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LV-Beginn |
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| ggf. Email |
ggf. Links |
| Hinweise |
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Charlotte Schoell-Glass
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| 09.601 |
Die Berliner Museumsinsel |
| 2st. Do 10.00-12.00, ESA W, Rm 120 |
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Begleitseminar zur Orientierungseinheit, (EM1/SOE). Mit drei Exkursionstagen
(ausschliesslich für Studierende des ersten Semesters im Hauptfach)
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Beginn: 25. Oktober 2007 |
| Das Begleitseminar zur
Orientierungseinheit befasst sich in diesem Semester mit dem
städtebaulichen Komplex von Museen in Berlin, der als „Museumsinsel“
bezeichnet wird. Beginnend mit dem „Alten Museum“ (1824-28) von Karl
Friedrich Schinkel, weiter über das „Neue Museum“ (Stülerbau, 1843-46),
die Nationalgalerie (1866-76), das Bodemuseum (1897-1904) bis hin zum
Pergamonmuseum (1909-14, Eröffnung 1930) finden sich hier auf engstem
Raum Museumsbauten aus weit über hundert Jahren sowie weltberühmte
Sammlungen von Kunstwerken der Antike und des Alten Mittleren Ostens,
Ägyptens, der Malerei des 19. Jahrhunderts, europäischer Plastik und
Skulpturen und weitere Sammlungen. Hinzu kommt, dass die Museumsinsel
seit Jahren und noch auf Jahre hinaus neu gestaltet und renoviert wird
und so ein Laboratorium der Stadt- und Museumserneuerung des 21.
Jahrhunderts ist. Das Seminar gibt Gelegenheit, die Kunstgeschichte in
allen Facetten und mit allen Problemen kennenzulernen und mit eigenen
kürzeren Arbeiten zu erproben, wie man mit dem historischen Material
umgehen kann und welche Fragen in Bezug auf die Problemfelder
Museumsbau, Sammlungsgeschichte, Kunstgattungen und Einzelwerke wir
heute stellen können.
Wie fahren an mindestens drei Tagen nach Berlin, um das im Seminar
Erarbeitete vor den Originalen zu erproben und zu überprüfen.
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| Die Teilnahme an diesem Seminar ist für Studierende der Kunstgeschichte im ersten Semester verpflichtend. |
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| Matthias Krüger / Rainer Donandt |
| 09.602 |
Die Italienische Piazza in der frühen Neuzeit |
| 2st. Do 14.00-16.00
ESA W, Rm 119
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| Seminar (AM2/VM1) |
Beginn: 25.10 |
| Die italienische Piazza der
frühen Neuzeit war nicht nur ein topographischer Knotenpunkt innerhalb
der Stadt, sondern zugleich eine der wichtigsten Bühnen ihres
religiösen, politischen und gesellschaftlichen Lebens. Für die
Kunstgeschichte heißt das, dass es nicht genügt, die an und auf ihr
platzierten Gebäude und Skulpturen für sich zu betrachten; vielmehr
müssen sie sowohl als Teil eines Ensembles begriffen, als auch zu den
öffentlichen Nutzungen, etwa an diesem Ort abgehaltenen Zeremonien, in
Beziehung gesetzt werden. Genau das will der angebotene Kurs leisten.
Jeder Seminarteilnehmer übernimmt die Bearbeitung einer Piazza, die es
im Laufe des Seminars sukzessive vorzustellen gilt. So werden in je
zwei Seminarsitzungen die historische Entwicklung der verschiedenen
Plätze, die an oder auf den Plätzen gelegenen Gebäude, ihre skulpturale
Ausschmückung und ihre Nutzung behandelt. Jeder Teilnehmer hat diese
Aspekte in Bezug auf den von ihm übernommenen Platz zu bearbeiten und
die Ergebnisse seiner Recherchen in den entsprechenden Sitzungen
gebündelt vorzutragen. Bedingung für einen Schein ist neben der
Anfertigung einer Hausarbeit auch die Lektüre der zu den einzelnen
Sitzungen zur Vorbereitung angegebenen Aufsätze. |
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Einführende Literatur: Franz-Joachim
Verspohl: Der Platz als politisches Gesamtkunstwerk, in: Werner Busch
(Hrsg.): Funkkolleg Kunst. Eine Geschichte der Kunst im Wandel ihrer
Funktionen, München 1987, Bd. 2, S. 365-391.
Wolfgang Braunfels: Mittelalterliche Stadtbaukunst in der Toskana, 4. Aufl. Berlin 1979, Kap. 3: Straßen und Plätze.
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| Hendrik Ziegler |
| 09.603 |
Weimar. Kulturpolitische Konzepte von Goethe bis Kohl, (mit 3tägiger Exkursion nach Weimar) |
| 2st. Di 16.00 - 18.00 Uhr ESA-W Rm 120 |
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| Seminar (EM/AM2,3,5/Ex) |
Beginn 23.10.2007 |
| Der Aufstieg Weimars – der
einstiegen Residenzstadt des Herzogtums (und späteren) Großherzogtums
Sachsen-Weimar-Eisenach – zu einer der bedeutendsten Kulturmetropolen
Deutschlands am Ende des 18. Jahrhunderts verdankt sich der immer
offensichtlicher werdenden politischen Bedeutungslosigkeit des
thüringischen Kleinstaats. Mitte der 1780er Jahre scheiterte Herzog
Carl August mit seinem Versuch, einen Zusammenschluss der kleineren
Fürstentümer im Reich als dritte politische Kraft neben den Großmächten
Brandenburg-Preußen und Österreich zu erreichen. Als Kompensation für
den immer stärkeren Verlust an politisch-militärischer Eigenständigkeit
des Herzogtums hatte die in der Folge unter wesentlicher konzeptueller
Hilfeleistung Johann Wolfgang von Goethes betriebene systematische
Kunst- und Wissenschaftsförderung in Weimar und Jena zu dienen.
Neben diese aktive Kunst- und Kulturförderung trat im 19. Jahrhundert
ein weiteres Mittel hinzu, um Weimar das politische Überleben zu
sichern: die Pflege des Erreichten, des „klassischen“ Erbes. In einem
zweiten Teil des Seminars soll daher das so genannte „Silberner
Zeitalter“ Weimars in den Blick gerückt werden. Großherzog Carl
Alexander, der Enkel Carl Augusts, erkannte sowohl die Chancen als auch
die Risiken, die der ihm und seiner Frau 1885 zugefallene Nachlass
Goethes bot: Zum einen beförderte der Großherzog die zunehmende
nationale Vereinnahmung des Goethe’schen Erbes durch die Einrichtung
des Goethe-Nationalmuseums und des Goethe- und Schiller-Archivs;
zugleich aber stellte er dieser gezielten Überhöhung Weimars noch eine
intensive lokale Kunstförderung zur Seite, etwa durch eine anhaltende
Unterstützung der Neuen Musik oder durch die Gründung einer örtlichen
Kunstschule.
