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19. Dezember 2000
Für seine Verdienste um die Universität Hamburg hat Universitäts-Präsident Dr. Jürgen Lüthje dem Rechtswissenschaftler und Verfassungsrichter Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann-Riem heute, am Dienstag, dem 19. Dezember 2000, die Universitäts-Medaille verliehen.
Hoffmann-Riem wurde 1940 in Hannover geboren. Er studierte Rechtswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Soziologie in Hamburg, Freiburg, München und Berkeley/Kalifornien. 1964 legte er sein Referendarexamen in Hamburg ab, promovierte 1968 und habilitierte sich 1974 ebenfalls in Hamburg. Nach der Habilitation wurde Hoffmann-Riem Ordinarius für Öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaften an der Universität Hamburg, wo er unter anderem Anfang der 90er Jahre den Forschungsschwerpunkt "Rechtswissenschaftliche Innovationsforschung" gründete. Seit 1979 leitet Hoffmann-Riem das Hans-Bredow-Institut für Rundfunk und Fernsehen in Hamburg, wo er sich vorrangig mit juristischen Problemen im Bereich der elektronischen Massenmedien beschäftigte. Von 1995 bis 1997 war der parteilose Jurist Justizsenator in Hamburg und kehrte Ende 1997 zurück an den Fachbereich Rechtswissenschaft II. Am 26. November 1999 wurde Hoffmann-Riem einstimmig zum Nachfolger von Dieter Grimm in den Ersten Senat des Bundesverfassungsgerichts gewählt.
Lüthje würdigte Hoffmann-Riems Bedeutung für die Universität Hamburg und betonte in seiner Rede: "Sie haben sich nie in Dienst nehmen lassen, sondern der Gesellschaft in verschiedenen Wirklichkeitsfeldern exzellent gedient. Ihre Verbindung, Ihre Verbundenheit mit der Universität währt lange Jahre, ist prägend und stark. Dass Sie Rufe nach Hannover, Frankfurt/Main und Berlin abgelehnt haben, reicht dieser Universität zur Ehre. Sie heute mit der Universitätsmedaille auszuzeichnen, ist mir deshalb eine besondere Freude."
