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Universität - Präsidialverwaltung - Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Pressedienst

28. März 2002

Öffentliche Vorlesungsreihe:
"Die Welt nach dem 11. September"

Die Anschläge auf das World Trade Center und die US-amerikanischen Einrichtungen haben die Welt nachhaltig verändert. Völlig unvorbereitet sah sich die gesamte "zivilisierte Welt" einem Feind gegenüber, dessen Motive sie nur wenig durchschaute und dem nicht allein mit konventionellen Waffen und Strategien begegnet werden kann. Was folgte, waren eine Vielzahl internationaler wie nationaler sicherheits- und verteidigungspolitischer Maßnahmen in Verbindung mit einer intensiven Ursachenforschung. Die Universität möchte mit der

Öffentlichen Ringvorlesung
"Die Welt nach dem 11. September"
vom 4. April bis 11. Juli 2002
jeweils donnerstags in der Zeit von 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr
im Hauptgebäude der Universität Hamburg,
Edmund-Siemers-Allee 1, Hörsaal M

einen Überblick über die politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Anschläge geben. Dabei werden verschiedene Aspekte und Disziplinen Berücksichtigung finden. Ferner wird die Frage nach dem "Warum" eine zentrale Rolle spielen: Welche Motivation hatten die Täter? Wie werden Menschen zu Terroristen? Welche politischen, sozialen, wirtschaftlichen und religiösen Dimensionen hat die Thematik?

Hochkarätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Politik, Islamwissenschaft, Kriminologie, Psychologie, Medienwissenschaft u.a. werden im Rahmen der Vorlesungsreihe die politischen und gesellschaftlichen Hintergründe der Terroranschläge beleuchten und in vielschichtiger Weise Handlungsmöglichkeiten und Perspektiven zum Thema Terrorismus diskutieren.

04.04. Begrüßung: Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje, Präsident der Universität Hamburg
Zeit zum Umdenken
Prof. Dr. Dr. Horst-Eberhard Richter, Sigmund-Freud-Institut Frankfurt
(Im Anschluss ist eine Signierstunde mit Herrn Richter vorgesehen zu seiner Neuerscheinung "Das Ende der Egomanie. Die Krise des westlichen Bewusstseins")
Hinweis: Die Auftaktveranstaltung findet im Hörsaal B des Hauptgebäudes statt.

11.04. Das Kreuz mit der Gewalt - Religiöse Dimensionen der Gewaltproblematik
Prof. Dr. Theodor Ahrens, Fachbereich Evangelische Theologie

18.04. Wider die "Achse des Bösen" im "Krieg gegen Terror". Die Außenpolitikder USA nach dem 11. September
Prof. Dr. Cord Jakobeit, Institut für Politische Wissenschaft/Institut für Afrika-Kunde

25.04. Vom Zerfall des Staates zur Demokratisierung der Gesellschaft? Konsequenzen des 11. September für die Dynamik politischer Herrschaft in Pakistan
Boris Wilke, Dipl.-Pol., Forschungsstelle Kriege, Rüstung und Entwicklungam Institut für Politische Wissenschaft

02.05. Psychische Prozesse und Terrorismus: Die Entwicklung zum Terroristen und die Verarbeitung terroristischer Anschläge
Prof. Dr. Erich H. Witte, Psychologisches Institut I, Arbeitsbereich Sozialpsychologie

16.05. Terroristische Phantasien und destruktives Agieren im Kindes- und Jugendalter: Zur Entstehung, Therapie und Prävention
Prof. Dr. med. Peter Riedesser, Direktor der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

23.05. Die Ambivalenz der Unterscheidung von gut und böse
Prof. Dr. Hans-Martin Gutmann, Fachbereich Evangelische Theologie

30.05. Neue Kriege? Neue Kämpfertypen?
Prof. Dr. Jürgen Gantzel, Leiter der Forschungsstelle Kriege, Rüstung und Entwicklung

06.06. Über die Reichweite der Frage nach dem Motiv
Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma, Hamburger Institut für Sozialforschung

13.06. Kriege, Krisen, Katastrophen. Zur journalistischen Inszenierung des Untergangs
Prof. Dr. Irene Neverla, Institut für Journalistik

20.06. Der Weltfriede im 21. Jahrhundert - eine der düstersten Epochen der Menschheitsgeschichte?
Prof. Dr. Dr. Dieter S. Lutz, Direktor des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik

27.06. Staatshaftung für Terrorrisiken? Überlegungen zum gesellschaftlichen Umgang mit Großrisiken
Prof. Dr. Martin Nell, Institut für Versicherungsbetriebslehre

04.07. Anti-Anti-Terrorismus - Darlegung von Aporien und Paradoxien der Terrorismusbekämpfung aus kriminologischer Sicht
Prof. Dr. Sebastian Scheerer, Institut für Kriminologische Sozialforschung

11.07. In Zusammenarbeit mit der UNIVERSITÄTS-GESELLSCHAFT HAMBURG: Der Westen als Feindbild in islamistischer Apologetik
Prof. Dr. Gernot Rotter, Fachbereich Orientalistik/Asien-Afrika-Institut, Arbeitsbereichfür Islamwissenschaft

Koordination: Universität Hamburg, Dr. Heike Brandstädter, Persönliche Referentin des Universitätspräsidenten, Tel. (0 40) 42838-4477
Universität Hamburg, Arbeitsstelle für Wissenschaftliche Weiterbildung, Harald Freese,
Tel.: (040) 42838-2472
Weitere Informationen unter: http://www.aww.uni-hamburg.de


Universität Hamburg, 28. März 2002. Impressum.

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