaft bundesweit entstanden.
In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das Feld der Kohlenhydratforschung enorm vertieft und verbreitert: Neben der Bedeutung von Kohlenhydratderivaten für die Ernährung, den Stofftransport und die Bereitstellung von Stützmaterialien werden zunehmend Erkennungsphänomene über Wechselwirkungen von Glycokomponenten miteinander und mit anderen Naturstoffverbindungen verstanden. So seien hier z. B. die Vorgänge bei Entzündung und Metastasierung genannt, die über Wechselwirkungen von Kohlenhydratepitopen der Zellen ablaufen.
Im Zuge dieser aufregenden Befunde hat sich neben der Glycochemie das neue Gebiet der Glycobiologie etabliert, und von zahlreichen Experten wird die Entwicklung eines an Bedeutung zunehmenden Gebiets der Glycomedizin prognostiziert.
Lüthje unterstreicht: "Diese hochaktuellen Entwicklungen werden Sie in den nächsten Tagen zahlreich diskutieren. Über die Woche versammelt das wissenschaftliche Programm dieses Weltkongresses die namhaftesten Experten aus Forschung und Anwendung, die in 10 Plenarvorträgen, 21 Invited Lectures, 115 Oral Communications sowie etwas über 600 Posterbeiträgen den aktuellen Stand der Wissenschaft vorstellen und diskutieren. Im Leitbild der Universität ist ihr Selbstverständnis verankert: Die Universität Hamburg begreift sich als Tor zur Welt der Wissenschaft, heißt es da. Ihre zahlreiche Teilnahme, ihr reichhaltiges Programm stellt es unter Beweis: diese Universität hat das Tor für Gäste aus aller Welt weit geöffnet und freut sich auf den fachlichen Austausch sowie auf die menschlichen Begegnungen."
Bei Rückfragen wenden Sie sich an:
Prof. Dr. Joachim Thiem,
Institut für Organische Chemie der Universität Hamburg,
E-Mail,
Tel. 42838 4241 oder Tel. 42838 4325 oder 42838 2806.
