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Universität - Präsidialverwaltung - Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Pressedienst

20. September 2002

Professor Brunnstein ist neuer Präsident der
Welt-Informatik-Organisation IFIP

Vertreter aus über 60 Ländern haben auf der Generalversammlung der IFIP (International Federation for Information Processing) Anfang September mit überwältigender Mehrheit Prof. Dr. Klaus Brunnstein zum Präsidenten gewählt. Er ist damit der erste deutsche Vertreter, der dieses Amt für zwei Jahre bekleidet. Zu den wichtigsten Aufgaben der IFIP zählen neben der Förderung und Entwicklung der Informatik und ihrer Anwendungen auch die Ausbildung auf hohem fachlichen Niveau, die auch die enorme Verantwortung der Informatik betont. Der Fachbereich Informatik sieht die Wahl zum IFIP-Präsidenten als eine besondere Würdigung der wissenschaftlichen und politischen Leistungen von Prof. Brunnstein auf internationale Ebene an.

Gegründet wurde die Welt-Informatik-Organisation IFIP am 1. Januar 1960 auf Anregung der im Rahmen der Vereinten Nationen für die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit zuständigen UNESCO. Zu den drei Gründernationen gehörte auch die Bundesrepublik Deutschland – vertreten durch die Gesellschaft für Informatik (GI e.V.). Als Nicht-Regierungs-Organisation unterstützt und berät die IFIP die UNESCO wie auch andere UN-Organisationen durch einschlägiges Wissen über neue Informatik- und IT-Trends – etwa im Hinblick auf den 2003 in Genf stattfindenden Weltgipfel der Informations-Gesellschaft "WSIS-2003" (World Summit on Information Society).

Seit 1975 vertritt Prof. Brunnstein die deutsche Informatik auch international zum Thema "Computer und Gesellschaft": Unter anderem leitete er von 1990 bis 1995 ein entsprechendes Technisches Komitee der IFIP. Weltweite Anerkennung erlangte der Professor für Anwendungen der Informatik vor allem durch seine wissenschaftlichen Arbeiten zur Aufklärung von Computer- und Netzunfällen sowie zur Risiko- und Notfallvorsorge – zum Beispiel am "Virus-Test-Center" der Universität Hamburg. Erstmals an einer europäischen Universität entwickelte er 1988 4-semestrige Studienangebote im Bereich "IT-Sicherheit und Datenschutz", die nach wie vor bei Studierenden großes Interesse finden.

Nähere Informationen:

Prof. Dr.-Ing. H. Siegfried Stiehl
Dekan des Fachbereichs Informatik
Tel. (040) 4 28 83 - 24 02
E-Mail: dekan@informatik.uni-hamburg.de


Universität Hamburg, 20. September 2002. Impressum.

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