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7.9.1999
Nach Miteilung des Fachbereichs erwarb der überwiegende Teil der Absolventen den B.A. im Fach Deutsche Sprache und Literatur. Viele von ihnen haben bereits eine sichere berufliche Perspektive, etwa im Medienbereich, und wollten das Studium deshalb sowieso nicht mehr bis zum Magister-Abschluss weiterführen. Der Baccalaureat-Abschluss hat sie nun von dem eher negativen Odium befreit, "Studienabbrecher" zu sein. Auch Frauen mit veränderter Lebensplanung - Heirat und Kind - gehören zu den ersten B.A.-Absolventinnen. Eine dritte Gruppe will bis zum Magister weiter studieren, fühlt sich aber jetzt, mit einem ersten Abschluss sicher in der Hand, von allzu starkem Druck befreit.
Zum nächsten Prüfungstermin im kommenden Wintersemester liegen bereits 28 Anmeldungen vor. Mit mittellateinisch "Baccalaureus" ("Hintersasse"), englisch "bachelor", bezeichnete man einen nach dem Ritterschlag strebenden Knappen. Als Bezeichnung eines akademischen Studienabschlusses wurde ein Baccalaureat im 13. Jahrhundert zuerst an der Sorbonne eingeführt. In der Informatik wird im übrigen nicht der Titel B.A. (" Artium", das heisst "der Künste"), sondern der Titel B.Sc. ("Scientiae", das heisst "der Wissenschaft") verliehen. Die ersten Hamburger Absolventinnen und Absolventen gab es hier schon seit Anfang 1998.
