| Fleckner, Hipp, Kemp, Schoell-Glass, Wagner | |
|---|---|
| 56.601 |
Campus. Zur Gestalt und Kunstgeschichte der Universitäten |
| 2st. Mo 18.00-20.00, ESA C (Erwin-Panofsky-Hörsaal) | |
| Ringvorlesung (EM 2, EM 3, AM 2, AM 3, VM1) | |
| „Die Hergabe gerade dieses
Platzes macht der Schenkgeber zur unumstößlichen Bedingung der
Schenkung, da ihm der Platz neben seiner hervorragend günstigen
zentralen Lage um deswillen für ein derartiges Gebäude ganz besonders
geeignet erscheint, weil ein dort errichtetes monumentales Gebäude
einen großen Teil der Bevölkerung täglich an die idealen Aufgaben,
denen es zu dienen bestimmt ist, erinnern wird.“ (Das Vorlesungsgebäude
in Hamburg, gestiftet von Herrn Edmund J. A. Siemers, Hamburg 1911) Vergegenwärtigen die Gehäuse und Monumente von Hochschulen und Universitäten, die Kunstwerke in ihren Räumen, tatsächlich und gar dauerhaft jene „idealen Aufgaben“ von Forschung, Lehre und Bildung – oder handelt es sich nurmehr um „fossile Gehäuse ausgestorbener Gesellschaftsorganismen“ (G. Semper 1869)? Als Gegenstände der Kunstgeschichte geben sie Aufschluss über die Wandlung der Institution und der in sie investierten Hoffnungen durch die Jahrhunderte – und sie stellen damit kritisches Potential für die Gegenwart bereit. |
|
| 21.04. Ein weites Feld. Topographien und gebaute Topologien der Forschung, der Lehre, der Bildung (Einführung) Prof. Dr. Hermann Hipp, Kunstgeschichtliches Seminar | |
| 28.04. Bildung als „Privileg” - Mitteleuropäische Universitäten in Prag, Krakau und Breslau in ihren Anfängen Dr. Isabella Woldt, Kunstgeschichtliches Seminar | |
| 05.05. Architekturen der Revolution. Hochschulbauten der jungen Türkischen Republik im Zeichen von Fortschritt und Aufbruch PD Dr. Burcu Dogramaci, Kunstgeschichtliches Seminar | |
| 19.05. Die Sapienza - Architektur, Wissenschaft, Politik im römischen Seicento Prof. Dr. Robert Stalla, Institut für Kunstgeschichte, Technische Universität Wien | |
| 26. 05. Körperschaft und Korporationen – Verbindungshäuser in süddeutschen Universitätsstädten um 1900. Prof. Dr. Hermann Hipp, Kunstgeschichtliches Seminar | |
| 02.06. „Vox Clamantis in Deserto.“ Das amerikanische College und sein Campus Prof. Dr. Charlotte Schoell-Glass, Kunstgeschichtliches Seminar | |
| 09.06 „Linea … quia ex lino fit“ (Isidor). Zur unvermeidlichen Körperlichkeit von Wissen und zu den Gerätschaften und Gebäuden seiner Erhaltung und Vermittlung Prof. Dr. Werner Oechslin, Eidgenössische Technische Hochschule Zürich | |
| 16.06 Konstruktivismus als Wissenschafts- und Baukonzeption: Die Ruhr-Universität Bochum Prof. Dr. Dietrich Erben, Ruhr-Universität Bochum | |
| 23.06. Über die räumliche Ordnung wissenschaftlicher Institute Prof. Dr. Wolfgang Kemp, Kunstgeschichtliches Seminar | |
| 30.06. Höhere Bildung als Bauaufgabe der Frühen Neuzeit in Europa Prof. Dr. Konrad Ottenheym, Onderzoekinstituut voor Geschiedenis en Cultuur, Universiteit Utrecht | |
| 07.07. Der Campus als Kunstwerk – Das Kunstwerk als Campus. Arbeiten von Erich Reusch im öffentlichen Raum Prof. Dr. Uwe Fleckner, Kunstgeschichtliches Seminar | |
| Philippe Cordez | |
| 56.619 | Poetik und Politik der Metallbearbeitung II / 20. Jh |
| 2st. Di 12.00-14.00, ESA W, Rm 120 | |
| Seminar (AM 3, AM 5) | Beginn |
| Beschreibung folgt | |
| ggf. Links | |
| Hinweise | |
| Literatur | |
| Uwe Fleckner | |
| 56.612 |
Einführung in die Kunst des 20. Jahrhunderts (mit Tagesexkursionen) |
| 3st. Fr 14.00-16.00, ESA W, Rm 119 (Einführung und Referatsvergabe am 11.7., 3st., nach Vereinbarung) | |
| Proseminar (AM3, Ex, EM2, EM3) | |
| In dieser Einführungsveranstaltung wollen wir versuchen, einen Überblick über die Kunst eines Jahrhunderts zu erarbeiten, das in seiner Vielfalt und Widersprüchlichkeit wahrlich wenig »überblicksgeeignet« ist. Thematisch und methodisch bietet das Jahrhundert besondere Herausforderungen an die Kunsthistoriker nicht weniger als an die Künstler selbst. Das Seminar wird chronologisch vorgehen, Hauptwerke ausgewählter Künstler und Kunstrichtungen sollen – teilweise vor Originalen – untersucht werden. Dabei soll, da es sich um eine Einführung handelt, der wissenschaftliche Umgang mit Werken der Bildenden Kunst auch grundsätzlich eingeübt werden. | |
| Das Seminar richtet sich in erster Linie an Studienanfänger des 1. und 2. Semesters. Teilnahmebedingung ist die Bereitschaft, ein Referat von 30 Minuten Länge zu übernehmen, sowie die aktive Vor- und Nachbereitung der einzelnen Sitzungen. Das Seminar wird als Blockveranstaltung durchgeführt; eine verbindliche Einführung mit Referatvergabe für alle Teilnehmer findet statt am 11.7.2008 (14 Uhr), weitere Blöcke nach Vereinbarung zu Beginn des WS 08/09. | |
| Uwe Fleckner | |
| 56.618 |
Ereignisbilder von der Renaissance bis zur Gegenwart |
| 2st. Blockveranstaltungen, ESA W, Rm 119 Mo 14.00-16.00 am 7.4., (Einführung und Referatsvergabe) Sa 10.00-16.00, 1. Sitzung 28.6. So 10.00-16.00, 2. Sitzung 29.6. Sa 10.00-16.00, 3. Sitzung 5.7. So 10.00-16.00, 4. Sitzung 6.7. |
|
| Seminar (AM 2, AM 3, VM 1 ) | |
| Mit der Gattung des Ereignisbildes wird dieses Seminar ein nicht leicht zu definierendes Themengebiet umfassen, dessen bildnerische Umsetzungen höchst unterschiedlich und mit wechselnder Intensität auf das jeweils dargestellte Geschehen reagiert haben. Nicht sämtliche historische Ereignisse von Rang sind in Kunstwerken dargestellt worden, nicht immer hält die Qualität solcher Kunstwerke, was das historische Ereignis an Bedeutung verspricht; andererseits sind oft genug weniger bedeutende historische Daten Anlaß zu großartigen Werken der Historienmalerei geworden, in denen Wesentliches einer Epoche Bild geworden ist. Der Begriff des historischen »Ereignisses« soll dabei in größtmöglicher Offenheit aufgefaßt werden, so daß solche Kunstwerke diskutiert werden können, in denen eine historische Situation als Signatur einer Epoche bildnerisch auskristallisiert wird. Besprochen werden Ereignisbilder vom Mittelalter bis in die Gegenwart; Aufgabe der jeweiligen Referate wird es sein, in das Kunstwerk und seinen historischen Anlaß einzuführen, sowie zum Verhältnis von Ereignis und Darstellung, zu den Erzählstrategien der Bilder und – insbesondere – zur Frage der Darstellbarkeit von unmittelbar zeitgenössischer Geschichte in Werken der Bildenden Kunst Stellung zu nehmen. | |
| Teilnahmebedingung ist die Bereitschaft, ein Referat von 30 Minuten Länge zu übernehmen, sowie die aktive Vor- und Nachbereitung der einzelnen Sitzungen. Das Seminar wird als Blockveranstaltung durchgeführt; eine verbindliche Einführung mit Referatvergabe für alle Teilnehmer findet statt am 7.4.2008 (14-16 Uhr), weitere Blöcke am 28.6., 29.6., 5.7. und 6.7.2008 (jeweils 10-16 Uhr). | |
| Uwe Fleckner | |
| 56.629 |
Kubismus |
| 2st. Blockveranstaltungen Mo 12.00-14.00, Rm 120, am 7.4. (Einführung und Referatsvergabe) Sa 10.00-16.00, 1. und 4. Sitzung am 12.7. und 19.7., Rm 120 So 10.00-16.00, 2. Sitzung 13.7., Rm 119 Fr 14.00-20.00, 3. Sitzung 18.7., Rm 119 |
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| Hauptseminar (VM 1) | |
| In diesem Seminar werden wir uns mit einer der interessantesten und folgenreichsten Kunstrichtungen des 20. Jahrhunderts beschäftigen. Seinem Anspruch nach beabsichtige der Kubismus nicht nur einen stilistischen Wandel in der Bildenden Kunst einzuleiten, sondern wollte auf philosophisch-erkenntniskritischer Grundlage auch das Weltbild einer ganzen Epoche revolutionieren. Ausgewählte Werke der wichtigsten Künstler sollen analysiert und mit ausgewählten Schriften der wichtigsten Theoretiker des Kubismus konfrontiert werden. Dabei werden wir Kunstwerke aller kubistischer Phasen betrachten, von den vor- und frühkubistischen Experimenten Braques und Picassos, über den sogenannten »analytischen« und »synthetischen« Kubismus bis hin zu den »klassizistischen« und »surrealistischen« Folgen im Werk der führenden Kubisten. | |
