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Universität - Präsidialverwaltung - Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Pressedienst

23. Mai 2002


Max-Planck-Institut für Meteorologie

Presseerklärung anlässlich des Richtfestes des neuen ZMAW-Gebäudes am 28. Mai 2002

Ohne Erforschung des globalen Wandels keine nachhaltige Entwicklung - Umweltwissenschaften als Frühwarnsystem für die Menschheit

Unter diesem Leitmotiv steht die Arbeit des neuen Zentrums für Marine und Atmosphärische Wissenschaften (ZMAW) in Hamburg.

Mit dem neuen Gebäude des ZMAW, dessen Richtfest am 28. Mai 2002 gefeiert wird, erhält die Zusammenarbeit des Max-Planck-Instituts für Meteorologie mit den marinen und atmosphärisch orientierten Wissenschaften der Universität Hamburg einen sichtbaren Identifikationspunkt.

In das voraussichtlich im zweiten Quartal des Jahres 2003 fertiggestellte Gebäude werden 2 der 3 Abteilungen des MPI für Meteorologie, das Institut für Meereskunde der Universität Hamburg, die Verwaltung des ZMAW, die gemeinsame Bibliothek und die IT-Gruppe einziehen. Das ca. 16 Millionen € teure Gebäude (3,7 Millionen € von der Max-Planck-Gesellschaft) entsteht in direkter Nachbarschaft zum Geomatikum auf dem Universitätsgelände an der Bundesstraße.

Zum ZMAW gehören neben dem Zentrum für Meeres- und Klimaforschung (ZMK), bestehend aus 5 Instituten aus 3 Fachbereichen der Universität Hamburg (Institute für Meteorologie, Meereskunde, Geophysik, Biogeochemie und Meereschemie, Hydrobiologie und Fischereiwissenschaft), das Max-Planck-Institut für Meteorologie und die Forschungsgruppe Nachhaltige Umweltentwicklung. Die räumliche Nähe und eine verbesserte Ausstattung werden der Meeres- und Klimaforschung in Hamburg eine starke nationale und internationale Position verleihen. Gemeinsam genutzte Einrichtungen wie die Bibliothek, die Werkstätten und die IT-Gruppe sorgen für Synergieeffekte.

Die im ZMAW zusammengeführten Institute und Forschungsgruppen arbeiten interdisziplinär unter einem abgestimmten Forschungsprogramm. Sie sind in der internationalen Spitzengruppe bei der Beantwortung z. B. der Fragen "Wie stabil ist der Golfstrom?" und "Welches Klima werden wir in Zukunft haben?". Hochrangige nationale Forschung ist die Voraussetzung für die Koordination internationaler Forschungsvorhaben. Das MPI für Meteorologie ist in mehreren Koordinatorrollen in der europäischen Forschung engagiert. So ist der Aufbau eines numerischen Erdsystemmodells mit anderen internationalen Institutionen angelaufen (PRISM - Programme for Integrated Earth System Modelling / ENES - European Network for Earth System Modelling). Neu werden Forschungsvorhaben zur Emission, der Verteilung, dem Verbleib und der Wirkung persistenter organischer Verbindungen in Atmosphäre und Ozean sowie auf dem Land am ZMAW zusammengeführt.

Die enge räumliche Integration des Max-Planck-Instituts für Meteorologie mit den Instituten des ZMK schafft ein kreatives Umfeld für Forschung und Lehre, in dem junge Nachwuchswissenschaftler noch besser ausgebildet werden können. So gibt es seit April 2002 die "International Max Planck Research School on Earth System Modelling" am Max-Planck-Institut für Meteorologie und mehreren Fachbereichen der Universität. Gefördert von der Max-Planck-Gesellschaft und der ZEIT-Stiftung Gerd und Ebelin Bucerius bildet dieser Studiengang für Doktoranden in englischer Sprache junge Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt aus. Die ersten 22 Doktoranden aus Italien, Portugal, Indien, China, Neuseeland und Deutschland haben ihr Studium bereits begonnen.

Wesentlich unterstützt wird die Arbeit der Meeres- und Klimaforscher durch das neue Höchstleistungsrechnersystem (HLRE) am Deutschen Klimarechenzentrum. Seit einigen Wochen ist die erste Ausbaustufe des größten Rechners für die deutsche Klimaforschung installiert und die Erdsystemmodellierer haben ihn bereits voll genutzt.

Die gebündelte Kompetenz im Bereich der Meeres-, Klima- und Umweltforschung im ZMAW wird wohl zu weiteren interdisziplinären Projektvorhaben und der Übernahme von Führungsrollen in nationalen und internationalen Gemeinschaftsvorhaben sowie zur Mitarbeit in überregionalen Wissenschaftsgremien führen.

Weitere Infos unter:
www.mpimet.mpg.de
www.enes.org
www.EarthSystemSchool.de

Hamburg, 21. Mai 2002

A. Kirk
Öffentlichkeitsarbeit am MPI
E-Mail

Prof. Dr. H. Graßl
Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie und Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Meeres- und Klimaforschung


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