Doch spätestens 1925, mit der politisch motivierten Vertreibung des
Bauhauses, hörte Weimar auf, ein Zentrum der Kunstproduktion der
Gegenwart zu sein. Die Stilisierung Weimars zum Hort nationaler
Identität, die seit langem mit schwankender Intensität und aus den
unterschiedlichsten politischen Motiven betrieben worden war, kippte
definitiv um in aggressive ideologische Vereinnahmung. In einem letzten
Teil des Seminars muss daher schließlich die kulturpolitische Rolle
untersucht werden, die Weimar unter den jeweils wechselnden politischen
Systemen seit den 1930er Jahren bis in die Nachwendezeit zugewiesen
bekam. |
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Literatur:
Genius huius loci. Weimar: Kulturelle Entwürfe aus fünf Jahrhunderten,
hg. v. der Stiftung Weimarer Klassik, Ausstellungskatalog, Kunsthalle
am Theaterplatz, Weimar 1992
Peter Merseburger, Mythos Weimar. Zwischen Geist und Macht, Stuttgart 1998
Aufstieg und Fall der Moderne, hg. v. Rolf Bothe u. Thomas Föhl, Ausstellungskatalog, Kunstsammlungen zu Weimar 1999
Ereignis Weimar. Anna Amalia, Carl August und das Entstehen der Klassik
1757-1807, hg. v. der Klassik-Stiftung Weimar und dem
Sonderforschungsbereich 482 „Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800“ der
Friedrich-Schiller-Universität Jena, Ausstellungskatalog,
Schlossmuseum, Weimar 2007
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| Philippe Cordez |
| 09.604 |
Pilgererinnerungen. Materialien und Bilder von der Reliquie zur Postkarte |
| 2st. Di 18.00-20.00
ESA W, Rm 119
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| Seminar (AM1,4,5) |
Beginn: 23.10.2007 |
| In ihren materiellen Eigenschaften, in ihren Formen und ihrem Gebrauch haben Reiseerinnerungen von Pilgerschaften der christlichen Antike bis hin zum heutigen Massentourismus eine kontinuierliche Entwicklung erlebt. An diesem Phänomen lassen sich eine Reihe kunstwissenschaftlicher Probleme verorten, die man unter zwei Fragen zusammenfassen kann:
Erstens: Wie entsteht das Verhältnis zwischen einerseits einem Ort oder einem lokal vorhandenen Gegenstand (sei es der Körper eines Heiligens, ein Bild, ein Gebäude), und anderseits einem weiteren Objekt, das von diesem Ort ausgeht, um somit lokale Eigenschaften zu vervielfältigen, sie in den Rest der Welt zu tragen und dort daran zu erinnern?
Zweitens: Welche religiösen, politischen, in einem Wort kulturellen Beziehungen werden dadurch etabliert und aktiviert?
Das Phänomen Reiseerinnerung reicht in seiner Vielfalt wirkt sich in seiner Vielfalt bis auf die heutige Praxis des Reisens aus, ist allgegenwärtig zu beobachten und daher von jedem selbst kritisch wahrzunehmen. Im Seminar soll sich das Augenmerk hauptsächlich auf das Mittelalter fokussieren mit seinen Pilgererinnerungen: Reliquien, gegossene Pilgerzeichen und frühe Drucke. Alle inhaltlichen Schwerpunkte lassen sich bereits hier problematisieren und für die Diskussion festmachen. Ausgehend von einer überschaubaren Fragestellung, wird den Teilnehmern/Innen auf diese Weise ermöglicht, sich profunde Einsichten in einen wesentlichen Aspekt der mittelalterlichen Kultur zu erarbeiten.
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Literatur zur Einführung:
Beyer, Andreas (Hrsg.): Der Souvenir. Erinnerung in Dingen - von der Reliquie zum Andenken, Ausstellungskatalog Frankfurt, Köln 2006.
Haasis-Berner, Andreas: Pilgerzeichen des Hochmittelalters, Darmstadt 2003.
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| Monika Wagner |
| 09.605 |
Zur Politischen Ikonographie der DDR-Kunst |
| 2st. Mo 10.00-12.00, ESA W, Rm 119 |
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| (AM 3,5) Seminar |
Beginn 22.10. (auf 25 Teilnehmer begrenzt) |
| Das Kunstgeschichtliche Seminar verfügt über ein umfangreiches „Archiv zur DDR-Kunst“ (Raum 108). Neben einer Spezialbibliothek und einem Pressearchiv findet sich darin ein thematisch erschlossenes Bildarchiv, mit dessen Hilfe im Seminar die zentralen Bereiche der politischen Ikonographie der DDR-Kunst erarbeitet werden sollen. Dazu gehören vor allem Porträts politischer Vorbilder und „Helden der Arbeit“, Arbeits- und Technikdarstellungen, Historienbilder von Revolutionen und Kriegen sowie Bilder von sozialistischer Gemeinschaftsvisionen. Um die Besonderheiten der DDR-Kunst kennen und beurteilen zu lernen, sind einerseits die ikonographischen Traditionen zu berücksichtigen, auf die sich Künstler bzw. Auftraggeber bezogen haben; andererseits ist zu untersuchen, inwieweit diese Traditionen verändert und umgedeutet wurden, um so eine politische Ikonographie der DDR zu entwickeln. Darüber hinaus sind die künstlerischen Produktionsbedingungen und die speziellen Auftragsverhältnisse in der DDR zu berücksichtigen.
Die Selbstdarstellungen der DDR-Kunst finden Sie in der Bibliothek des DDR-Archivs in Raum 108, spätere Aufarbeitungen in der Bibliothek.
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Eine erste Orientierung bieten:
Lothar Lang: Malerei und Graphik in der DDR, Leipzig 1983,
Martin Damus: Malerei der DDR: Funktionen der bildenden Kunst im Realen Sozialismus, Reinbek bei Hamburg 1991,
Ausst.-Kat.: Auftrag: Kunst 1949-1990. Bildende Künstler in der DDR zwischen Ästhetik und Politik, hg. von Monika Flacke. Deutsches Historisches Museum Berlin 1995,
Doris Müller-Toovey: Bilder des Aufbaus. Eine vergleichende Studie bildkünstlerischer Darstellungen im Osten und Westen Deutschlands nach 1945, Frankfurt/M. 2005.
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| Matthias Krüger |
| 09.606 |
Lokalkolorit |
| 2st. Do 10.00-12.00
ESA W, Rm 119
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| Seminar (AM2,3/VM1) |
Beginn: 25.10 |
| »Unter Lokalkolorit versteht
man die Eigenart und Atmosphäre, die einen Ort, eine Gegend oder eine
Landschaft auszeichnen«, so die Definition bei Wikipedia. Das
Lokalkolorit lässt sich aus zwei Blickwinkeln heraus kunstgeschichtlich
thematisieren: So lässt sich fragen, wie durch (etwa architektonische)
Eingriffe in eine bestimmte Gegend oder Landschaft ein bestimmtes
Lokalkolorit erzeugt, verändert oder zerstört wird. Zum anderen lässt
sich untersuchen, wie Lokalkolorit in den Bildmedien (etwa Malerei,
Photographie oder auch Film) »eingefangen« und »festgehalten« wird.
Diesen beiden Aspekten soll im Seminar Rechnung getragen werden. Dazu
soll zunächst die Bedeutung des Lokalkolorits in einem historischen
Durchlauf analysiert werden, ansetzend um 1500, als eine Reihe von
Künstlern damit begann, in ihren Werken – wenn auch meist nur im
Hintergrund – reale Orte und Landschaften darzustellen, bis hin zur
Vermarktung des Lokalkolorits in der Tourismusbranche des 21.
Jahrhunderts. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf dem 19. und 20.
Jahrhundert liegen, gewinnt doch das Lokalkolorit im Zuge der
fortschreitenden Globalisierung zunehmend als vermeintlich bedrohtes
Gut an Bedeutung. In der zweiten Seminarhälfte soll das Lokalkolorit
bestimmter Orte und Gegenden (z.B.: Hamburg, Venedig, Provence,
Toskana) behandelt werden. Bedingung für einen Schein ist die Übernahme
eines Referats, die Anfertigung einer Hausarbeit und die Lektüre der zu
den einzelnen Sitzungen zur Vorbereitung angegebenen Aufsätze. |
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| Einführende Literatur wird rechtzeitig vor Semesterbeginn im Seminarapparat bereitgestellt |
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Hermann Hipp
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| 09.607 |
Campus-Projekt |
| 3 St. Di 13.15-15.30 ESA W 120 |
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| Seminar |
Beginn 23. Oktober |
| Wenn man Kunstgeschichte
studiert, kann es einem passieren, daß man um kompetente Auskünfte
angegangen wird:
Wo immer uns von Menschenhand geschaffene Dinge begegnen, ist ja mit
Recht von diesem Fach zu erwarten, daß seine Vertreter in der Lage
seien, ihre Gestalt zu erschließen, zu erklären und zu deuten, Häuser
und Bilder in einen kulturellen Kontext zu stellen und vergleichend
Bezüge herzustellen.