| Teilnahmebedingung ist die Bereitschaft, ein Referat von 30 Minuten Länge zu übernehmen, sowie die aktive Vor- und Nachbereitung der einzelnen Sitzungen. Das Seminar wird als Blockveranstaltung durchgeführt; eine verbindliche Einführung mit Referatvergabe für alle Teilnehmer findet statt am 7.4.2008 (12-14 Uhr), weitere Blöcke am 12.7. (10-16 Uhr) / 13.7. (10-16 Uhr) /18.7. (14-20 Uhr) und 19.7.2008 (10-16 Uhr). |
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| Uwe Fleckner | |
| 56.630 |
Kolloquium |
| 1st. Blockveranstaltungen, ESA W, Rm 119 Di 14.00-16.00, 1. Sitzung am 8.4. (Präsentationen) Fr 16.00-20.00, 2.. 3. und 4. Sitzung am 27.6., 4.7. und 11.7. |
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| Hauptseminar, (VM 1, Abschlußmodul) | |
| Das Kolloquium steht allen
Magistranden und Doktoranden offen, die mit ihren Betreuern bereits ein
Thema verabredet haben. Gemeinsam werden wir Präsentationen der
einzelnen Themen diskutieren, aber insbesondere auch Fragen nach der
Struktur, Methode, Umfang und Darstellung von Examensarbeiten
nachgehen, die von themenunabhängigem Interesse sind. Das Seminar wird als Blockveranstaltung durchgeführt; die erste Sitzung (mit zwei Präsentationen und der Vergabe weiterer Termine) findet statt am 8.4.2008 (14-16 Uhr), weitere Blöcke am 27.6., 4.7. und 11.7.2008 (jeweils 16-20 Uhr). |
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| Hermann Hipp | |
| 56.602 |
Stadtrundgänge in Lübeck, Bremen, Lüneburg und Hamburg - vielleicht auch in Lemgo, Stadthagen, Rinteln und Bückeburg |
| 3st. Fr 10.15-13.45, vor Ort und mit Wochenend-Exkursionen | |
| Vorlesung (EM 2, EM 3, AM 1, AM 2, AM 3) | Beginn: Freitag, 11. April |
| Wie in früheren
Sommersemestern sollen die Rundgänge ausgewählte Kapitel der Bau- und
Stadtbaugeschichte Hamburgs als „Vorlesung vor Ort“ erschließen. Die
„amphibische“ Struktur der Stadt von der Binnenalster bis zur HafenCity
samt den wichtigsten Bauten der Innenstadt, aber auch die
Stadterweiterungsgebiete des 19. und 20. Jahrhunderts, die ehemals
selbständige Nachbarstadt Altona und die Elbvororte werden dabei
erwandert. Was in Hamburg selbst zurücktritt, nämlich das Mittelalter
und die Frühe Neuzeit, wird durch Exkursionen in die Nachbarstädte
Lübeck, Bremen und Lüneburg sowie (falls es sich technisch einrichten
läßt) ins Gebiet der „Weserrenaissance“ beigesteuert. Bei den auswärtigen Terminen haben die Teilnehmer auf Wunsch die Gelegenheit, sich durch selbständige Beiträge zu beteiligen und damit Exkursionsnachweise zu erwerben. |
|
| Hinweise: Ich bitte (ergänzend zu und unabhängig von Ihren Bemühungen um STINE) um schriftliche Anmeldung bis spätestens Montag, den 31. 3., 15.00 Uhr auf der im Geschäftszimmer des Kunstgeschichtlichen Seminars ausliegenden Liste. Auf eine Teilnehmerbegrenzung verzichte ich, obwohl aus praktischen Gründen nicht mehr als ca. 30 Personen sinnvoll an den Rundgängen teilnehmen können. Der Ablauf im einzelnen einschließlich der Treffpunkte zu den jeweiligen Terminen wird den eingetragenen Teilnehmern zum 2. 4. per email mitgeteilt. Der erste Rundgang wird am 11. April in der Innenstadt stattfinden. |
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| Hermann Hipp | |
| 56.604 |
Deutsche Königsstädte (mit Exkursionen in der vorlesungsfreien Zeit) |
| 2st. Mo 10.15-11.45, ESA W, Rm 120 | |
| Seminar (EM 3, AM 2) | Beginn: Montag, 7. April |
| Nachdem im Sommersemester 2007 ein Seminar über die „Fränkischen und Schwäbischen Reichsstädte“ den Blick auf die unglaublich komplexe Geschichte Deutschlands, des alten Heiligen Römischen Reiches, in politischer wie kunstgeschichtlicher Hinsicht zu öffnen versucht hat, läge es nahe, ihnen die Vielfalt und Vielzahl der alten deutschen Residenzstädte mit ihrer je eigenständigen Kunstgeschichte gegenüberzustellen. In gewissem Sinne wird das auch mit den „deutschen Königsstädten“ eintreten, um die es diesmal gehen soll. Allerdings verläßt diese Titulatur das „alte“, 1806 aufgelöste Reich. Denn erst die dann eingetretene Neuordnung machte die alten Reichsstände Sachsen, Bayern und Württemberg zu Königreichen, und der König von Preußen ist erst seitdem auch König in Berlin und Brandenburg gewesen. So hat es sie eigentlich nur rund hundert Jahre gegeben, bis zur November-Revolution von 1918, die „deutschen Königsstädte“ (und Hannover hat diese Rolle noch kürzer gespielt). So märchenhaft manche Figur erscheinen mag, die darin auftrat - man denke an Ludwig II. -, so sehr ist das, worum es geht, ein Thema des 19. Jahrhunderts, des Zeitalters der Wissenschaft, der Industrie und der Urbanisierung, des Zeitalters des Historismus und der radikalen künstlerischen Reformen um 1900. | |
| Um es noch mehr zu
fokussieren: Schlüssellektüre für das Seminar sollen sein Alfred
Lichtwarks kulturkritische Gänge durch Berlin-Potsdam, Dresden,
München, Stuttgart, die er als eine seiner wichtigen Schriften mit dem
Ziel kultureller Reform 1898 veröffentlichte. Das Seminar soll diese
Städte - sozusagen auf Lichtwarks Spuren, aber auch seine Beobachtungen
hinterfragend - verstehen lernen als Zentren der Moderne - und zugleich
mit ihren spezifischen Traditionen als Residenzen, mit ihrem je
verschiedenen, sehr produktiven und kritischen Wechselverhältnis von
höfischer und bürgerlicher Kultur zwischen 1800 und 1918. Die
Entwicklung der Stadtgestalt, der architektonischen Repräsentation, der
politischen und kulturellen Zentren, der Kunstpolitik der Höfe und
Regierungen sollen durch Referate erarbeitet werden. Exkursionen werden
insbesondere Potsdam und Dresden des Näheren betrachten. Der Zeitpunkt der Exkursionen ist noch nicht klar. In Frage kommen die Woche nach Pfingsten und die erste Woche der vorlesungsfreien Zeit im Sommer. |
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Literatur:
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| Hermann Hipp | |
| 56.605 |
Campus-Projekt |
| 2st. Di 14.15-15.45, ESA W, Rm 120 | |
| Seminar (EM 3, AM 2) | Beginn: Dienstag, 8. April |
| Das „Campus-Projekt“ hat bereits im letzten Wintersemester begonnen. In Begehungen und mit Referaten sind wir unserem ureigenen Biotop auf den Leib gerückt: Den Gebäuden und Orten, den Plätzen unserer Universität. Wir haben die Kunst in ihrem öffentlichen Raum, die Bilder an ihren Wänden und die Skulpturen auf ihren Fluren in den Blick genommen und versucht, daran Kunstgeschichte zu erproben. Worauf es uns besonders ankommt: Wir möchten unseren Campus (soweit man die verstreuten Lagen der Institute und Hörsäle als solchen subsumieren will) in den Stadtteilen und der Gesamtstadt verorten. Und wir haben natürlich danach gefragt und wollen im Sommersemester weiter fragen, ob und wie sich daraus das „Bild“ einer Universität gewinnen läßt. Als Ziel steht am Horizont - mutmaßlich erst in einigen Semestern - ein Kunstführer für die Universität Hamburg. Ein Ausblick auf das, was andere Hochschulen schon geleistet haben, hat uns gezeigt, daß wir keineswegs Pioniere mit dieser Aufgabe sind - und daß sie sich unbedingt lohnt. Wir werden daran weiterarbeiten durch Objekterkundung, Urteilen und Vergleich sowie durch Diskussionen über die Frage, was denn überhaupt dieses künftigen „Guide“ würdig ist und warum. | |
