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Universität - Präsidialverwaltung - Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Pressedienst

7. März 2002

Auszeichnung des Außenministeriums für Hamburger Betreuungsprojekt für ausländische Studierende

Für das seit drei Jahren mit großem Erfolg durchgeführte „Hochschulübergreifende Projekt Interkulturelle Kompetenz für Studierende“ (HOPIKOS) werden die Universität Hamburg, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und das Studentenwerk Hamburg am 11. März 2002 im Berliner Außenministerium mit dem „Preis des Bundesministeriums des Auswärtigen für exzellente Betreuung ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen“ ausgezeichnet. Damit wird der bisherige Erfolg des Projekts gewürdigt und der Modellcharakter von HOPIKOS hervorgehoben. Ab dem Sommersemester 2002 wird das Projekt auch von der Technischen Universität Hamburg-Harburg mitgetragen.

HOPIKOS - Interkulturelles Training für deutsche und ausländische Studierende

HOPIKOS will ausländische Studierende bei der Eingewöhnung in die fremden Lebens- und Studienbedingungen im Gastland unterstützen und zugleich den Blick der deutschen Studierenden schärfen für die kulturellen und sozialen Belange der ausländischen Studierenden sowie die Internationalität der eigenen Hochschule. Beide Gruppen sollen motiviert werden, die Chancen zum internationalen Kontakt besser und wirksamer als bisher zu nutzen.

An Hamburgs Hochschulen studieren heute rund 7000 Studierende aus mehr als 130 Nationen der Erde, davon allein 4500 (aus 113 Nationen) an der Universität Hamburg und 1900 (aus 103 Nationen) an der HAW Hamburg. Gleichzeitig führen Hochschulpartnerschaften, Austausch- und Mobilitätsprogramme jährlich Hunderte Hamburger Studierende und Lehrende ins europäische und außereuropäische Ausland.

Förderung der Internationalität und Verbesserung der Attraktivität des Studiums für ausländische Studierende führen nicht automatisch zu einer interkulturellen Gemeinschaft auf dem Campus. „Die Kommunikation und der Kontakt zu Mitstudenten, die zweifellos für ein erfolgreiches Studium von großer Bedeutung sind, werden von den ausländischen Studierenden fast ausnahmslos als sehr problematisch empfunden“, konstatierten die HIS-Experten bereits 1997 in ihrer vom BMBF in Auftrag gegebenen Studie zur Attraktivität deutscher Hochschulen für ausländische Studierende.

Das Modell „Interkulturelles Training“ setzt hier an, um den studienbezogenen Austausch von Meinungen und die sozialen und kulturellen Erfahrungen zwischen deutschen und ausländischen Studierenden zu fördern. In Wochenendkursen lernen sie, mit Problemen und Konflikten umzugehen, die sich aus dem gemeinsamen Wohnen, Lernen und Arbeiten von Studierenden aus unterschiedlichen Kulturen ergeben. Ein tieferes Verständnis für kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten verbessert ihre Kommunikations- und Handlungsfähigkeit, die sie auch ihren Mitstudierenden vermitteln.

Deutsche und ausländische Tutoren werden als „Multiplikatoren“ gezielt angesprochen. Mit ihrer Hilfe - unterstützt durch die beteiligten Hochschulen und das Studentenwerk - stellt das 12-köpfige HOPIKOS-Team sicher, dass die in den Seminaren geknüpften Kontakte für weiterführende studien- und freizeitorientierte interkulturelle Aktivitäten genutzt werden. Das interkulturelle Training trägt auf diese Weise dazu bei, ausländische Studierende mit den Studien- und Lebensverhältnissen in Deutschland vertraut zu machen und bessere Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium zu schaffen - in enger Kooperation mit ihren deutschen Mitstudierenden. Diese machen wiederum wertvolle Erfahrungen, die sie während ihrer eigenen Auslandsaufenthalte gut nutzen können.

Ansprechpartner:
Universität Hamburg: Susanne Amon, Tel.: 040 / 42838 - 4472/3311
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg: Dr. Reinhold Billstein, Tel.: 040 / 42863 - 3625/3738
Studentenwerk Hamburg: Dagmar Höfer, Tel.: 040 / 41902 - 310


Universität Hamburg, 7. März 2002. Impressum.

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