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Pressedienst

22. Februar 2002

Juristischer Nachwuchs diskutiert
"Regulierung im Spannungsfeld der Rechtsebenen"

Assistententagung Öffentliches Recht vom 26.02. - 01.03.2002 in Hamburg

Bei der 42. Assistententagung Öffentliches Recht wirken die drei Hamburger juristischen Fakultäten erstmals zusammen. Die gemeinsam von der Universität Hamburg, der Bucerius Law School und der Universität der Bundeswehr veranstaltete Tagung widmet sich dem Thema der "Pluralität des Rechts – Regulierung im Spannungsfeld der Rechtsebenen".

Ob Menschenrechte oder Genforschung, Öko-Standards bei der Lebensmittelproduktion oder Preispolitik beim Pkw-Verkauf auf dem europäischen Binnenmarkt- auf nationaler Ebene allein sind die Rechtsfragen in einer zunehmend globalisierten Welt nicht mehr zu lösen. Längst entscheiden europäische und internationale Institutionen und Organisationen mit darüber, welche rechtlichen Rahmenbedingungen unseren Alltag bestimmen. Zwar ist die nationale Souveränität nicht gänzlich aufgehoben, doch wirken zunehmend gemeinschaftsrechtliche und völkerrechtliche Organe auf die Handlungsmöglichkeiten von Bund, Ländern und Kommunen ein. Durch die wachsende Verflechtung der verschiedenen Rechtsebenen entstehen zahlreiche Konflikte. Hier liegen für das Recht und damit auch für Juristen und Juristinnen große Herausforderungen. Künftig wird es eine immer wichtigere Aufgabe, Lösungsvorschläge zu unterbreiten, wie die unterschiedlichen Rechtsebenen sinnvoll und handlungsorientiert koordiniert werden können. Die Tagung will sich der angedeuteten Problemlage in analytischer, methodischer und rechtspolitischer Hinsicht stellen. Dabei ist großer Wert auf die Zuspitzung in einzelnen Anwendungsfeldern gelegt worden.

Eröffnet wird die Tagung am Dienstag, den 26. Februar um 19.30 Uhr im Flügel West der Universität Hamburg von Senator Dr. Roger Kusch, Vizepräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Wilfried Hartmann, Prof. Dr. Doris König (Bucerius Law School) sowie Dr. Hans-Georg Schultz-Gerstein (Präsident der Universität der Bundeswehr). Am Donnerstag, den 28. Februar findet in den Räumen der Bucerius Law School eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion statt. Es nehmen teil: Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jochen Abr. Frowein (Max-Planck-Institut Heidelberg), ehemaliger Vizepräsident der Europäischen Kommission für Menschenrechte, Prof. Dr. Manfred Zuleeg (Universität Frankfurt a. M.), ehemaliger Richter am Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften, Dr. Jürgen Kühling, ehemaliger Richter des Bundesverfassungsgerichts sowie Prof. Dr. Klaus Lange (Universität Gießen), Präsident des Staatsgerichtshofs des Landes Hessen.

Bereits seit 1961 führt die in Hamburg gegründete Assistententagung alljährlich den wissenschaftlichen Nachwuchs der Fachrichtung Öffentliches Recht aus dem gesamten deutschsprachigen Raum zusammen. Erwartet werden in diesem Jahr 240 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellen im Rahmen des Tagungsthemas die Ergebnisse ihrer Promotions- oder Habilitationsarbeiten sowie sonstiger wissenschaftlicher Forschung vor. Ziel der Veranstaltung ist neben dem wissenschaftlichen Diskurs aber auch der persönliche Erfahrungsaustausch der Teilnehmer. Unterstützt wird die Assistententagung 2002 von der Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius.

Ansprechpartner:

Dr. Ekkehard Hofmann, Universität Hamburg
Tel. (040) 42838 - 5325

Dr. Mario Martini, Bucerius Law School
Tel.(040) 30706 - 204 oder 0175 / 7978685

Weitere Informationen


Universität Hamburg, 22. Februar 2002. Impressum.

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