Das „Campus-Projekt“ will in diesem Sinne unserem ureigenen Biotop auf
den Leib rücken. Wir wollen die Gebäude und Orte, die Plätze unserer
Universität, die Kunst in ihrem öffentlichen Raum, die Bilder an ihren
Wänden und die Skulpturen auf ihren Fluren in den Blick nehmen und
daran Kunstgeschichte erproben. Wir werden unseren Campus (soweit man
die verstreuten Lagen der Institute und Hörsäle als solchen subsumieren
will) in den Stadtteilen und der Gesamtstadt verorten. Und wir werden
natürlich auch fragen, ob und wie sich daraus das „Bild“ einer
Universität gewinnen läßt.
Als Ziel steht am Horizont - mutmaßlich erst in einigen Semestern - ein
Kunstführer für die Universität Hamburg. Den werden wir vorbereiten
durch Begehungen, durch Referate und durch Diskussionen über die Frage,
was denn überhaupt des künftigen „Guide“ würdig ist und warum.
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Literatur:
Baark, Katharina: Das Vorlesungsgebäude in Hamburg. Baugeschichte,
Architekturentwürfe, Ausstattung. Hamburg 1983 (Magisterarbeit)
Hipp, Hermann: Harvestehude-Rotherbaum. Hamburg 1976 (Arbeitshefte zur Denkmalpflege in Hamburg 3)
Krause, Eckart; Huber, Ludwig; Fischer, Holger (Hg.): Hochschulalltag
im Dritten Reich. Die Hamburger Universität 1933 bis 1945. Berlin 1991
(Hamburger Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte 3, I-III - 3 Bde.)
Kunst an der Universität Hamburg. Ein Inventar. Hamburg 1991 (herausgegeben vom Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität)
Lüthje, Jürgen (Hg.): Universität im Herzen der Stadt. Eine Festschrift
für Dr. Hannelore und Prof. Dr. Helmut Greve. Hamburg 2002
Lüthje, Jürgen; Siemers, Hans-Edmund (Hg.): Das Vorlesungsgebäude in
Hamburg 1911-2004. Festschrift aus Anlaß der Neugestaltung des
Hauptgebäudes der Universität Hamburg. Hamburg 2004
Moeller, Ilse: Die Entwicklung eines Hamburger Gebietes von der Agrar-
zur Großstadtlandschaft. Mit einem Beitrag zur Methode der städtischen
Aufrißanalyse. Hamburg 1959 (Diss. Hamburg 1958)
Wamser, Ursula; Weinke, Wilfried (Hg.): Eine verschwundene Welt. Jüdisches Leben am Grindel. Springe 2006 (zuerst ersch. 1991)
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| Maike Steinkamp |
| 09.608 |
Land Art |
| Di 16.00-18.00 Uhr
ESA W, Rm 119
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| Seminar |
Beginn 23.10.2007 |
| Ende der 1960er Jahre
begannen Künstler vor allem in den USA ihre Arbeiten außerhalb des
traditionellen Ausstellungsbereichs zu realisieren. In ihren so
genannten „Earthworks“ bedienten sie sich der Natur als Material,
griffen in die Physiognomie der Landschaft ein und verwirklichten
raumgreifende Projekte in den Wüsten oder in Industrievororten
amerikanischer Städte. Künstlern wie Robert Smithson, Michael Heizer,
Walter de Maria oder dem in Großbritannien arbeitenden Richard Long
ging es dabei zunächst um eine veränderte Raum- und Naturwahrnehmung,
die sie mittels monumentaler Eingriffe aber auch kleinformatiger oder
temporärer Zeichen in der Landschaft zu erreichen suchten. Im Rahmen
des Seminars werden die unterschiedlichen Tendenzen der amerikanischen
und europäischen „Land Art“ bzw. „Naturkunst“ behandelt. Es sollen die
verschiedenen Facetten der unter diesen Termini subsumierten Werke
herausgearbeitet werden, die sowohl in Bezügen zu
archaischen/prähistorischen Formen, zur europäischen Landschaftskunst
als auch zu ökologischen oder soziokulturellen Diskursen bestehen
können. Anhand ausgewählter Künstler und konkreter Projekte sollen die
Charakteristiken ebenso wie die Dokumentations- und Rezeptionsformen
der Land Art behandelt werden. Im Mittelpunkt des Seminars stehen die
Projekte der 1960/70er Jahre, die im Kontext anderer künstlerischen
Entwicklungen dieser Zeit (Concept- und Minimal Art, Arte Povera,
Happening) und der damit in Zusammenhang stehenden Erweiterung des
Kunstbegriffs diskutiert werden sollen. Darüber hinaus werden auch
jüngere Entwicklungen einer ortsspezifischen, naturbezogenen Kunst
thematisiert. Die Voraussetzung für einen benoteten Leistungsnachweis
ist die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats, kontinuierliche
Mitarbeit sowie das Verfassen einer Hausarbeit. Für einen unbenoteten
Leistungsnachweis (BA-Studiengang) ist neben der regelmäßigen
Teilnahme, für eine Sitzung ein Stundenprotokoll anzufertigen.
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Einführende Literatur:
o Patrick Werkner: Land Art USA. Von den Ursprüngen zu den Großraumprojekten in der Wüste, München 1992.
o Anne Hoormann: Land-Art. Kunstprojekte zwischen Landschaft und öffentlichem Raum, Berlin 1996.
o Gillis A. Tiberghien: Land art, New York 1995.
o Jeffery Kastner, Brian Wallis (Hrsg.): Land and environmental art, London 1998.
o Suzaan Boettger: Earthworks. Art and the Landscape of the Sixties, Berkley/Los Angeles/London 2002
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| Bruno Reudenbach |
| 09.609 |
Buchmalerei im Mittelalter:
Ihre Formen, Themen und Aufgaben
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| 2st. Di 10.00-12.00 ESA C, Erwin-Panofsky-HS |
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| Vorlesung |
Beginn: 23.10.2007 |
| Die Vorlesung wird sich vor
allem mit der Rolle der Buchmalerei in der Buchkultur des Mittelalters
befassen. So werden die wichtigsten Buchtypen und die Buchmalerei in
mittelalterlichen Kommunikationssystemen zu behandeln sein. Ebenso soll
auf mediengeschichtliche Fragen wie den Wechsel von der Schriftrolle
zum Codex und das Verhältnis von Bild zu Text und Schrift eingegangen
werden. Damit werden auch wichtige Bildtypen - wie z. B. Initiale,
Schreiberbild, Dedikationsbild, Stifterbild, Diagramm - und Formen der
Textillustration zur Sprache kommen. |
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Literatur:
Pächt, Otto: Buchmalerei des Mittelalters, München 1984.
Jakobi-Mirwald, Christine: Buchmalerei. Ihre Terminologie in der Kunstgeschichte, 2. Aufl. Berlin 1997.
Jakobi-Mirwald, Christine: Das mittelalterliche Buch. Funktion und
Ausstattung, Stuttgart 2004 (Reclam UB 18135) (zur Anschaffung
empfohlen!)
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Hermann Hipp
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| 09.610 |
„Orte und Ordnung“
Protestantischer Kirchenbau seit der Reformation
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| 2 St. Freitag 10.15-11.45, ESA C |
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Vorlesung
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Beginn 26. Oktober |
| Die Architekturgeschichte der
älteren Epochen beruht zu ganz überwiegendem Teil auf der Geschichte
der Sakralbauten; immer stellten der Tempel oder die Kirche die
höchstrangige in der Ordnung der Bauaufgaben. Dennoch haben
Kirchengebäude, wie sie die protestantischen Konfessionen seit der
Reformation neu errichtet haben, nur am Rande und allenfalls mit
exzeptionellen Sonderleistungen Eingang in den Kanon der allgemeinen
Architekturgeschichte gefunden - etwa mit der barocken Dresdner
Frauenkirche. Die Vorlesung soll dem nicht etwa abhelfen, indem sie
einfach nur Vergessenes ans Licht holt. Vielmehr wird sich erweisen,
daß im protestantischen Kirchengebäude seit der Reformation immer neu
frühneuzeitliche und moderne Probleme des Bauens besonders virulent
werden: So die Ausdifferenzierung von Bauaufgaben als Grundlage
modernen Architekturverständnisses, das Verhältnis von Ort, Raum und
sozialer Ordnung in Staat, Stadt und Kirchengebäude, die Frage der
Angemessenheit von Form und Stil, Forderungen der Funktionalität, der
„Wahrheit in der Architektur“ und der Stimmung. - Nicht zuletzt wird
man mit Erstaunen wahrnehmen, daß die seit 1529 lutherische Freie und
Hansestadt Hamburg von der Reformation bis zur Gegenwart markante
Beispiele dafür beisteuern kann. |
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Literatur:
Bahns, Jörg: Johannes Otzen 1839-1911. Beiträge zur Baukunst des 19.
