![[Suche]](../../../../../Bilder/suche.gif)
Universität -
Präsidialverwaltung -
Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
5. Februar 2002
Universitätspräsident Jürgen Lüthje initiierte 1992 die Vergabe zum ersten Mal und nannte den Preis Fischer-Appelt-Preis, um die Verdienste seines Vorgängers Dr. Fischer-Appelt zu würdigen. Seitdem wird die Auszeichnung jährlich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verliehen, denen es durch herausragende Leistungen in der akademischen Lehre gelingt, das Studium in beispielhafter Weise als forschendes und entdeckendes Lernen zu gestalten.
Der Preisträger 2001, Professor Dr. Peter Petersen, gilt als herausragender Pädagoge, der sich in der Lehre seit vielen Jahren weit überdurchschnittlich engagiert. Neben seinen regulären Lehrveranstaltungen findet Petersen stetig neue Lehrformen, die die Zusammenarbeit der Studierenden fördern. Auch an seinen Buchveröffentlichungen und an Rundfunksendungen können sich seine Studenten beteiligen.
In besonderer Weise wird Petersen mit der Preisverleihung für sein unermüdliches Engagement als Initiator und Leiter der seit 1985 am Musikwissenschaftlichen Institut bestehenden Arbeitsgruppe "Exilmusik" geehrt. Seiner Persönlichkeit und seiner Offenheit gegenüber studentischen Belangen und Interessen ist es zu verdanken, dass diese Arbeitsgruppe seit nunmehr 16 Jahren besteht.
Erst vor kurzer Zeit hat die Gruppe ein Projekt über Lebenswege von Musikerinnen im Dritten Reich und im Exil abgeschlossen. Die Projektarbeit war international angelegt: Kontakte zu zahlreichen Archiven und Nachlässen in der ganzen Welt wurden geknüpft. Mehrere Mitglieder der Arbeitsgruppe reisten in die USA, nach Israel und Wien, um Musikerinnen für das Forschungsprojekt zu treffen und zu interviewen.
Neben der internationalen Zusammenarbeit und Mobilität der Studierenden fördert Petersen aber auch den Blick der Studierenden über das eigene Fach hinaus. Da Exilmusikforschung als Teil der Exilforschung per se interdisziplinär ausgerichtet ist, lernen die Studierenden in der Projektarbeit auch, soziologische, politische und historische Aspekte mit ästhetischen und kulturellen Fragestellungen zu verbinden.
Das jüngste Forschungsprojekt der Arbeitsgruppe befasst sich mit "Musik in norddeutschen DP-Lagern" und soll das Musik- und Kulturleben in den Lagern für sogenannte "Displaced Persons" zwischen 1945 und 1951 dokumentieren.
Journalisten sind bei der Preisverleihung herzlich willkommen!
