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15. 6. 2000
Der gebürtige Hannoveraner kam nach Studien in Berlin, München und Freiburg (Promotion) 1920 an die Hamburgische Universität, an der er sich mit "Michelangelo-Studien" habilitierte. Von 1921 bis 1926 wirkte er am neu gegründeten Kunsthistorischen Seminar als Privatdozent und anschließend bis zu seiner Entlassung 1933 ("Nichtarier") als Ordinarius. Unter Panofskys Leitung gelangte das Seminar zu internationaler Geltung. Befördert durch das "geistige Laboratorium" der Kulturwissenschaftlichen Bibliothek Warburg und die Begegnung mit Ernst Cassirer, vermochte er seine ikonographische Deutungsarbeit zu leisten - die inhaltliche Bedeutung eines Kunstwerks aus dem Zusammenhang seiner Entstehungszeit sowie mit Hilfe aller erreichbaren bildlichen und literarischen Quellen zu erschließen.
1934 siedelte Erwin Panofsy in die USA über - ein unersetzlicher Verlust für die Hamburger Universität. Von 1935 bis 1963 hatte eine Professur am renommierten Institute for Advanced Study in Princeton inne. Hier entstanden seine zunächst in englischer Sprache erschienenen Werke "Studien zur Ikonologie der Renaissance", "Das Leben und die Kunst Albrecht Dürers" und "Die Renaissancen der europäischen Kunst". Am 14. März 1968 starb Erwin Panofsky in Princeton.