Jahrhunderts. München 1971 (Materialien zur Kunst des neunzehnten
Jahrhunderts 2)
Bartning, Otto: Vom Raum der Kirche. Aus Schriften und Reden,
ausgewählt und eingeleitet von Alfred Siemon. Bramsche 1958 (Baukunst
des 20. Jahrhunderts 2)
Dächer der Hoffnung. Kirchenbau in Hamburg zwischen 1950 und 1970. Hamburg 1995
Dammann, Walter H.: Die St. Michaeliskirche zu Hamburg und ihre
Erbauer. Ein Beitrag zur Geschichte der neueren protestantischen
Kirchenbaukunst. Leipzig 1909 (Studien über christliche Denkmäler N.F.
7/8)
Fritsch, K. E. O. (Hg.): Der Kirchenbau des Protestantismus von der
Reformation bis zur Gegenwart. Herausgegeben von der Vereinigung
Berliner Architekten. Berlin 1893
Germann, Georg: Der protestantische Kirchenbau in der Schweiz. Von der Reformation bis zur Romantik. Zürich 1963 (Diss. Basel)
Grashoff, Ehler Wilhelm: Raumprobleme des protestantischen Kirchenbaues im 17. und 18. Jahrhundert. Berlin 1938
Hamberg, Per: Tempelbygge för Protestanter. Stockholm 1955
Langmaack, Gerhard: Evangelischer Kirchenbau im 19. und 20. Jahrhundert. Geschichte, Dokumente, Synopse. Kassel 1971
Raschzog, Klaus (Hg.): Geschichte des protestantischen Kirchenbaues.
Festschrift für Peter Poscharsky zum 60. Geburtstag. Erlangen 1994
Semper, Gottfried: Über den Bau evangelischer Kirchen. Leipzig 1845
(auch in: Semper, Kleine Schriften, Berlin-Stuttgart 1884, S. 443-467)
Seng, Eva Maria: Der evangelische Kirchenbau im 19. Jahrhundert. Die
Eisenacher Bewegung und der Architektur Christian Friedrich von Leins.
Tübingen 1995 (Tübinger Studien zur Archäologie und Kunstgeschichte 15
- phil. Diss. Tübingen 1991)
Wex, Reinhold: Ordnung und Unfriede. Raumprobleme des protestantischen
Kirchenbaus im 17. und 18. Jahrhundert in Deutschland. Marburg 1984
(Diss. Marburg 1981)
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| Bruno Reudenbach |
| 09.611 |
Skulptur im Mittelalter |
| 2st. Mo 14.00-16.00 ESA W 119 |
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| Proseminar |
Beginn: 22.10.2007 |
| Das Seminar wird an
ausgewählten Beispielen einen Überblick über die stilgeschichtliche
Entwicklung der mittelalterlichen Skulptur sowie über ihre wichtigsten
Typen und Funktionen - z.B. Kultbild, Grabplastik, Portalskulptur,
Bauskulptur etc. - erarbeiten. Die Besprechung der Arbeitsformen und
die Aufgabenverteilung erfolgt in der ersten Seminarsitzung.
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Literatur:
Budde, Rainer: Deutsche romanische Skulptur 1050 - 1250, München 1979.
Körner, Hans: Grabmonumente des Mittelalters, Darmstadt 1997.
Panofsky, Erwin: Die deutsche Plastik des elften bis dreizehnten Jahrhunderts. Text- u. Tafelbd., München 1924.
Poeschke, Joachim: Die Skulptur des Mittelalters in Italien.
Bd. 1: Romanik, München 1998;
Bd. 2: Gotik, München 2000.
Rupprecht, Bernhard: Romanische Skulptur in Frankreich, München 1975.
Sauerländer, Willibald: Gotische Skulptur in Frankreich: 1140 - 1270, München 1970. Schneider,
Norbert: Geschichte der mittelalterlichen Plastik von der
frühchristlichen Antike bis zur Spätgotik. Ein historischer Überblick
mit 43 Werkanalysen, Köln 2004.
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| Jeannet Hommers |
| 09.612 |
Mittelalterliche Kirchenausstattungen |
| OrtZeit |
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| Proseminar (EM2,3/AM1) |
Beginn: 25. Oktober 2007 |
| Da heute kein Kirchenraum mehr mit seiner rein mittelalterlichen Ausstattung zu sehen ist, erweist sich die Frage nach der ursprünglichen Verwendung der mittelalterlichen Ausstattungselemente als besonders schwierig. Das Seminar versucht – trotz der schlechten Literaturlage – anhand von ausgewählten Objekten aus dem Früh- und Hochmittelalter die heute meist verlorengegangenen Funktionszusammenhänge zu rekonstruieren und mit liturgischen Grundlagen vertraut zu machen: Wozu dienten unter anderem Altar, liturgische Geräte, Palmesel, Lesepult sowie Chorschranken oder Lettneranlagen? Was sind die theologischen und frömmigkeitsgeschichtlichen Rahmenbedingungen?
Pflichtlektüre für die erste Sitzung ist der Aufsatz von Robert Suckale: Der mittelalterliche Kirchenbau im Gebrauch und als Ort der Bilder. In: Ausst.-Kat. Goldgrund und Himmelslicht. Die Kunst des Mittelalters in Hamburg. Hamburg 1999. S. 15-25. (Kopie im Seminarordner)
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Grundlegende Literatur des Seminars:
Adolf Reinle: Die Ausstattung deutscher Kirchen im Mittelalter – eine Einführung. Darmstadt 1988.
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Einführende Literatur:
Kunst und Liturgie im Mittelalter. Akten des internationalen Kongresses der Bibliotheca Hertziana und des Nederlands Instituut te Rome, Rom 28.–30. September 1997. Hg. v. Nicolas Bock, u. a. München 2000
Kosch, Clemens: Kölns romanische Kirchen. Architektur und Liturgie im Hochmittelalter. Regensburg 2000.
Tripps, Johannes: Das handelnde Bildwerk in der Gotik. Forschungen zu den Bedeutungsgeschichten und der Funktion des Kirchengebäudes und seiner Ausstattung in der Hoch- und Spätgotik. Berlin 1998.
Angenendt, Arnold: Geschichte der Religiosität im Mittelalter. Darmstadt 1997.
Braun, Joseph: Der christliche Altar in seiner geschichtlichen Entwicklung. 2 Bde. München 1924.
Sauer, Josef: Symbolik des Kirchengebäudes und seiner Ausstattung in der Auffassung des Mittelalters. Freiburg im Breisgau 1924.
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Uwe Fleckner
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| 09.613 |
Französische Malerei des 19. Jahrhunderts |
| 2st. Di 14.00-16.00, ESA W, Rm 109 |
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| Proseminar |
1. Sitzung am 30.10., danach vor Originalen |
| Die Hamburger Kunsthalle
verfügt über einen vorzüglichen Bestand an Werken des französischen 19.
Jahrhunderts; eines langen Jahrhunderts, dessen Epochengrenzen
kunsthistorisch betrachtet von 1789 bis etwa 1914 zu ziehen sind.
Entscheidend für die Entwicklung der Kunstgeschichte ist dabei
insbesondere, daß es sich um ein Zeitalter tiefgreifenden Wandels und
nicht weniger tiefgreifender Brüche und Reaktionen handelt: Es umfaßt
das Ende des Ancien Régimes, eine Periode der Autonomisierung
künstlerischer Mittel und entsprechender ästhetischer Konflikte bis hin
zur Schwelle avantgardistischer Tendenzen am Beginn des 20.
