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3. 7. 2000

Soziologen untersuchen Hamburger Call-Center-Markt

Zunächst telefonische Umfrage / Dann Befragung von 10 000 Hamburger Firmen

Wer kennt sie nicht? Service-Hotlines oder Bestelldienste rund um die Uhr. Ein Anruf genügt und schon "werden Sie geholfen". Immer mehr Unternehmen setzten Telefondienste und Call Center ein, um mit ihren Kunden in Kontakt zu treten. Der Markt für diese Dienstleistungen ist in den vergangenen Jahr sehr stark gewachsen, und immer mehr Menschen arbeiten hauptberuflich am Telefon. Hamburg ist ein wichtiger Standort für Teledienstleistungen. Politik und Wirtschaft in der Hansestadt erwarten von dieser Branche eine starke Beschäftigungsdynamik. Call Center könnten in Zukunft viele neue Arbeitsplätze schaffen. Leider gibt es bisher nur sehr wenige Daten und Fakten über den Bestand und den Umfang von Call-Center-Dienstleistungen in Hamburg.

Die Wirtschaftsbehörde hat deshalb Prof. Dr. Rolf von Lüde vom Institut für Soziologie der Universität Hamburg mit einer Untersuchung zu Hamburger Call Centern beauftragt, die neue Erkenntnisse über den aktuellen Markt erbringen soll. Im Juli und August wird das Institut eine telefonische Umfrage unter den Call Centern im Großraum Hamburg abhalten, in der Führungskräfte zu der bisherigen Entwicklung ihres Betriebes befragt werden. Die Handelskammer Hamburg unterstützt dieses Vorhaben nachdrücklich.

Neu an dieser Studie ist, dass neben den Anbietern von Teledienstleistungen auch die Nachfrager dieser Dienstleistung einbezogen werden. Nachdem Ergebnisse aus der Call- Center-Umfrage vorliegen, werden voraussichtlich 10 000 ausgewählte Hamburger Unternehmen aufgefordert, an einer weiteren Umfrage, die die Nutzung von Telefondienstleistungen ermitteln soll, teilzunehmen. "Dieses innovative Studiendesign wird Informationen liefern, die als Entscheidungsgrundlage der Sicherung und Förderung des Call-Center-Standorts Hamburg dienen werden", verspricht Prof. Dr. Rolf v. Lüde.

Viele Hamburger Unternehmen haben bereits großes Interesse an der Untersuchung signalisiert. Erste Ergebnisse werden im Herbst erwartet. Wer an der Umfrage teilnehmen möchte, kann sich beim Institut für Soziologie, Schwerpunkt Wirtschaft und Betrieb (Anna Körs, Tel. 040/42838-6111), melden.


Universität Hamburg, 5. Juli 2000. Impressum.

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