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25. Oktober 2000

Hohe polnische Ehrung für Peter Fischer-Appelt

Früherer Präsident der Universität Hamburg erhielt auch Medaille des Europarates

Der polnische Erziehungsminister Edmund Wittbrodt verlieh dem ehemaligen Präsidenten der Universität Hamburg, Dr. Peter Fischer-Appelt, bei der Eröffnung der 20. Europäischen Konferenz der Erziehungsminister am 15. Oktober 2000 in Krakau die Medaille der Kommission für Nationale Bildung der Republik Polen. Er hob dabei die Verdienste Fischer-Appelts als Architekt der akademischen Zusammenarbeit zwischen Ost und West seit den 70er Jahren und seine Pionierarbeit in der Begründung von Kooperationen mit polnischen Universitäten hervor.

Anlass der Verleihung war die zustimmende Entgegennahme eines Berichts des Europarates über die Reform der Hochschulgesetzgebung in Mittel- und Osteuropa, den Fischer-Appelt als Generalrapporteur vorlegte. Mit einem Mandat der Hochschulrektorenkonferenz hatte er dieses Programm als Präsident der Ständigen Konferenz für Hochschulfragen des Europarates 1990 mitbegründet und als Vorsitzender der Lenkungsgruppe fast ein Jahrzehnt lang geleitet. In dieser Zeit nahm er an 65 Beratungsmissionen und Regionalkonferenzen in den 21 Staaten Mittel- und Osteuropas teil.

Der Generalsekretär des Europarates, Walter Schwimmer, hatte Fischer-Appelt bereits im März 2000 bei der Vorlage des Abschlussberichtes die selten vergebene Medaille des Europarates PRO MERITO für seine Verdienste um die europäische Zusammenarbeit und die demokratische Reform in den Universitäten der neuen Mitgliedstaaten verliehen.

Das "Legislative Reform Programme for Higher Education and Research" trug zum Erlass von 30 Bildungs- und Hochschulgesetzen in den Ländern Mittel- und Osteuropas bei. Das Programm wird, erweitert um den Schulbereich, fortgesetzt.

Die Universität Hamburg begründete unter der Leitung ihres Präsidenten Dr. Peter Fischer-Appelt in den 70er und 80er Jahren 13 Ostpartnerschaften, darunter Kooperationen mit den Universitäten in Belgrad, Budapest, Bukarest, Danzig (TU), Prag, St. Petersburg (Leningrad), Sofia, Warschau und Zagreb. Der Austausch in mehr als 100 vereinbarten, fast alle Fachbereiche einbeziehenden Programmen wurde bis 1989 von 2500, bis heute von etwa 6000 Wissenschaftlern und Studierenden beider Seiten getragen.

Peter Fischer-Appelt ist auch Inhaber der Medaille PRO CULTURA HUNGARIA, der Medaille für Verdienste um das ungarische Hochschulwesen, sowie der höchsten Auszeichnungen Bulgariens.


Universität Hamburg, 25. Oktober 2000. Impressum.

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