| Hinweise: Die Erträge des Wintersemesters werden den Teilnehmern dieses Sommers natürlich zur Verfügung stehen. Sie zu vertiefen, zu erweitern und zu ergänzen, wird die anstehende Aufgabe sein. Die Seminarteilnehmer sollten unbedingt auch die Ringvorlesung „Campus“ regelmäßig besuchen, die allgemeine Aspekte des Themas beleuchtet. |
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Literaturhinweise für Hamburg:
Ausblicke lohnen sich:
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| Jeannet Hommers | |
| 56.606 |
Die Grabeskirche in Jerusalem und ihre Rezeption im Mittelalter |
| 2st. Do 14.00-16.00, ESA W, Rm 120 | |
| Seminar (EM 3, AM 1) | Beginn: 03. April |
| "Ein Gang durch die Grabeskirche ist mühsam, die Lektüre ihrer Baugeschichte nicht weniger." (Gerhard Kroll) Die Grabeskirche in Jerusalem ist das Zentrum der Christenheit, weil sie an jener Stelle errichtet wurde, die als Grab und Ort der Auferstehung Jesu überliefert ist. Sie wurde schon nach der Wiederentdeckung des Grabes im 4. Jahrhundert Ziel zahlreicher Pilgerreisen und erfuhr insbesondere mit den Kreuzzügen eine verstärkte Aufmerksamkeit. Bereits seit dem 10. Jahrhundert entstanden in ganz Europa Nachbauten des Heiligen Grabes, um entweder Reliquien, die mit der Passion Christi in Zusammenhang standen, aufzunehmen oder um an eine erfolgreiche Pilgerfahrt zu gedenken. Diese architektonischen Nachahmungen der Jerusalemer Grabeskirche beziehungsweise des Grabes Christi stehen im Mittelpunkt des Seminars. Dabei handelt es sich um Gesamtanlagen (Bologna, Externsteine), einzelne Kirchenbauten (Paderborn), Einbauten in eine Kirche (Konstanz, Eichstätt) oder monumentalplastische sog. Heilige Gräber (Freiburg, Chemnitz). Im Seminar soll vor allem das Verhältnis dieser „Kopien“ zum Vorbild in Jerusalem diskutiert werden. Neben formal-ästhetischen und konzeptionellen Gestaltungsprinzipen, gilt es auch die inhaltliche Bedeutung zu hinterfragen, die mit der im Mittelalter üblichen Bauweise „ad similitudinem sancti sepulchri“ aufgegriffen wird: Inwiefern lässt sich von Architekturkopien und -zitaten, Imitationen oder Nachempfindungen sprechen? Welche Assoziationen werden durch die formale Übernahme aufgemacht und welche Hinweise liefern die Quellen diesbezüglich? Spiegelt sich auch das Verhältnis vom „himmlischen“ und „irdischen“ Jerusalem in den Nachbauten wider? Ergänzt wird das Programm durch Pilgerberichte und Jerusalemer Reisebeschreibungen sowie durch die bildliche Umsetzung in der Kartographie und der mittelalterlichen Malerei. |
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Verpflichtende Lektüre für die erste Sitzung (Kopiervorlage im Seminarordner):
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Einführende Literatur:
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| Margarete Jarchow | |
| 56.625 | Kunst und Technik. Technologie und naturwissenschaftlicher Methodik im Bezug zur Kunstgeschichte an Beispielen aus dem 18., 19. und 20. Jahrhundert |
| 4st. Di 10.00-12.00 s.t., 14täglich, ESA W, Rm 119 | |
| Seminar | Beginn: 15. April |
| Ingenieure als Vorbild? Impulse der Ingenieurtätigkeit für Wissenschaft und Kunst
Beim Konstruieren geht es um Planen, Konzipieren, Entwerfen und Ausarbeiten, Tätigkeiten, die zu einer technischen Lösung führen sollen und heute im Allgemeinen mit Hilfe des Computers ausgeführt werden. Dabei lassen sich Ingenieure häufig von Phänomenen aus der Natur, aber auch von der Kunst inspirieren. So entwickelt und konstruiert die technische Bionik nach biologischen Vorbildern (Giftstachel der Honigbiene als Injektionskanüle, Stromlinienform der Haie als Modell für die Formgebung von Flugzeugen). Solchen und ähnlichen Problemen widmet sich die Veranstaltung und stellt dabei die Fallbeispiele Flugzeugentwicklung, Automobil, Schiffbau, Architektur und Bautechnik, Fotografie und Film (Kino) sowie Computer in den Vordergrund. Dabei wird deutlich, dass in der Regel ein enges Zusammenwirken von Theorie und Praxis den gewünschten Erfolg brachte, wobei auch auf das unverzichtbare "tacit knowledge" der Handwerker hinzuweisen ist. Ferner wird auf die Bedeutung von Modellen für den technischen Entwicklungsprozeß, auf die heute weit verbreitete Simulation, aber auch auf künstlerische Elemente, Fantasie und technische Utopien, sowie auf die Rolle der technischen Entwicklung im Kunstschaffen einzugehen sein. |
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| EMAIL |
ggf. Links |
Hier einige Beispiele für Referatsthemen:
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Literatur:
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| Wolfgang Kemp | |
| 56.603 |
Große Plätze: Mittelalter bis Gegenwart |
| 2st. Mo 14.00-16.00, ESA W, Rm 119 | |
| Proseminar (EM 3, AM 1, AM 2, AM 3) | Beginn 7. 04. |
| Der Platz ist ein unverzichtbares Funktionselement der westlichen, der alten Stadt, aber er geht in den Funktionen, die sich aus dem Unterschied zu seinen Konkurrenten Bauwerk und Straße ergeben, nicht auf. Der Platz ist und kann mehr, gerade wenn wir ihn in seiner Meta-Funktion als „Platzhalter“ des Ganzen begreifen. Der Platz stellt das Ganze her und aus, das Ganze, das kann die Stadt sein, deren Hauptplatz er ist, das Viertel, in dem er liegt, aber es geht noch in größere Dimensionen: Es gibt Plätze, die stehen für Staaten und für große, meist staatstragende Ereignisse. Das Seminar soll natürlich nicht unterschlagen, dass Plätze wesentliche praktische Funktionen haben und dementsprechend auch eine Untersuchung nach Funktionstypen vornehmen, aber immer soll im Blick der repräsentative Mehrwert des Platzes bleiben und von ihm aus sollen die „Platzverhältnisse“ untersucht werden. Platzverhältnisse sind: die pragmatische Dimension: Platz disponiert und exponiert Stadt; die symbolische Dimension: Platz bildet die Stadt, das Territorium und noch größere Einheiten ab, und schließlich das Verhältnis, das man „Interpiazzalität“ nennen könnte: Plätze zitieren Plätze: der Hamburger Rathausmarkt die Piazza San Marco, die Uffizien das Forum etc. Nach einer Einführung in die Geschichte der Plätze aus urbanistischer und kunstgeschichtlicher Sicht wollen wir das Erarbeitete der Überprüfung an Beispielen aussetzen, die Sie in Kurzreferaten präsentieren. Leistungsnachweis: Kurzreferat bzw. entsprechende schriftliche Ausarbeitung, Klausur. Zur Einführung empfohlen die Seiten 433-445 des dtv-Atlas zur Baukunst, Bd. 2, die zwar nur die Renaissance- und Barockzeit betreffen, aber sehr schön die größeren Zusammenhänge mitliefern, ohne die Plätze nicht verstanden werden können. Ebenfalls im Seminarordner einige Materialien zur Place de la Concorde, die uns in der ersten Stunde beschäftigt, die Sie im Internet finden unter:http://www.thomasgransow.de/Paris/Paris_Concorde.htm | |
| Sitzungsplan 7. 4. Einführung: allgemeine Fragestellungen, eine exemplarische Analyse 14. 4. Plätze im Mittelalter 21. 4. Plätze in der Renaissance 28. 4. Plätze im Barock 5. 5. Plätze im 19. Jahrhundert 19. 5. Plätze im 20. Jahrhundert 26. 5. Kurzreferate 2. 6. dito. 9. 6. dito. 16. 6. dito 23. 6. dito. 30. 6. Schlußbesprechung 7.7. Klausur |
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| Wolfgang Kemp | |
| 56.608 |
Die Festung (mit Exkursion) |
| 2st. Mo 16.00-18.00, ESA W, Rm 119 | |
| Hauptseminar (VM 1, Ex) | Beginn: 7. 04. |
| Die Festung ist die
dominante, ja epochemachende Militärarchitektur von ca. 1550-1800. Man
könnte sie die symbolische (Verteidigungs-)Waffe der Neuzeit nennen.