Jahrhunderts. |
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Hinweise:
Ausgehend von der Malerei der Revolutionszeit werden wir uns in diesem
Proseminar mit Werken sämtlicher Stilrichtungen der Epoche
beschäftigen. Gemeinsam werden wir den angemessenen wissenschaftlichen
Umgang mit diesen Werken üben. Da ein solches Bildertraining nur vor
Originalen wirklich gelingen kann, werden wir in der Kunsthalle
arbeiten. Das bedeutet aber auch, daß die Teilnehmerzahl auf 20
Studierende beschränkt sein muß. Teilnahmebedingung ist die
Bereitschaft, ein Referat von 30 Minuten Länge zu übernehmen; die
Anwesenheit bei allen Seminarsitzungen ist selbstverständlich Pflicht.
Das Seminar wird mit einer Klausur abgeschlossen. Verbindliche
Bewerbungen um die Teilnahme am Seminar mit einer kurzen Begründung
bitte bis zum 27.10. an das Geschäftszimmer, die Teilnehmerliste wird
am 29.10. ausgehängt. Bei mehr als 20 gleichwertigen Bewerbungen
entscheidet das Los. Bewerben können sich ausschließlich Studierende im
Haupt- und Nebenfach vom 1. bis zum 4. Semester. |
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Uwe Fleckner
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| 09.614 |
Wie beschreibt man ein Gemälde? |
| 2st. Di 12.00-14.00, ESA W, Rm 119 |
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| Einführung |
Beginn 30.10. |
| Die Grundlage jeder
Beschäftigung mit Werken der Bildenden Kunst ist ein problembewußtes
Sehen und die Überführung der gewonnenen Eindrücke in das gesprochene
wie das geschriebene Wort. Am Anfang des Studiums der Kunstgeschichte
sollte also eine Übung stehen, bei der unterschiedliche Möglichkeiten
der Bildbeschreibung erarbeitet werden. Auch sollen und müssen
besondere methodische Probleme des Transfers von Seheindrücken zur
Sprache kommen. Gemeinsam werden wir Gemälde vom Mittelalter bis zur
Gegenwart betrachten und beschreiben, dabei werden sowohl die
wechselnden historischen Kontexte berührt als auch spezifische Probleme
unterschiedlicher Bildgattungen. |
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Hinweise:
Teilnahmebedingung ist die Bereitschaft, ein Referat von 20 Minuten
Länge zu übernehmen; die Anwesenheit bei allen Seminarsitzungen ist
selbstverständlich Pflicht. Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich Studierende im Hauptfach Kunstgeschichte des 1. und 2. Semesters. |
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Hermann Hipp
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| 09.615 |
Architektur |
| 3 St. Mo 10.15-12.30 ESA W 120 |
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| Einführungsseminar |
Beginn 22. Oktober |
| Dieses Seminar will
Grundlagen für die Auseinandersetzung mit Architektur als Gegenstand
der Kunstgeschichte legen. Es wird allerdings gerade deshalb keine
„outlines“ der Baugeschichte umreißen (die kann man z. B. bei Nikolaus
Pevsner nachlesen, s.u.). Vielmehr sollen einfache Arbeitstechniken
eingeübt werden, die den Blick für Werke der Baukunst öffnen. Dazu
werden wir beispielhaft einige Gebäude unterschiedlicher Epochen zu
analysieren versuchen (vom Ratzeburger Dom bis zum Jüdischen Museum in
Berlin), zum Teil vor Ort (vom Hamburger Rathausmarkt bis zur Lübecker
Marienkirche). Dabei geht es zuerst darum, Worte zur Beschreibung und
Kategorien für die Ordnung von Beobachtungen zu finden, also um die
Einübung von Terminologie, der handwerklichen Fachsprache der
Bauforschung. Parallel gelesene Schlüsseltexte zur Architekturanalyse
von Vitruv bis Semper, von Schumacher bis Eisenman sollen allerdings
darüberhinaus das Problembewußtsein für die Besonderheit der Gattung
„Architektur“ schärfen: Ihre Werke deuten Orte und Räume in der Welt
praktisch, sozial, religiös durch Gestaltungen, für deren Analyse durch
den Architekturhistoriker termini technici allein nicht ausreichen.
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Was jeder braucht, der mit Architektur umgeht:
Binding, Günther: Architektonische Formenlehre. 3. Aufl. 1998
Koepf, Hans: Bildwörterbuch der Architektur. 3. Auflage, Überarbeitet
von Günther Binding. Stuttgart 1999 (Kröners Taschenausgabe 194)
Pevsner, Nikolaus: Europäische Architektur von den Anfängen bis zur
Gegenwart. 8. Aufl. (mit einem Beitrag zur Architektur seit 1960 von
Winfried Nerdinger). München 1994 (engl. Orig.-Ausg.: „An Outline of
European Architecture“, zuerst 1942)
Besonders nützlich und praktisch:
Nikolaus Pevsner, Hugh Honour und John Fleming: Lexikon der
Weltarchitektur. Berlin 2000 (Digitale Bibliothek 37) = CD-ROM-Ausgabe
der Buchfassung von 1992 (ISBN 3-89853-437-5)
Zum Theorie-Teil:
Unersetzt:
Kruft, Hanno-Walter: Geschichte der Architekturtheorie von der Antike
bis zur Gegenwart. München 1985 (Studienausgabe 5. Auflage 2004 ISBN
3-406-34903-X)
Erfreulich erschwinglich:
Architektur-Theorie von der Renaissance bis zur Gegenwart. Köln 2003 (Taschen)
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| Bruno Reudenbach |
| 09.616 |
Seminar zur Vorlesung (09.609) |
| 2st. Di 14.00 - 16.00 in der SUB (genauer Ort wird noch
bekannt gegeben)
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| Seminar |
Beginn: 23.10.2007 |
| Voraussetzung für die
Teilnahme an diesem Seminar ist der Besuch der Vorlesung (09.609),
deren Themen und Fragestellungen in der gemeinsamen Seminararbeit
ergänzt und vertieft werden sollen. Vor allem aber wird Gelegenheit
geboten, mit originalen mittelalterlichen Handschriften zu arbeiten,
die durch Referate analysiert und vorgestellt werden. |
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| Bruno Reudenbach |
| 09.617 |
Vergangenheitskonzepte und -reflexionen in der
mittelalterlichen Kunst
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| 2st. Mo 14.00-16.00 ESA W 119 |
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| Hauptseminar |
Beginn: 22.10.2007 |
| Die Kunst des Mittelalters
beschäftigt sich in vielerlei Hinsicht mit Vergangenheit. Mit
biblischen Szenen oder Heiligenleben werden Ereignisse der
Vergangenheit dargestellt; im Grabbild sind Tote vergegenwärtigt; indem
Kunstformen der Antike oder des frühen Christentums rezipiert werden,
nimmt die Kunst Vergangenes wieder auf; in Spolien eignet sie sich
Vergangenheit materiell an; durch Umbau oder Erweiterung setzt sie sich
mit älterer Architektur auseinander. Ebenso vielschichtig wie die
Formen sind die Motive dieser Beschäftigung mit Vergangenem, die weit
über ein rein ästhetisches Interesse an der Kunst der Vergangenheit
hinausgehen. „Vergangenheit“ kann religiös oder politisch beansprucht
werden, zur Legitimitation, zur Identitätsstiftung oder zur Herstellung
sozialer Bindungen - und dies alles kann durch die Kunst auch visuell
artikuliert werden. Die in der Geschichtswissenschaft seit längerem
diskutierte Frage, inwieweit im Mittelalter überhaupt ein Bewusstsein
von Vergangenheit als einer von der Gegenwart qualitativ geschiedenen
Zeit vorhanden war, wird dabei auch kunsthistorisch relevant. Damit
greift das Thema des Seminars aber auch über die Kunstgeschichte hinaus
und lässt sich verbinden mit neueren historischen und
kulturwissenschaftlichen Forschungen zu Geschichtsvorstellungen, zur
Wahrnehmung von Vergangenheit, zu memoria und Gedächtnis. Es versteht
sich von selbst, dass dieses komplexe Themenfeld im Seminar nicht
erschöpfend behandelt werden kann. Das Augenmerk wird deshalb auf
verschiedenen Formen der Vergangenheitsdarstellung, des
Vergangenheitsbezugs in der Kunst liegen, die systematisch abgehandelt
und analysiert werden sollen, mit punktuellen Korrespondenzen zu den
Nachbardisziplinen. |
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Zur ersten Einführung für eine Beschäftigung mit dem Thema können dienen:
Albrecht, Stephan: Die Inszenierung der Vergangenheit im Mittelalter, München - Berlin 2003.
