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Universität - Präsidialverwaltung - Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Pressedienst

4. Februar 2002

Bildungsguthaben und Studiengebühren

Universitätspräsident Lüthje schlägt Neugestaltung der Hochschulfinanzierung vor

In den vergangenen Jahren hat die Universität Hamburg aus eigenen Kräften alles getan, um ihre Leistungsfähigkeit und den Wissenschaftsstandort Hamburg zu stärken und die Universität Hamburg als Ort internationaler Spitzenforschung und -lehre zu profilieren.

Durch die anhaltende Unterfinanzierung der UHH ist diese Qualitätsoffensive gefährdet. Nachdem bereits der Haushalt 2002 die durch den Koalitionsvertrag geweckten Erwartungen enttäuscht hat, droht auch mit dem Haushalt 2003 eine Fortschreibung der Sparauflagen und der strukturellen Unterfinanzierung des Universitätshaushalts.

Vor diesem Hintergrund schlägt Universitätspräsident Dr. Jürgen Lüthje eine Neu-gestaltung der Hochschulfinanzierung vor:

Derzeit hat die Universität Hamburg rund 38000 Studierende. Etwa ein Drittel von ihnen sind jedoch nicht mit erstem Wohnsitz in Hamburg gemeldet. Diese Studierenden nutzen zwar die Infrastruktur der Stadt und das vielfältige Studienangebot der Universität, zählen aber im Länderfinanzausgleich nicht als Einwohner der Stadt. Da die Stadt Hamburg pro Einwohner und Jahr 3000 Euro aus dem Länderfinanzausgleich erhält, sollte für die nicht in Hamburg gemeldeten Studierenden ein Anreiz geschaffen werden, ihrer gesetzlichen Meldepflicht am Studienort als Lebensmittelpunkt nachzukommen.

Alle in Hamburg gemeldeten Studierenden sollten ein Bildungsguthaben von 1000 Euro jährlich erhalten. Auf dieser Grundlage kann ohne Nachteil für die Studierenden eine Studiengebühr von 1000 Euro pro Jahr eingeführt werden. Die für die Bildungsguthaben erforderlichen Mittel sind durch die im Länderfinanzausgleich gewonnenen Mittel gedeckt.

Durch dieses Modell ließen sich für die UHH zusätzliche Mittel in einem Volumen von rund 30 Mio. Euro gewinnen, die direkt der Qualitätsverbesserung der Hochschul-ausbildung zugute kämen - ohne dass dadurch die Studierenden und der Haushalt des Senats zusätzlich finanziell belastet würden.


Universität Hamburg, 4. Februar 2002. Impressum.

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