Sie hat die Führung der Kriege verändert, aber genauso tiefgreifend das
Leben derer geprägt, die in Festungen lebten, und das waren fast alle
großen und mittleren Städte Kontinentaleuropas. Die Urbanistik dieses
Zeitraums lässt sich also gar nicht ohne eine Berücksichtigung dieser
Form von Militärarchitektur behandeln. Von Interesse ist aber, wie
Festungen gebaut wurden, wer sie entwarf und welche Darstellungsweisen
entwickelt wurden, um dieses Gebildes habhaft zu werden. Die Geschichte
der Festungen ist aber nicht abgeschlossen. Der Grund, auf dem sie
angelegt wurden, gehört zu den interessantesten Terrains der
europäischen Urbanistik. An ihm lässt sich am besten studieren, was
Konversion heißt, wie sozusagen die Friedensdividende für eine Stadt
aussieht. Wenn Festungen in militärischer Hinsicht so gut wie keine
Rolle mehr spielen, so heißt das nicht, dass es keine mehr gibt. Das
nach innen und außen hochbefestigte Wegschließen von ganzen
Kontinenten, Staaten und Gruppen ist eine Signaturkulturtechnik des 20.
Jahrhunderts geblieben. Mauern im 20. Jahrhundert werden uns also auch
beschäftigen. Es gibt zwei einführende Lexikonartikel, die einen guten ersten Eindruck vermitteln: Der Eintrag Festung im Reallexikon der deutschen Kunstgeschichte und der Artikel Military Architecture (ab Age of Gunpowder , S. 565ff.) im Dictionary of Art, dort auch die neuere Literatur. Im Seminarordner eine Kopie aus Koch, Baustilkunde und aus dem Begriffslexikon der Residenzen-Kommission der Akademie zu Göttingen – dort finden Sie viele weitere Begriffe erläutert. Leistungsnachweise: Referate, Hausarbeiten. |
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| Wolfgang Kemp | |
| 56.611 |
Geschichte der künstlerischen Fotografie |
| 2st. Do 10.00-12.00, ESA C (Erwin-Panofsky-Hörssal) | |
| Vorlesung (EM 2, EM 3, AM 3, AM 5, VM 1) | Beginn: 3. 4. |
| Die ersten größeren
Gesamtdarstellungen der Fotografiegeschichte in der Nachkriegszeit
(Newhall, Gernsheim) gingen ziemlich selbstverständlich von einer
durchgängigen Kunstgeschichte der Fotografie aus. Diese Perspektive
hatte die Schwierigkeit, dass große Teile vor allem der frühen
Geschichte des Mediums im Nachhinein zu künstlerisch wertvollen
Schöpfungen erklärt werden mussten. Ursprünglich waren sie aber
schlichte Auftragsarbeiten gewesen, in denen eine Ästhetik der
Fotografie, die glaubte, dass sie die Ästhetik der Fotografie besaß,
unverzichtbare Vorarbeiten erkannte, um so eine lückenlose Kette
künstlerischer Hochleistungen knüpfen zu können. Dieser Ansatz geriet
in den 70er Jahren in die Kritik. So wie sich die Kunstgeschichten der
Fotografie von den vorausgehenden Technikgeschichten der Fotografie
abgesetzt hatten, so wurde unter medien- und sozialgeschichtlichen
Vorzeichen aus der sogen. Künstlerischen Fotografie ein kleines
Kapitel, ein Nebenstrang, der schon aus Gründen der Absetzung nicht
mehr so recht beachtet werden sollte. Heute ist die Situation noch
einmal eine andere. Was man in den 70er und frühen 80er Jahren, als
sich die „neue“ Fotogeschichte etablierte, nicht so recht absehen
konnte, ist die Tatsache, dass Fotografie als künstlerisches
Ausdrucksmedium eine ungeahnte Renaissance erfuhr – nicht zuletzt dank
der Arbeit deutscher Fotografinnen und Fotografen und einiger
Institutionen. Dieser Stand macht es auf entspanntere Weise möglich,
den Beitrag der Fotografie zur allgemeinen Kunstgeschichte jenseits von
Legitimationsnöten und Abgrenzungszwängen im Überblick zu würdigen. Dieser Überblick umfasst die wichtigsten Tendenzen und Künstler/innen seit 1839. Zur Vorbereitung und begleitenden Lektüre empfehle ich dringend den Dumont-Schnellkurs Geschichte der Fotografie von Wilfried Baatz, Köln 1997, der leider vergriffen ist, aber es müsste eigentlich allen gelingen, über ZVAB, Ebay und Eurobuch.com ein Exemplar für wenige Euro zu erstehen. Leistungsnachweis: Klausur am Semesterende. |
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| Wolfgang Kemp | |
| 56.616 |
Hamburger Kunstgeschichte |
| 2st. Di 12.00-14.00, ESA W, Rm 120 | |
| Proseminar (EM 2, EM 3) | Beginn: 1. 4. |
| Die Veranstaltung richtet sich ausschließlich an Studierende im 1. bis 4. Semester. Sie dient der Einführung in die Geschichte der Künste in Hamburg und will an Einzelwerken und großen Trends, wie wir sie in Hamburg feststellen können, auch grundlegende Kenntnisse zur Kunstgeschichte allgemein vermitteln. Leistungsnachweis: Klausur am Semesterende mit abgestuften Anforderungen je nach gewünschter Punktezahl. Grundlegende Literatur: Volker Plagemann, Kunstgeschichte der Stadt Hamburg, Hamburg 1995; Hermann Hipp, Freie und Hansestadt Hamburg, Köln 1996; Ilse Möller, Hamburg, 1985 (Weitere Lit. bei Hipp und Plagemann) | |
| Sitzungsplan - 1. 4. Vorbesprechung: Literatur zum Thema - 8. 4. Museum für Hamburgische Geschichte - ein erster Überblick: Modelle der Stadtentwicklung, der Hamburger Hafen, das Hamburger Bürgerhaus. Treffen vor dem Museum - 15. 4. Ein Querschnitt durch ein Stück Hamburg. Treffen vor dem Museum für Hamburgische Geschichte - 22. 4. Stadtbaukunst am Beispiel Hamburgs - 29. 5. Hamburger Bürgerhäuser und Villen - 5. 5. Hamburger Kirchen - 20. 5. Architektur des 19. Jahrhunderts - 27. 5. Architektur des 20. Jahrhunderts - 3. 6. Malerei in Hamburg: Mittelalter bis 19. Jahrhundert - 10. 6. Malerei in Hamburg: 19. und 20. Jahrhundert - 17. 6. Skulptur und öffentliche Kunst in Hamburg - 24. 6. Institutionen der Kunstpflege in Hamburg und Etappen des Fachs Kunstgeschichte in Hamburg - 1. 7. Varia - 8. 7. Klausur |
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| Birte Kleine-Benne | |
| 56.620 | Multimediale Kopplungen netzbasierter und traditioneller Kunstformen |
| 2st. Do 12.00-14.00, ESA W, Rm 119 (am 10.4. von 16.00-18.00, Rm 120) |
|
| Seminar (AM 3, AM 4, AM 5) | Beginn |
| ggf. Links | |
| Nicht mehr nur netzgenuine Kunstproduktionen sollen im Anschluss an unser Seminar Net.art (stellt keine Teilnahmevoraussetzung dar) beschrieben, analysiert und kontextualisiert werden. Vielmehr interessieren uns hybride Formen in einem Medienverbund digitaler Daten und analoger Formen, die sich als Kopplungskonstruktionen sowohl im Netz als auch in realen Welten aufhalten. Unsere besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Schnittstelle On-/Offline, um uns sukzessiv dem Phänomen der Vernetzung zu nähern. Nicht Medienbrüche, sondern Medienkombinationen, so die zu prüfende Ausgangsthese, provozieren aktuell modifizierte Kunstdefinitionen. Künstler, die ab Mitte der neunziger Jahre das Internet in ihre Praxis einbeziehen und Medienkopplungen vornehmen, arbeiten nicht ohne kunstgeschichtliche Anbindung: Ende der fünfziger, Anfang der sechziger Jahre integrierten César, Vostell und Wesselmann funktionstüchtige Fernseher in ihre Bilder und Skulpturen, bevor in den sechziger Jahren Huebler, Barry und de Maria Druck, Post und Telefon kombinierten und Ende der sechziger Jahre dann Kraynik und Ito Medienperformances im urbanen Raum inszenierten. Die Entwicklung der Kommunikationsnetze lieferte fortan weitere Möglichkeiten, Medien und Genres zu multimedialen und multilokalen Formen zu vernetzen, die nicht selten die Grenzen von Kunst zur Wissenschaft oder zu sozialem und politischem Engagement überschreiten. Einige Beispiele: Ken Goldbergs „Telegarden“, installiert im Linzer Ars Electronica Center, wurde zwischen 1995 und 2004 von 9 000 Teilnehmern in kollektiver Online-Gartenarbeit über das Netz bewirtschaftet. Rafael Lozano-Hemmers Lichtskulptur „Vectorial Elevation“ verwandelte den Zócalo Square in Mexiko-Stadt 1999/2000 durch achtzehn vor Ort installierte und im Netz dirigierbare Scheinwerfer in eine relationale Architektur. Ricardo Basbaums Handlungsfeld „Would you like to participate in an artistic experience?“ nutzt seit 1994 das Vernetzungsprinzip des Internets zur Organisation der sozialen Plastik und um ein multifunktionales Ready-made in bemaltem Stahl und unlimitierter Auflage in Umlauf zu bringen. Die situationistische Performance „Nike Ground“ von 01.org verkündete 2003 mit Webgemälde in Nike-Ästhetik und reisender Infobox, künftig würden ausgewählte Plätze etwa in Wien, Tokio oder Syndney in Nikeplatz umbenannt und mit Logo-Monumenten in rotem Stahl ausgestattet. | |
