[Universitaet Hamburg] [Suche][Hilfe]

Universität - Präsidialverwaltung - Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Pressedienst

5. September 2002

Neuer Band Hamburger Universitätsreden erschienen:
"Zum Gedenken an Agathe Lasch"

Der Hörsaal B im Hauptgebäude der Universität Hamburg trägt den Namen von Agathe Lasch. Die Reden anlässlich der feierlichen Umbenennung im November 1999, ergänzt durch zwei Aufsätze von Agathe Lasch selbst, sind nun in der Reihe Universitätsreden (Neue Folge Band 2) erschienen. Der Band enthält unter anderem Beiträge von Universitätspräsident Dr. Jürgen Lüthje und Prof. Dr. Dieter Möhn.

Agathe Lasch, geboren 1879, war 1923 die erste Professorin der Universität Hamburg. Sie wurde drei Jahre später auf den neu geschaffenen Lehrstuhl für Niederdeutsch berufen. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten beendete ihre lehrende und forschende Tätigkeit. 1934 wurde Agathe Lasch als Jüdin aus der Universität entlassen. Dem Berufsverbot folgte ein Publikationsverbot. 1937 zog sie nach Berlin, um bei ihrer Familie zu sein. Am 12. August 1942 wurde sie in Berlin verhaftet und deportiert. Ihr Todesdatum ist nicht bekannt.

Zur Erinnerung an die während des Naziregimes vertriebenen Mitglieder der Universität Hamburg werden seit 1999 die Hörsäle des Hauptgebäudes nach herausragenden Persönlichkeiten benannt, die in den zwanziger und frühen dreißiger Jahren wesentlich dazu beitrugen, der jungen Hamburger Universität Rang und internationales Ansehen zu verschaffen. Bereits im Frühjahr 1999 war der große Vorlesungssaal A zu Ehren des Philosophen Ernst Cassirer umbenannt worden.

Der Band "Zum Gedenken an Agathe Lasch" ist zum Preis von 10 Euro bei der Abteilung Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit der Universität Hamburg, Edmund-Siemers-Allee 1, erhältlich.


Universität Hamburg, 9. September 2002. Impressum.

Universität - Präsidialverwaltung - Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Zum Anfang der Seite