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Universität - Präsidialverwaltung - Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Pressedienst

28. März 2002

Öffentliche Vorlesungsreihe zu Problemen der Stammzellforschung und Reproduktionsmedizin

Embryonale Stammzellen dürfen nach dem Beschluss des Bundestages zukünftig unter strengen Auflagen für Forschungszwecke in die BRD importiert werden. Doch die Auseinandersetzung mit Ethik und Moral kann der Staat weder dem Einzelnen noch den betroffenen Institutionen abnehmen. Ab wann ist menschliches Leben Träger von Menschenwürde? Welche Auswirkungen hat die Entscheidung des Bundestages auf die deutsche Forschung? Wie gehen Universität und öffentliche Wissenschaft mit der Problematik um? In Form einer

Öffentlichen Ringvorlesung
"Probleme um die Stammzellforschung und Reproduktionsmedizin"
vom 3. April bis 3. Juli 2002
jeweils mittwochs in der Zeit von 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr
im Hauptgebäude der Universität Hamburg,
Edmund-Siemers-Allee 1, Hörsaal C

möchte die Universität die öffentliche Diskussion um die Stammzellforschung und Reproduktionsmedizin in Gang halten und die zahlreichen verbleibenden Fragen von möglichst verschiedenen Standpunkten aus durchleuchten. Die große Resonanz auf die bereits im Januar veranstaltete Podiumsdiskussion zu diesem Thema hat die Universität in ihrer Auffassung bestärkt, dass die Debatte um die Genforschung nicht allein unter Wissenschaftlern und Politikern, sondern von der gesamten Gesellschaft geführt werden sollte.

Der Universität ist es gelungen, im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens zahlreiche hochkarätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den unterschiedlichsten Fachdisziplinen und Bereichen für die Veranstaltungsreihe als Redner zu gewinnen, die mit ihren kontroversen Positionen das gesamte Meinungsspektrum der derzeitigen Diskussion abbilden. Die Besucher erwartet also eine interessante Debatte, die viele Anregungen auch zu eigenem Nachdenken liefern wird.

03.04. Aktuelle Problematik um die Gen- und Stammzellforschung
Prof. Dr. Dr. h.c. Axel Rolf Zander, Klinik und Poliklinik für Innere Medizin

10.04. Die Kontroverse um die Patentierung von Genen menschlicher Herkunft
Dr. Ingrid Schneider, Mitglied der Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin" des deutschen Bundestages

17.04. Die ultimative Ressource?
Soziale Kontexte und Entwicklungsdynamiken der Stammzellforschung
Dr. Regine Kollek, Forschungsschwerpunkt Biotechnik, Gesellschaft und Umwelt

24.04. Zwischen Gottebenbildlichkeit und Embryonennutzung. Die Würde des Menschen in bioethischen Konflikten
Prof. Dr. Jörg Dierken, Institut für Systematische Theologie

08.05. Wann beginnt das menschliche Leben?
Naturwissenschaftliche, theologische und philosophische Aspekte zum Beginn und der Schutzwürdigkeit menschlichen Lebens
Dr. Corinna Hößle, Institut für Didaktik der Mathematik, Naturwissenschaften, Technik und des Sachunterrichts

29.05. Die gentechnische Offensive - Wie wissenschaftliche Visionen normative und empirische Diskurse über Behinderungen beeinflussen
Prof. Dr. André Zimpel, Institut für Behindertenpädagogik

05.06. Möglichkeiten der Zelltransplantation am Auge unter Berücksichtigung der Knochenmarkstammzellen
Prof. Dr. Katrin Engelmann, Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

12.06. Die Rolle der Ethik im Innovationsmanagement medizinischer Forschung und Praxis
PD Dr. Günter Feuerstein, Forschungsschwerpunkt Biotechnik, Gesellschaft und Umwelt

19.06. Grenzüberschreitung und Transzendenz - Zur Rolle der Religion im ethischen Diskurs
Prof. Dr. Michael Moxter, Institut für Systematische Theologie

26.06. Wie die Gene ins Feuilleton kommen.
Alltagsmythen und Metaphern im Gentechnikdiskurs
Prof. Dr. Ulrich Gebhard, Institut für Didaktik der Mathematik, Naturwissenschaften, Technik des Sachunterrichts

03.07. Diskurskultur und Moral.
Überlegungen aus erziehungswissenschaftlicher Sicht
Prof. Dr. Patricia Nevers, Institut für Didaktik der Mathematik, Naturwissenschaften, Technik des Sachunterrichts

Koordination:

Universität Hamburg, Dr. Stephan Albrecht, Forschungsschwerpunkt Biotechnik, Gesellschaft und Umwelt, Tel. (0 40) 42816-506

Universität Hamburg, Arbeitsstelle für Wissenschaftliche Weiterbildung, Harald Freese,
Tel.: (040) 42838-2472

Weitere Informationen unter: http://www.aww.uni-hamburg.de


Universität Hamburg, 28. März 2002. Impressum.

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