Weiterführende Weblinks, Literaturhinweise und Informationen: http://www.bkb.eyes2k.net/uniHH08.html |
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| Gisela Möller | |
| 56.623 |
Design der Avantgarde: Bauhaus und Art Deco |
| 2st. Einf. am Fr. 25.4., 14.00-17.00, Rm 120, Blockveranstaltungen am : Sa 21.6., 10.00-17.00, Sa 28.6., Ort / Berlin Sa 5.7., 10.00-17.00, | |
| Seminar (EM 3, AM 3, AM 5) | |
| Das Seminar führt in das
Design der 1920er Jahre ein, das einen Höhepunkt in der Entwicklung des
Designs im 20. Jahrhundert bildet. Es sollen die zwei Eckpfeiler dieses
Jahrzehnts gegenübergestellt werden, das Bauhaus in Deutschland und die
Art Deco in Frankreich, die für die Positionen Funktionalismus und
Einfachheit sowie Luxuskunst und kostbare Materialien stehen. Am
Bauhaus in Weimar, das 1919 gegründet wurde, entwarf unter dem Direktor
Walter Gropius in der Möbelwerkstatt Marcel Breuer seinen Lattenstuhl,
in der Metallwerkstatt Marianne Brand ihre stereometrischen Teeservice
und Wilhelm Wagenfeld seine Bauhauslampe, in der Töpferei entstanden
konstruktive Gefäßkörper und in der Weberei Textilien mit abstrakten
Dekoren. Ab 1925 setzte das Bauhaus in Dessau unter der neuen Devise
Kunst und Technik eine Einheit Maßstäbe in der industriellen
Formgestaltung mit den zukunftsweisenden Stahlrohrmöbeln, Lampen und
der Bauhaustapete. Daneben existierte der Bereich der Möbel für die
Wohnung für das Existenzminimum unter dem neuen Direktorat von Hannes
Meyer. Die Ausstellung „Exposition Internationale des Arts Décoratifs et Industrielle Modernes“ in Paris 1925 gab dem Design in Frankreich den Namen Art Déco. Im Möbel knüpften Emile-Jacques Ruhlmann, Pierre Chareau, Jean Dunand und André Groult an die französische Tradition an, während Robert Mallet Stevens, René Herbst, Jean Prouvé, Eileen Gray ebenso wie Le Corbusier und Charlotte Perriand die moderne Richtung vertraten und neue Materialien einsetzten. Protagonist im Silberdesign war Jean Puiforcat, im Glasdesign René Lalique Das Seminar fragt nach den charakteristischen Gestaltungsmitteln von Bauhaus und Art Deco, nach Unterschieden und Gemeinsamkeiten. Es werden die Hauptvertreter behandelt sowie die Materialgattungen Möbel, Keramik, Silber, Schmuck, Glas und Textilien an ausgewählten Beispielen betrachtet werden. Das Seminar findet im Seminarraum und vor Originalen im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg und im Bauhaus-Archiv Berlin statt. |
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| Einführende Literatur: Jean-Paul Bouillon, Art Déco 1903-1940. Genf 1989; Pierre Kjellberg, Art Déco. Les maîtres du mobilier . Le décor des paquebots. 2. Aufl. Paris 2000; Paul Maenz, Art Déco 1920-1940. Köln 1974, 5. Aufl. 1990; Magdalena Droste, Bauhaus 1919-1933. Köln 1990; Jeannine Fiedler, Peter Feierabend (Hrsg.), Bauhaus. Köln 1999; Hans Maria Wingler, Das Bauhaus. Weimar Dessau Berlin 1919-1933 und die Nachfolge in Chicago seit 1937. 2., erw. Aufl., Köln 2000 |
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| Saskia Pütz | |
| 56.613 |
Einführung in die Nutzung digitaler Medien in der Kunstgeschichte |
| 2st. Do 16.00-18.00, ESA W, Rm 119 | |
| Proseminar (EM2, ABK I) | Beginn: 3. April |
| Digitale Medien sind wichtige
Hilfsmittel für das wissenschaftliche Arbeiten in der Kunstgeschichte –
wenn man sie richtig zu verwenden weiß. Das Überangebot an
Informationen im Internet, komplexe Bildbearbeitungsprogramme oder die
technischen Möglichkeiten von Präsentations- und Kommunikationssoftware
sind jedoch für ungeübte Nutzer oft unübersichtlich. Im Seminar wird
das Recherchieren, Bearbeiten, Verwalten und Präsentieren mit digitalen
Medien vorgestellt und geübt. Die Studierenden sollen am Ende
fachspezifische Ressourcen im Internet sowie geeignete Software für das
Sammeln, Aufbereiten und Präsentieren von Material einschätzen und für
die wissenschaftliche Arbeit sinnvoll einsetzen können. Teilnahmebedingung ist die Bereitschaft zur Arbeit mit digitalen Medien. Materialien und Arbeitsergebnisse werden über die Kommunikationsplattform CommSy (http://www.agoracommsy.uni-hamburg.de/) zur Verfügung gestellt. |
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| Einführende Literatur: Kohle, Hubertus (Hg.): Kunstgeschichte digital. Eine Einführung für Praktiker und Studierende, Berlin 1997. | |
| Teilnehmerbeschränkung: max. 20 Teilnehmer | |
| Saskia Pütz | |
| 56.614 |
Einführung in die Bildkünste unter besonderer Berücksichtigung digitaler Medien |
| 2st. Mi 10.00-12.00, ESA W, Rm 119 | |
| Proseminar (EM 2, ABK I) | Beginn: 2. April |
| Das Seminar bietet einen Einblick in die Bildkünste von frühchristlichen Apsisprogrammen über gotische Kathedralausstattungen bis zu Industrialdesign und zeitgenössischer Objektkunst unter der besonderen Fragestellung der Funktion. Als verbindliche Grundlage dient das Internet-Lernprogramm „Geschichte der Kunst im Wandel ihrer Funktionen“, kurz „Kunst und Funktion“ genannt, aus dem eine Auswahl an Lektionen in den wöchentlichen Seminarsitzungen diskutiert und vertieft wird. Ziel des Seminars ist neben dem Überblick die Entwicklung und Übung problemorientierter Fragestellungen in Hinblick auf die künstlerischen Objekte und ihre Bedingungen. Gleichzeitig werden relevante Internetquellen zu den jeweiligen Themen vorgestellt. Teilnahmebedingung ist die Bereitschaft zur wöchentlichen Lektüre jeweils einer Lektion des Programms. Die Vergabe der Leistungsnachweise erfolgt über eine Klausur am Ende des Semesters. Weiterführende Materialien und Übungsaufgaben werden über die Kommunikationsplattform CommSy (http://www.agoracommsy.uni-hamburg.de/) zur Verfügung gestellt. | |
| Material: „Kunst und Funktion“ URL: http://www.kunst-und-funktion.de/ | |
| Für Studierende ohne geeignete technische Ausrüstung stehen in Raum 218 Computer zur Verfügung. | |
| Saskia Pütz | |
| 56.626 |
Malerei der Romantik (mit Einführung in die Internetrecherche) |
| 2st. Do 12.00-14.00, ESA W, Rm 120 ( am 10.4. in Rm 119) | |
| Seminar (AM 3, ABK I) | Beginn 3. April |
