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Universität -
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Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
11. Juni 2002
Anlässlich der feierlichen Übergabe der Flügelbauten zum Hauptgebäude der Universität sprach Universitätspräsident Dr. Dr. h. c. Jürgen Lüthje dem Stifterehepaar Dr. h. c. Hannelore Greve und Prof. Dr. Helmut Greve vor mehreren hundert geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur seinen Dank aus für die größte private Stiftung, die je eine Hochschule in Deutschland erhalten hat.
Auszüge aus der Rede des Universitätspräsidenten:
"Wer annahm, die republikanische Tradition bürgerlichen Mäzenatentums gehöre eher der Vergangenheit an, den haben Sie, verehrtes Stifterpaar, auf ebenso großzügige wie überzeugende Weise widerlegt. Ihr Geschenk zum 75. Geburtstag der Universität überragt alles, was in den letzten Jahrzehnten in Deutschland von Privatpersonen einer Hochschule zugewandt wurde (...) Mit der Art, in der Sie diese Förderung gewährten, gaben Sie uns ein verpflichtendes Beispiel: Sie haben nicht nur viel Geld für die Flügelbauten bereitgestellt, etwa 35 bis 40 Mio. Euro, sondern Sie haben sich ganz persönlich um den Entwurf und die Ausführung des Bauwerks gekümmert. Wer heute die Edmund-Siemers-Allee befährt oder entlang geht, der nimmt ein ästhetisch beeindruckendes, architektonisch überzeugendes Ensemble wahr, das in der Kombination von wilhelminischem Jugendstil und postmoderner Klassik der Universität einen würdevollen Ort bietet. Unübersehbar präsentieren die Flügelbauten nun die Universität im Herzen der Stadt und rufen ins Bewusstsein, dass diese Universität ihre Entstehung und Entwicklung wesentlich aus privater Initiative und Förderung verdankt."
"Verehrtes Stifterpaar, Ihr großzügiges Mäzenatentum trägt reiche Frucht. Denn viele Menschen folgen inzwischen Ihrem Beispiel, haben 1700 neue Stühle für das Auditorium Maximum gestiftet, ermöglichen uns die Beschaffung von Büchern für die Fachbibliotheken, spenden für die Renovierung des Agathe Lasch-Hörsaals oder setzen durch ihr Testament die Universität zum Erben kleinerer oder größerer Nachlässe ein. Eine neue Kultur privater Wissenschaftsförderung entwickelt sich in Hamburg, und sie zeigt zugleich der Politik, welchen Stellenwert die Bürgerinnen und Bürger ihrer Universität zugedacht sehen wollen. Voller Dankbarkeit erleben wir diese wiederbelebte Bereitschaft, für Bildung und Wissenschaft in gleicher Weise einzutreten, wie es die Gründer unserer Universität getan haben. Wenn ich als solche den Senator und Bürgermeister Werner von Melle und der Kaufmann Edmund Siemers nenne, (...) so muss und darf ich heute im gleichen Atemzug das Unternehmerehepaar Hannelore und Helmut Greve nennen. Sie stehen in einer Reihe mit den herausragenden Förderern von Bildung und Wissenschaft in Hamburg und werden in gleicher Weise unvergessen die Geschichte der Universität und der Stadt prägen. (...) Wir werden die Greve-Flügel mit wissenschaftlichem Leben füllen, Ihnen Ehre machen und Ehre bereiten."
Zum Abschluss seiner Rede überreichte der Universitätspräsident dem Stifterpaar je eine in Handarbeit erstellte, besonders wertvolle und in Leder gebundene Ausführung der Hannelore und Helmut Greve gewidmeten Festschrift "Universität im Herzen der Stadt", die die wechselvolle Entwicklung der Universität, ihre Förderung durch viele Persönlichkeiten dieser Stadt, die Stiftung und Wirkung der Flügelbauten und das Verhältnis von Universität und Stadt behandelt. Die Festschrift wird ab der kommenden Woche im Buchhandel in einer hochwertigen Broschur-Ausgabe in rund 7000 Exemplaren in Kooperation mit dem Hamburger Abendblatt auch im Buchhandel erhältlich sein.
Mit der Fertigstellung des Ostflügels hält eine neue Ära Einzug am historischen Standort der Universität an der Edmund-Siemers-Allee. Nach der Ausgliederung des überwiegenden Teils des Vorlesungsbetriebs und universitären Lebens in den von-Melle-Park vor mehr als fünf Jahrzehnten bildet nun Dank der großzügigen Spende des Hamburger Unternehmerehepaares Dr. h.c. Hannelore und Prof. Dr. Helmut Greve das Hauptgebäude mit den Flügelbauten wieder das Herzstück der Universität. In dem bereits im Oktober 1998 fertiggestellten Westflügel befinden sich das Kunsthistorische Seminar sowie Teile des Fachbereichs Rechtswissenschaft. Der Ostflügel wurde von fünf der sechs Abteilungen des Asien-Afrika-Instituts sowie der Joachim-Jungius Gesellschaft der Wissenschaften bezogen.
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