Haussherr, Reiner: Convenevolezza. Historische Angemessenheit in der
Darstellung von Kostüm und Schauplatz seit der Spätantike bis ins 16.
Jahrhundert (Akademie d. Wissenschaften u. d. Literatur. Abhdlgen. d.
Geistes- u- Sozialwissenschaftl. Klasse 1984,4) Mainz 1984.
Heckscher, William S.: Relics of pagan antiquity in mediaeval settings,
in: Journal of the Warburg Institute 1, 1937/38, 204-220;
Horch, Caroline: Der Memorialgedanke und das Spektrum seiner Funktionen
in der Bildenden Kunst des Mittelalters, Königstein i. T. 2001.
Kinney, Dale: Rape or Restitution of the Past? Interpreting spolia, in:
The art of interpreting, hg. v. Susan C. Scott (Papers in art history
from the Pennsylvania State University 9) University Park PA 1995, S.
53-67;
Oexle, Otto Gerhard (Hg.): Memoria als Kultur (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte 121) Göttingen 1995.
Settis, Salvatore: Von auctoritas zu venustas: die antike Kunst in
mittelalterlicher Sicht, in: Zeitschrift für Kunstgeschichte 51, 1988,
S. 157-179.
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Uwe Fleckner
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| 09.618 |
Rembrandt-Radierungen |
| 2st. Mo 12.00-14.00, ESAW, Rm 120 |
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| Seminar |
Beginn 29.10. |
| Nach dem Seminar zu den
Gemälden Rembrandts im vergangenen Semester sollen in dieser
Veranstaltung seine faszinierenden Radierungen in den Blick genommen
werden. Rembrandt hat das Medium der Radierung zu ganz
unterschiedlichen Zwecken eingesetzt: Vom skizzenhaft-experimentellen
Notat über die Selbsterforschung im Porträt bis hin zur ausgestalteten
Historiendarstellung reicht das Spektrum seiner Themen. Gemeinsam
werden wir Blätter sämtlicher Werkphasen, Themen und Gattungen
besprechen. Dabei sollen insbesondere spezifische Fragen
druckgraphischer Kunst zur Sprache kommen. |
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| Hinweise: Teilnahmebedingung ist die Bereitschaft, ein Referat von 30 Minuten
Länge zu übernehmen; die Anwesenheit bei allen Seminarsitzungen ist
selbstverständlich Pflicht. Das Seminar wird mit einer Klausur
abgeschlossen. |
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| Monika Wagner |
| 09.619 |
Max Klinger |
| 2st. Di 14.00-16.00, ESA W, Rm 119 |
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| (AM 3,5) Seminar |
Beginn 23.10.
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| Max Klinger zählte um 1900 zu den berühmtesten Vertretern der deutschen Kunst. Zwischen Historismus, Symbolismus und Jugendstil situiert, war es Klingers erklärtes Ziel, zu einer neuen „Raumkunst“ im Sinne des viel diskutierten „Gesamtkunstwerks“ beizutragen. Die einzelnen Künste sollten nicht länger isoliert bleiben, sondern Skulptur, Grafik, Malerei und Architektur im Verbund mit den Nachbarkünsten, insbesondere der Musik und der Poesie, eine Synthese bilden. Entsprechend umfasst auch Klingers eigenes bildkünstlerisches Werk Malerei, Grafik und Skulptur. Das Seminar dient dazu, das weit gefächerte Werk des Künstlers, das seit geraumer Zeit wieder entdeckt wird, in seinen historischen Bezügen kennen zu lernen. Einen Schwerpunkt sollen Max Klingers Beiträge zur „Raumkunst“ bilden, die in der Wiener Ausstellung seiner berühmten Beethoven-Skulptur 1902 ihren Höhepunkt fanden. Sie sind im Kontext zeitgenössischer Erneuerungsbestrebungen, wie sie von ästhetisch und politisch konträren Positionen gefordert und entwickelt wurden, zu diskutieren. |
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| Während der Klinger-Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle finden einzelne Seminarveranstaltungen vor Ort statt. |
Literaturhinweise:
Max Klinger: Malerei und Zeichnung, Leipzig 1891.
Elsa Asenijeff: Max Klingers Beethoven. Eine kunst-technische Studie, Leipzig 1907.
Ausst.-Kat.: Max Klinger. Wege zum Gesamtkunstwerk, Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim, Mainz 1984.
Christiane Hertel: Studien zu Max Klingers graphischem Zyklus „Paraphrase über den Fund eines Handschuhs“ (1878-1881), Frankfurt/M, N. York 1987.
Max Klinger. Bestandskatalog der Bildwerke, Gemälde und Zeichnungen im Museum der bildenden Künste Leipzig, Leipzig 1995.
Weitere Literatur finden Sie im Seminarapparat.
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| Volker Plagemann |
| 09.620 |
Die Toskana in der Sicht Vasaris |
| freitags, 14.00 – 16.00 Uhr, Rm 120 |
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| Seminar |
Beginn: Einführung Freitag, 2. 11. 2007, 14 Uhr |
| Nach dem Seminar „Vasari und
die Künstlervitenliteratur“ folgt das Seminar „Die Toskana in der Sicht
Vasaris“ mit Exkursion nach Florenz, Arezzo, Cortona, Pisa und Pistoia.
Dabei soll das Florenz untersucht und beschrieben werden, das Giorgio
Vasari zu seinen Lebzeiten vorgefunden und in seinen Künstlerviten
dargestellt hat, sowie seine eigenen kulturpolitischen,
architektonischen und malerischen Beiträge in Florenz, Arezzo, Cortona,
Pisa und Pistoia. Im Seminar und auf der Exkursion soll ein Bild von
Florenz und den Städten in der Toskana bis zum Ende des Cinquecento
entstehen. |
| 14tägige Exkursion nach Florenz (Standquartier), Arezzo, Cortona, Pisa, Pistoia vom 21. 2. bis 6. 3. 2008 |
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Voraussetzungen:
Grundkenntnisse in Italienisch, Referat im Seminar und vor Ort
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Einführende Literatur:
Franco Borsi, Firenze del Cinquecento, Rom 1974
Wolfgang Braunfels, Mittelalterliche Baukunst in der Toskan, Berlin 4. Auflage 1953
Giuliano Briganti, Gerhard Ewald (Hg.), Kunst des Cinquecento in der Toskana, München 1992
Gene Brucker, Florenz in der Renaissance, Reinbek 1990
Andreas Grote, Florenz, München 2. Auflage 1968
Georg Kaufmann, Florenz, Stuttgart 1962 (Reclams Kunstführer Bd. III)
Georg Kaufmann, Bernard Andreae, Toskana (ohne Florenz), Stuttgart 1984 (Reclams Kunstführer B. III, 2)
Dale Kent, Cosimo de Medici and the Florentine Renaissance, New Haven London 2000
Alessandro Nova (Hg.), Vasari-Edition, div. Bände, Berlin 2005 ff.