| Der Begriff „Romantik“ ist sehr weit und für die Kennzeichnung einer spezifischen Kunstepoche problematisch, da einheitliche Kriterien dafür kaum zu bestimmen sind. An ausgewählten Beispielen aus der Zeit von 1795 bis 1848 soll ein Überblick über die Entwicklungen und Tendenzen der als „romantisch“ bezeichneten Malerei dieser Zeit gewonnen werden. Es werden primär die Werke in den Blick genommen, die die zeitgenössische Diskussion in Deutschland bestimmt haben. Ausgehend von den Werken sollen verschiedene Bereiche erschlossen werden, wie Darstellungsmittel, neue Themen und inhaltliche Konzepte, die gesellschaftliche und politische Situation sowie insbesondere die Wechselwirkungen mit der zeitgenössischen Kunstkritik und beginnenden Kunstgeschichtsschreibung. | |
| Im Hinblick auf das
Seminarthema werden nützliche Quellen für die Recherche im Internet
vorgestellt (Datenbanken, E-Journals, Themenportale, Websites von
Institutionen etc.). Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den
Präsentationen der Studierenden, die in digitaler Form auszuführen sind. Teilnahmebedingung ist die Übernahme eines Referats, dessen Präsentation digital unterstützt werden muss. Materialien werden über die Kommunikationsplattform CommSy (http://www.agoracommsy.uni-hamburg.de/) zur Verfügung gestellt. |
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| Einführende Literatur: Helmut Börsch-Supan: Die Deutsche Malerei von Anton Graff bis Hans von Marées 1760-1870, München 1988; Werner Busch, Wolfgang Beyrodt (Hg.): Kunsttheorie und Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Bd. 1: Kunsttheorie und Malerei, Kunstwissenschaft. Stuttgart 1982; Werner Busch: Das sentimentalische Bild. Die Krise der Kunst im 18. Jahrhundert und die Geburt der Moderne, München 1993; Mitchell B. Frank: German Romantic Painting Redefined. Nazarene Tradition and the Narratives of Romanticism, London 2001; Jens Christian Jensen: Malerei der Romantik in Deutschland. Köln 1985; Klaus Lankheit, Revolution und Restauration 1785-1855, Köln 1988; Hans Joachim Neidhardt: Deutsche Malerei im 19. Jahrhundert. Leipzig 1990. |
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| Saskia Pütz | |
| 56.627 |
Digitale Bildbearbeitungs- und Präsentationstechniken |
| Block I Freitag, 4.4. 14-18 Uhr Samstag, 5.4. 10-18 Uhr Block II Freitag, 23.5. 14-18 Uhr Samstag 24.5. 10-18 Uhr | |
| 2st. Blockseminar (ABK I / ABK III) | |
| Digitale Techniken können die Veröffentlichung und Präsentation kunsthistorischer Arbeiten erheblich erleichtern oder aber verheerende Folgen haben. Um mit geeigneter Software sicher und sinnvoll umgehen zu können, wird die digitale Bearbeitung und Archivierung von Bildmaterial sowie die Aufbereitung und Präsentation kunsthistorischer Referate praktisch geübt. Die Übung richtet sich hauptsächlich an fortgeschrittene Studierende der BA- und Magisterstudiengänge, steht aber prinzipiell allen Interessierten offen. Teilnahmebedingung ist die Bereitschaft zur Arbeit mit digitalen Medien und die Präsentation einer eigenen wissenschaftlicher Arbeit (dabei kann es sich um ein frei gewähltes Thema oder beispielsweise auch Teile der BA- oder Magisterarbeit handeln). | |
| Materialien werden über die Kommunikationsplattform CommSy (http://www.agoracommsy.uni-hamburg.de/) zur Verfügung gestellt. Teilnehmerbeschränkung: max. 20 Teilnehmer |
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| Hanno Rauterberg | |
| 56.622 |
Seminar entfällt !! |
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| Seminar (AM3, AM5) | |
| Vieles veränderte sich im 18.
Jahrhundert: Die ersten öffentlichen Museen entstanden, erstmals gab es
regelmäßig große Ausstellungen, die für die Öffentlichkeit zugänglich
waren und gut besucht wurden. Neu war auch die rege Diskussion: Die
Zeitungen und Magazine veröffentlichten erste Rezensionen, der Beruf
des Kritikers entstand, und zum Entsetzen vieler Experten kam das
Laienurteil in Mode. Bald meinte ein jeder, sich ein eigenes Urteil
zutrauen zu dürfen, was nicht ohne Folgen blieb. Das Selbstverständnis
der Künstler wandelte sich ebenso wie die allgemeine Wahrnehmung ihrer
Werke, letztlich wandelten sich auch ihre Bilder und Skulpturen. Man
könnte sagen: Erst durch die Kritik entstand jene Vorstellung von
Kunst, wie wir sie heute kennen. Das Seminar soll dieser Entstehungsgeschichte nachgehen. Es fragt nach der Motivation und den Absichten der Kritiker, nach ihren divergierenden Wertvorstellungen und Kunstidealen. Im Mittelpunkt stehen daher Textanalyse und ideengeschichtliche Herleitung. Von den Seminarteilnehmern wird erwartet, dass sie eigenständig und bereits bis Mitte März ein eigenes Referatsthema vorschlagen. Dafür bieten sich zwei Möglichkeiten an: Zum einen kann sich jeder ein Kunstwerk seiner Wahl aussuchen, das zwischen 1750 und 1850 entstanden sein sollte und in der zeitgenössischen Kritik eingehend diskutiert wurde, etwa Davids „Schwur der Horatier“ oder Friedrichs „Tetschener Altar“. Die andere Möglichkeit besteht darin, sich jenseits des Einzelbeispiels den um 1800 besonders beliebten Erwartungen an die Kunst zu widmen und die Herkunft und Bedeutung einzelner, häufig verwendeter Begriffe zu untersuchen, etwas den „Geschmack“, das „Erhabene“, das „Pittoreske“, das „Genie“ oder das „Schöne“. Erwünscht ist auch ein einführendes Referat zur Geschichte der Kunstkritik, zur Rolle und Bedeutung der Akademien wie zur besonderen Bedeutung der Kritiker Diderot und Baudelaire. Hinweise: Eine schriftliche Hausarbeit wird nicht erwartet, dafür zählen das mündliche Referat und die regelmäßige und rege Anteilnahme an den Seminarstunden für einen benoteten Leistungsnachweis umso mehr. Nochmals: Der Themenvorschlag muss zwingend bis Mitte März ausgearbeitet sein und mir vorliegen (rauterberg@zeit.de; Betreff: Seminar) Für einen unbenoteten Leistungsnachweis (BA-Studiengang) genügt es, für eine Sitzung ein Stundenprotokoll anzufertigen. |
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Literatur:
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| Charlotte Schoell-Glass | |
| 56.615 | Einführung in die Ikonographie |
| 2st. Di 10.00-12.00, ESA W, Rm 120 | |
| Proseminar (EM 2, EM 3) | Beginn |
| Ikonographie, die Lehre von den Bildinhalten, und Ikonologie, die Lehre von den Bildbedeutungen, gehören zu den zentralen Methoden der Kunstgeschichte, aber auch zum selbstverständlichen Handwerkszeug des Faches. Das Seminar führt auf drei Ebenen in die Materie ein: Erstens werden wir die wichtigsten Sachbereiche kennenlernen (christliche Ikonographie – Altes und Neues Testament, Heilige sowie Typologie; profane Ikonographie –Mythologie, Alte Geschichte – sowie verschiedene Sondergebiete seit dem 17. Jahrhundert); auch die Frage nach dem Ort der Bilder (wo sind welche Themen zu erwarten?) wird uns beschäftigen. Zweitens werden wir wichtige Texte zur ikonographischen Methode lesen, u.a. von Erwin Panofsky; und drittens werden wir die Kritik der Ikonologie, die in den letzten ca 15 Jahren formuliert wurde, in Auszügen lesen und diskutieren. | |
| ggf. Links | |
| Hinweise: Die Einführung ist für Studierende bis zum 5. Semester gedacht. Gute Englischkennt¬nisse werden vorausgesetzt. Das Seminar endet in der vorletzten Semesterwoche mit der Sitzung am 1. Juli, an der eine Klausur geschrieben wird, die Grundlage für den Leistungsnachweis ist. Am Samstag, dem 24. Mai, 14-17 Uhr, ist ein Besuch der Kunsthalle vorgesehen, der als Bestandteil des Seminars anzusehen ist. | |
Literatur:
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| Charlotte Schoell-Glass | |
| 56.628 | Das Klassische: Poussin und die Seinen |
| 2st. Do 14.00-16.00, ESA W, Rm 119 | |
