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Universität - Präsidialverwaltung - Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Pressedienst

13. November 2002

Engagement für Frieden und Sicherheit

Bundesweit erster postgraduierter Studiengang für Friedensforschung und
sicherheitspolitische Fragestellungen / Praxis hat Priorität

Seit dem Wintersemester 2002/2003 gibt es einen neuen internationalen Studiengang an der Universität Hamburg: den "Master of Peace and Security Studies". Der postgraduierte Studiengang ist interdisziplinär und praxisorientiert angelegt. Ziel ist es, hochqualifizierte Absolventen und akademisch ausgebildete erfahrene Praktiker aus dem In- und Ausland auf hochgradigem Niveau für friedens- und sicherheitspolitische Tätigkeitsfelder vorzubereiten. Federführende Einrichtung ist dabei das Institut für Friedens- und Sicherheitspolitik / Centre for OSCE-Research (IFSH-CORE).

Der neue Studiengang setzt einen Meilenstein modernen und praxisorientierten Studierens. Neben der Einführung in grundlegende Methoden der Friedensforschung werden die Studierenden praxisnah auf spätere Berufsfelder vorbereitet. Die künftigen Master in Friedensforschung und Sicherheitspolitik sollen verantwortungsvolle Aufgaben in Wissenschaft und Politikberatung, nationalen und internationalen Organisationen, in Unternehmen und Verbänden sowie Verwaltung und Politik übernehmen. Für das erste akademische Jahr wurden je 12 Studentinnen und Studenten aus sieben Nationen immatrikuliert. Ein Drittel der Studierenden kommt aus dem Ausland. Lehre und Forschung finden sowohl in deut-scher als auch in englischer Sprache statt.

Prof. Dr. Dr. Dieter S. Lutz, Wissenschaftlicher Direktor des IFSH: "Der neue Masterstudiengang ist der erste Hauptfachstudiengang Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Deutschland überhaupt. In einer Zeit, in der Gewalt, Terror und Kriege, eher zu-, denn abnehmen, kann seine Bedeutung für Wissenschaft, Gesellschaft und Politik nicht hoch genug veranschlagt werden."

Der Studiengang ist ausgeprägt interdisziplinär – unter Einschluss erstmals auch der Naturwissenschaften. Er praktiziert – für Deutschland bislang eher die Ausnahme – in weiten Teilen "Lernen durch Forschen" und "learning by doing". Der Studiengang wird hierbei durch die Bundesstiftung Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF) unterstützt.

An dem Studiengang sind neben Einrichtungen der Hansestadt bundesweit mehr als ein Dutzend weiterer einschlägiger Forschungseinrichtungen beteiligt. Darüber hinaus zählen auch zahlreiche nationale und internationale Praxiseinrichtungen und Organisationen zu den Kooperationspartnern. Insbesondere dem Hamburger Friedensforschungsinstitut (IFSH) kommt das Verdienst zu, über den Studiengang auch zu einer bundesweiten Vernetzung der deutschen Friedensforschungseinrichtungen mit Schwerpunkt in Hamburg beizutragen. Spätestens mit dem neuen Studiengang hat Hamburg die Chance, in Forschung und Lehre zu einem der großen Zentren der Friedensforschung in Deutschland und Europa zu werden.

Die Kooperation mit verschiedenen Partnern und Institutionen ist ein wesentlicher Gedanke des anspruchsvollen Studienziels. Universitätspräsident Dr. Dr. h.c. Jürgen Lüthje: "Die Einbindung der Partner ist nicht nur ein Gewinn für die Studierenden, sondern auch ein wichtiger Schritt zur verbesserten Kommunikation und Kooperation zwischen friedenswissenschaftlich und sicherheitspolitisch befassten Institutionen. Die Universität Hamburg und das IFSH leisten somit einen erheblichen Beitrag zur Stärkung der interdisziplinären friedenswissenschaftlichen Lehre und Forschung."

Weitere Informationen

Ansprechpartner: Prof. Dr. Dr. Dieter S. Lutz, Tel. (040) 866 077 - 11


Universität Hamburg, 13. November 2002. Impressum.

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