Walter und Elisabeth Paatz, Die Kirchen von Florenz, 5 Bände, Frankfurt 1953 -1955
Werner Raith, Florenz in der Renaissance, Frankfurt, New York 1979
Volker Reinhardt, Florenz zur Zeit der Renaissance, Freiburg Würzburg 1990
Patricia Lee Rubin, Giorgio Vasari, Art and History, New Haven London 1995
Leon Satkowski, Giorgio Vasari, Architect and Courtier, Princeton 1993
Heidi Schäpper-Witzig, Die Florentiner Bürger und ihre Stadt, eine
kulturgeschichtliche Analyse des 15. Jahrhunderts, Zürich o.J. (1981)
Martin Wackernagel, Der Lebensraum des Künstlers in der Florentinischen
Renaissance, Leipzig 1938
Manfred Wundram, Kunstführer Florenz, Stuttgart 1993
Klaus Zimmermannn, Toscana, Köln 1980 (DuMont Kunstreiseführer)
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| Claudia Horbas |
| 09.621 |
Angewandte Kunst im Museum |
| 2st. Mi 15.15-16.45 Uhr, Museum für Hamburgische Geschichte, Kleiner Hörsaal |
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| Seminar AM1,2,3,4 |
Beginn: 31.10 |
Im ersten Teil des Seminars
sollen in Überblicksreferaten zunächst die verschiedenen Gattungen
angewandter Kunst vorgestellt werden. Beispiele können durch
Abbildungen oder durch Originale gegeben werden; insbesondere bei
kleinformatigen Gattungen bietet sich die Arbeit mit Originalen (aus
der Sammlung des MHG) an. Nach Möglichkeit sollen dabei auch die
konservatorischen Bedingungen für die Aufstellung der jeweiligen
Objektgruppen in Ausstellungsräumen berücksichtigt werden. Hierzu
stehen die für die jeweiligen Objektgruppen zuständigen Restauratoren
des MHG für Hinweise zur Verfügung.
Im zweiten Teil sollen dann die von den jeweiligen Museumstypen
abhängigen Aufstellungs- und Systematisierungsmodelle für diese
Objektgattung untersucht werden. Hierzu werden neben dem MHG auch
andere Museen in Hamburg herangezogen, etwa das Museum für Kunst und
Gewerbe und das Altonaer Museum mit dem Jenisch-Haus. Im Mittelpunkt
steht dabei die Frage nach der „Mehrdeutigkeit der Dinge“, die sich in
diesen konkreten Ausstellungszusammenhängen manifestiert.
e-mail. claudia.horbas@hamburgmuseum.de
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| Susan Müller-Wusterwitz |
| 09.622 |
Digitale Medien in der Kunstgeschichte – ein Überblick |
| 2 st. Do 16:00 – 18:00
ESA W, Rm 119
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| Seminar (EM2,3/AM4) |
Erste Sitzung: 01.11.2007 |
Digitale Medien sind im Fach
Kunstgeschichte unverzichtbare Hilfsmittel der wissenschaftlichen
Arbeit. Elektronisch gestützte, via CD-ROM oder Internet verfügbare
Datenbanken, Bibliothekskataloge und Online-Nachschlagewerke sowie eine
wachsende Zahl von Online-Publikationen ermöglichen einen schnellen
Zugriff auf digitalisierte Text- und Bildmaterialien. Populäre
Suchmaschinen scheinen Zugang zu jeder Art von Information zu bieten.
Angesichts der großen Menge des weltweit verfügbaren Materials stellt
sich die Frage nach effizienten Suchstrategien und der Auswahl und
kritischen Prüfung elektronischer Ressourcen.
Nicht nur die Informationssuche, sondern auch die Verwaltung und
Nutzung digitaler Dokumente und Materialien erfordern Kenntnisse über
geeignete Software, deren Funktionsweise und Verwendung.
Lernziel: Das Seminar widmet sich digitalen Medien und
Ressourcen, die das kunstgeschichtliche Studium unterstützen. Im
Zentrum stehen die Arbeitsbereiche Recherchieren, Sammeln und Verwalten
digitaler Materialien sowie das Kommunizieren und Präsentieren von
Arbeitsergebnissen. Ziel ist es, die jeweils geeigneten Werkzeuge
kennen und bewerten zu lernen, um sie für die eigene wissenschaftliche
Arbeit gewinnbringend zu nutzen.
Arbeitsform: Die Veranstaltung verfügt über einen
webbasierten Projektraum im CommSy „AGORA“
(http://www.agoracommsy.uni-hamburg.de/). Hier werden Materialien und
Arbeitsergebnisse gesammelt und der Lerngruppe online zur Verfügung
gestellt. Die Bereitschaft zur Arbeit mit digitalen Medien ist
Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Seminar.
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Einführende Literatur: Gersmann,
Gudrun u. Schnettger, Matthias (unter redaktioneller Mitarbeit von
Sabine Büttner): Wohin führt der Weg? Historische Fachzeitschriften im
elektronischen Zeitalter. In: zeitenblicke 2 (2003), Nr. 2, online
unter URL: (letzter Zugriff 10.08.2007).
Hipfl, Iris: Webliteracy. Eine Kernkompetenz für Studierende und
Lehrende. In: GRIPS. Neues Lehren und Lernen in den
Geisteswissenschaften, online unter URL: (letzter Zugriff 10.08.2007).
Kohle, Hubertus (Hg.): Kunstgeschichte digital. Eine Einführung für Praktiker und Studierende. Berlin 1997.
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| Charlotte Klack-Eitzen |
| 09.623 |
Ganz oder gar nicht? Prinzipien der Konservierung und Restaurierung |
| 2st. Fr 10.00-12.00, ESA W
Rm 119
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| Seminar (AM 4,5) |
Beginn 26.10. |
| Restaurierung ist in der
Öffentlichkeit ein schillernder Begriff, der sich inhaltlich zwischen
der sorgfältigen substanziellen Sicherung des Vorhandenen bis zur
vollständigen Rekonstruktion auf unsicherem Kenntnisstand bewegt.
Sowohl im Museum als auch in der Denkmalpflege muss über Maßnahmen
beraten werden, die Restauratoren und Restauratorinnen konzipieren und
ausführen.
Am Beispiel von restaurierten Kunstwerken in Hamburg und Lübeck möchte
ich vor den Originalen sichtbar machen, welche Veränderungen durch
Alter, Zerstörung, Uminterpretation, und Restaurierungen eingetreten
sind. Die Studierenden sollen die Prinzipien der Konservierung und
Restaurierung kennen lernen. Welche naturwissenschaftlichen
Untersuchungsmethoden sind für den Kunsthistoriker von besonderem
Interesse? Wie wurden restauratorische Probleme insbesondere bei der
Ergänzung fehlender Partien gelöst? Im Mittelpunkt der Betrachtung
werden mittelalterliche Altäre stehen. Zwei Exkursionen nach Lübeck,
jeweils an einem Samstag sind vorgesehen.
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| Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt.
Anmeldungen per Mail an: C.Klack-Eitzen@hamburg.de
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Veranstaltungsplan
26.11 Raum 119
9.11 Hamburger Kunsthalle
16.11 hamburgmuseum Museum für Hamburgische Geschichte
23. 11 Raum 119
30.11. Raum 119
8.12. 1. Exkursion nach Lübeck, St. Annen-Museum
14.12. hamburgmuseum
(21.12. keine Veranstaltung)
11.1.2008 St. Jakobi
(18.1. keine Veranstaltung)
19.1. 2. Exkursion nach Lübeck St. Jakobi, Brömbse-Altar; Dom, Triumphkreuz
25.1. Raum 119
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| Monika Wagner |
| 09.624 |
Das Künstlerinterview |
| 2st. Mo 14.00-16.00, ESA W, Rm 120 |
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| (VM 1) Hauptseminar |
Beginn 22.10.
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Interviews mit Künstlern sind heute nicht nur in den Feuilletons von Presse und Rundfunk zu Hause, sondern sie füllen ganze Zeitschriften und Ausstellungskataloge zur zeitgenössischen Kunst. Gegenwartskunst scheint sich geradezu über das Künstlerinterview zu legitimieren. Obwohl schon Andy Warhol äußerte „The interviewer should just tell me the words he wants me to say and I`ll repeat them after him“, werden von Interviews authentische Informationen und Enthüllungen über Künstler und Werk erwartet. Im Seminar soll zunächst exemplarisch ermittelt werden, was verschiedene Typen von Interviewern – Künstler, Journalisten, Kunsthistoriker - von bildenden Künstlern seit der Zeit um 1900 wissen wollten. Dabei sind das Interesse des Fragenden und die Funktion des Interviews ebenso zu berücksichtigen wie die Formen der Interviewpraxis, die mit der technischen Entwicklung der Medien in direkter Beziehung stehen.