| Hauptseminar (VM 1) | Beginn |
| Das Werk des Nicolas Poussin (1594-1665), des Franzosen, der weit überwiegend in Rom arbeitete und lebte, gehört zum zentralen Kanon der europäischen Kunstgeschichte. Sein umfangreiches Werk ist in den großen Museen der Welt vertreten, seine Wirkung auf die „klassische“ französische Malerei war enorm, seine unumstrittene Bedeutung hat eine ebenso umfangreiche wie hochinteressante Forschungsliteratur hervorgebracht. Auch zeitgenössische Quellen bieten wichtige Kommentare zu Poussin und seinen Bildern (z.B. Félibien, LeBrun). Das Seminar für Studierende ab dem 5. Semester wird in das Werk Poussins einführen, aber vor allem auch auf die im Zusammenhang mit diesem Oeuvre aufgeworfenen Forschungsfragen eingehen: Wie sah das Umfeld des Künstlers aus (Sammler, Mäzene), welche Rolle spielte die Zeichnung im Werkprozess? Welche Bedeutung hat das Studium und die Rezeption der Antike für den Künstler? Was zeichnet eine gelungene Historie aus? Was hat es mit der Repräsentation auf sich? Die Organisation des Seminars hängt von der endgültigen Teilnahmerzahl ab. Von den Teilnehmern wird erwartet, dass sie je ein wichtiges Werk oder eine Werkgruppe zur gründlichen Analyse übernehmen sowie je einen Text, einen Aufsatz oder ein Buchkapitel im Seminar vorstellen. | |
| ggf. Links | |
| Hinweise: Das Seminar endet in der vorletzten Semesterwoche mit der Sitzung am 3. Juli. Ich schlage (für den Juni) eine ein- bis zweitägige Exkursion nach Berlin und/oder Dresden vor, damit wir auch einige Originale zu Gesicht bekommen. Für den Leistungsnachweis ist ein Referat, die Textvorstellung sowie eine Hausarbeit von maximal 15 Seiten erforderlich. Zu Beginn des Semesters werden Referats- und Literaturlisten in den Virtuellen Semesterapparat eingestellt. |
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| Literatur: Zur Vorbereitung wäre die Lektür des Eintrags im Grove Dictionary of Art, Bd. 25, s.v. Poussin, 385-398, nützlich, der einen guten Überblick gibt. |
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| Peter Stepan | |
| 56.621 |
Einführung in die Kunstgeschichte Afrikas |
| Blockveranstaltung Fr. 30.5., 14.00-19.00 Sa. 31.5., 10.00-18.00 So. 1.6., 10.00-17.00 Mo. 2.6., 12.00-14.00 ESA W, Rm 120 |
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| Seminar (EM2, AM2, AM3, AM5) | |
| Das Seminar eröffnet eine
Möglichkeit, über den Tellerrand einer weitgehend von der Betrachtung
der europäischen Antike und italienischen Kunst beherrschten
Kunstgeschichte zu blicken. Die Kunst in Afrika, seit den Tagen der
frühen Moderne für viele westliche Künstler ein entscheidender
Impulsgeber, bedeutet für Kunsthistoriker eine große Herausforderung,
müssen sie doch das gesicherte Terrain ihrer bisherigen kulturellen,
religiösen und visuellen Erfahrungen verlassen und sich auf eine „terra
incognita“ einlassen. Die meisten schrecken davor zurück: einer der
Gründe, warum es um die Kunstethnologie und den Afrika-Diskurs in der
Kunstgeschichte in Deutschland so schlecht bestellt ist. Das Seminar sucht einen Gesamtüberblick über die Kunst in Afrika zu vermitteln, beginnend mit den archäologisch fassbaren Kulturen von Nok und Sokoto in Alt-Nigeria (5. Jh. v. Chr.), über die Kunst des Königreichs von Aksum in Äthiopien, der Tellem und Dogon in Westafrika bis hin zu den Kulturen von Ife und Benin oder der Hofkünste der Ashanti, des Kameruner Graslandes, der Kuba, Luba und Lunda. Die Felszeichnungen in der Sahara und in Südafrika werden ebenso angesprochen wie die Masken- und Figurenkunst der bäuerlichen Kulturen. Die Einflüsse von Islamisierung und Christianisierung auf die Kunst werden ebenso zu betrachten sein wie die Auswirkungen der Kolonialisierung im Anschluss an die Berliner Kongo-Konferenz. Stets werden die Bezüge zur Rezeption afrikanischer (und ozeanischer) Kunst in Europa mitberücksichtigt, beginnend bei den afro-portugiesischen Elfenbeinen des 16. und 17. Jahrhunderts, über die Colon-Kunst bis hin zum „Primitivismus“ in der Kunst des 20. Jahrhunderts, der am Ende des Seminars ausführlich behandelt wird. |
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| Monika Wagner | |
| 56.607 |
Kunsttransfer. Zur Geschichte der Biennale in Venedig |
| 2st. Mo 10.00-12.00, ESA W, Rm 119 | |
| Seminar (EM 2, EM 3, AM 3) | Beginn |
| Mit Ausnahme der Zeit während
der beiden Weltkriege findet die Biennale seit 1895 alle zwei Jahre in
Venedig statt. Das Interesse an einer Ausstellung „internationaler
Kunst“ kontrastierte von Anfang an mit dem Konzept der Präsentation in
einzelnen nationalen Pavillons, das sich an der Leistungsschau der
Nationen in den Weltausstellungen des 19. Jahrhunderts orientierte. Das
Seminar befasst sich sowohl mit einzelnen Pavillonbauten und ihren
stilistisch unterschiedlichen Programmen als auch um die Politik einer
repräsentativen Auswahl von Exponaten. Im Zusammenhang mit sich
verändernden Ausstellungskonzepten ist zu erörtern, in wieweit die
Biennale Plattform für den Transfer und den Austausch einzelner
Kunstrichtungen ist, für welche die Pavillons nur noch den
folkloristischen Rahmen abgeben. Besondere Beachtung werden die
Umbaugeschichte des Deutschen Pavillons und diejenigen künstlerischen
Beiträge finden, die auf den Bau und seinen Ort Bezug nahmen. Teilnahmebedingungen: Erwartet wird die Übernahme kurzer Referate, die z.T. Teamarbeit erfordern. Die „erfolgreiche Teilnahme“ kann in einer Abschlußklausur nachgewiesen werden. |
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| Literatur: Lawrence Alloway: The Venice Biennale 1895-1968, London 1968. Laszlo Glozer (Hg.): Garten der Künste. Hundert Jahre Biennale, Jahresring 42, 1995. Ursula Zeller: Die deutschen Beiträge zur Biennale Venedig 1895-2007, Köln 2007. Weitere Literatur finden Sie im Seminarapparat. Aufsätze, die als Seminargrundlage dienen und von allen TeilnehmerInnen zu lesen sind, finden Sie im virtuellen Semesterapparat (so die Einstiegslektüre: Jan Andreas May: La Biennale die Venezia. Eine Ausstellungsinstitution im Wandel der Zeit, in: Zeller 2007, S. 17-32.). |
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| Monika Wagner | |
| 56.610 |
Dekadenz und Revitalisierung: Vom Impressionismus zum Expressionismus |
| 2st Di 16.00-18.00, ESA C (Erwin-Panofsky-Hörsaal) | |
| Vorlesung (EM 2, EM 3, AM 3, VM 1) | Beginn: 1.4. |
| In der Vorlesung geht es um die zentralen Veränderungen in der Malerei und Skulptur zwischen zirka 1860 und 1920. In dieser Umbruchzeit formierten sich in rascher Folge Kunstformen der Moderne, welche die Präsentationsformen wie den Kunstbetrieb insgesamt veränderten. In der künstlerischen Rezeption wie in der Kritik der verschiedenen Kunstrichtungen spielten nationale Abgrenzungen insbesondere zwischen Frankreich und Deutschland eine Rolle, so daß der Impressionismus als Ausdruck einer physiologisch begründeten, großstädtischen Wahrnehmung ebenso gefeiert wie als Ausdruck der Überfeinerung und Dekadenz kritisiert werden konnte. Die unterschiedlich ausfallenden Gegenentwürfe und Strategien zur Revitalisierung der Künste führten zur Neuentdeckung ganz verschieden begründeter Vorstellungen von „Ursprünglichkeit“ und lenkten den Blick schließlich aus seiner eurozentrischen Begrenzung auf die Potenziale der Stammeskulturen. | |
| ggf. Email | ggf. Links |
