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6. Oktober 2000
Die deutsche Behindertenpädagogik befindet sich im schulischen Bereich vor einem tiefgreifenden Wechsel. Sie ist auf dem Weg von der institutionellen zur personalen Orientierung. Neufassungen von Schulgesetzen vieler Bundesländer - so auch des Hamburgischen Schulgesetzes von 1997 - bestimmen, dass die Allgemeinen Schulen der primäre Lernort aller Kinder sind. Außerhalb der Schule vollzieht sich unter den Leitperspektiven der Gemeindeorientierung, der Selbstbestimmung und der Integration durch Normalisierung ein vergleichbarer Wandel.
Unter dem Motto "Bewährtes sichern, Neues wagen, Zukunft gestalten" veranstaltet das Institut für Behindertenpädagogik der Universität Hamburg unter Mitwirkung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und des VDS Fachverbands für Behindertenpädagogik Hamburg am 12. Oktober im Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität, Von-Melle-Park 8, ein bildungspolitisches Symposium. Unter den über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Hamburg und den umliegenden Bundesländern werden sich namhafte Vertreter der Wissenschaft, der Lehrerbildungsinstitutionen, der Bildungspolitik und der Schulbehörden in Vorträgen und Arbeitsgruppen mit den aktuellen Herausforderungen an die Pädagogik und Behindertenpädagogik auseinandersetzen.
So geht es zum Beispiel um die Ablösung des institutionsbezogenen Begriffs der "Sonderschulbedürftigkeit" durch den personenbezogenen Begriff des "sonderpädagogischen Förderbedarfs" und die Einführung der Kind-Umfeld-Analyse als eine bemerkenswerte Erweiterung des diagnostischen Aufgabenfeldes von Sonderpädagogen.
Die Tagung beginnt um 10 Uhr und endet um 17.30 Uhr mit einer Schlussveranstaltung.