Im zweiten Teil des Seminars geht es dann um die Erarbeitung möglicher Fragestellungen und die Durchführung von Interviews mit KünstlerInnen in und um Hamburg. Die Ergebnisse werden anschließend von Arbeitsgruppen des Seminars, denen eine Tutorin zur Seite steht, analysiert und ausgewertet.
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Erste Orientierungen finden Sie bei:
David Sylvester: Interviews with Francis Bacon, London 1975,
Benjamin H.D. Buchloh: Über die Avantgarde -1986. Interview mit Gerhard Richter, in: Ausstellungskat.: Gerhard Richter, Stuttgart 1993, S. 81-96.
Robert Rauschenberg im Gespräch mit Barbara Rose, Kunst heute 3, Köln 1989,
Volker Harlan: Was ist Kunst? Werkstattgespräch mit Beuys, Stuttgart 1924,
Christoph Lichtin: Das Künstlerinterview. Analyse eines Kunstprodukts, Bern u.a. 2004,
Art Journal, Bd. 64, Nr. 3, Fall 2005 mit dem Schwerpunktthema Künstlerinterview (Kopien im Seminarordner).
Weitere Literatur finden Sie im Seminarapparat
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Charlotte Schoell-Glass
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| 09.625 |
Meta-Malerei: Bilder über das Malen und die Kunst |
| 2st. Do 16.00-18.00, ESA W, Rm 120 |
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| (VM1) – Hauptseminar
(für Studierende ab dem 5. Semester)
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Beginn: 25. Oktober 2007
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| Eines der fruchtbarsten
neueren Forschungsfelder zur Kunst der frühen Neuzeit, aber auch
darüber hinaus, wird von Fragen erzeugt, die sich mit der
Selbstbezüglichkeit (oder Selbstreferentialität, Autoreferentialität)
von Kunstwerken befassen. Der Begriff „Metamalerei“, der im Titel der
deutschen Übersetzung von Victor Stoichitas Buch verwendet wird, hat
sich bei uns seit dessen Erscheinen 1998 eingebürgert (Das
selbstbewusste Bild. Vom Ursprung der Metamalerei, München: Fink, 1998,
zuerst frz. 1993). Die diesen Fragen zugrunde liegende These ist, dass
zahlreiche Werke der Malerei – aber auch, besonders in jüngerer Zeit,
Arbeiten in anderen Medien – in ihrer Struktur selbst, in ihrer Faktur
(Machart) und ihren Motiven über sich selbst und ihren medialen
Charakter „reflektieren“. Zu den Bildthemen, die hier einschlägig sind,
gehören Galeriebilder, Küchenbilder, Künstler-Selbstbildnisse,
Stilleben, Interieurs und andere mehr. Das Seminar wird erstens die
Genese der Fragerichtung in früheren Forschungen untersuchen (zu
Pictura-Allegorien und Atelierdarstellungen, aber auch zur
Rezeptionsästhetik) sowie die neue, in diesem Zusammenhang entstandene
Literatur erarbeiten und zweitens mit Werkanalysen das Phänomen der
„gemalten Kunsttheorie“ (Preimesberger) anschaulich machen. |
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| Hinweise: Teilnahmevoraussetzung ist
die Bereitschaft zur Übernahme mehrerer Kurzreferate sowohl über Texte
zum Thema wie über Bilder. Ein Leistungsnachweis setzt überdies voraus,
dass eine Hausarbeit von etwa 15 Seiten verfasst wird, die bis zum 29.
Februar 2008 abgegeben werden muss. |
Literatur:
Valeska von Rosen, „Selbstbezüglichkeit“, in: Metzler Lexikon
Kunstwissenschaft. Ideen, Methoden, Begriffe, Stuttgart und Weimar:
Metzler, 2003, 327-29, mit wichtiger weiterführender Literatur. |
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| Martina Sitt |
| 09.626 |
Die Sammlung als Wissensforum: Exemplarische Studien zur Malerei des Barock - Einblicke in die Museumspraxis |
| 2st. Do 12.30s.t.–14.00 Uhr
ESA C (Erwin-Panofsky-Hörsaal)
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| Vorlesung (EM 2,3,/AM2) |
Beginn 25.10 |
| Das Museum als Ort der
Präsentation, aber glücklicherweise auch vereinzelt noch als Zentrum
der eigenen Bestandserforschung provoziert ganz bestimmte
Fragestellungen für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den
Objekten. So ergeben sich aus der Ausstellungspraxis vielfach neue
Erkenntnisse zu einem Werk und seinem Verständnis. Ebenso resultieren
aus dem Wissen hinsichtlich der Veränderung des Erhaltungszustandes
neue Einsichten in die Wahrnehmung der Objekte. Neben den zu
recherchierenden technischen Daten und den durch eine
Methodenpluralität mit gezielten Fragen zu entwickelnden
Deutungsperspektiven werden hier auch besonders in der Anschauung
gewonnene Erkenntnisse hinzugezogen. Als verbindender Zeitraum der
ausgewählten Beispiele gilt die Epoche des Barock. Als Oberbegriff
umfasst er zahlreiche Kunstströmungen aus der Mitte des 16.
Jahrhunderts bis zum 18. Jahrhundert. Die Vielfalt der
Erscheinungsformen und den zeitgleichen, aber sehr unterschiedlichen
Entwicklungen und Ausformungen künstlerischer Praxis in Holland,
Italien und Frankreich soll hier anhand von Gemälden etwa von Rubens,
Rembrandt, Lorrain, Tiepolo auch Gemälde u. a. von Lastman, Bellotto,
Magnasco, Strozzi oder Ricci nachgegangen werden. Die Auswahl der zu
besprechenden Werke berücksichtigt in besonderem Maße die noch
unpublizierten Ergebnisse eines aktuellen Forschungsprojektes der
Hamburger Kunsthalle.
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| Email: sitt@hamburger-kunsthalle.de |
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Uwe Fleckner
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| 09.627 |
Jean-Auguste-Dominique Ingres |
| 2st. Mo 16.00-18.00, ESA W, Rm 120 |
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Hauptseminar
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Beginn 29.10. |
| Jean-Auguste-Dominique Ingres
ist in den letzten Jahren Gegenstand einiger großer und wichtiger
Ausstellungen gewesen, auch ist die Literatur über Leben und Werk
deutlich angewachsen. Die Rolle des Künstlers in einem konfliktreichen
19. Jahrhundert ist dabei immer wieder zum Gegenstand auch kontroverser
Deutungen geworden, und die traditionelle Konfrontation des
Klassizisten mit einer zeitgleichen Romantik wird immer fragwürdiger.
Das Seminar wird sich mit diesen neueren Forschungen zu Ingres
befassen, dabei werden wir gemeinsam Werke aller Gattungen und Themen
des Künstlers analysieren. |
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| Hinweise:
Teilnahmebedingung ist die Bereitschaft, ein Referat von 30 Minuten
Länge zu übernehmen; die Anwesenheit bei allen Seminarsitzungen ist
selbstverständlich Pflicht. Das Seminar wird mit einer Klausur
abgeschlossen. |
| Pflichtlektüre aller Teilnehmer vor Beginn des Seminars ist: Ingres 1780-1867, Ausstellungskatalog, Musée du Louvre, Paris 2006. |
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| Monika Wagner |
| 09.628 |
Magistrandenkolloquium |
| 2st. Di 18.00-20.00, ESA W. Rm 109 |
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| (VM1) |
Beginn 30.10
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| Das Kolloquium richtet sich an alle diejenigen, die demnächst mit ihrer Magisterabschlußarbeit beginnen wollen oder schon begonnen haben. Im Kolloquium werden sowohl allgemeine Probleme der Themenfindung und der Arbeitsorganisation besprochen als auch konkrete Beispiele des Aufbaus und der Gliederung der Arbeit vorgestellt und diskutiert. Darüber hinaus sollen Fragen der beruflichen Orientierung erörtert und bei Bedarf auch thematisch und methodisch interessante Neuerscheinungen behandelt werden. |
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