| Die „erfolgreiche Teilnahme“ kann durch eine Abschlußklausur nachgewiesen werden. | |
| Monika Wagner | |
| 56.609 |
Miniaturisierung. Vom Landschaftsgarten bis Las Vegas |
| 2st. Mo 16.00-18.00, ESA W, Rm 120 | |
| Hauptseminar (VM 1) | Beginn: 7.4 |
| Miniaturisierung steht für ein heute nahezu ubiquitäres Verfahren, sich die Welt in verschiedenen Medien „geschrumpft“ verfügbar zu machen. Die Devise „it’s a small world“ wurde nicht erst von Walt Disney zu einem Erfolgsrezept entwickelt, sondern bereits im Englischen Landschaftsgarten des 18. Jahrhunderts realisiert. Zwar lassen sich auch das Theater oder auch Bilder als Miniaturen verstehen, doch steht im Seminar in erster Linie die Miniaturisierung in architektonischen und landschaftsgärtnerischen Bereichen zur Debatte. Damit sind jedoch nicht kleine Formate, nicht architektonische Modelle im Sinne von Entwürfen gemeint. Gegenstand des Seminars ist vielmehr das umgekehrte Verfahren, das Große zu verkleinern, sich Modelle durch Komprimierung und Miniaturisierung von etwas Größerem zu verschaffen. Aufgrund der Literaturlage – es fehlen übergreifende Darstellungen - ist von allen Seminarteilnehmern die Lektüre von Aufsätzen zu den Themenbereichen Englischer Garten / Weltausstellung / Las Vegas/ Themenparks erforderlich. | |
| 7.4. Einführung 14.4. Einführung: Puppenhäuser versus Architekturmodelle 21.4. /28.4. Miniaturarchitekturen im Englischen Garten 5.5./ 19.5. Weltausstellungen: „Kairo“ / „Schweizer Dorf“ 26.5./ 2.6. Disneyland 9.6./16.6. Themenkomplexe in Las Vegas 23.6. Themenparks 30.6. Die Shopping Mall als kleine Stadt 7.7. Filmarchitektur |
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| Literatur zu den einzelnen Themenkomplexen finden Sie im Seminarapparat und im virtuellen Semesterapparat. | |
| Monika Wagner | |
| 56.617 | Poetik und Politik der Metallbearbeitung I / 19. Jhd. |
| 2st Di 12.00-14.00, ESA W Rm 119 | |
| Seminar (AM 3, AM 5) | (in Verbindung mit „Poetik und Politik der Metallverarbeitung II / 20. Jhd“) |
| Auf der Pariser
Weltausstellung von 1937 hielt der stählerne Arbeiter, der neben einer
Bäuerin auf dem Dach des sowjetischen Pavillons triumphierte, einen
Hammer in der Hand. Warum einen Hammer, und nicht etwa eine
Bohrmaschine? Warum ein einfaches Werkzeug, im Zeitalter der forcierten
Industrialisierung? Das Seminar möchte nach den poetischen und politischen Bedeutungen fragen, welche der Bearbeitung des Metalls im 19. und 20. Jh. zugetraut wurden. Die singulären technischen und sozialen Umwälzungen dieser Zeit haben den Arbeitsalltag Hunderttausender geprägt. Sie haben auch die Künstler und die Kritiker fasziniert, sei es, dass sie sich leidenschaftlich für eine Politik des Künstlerischen engagierten, die zugleich kritisch und utopisch war, oder auch, dass sie sich für die neuen Produktionsweisen begeisterten, deren poetische Kraft innovative Werke inspirierte. Sowohl tradierte Materialien, wie Bronze oder Eisen, als auch die neuen Erzeugnisse der chemischen Wissenschaft, wie das Gusseisen, das Aluminium oder das Verfahren der Galvanoplastik, sollen in den Blick genommen werden. Die Objekte selbst, aber auch die Fabrikationsorte und die Rezeptionskontexte wie etwa die Weltausstellungen, sowie die Kunsttheorie und die Kunstkritik, werden die Gegenstände unserer Arbeit bilden. |
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| Literatur wird im Seminarapparat in der Bibliothek und im virtuellen Seminarapparat zur Verfügung gestellt. | |
| Isabella Woldt | |
| 56.624 |
Aby Warburg, die “Hamburger Schule” und die Grundlegung der modernen Bildwissenschaft |
| 2st. Do 14.00-16.00, Warburg-Haus, Lesesaal | |
| Seminar (AM 3, AM 5) | Beginn: 3.4 |
| Schon seit einigen Jahren
setzt sich die Kunstgeschichte mit der an sie herangetragenen
Herausforderung, sich als »paradigmatische Bildwissenschaft« zu
verstehen, auseinander. Hierzu trägt bei, dass die Arbeit des Hamburger
Kunst- und Kulturwissenschaftlers Aby M. Warburg (1861-1929) immer
häufiger als Begründung der modernen Bildwissenschaft angesehen wird. Wir wollen im Seminar der Sache auf den Grund gehen und uns mit Warburgs Umgang mit dem Bild – das in dem unvollendet gebliebenen Bilderatlas MNEMOSYNE kulminierte, befassen. Dabei wird es von grundlegender Bedeutung sein, sich die Frage zu stellen, was man unter einem »Bild« im Rahmen der kunsthistorischen Arbeit zu verstehen hat und was hat Warburg zu diesem Verständnis schon am Beginn des 20. Jh. beigetragen. Einen wesentlichen Teil des Seminars wird zugleich auch der Blick auf Warburgs Wissenschaftskreis – E. Panofsky, F. Saxl, E. Wind, E. Cassirer u.a., bilden - welche Rolle haben diese Wissenschaftler und die wissenschaftliche Interdisziplinarität bei der Herausbildung von Warburgs Ideen und seiner Arbeitsmethode gespielt. In diesem Kontext wollen wir uns schließlich mit dem Thema Bildwissenschaft heute auseinandersetzen und nach der Relevanz solcher Termini wie »Iconic« oder »Pictorial Turn« für die Kunstgeschichte fragen. |
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| Von den Teilnehmern des Seminars erwarte ich aktive Mitarbeit während der Sitzungen und die Vorbereitung einer mündlichen Präsentation. Zum Erwerb eines Seminarscheins wird schließlich eine erfolgreich abgefasste Klausur, die in der letzten Sitzung statt finden wird, notwendig sein. | |
Literatur zur Einführung:
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| Martina Sitt / Susanne Lamprecht |
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| „Hamburger Geschichtsbilder“ – „Erinnerungskultur/-kunst“und „Geschichtsmalerei“ – Hamburger und ihre Geschichte in Kunst und Texten | |
| Do, 14-tägig, 16.00-19.00, Hamburger Kunsthalle | |
| interdisz. Seminar in Kooperation mit dem Historischen Seminar |
Beginn: 10.4. |
| Das interdisziplinäre Seminar, das im Rahmen der Hundertjahrfeier des Historischen Seminars gemeinsam von PD Dr. Martina Sitt (Leiterin der Galerie Alte Meister, Hamburger Kunsthalle) und Dr. Susanne Lachenicht (Historisches Seminar, Universität Hamburg) geleitet werden wird, bietet eine Einführung in die Hamburger Geschichte, einen Überblick über die Methoden der Bildinterpretation sowie deren Anwendung als auch einen Einblick in neueste Überlegungen zum Verhältnis von Geschichtswissenschaft und Erinnerungskultur. Am Beispiel von zum Teil nicht der Öffentlichkeit zugänglichen Kunstwerken der Hamburger Kunsthalle soll Kunst als Mittel zur scheinbar objektiven „Dokumentation“ von historischen Ereignissen bzw. der Bedeutung von Persönlichkeiten der Hamburger Geschichte hinterfragt und interpretiert werden: Wer nutzt Kunst als Medium der Erinnerungskultur? Welche Mittel führen dazu, letztlich ein spezifisches, oft einseitiges Bild von historischen Ereignissen und Persönlichkeiten zu vermitteln? Wie werden diese genutzt? Und welche Unterschiede in Intentionen, Darstellung und Wirkung ergeben sich in Anbetracht von Kunst als historischer Quelle, als Dokument im Vergleich zu der Auseinandersetzung mit den Textquellen? Welche Unterschiede ergeben sich für Kunsthistoriker und Historiker im Umgang mit Kunst als Quelle und Dokumente von Erinnerungskultur und historischen Wissenschaften? | |
| Leistungsnachweise: Kurzreferat/Bildinterpretation und Hausarbeit. | |
Literatur zur Einführung:
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