| Nadine Mühle | |
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| Grundlagentutorium | |
| 2 SWS / Donnerstag 17.00-19.00 Uhr / Raum 109 | erste Sitzung am 05.04.2007 |
| Das Grundlagentutorium kann von Studenten im Grund- und Hauptstudium besucht werden und soll zur Vertiefung des allgemeinen kunstgeschichtlichen Fachwissens dienen. Dabei steht die Lektüre von bedeutenden kunstwissenschaftlichen Texten, beziehungsweise die Auseinandersetzung mit verschiedenen methodischen Ansätzen und Problematiken im Mittelpunkt, aber auch grundlegende Arbeitstechniken und Fachtermini werden eine wichtige Rolle spielen. Die gemeinsame Arbeit im Tutorium wird hauptsächlich aus Diskussionen, Textbesprechungen und Buchvorstellungen bestehen, aber auch Bildanalysen und Beschreibungen werden einfließen. Natürlich sollte jeder Teilnehmer auch einen kleinen Beitrag als Einstieg in die jeweilige Sitzung übernehmen. | |
| Wolfgang Kemp | |
| 09.600 | Orientierungseinheit für StudienanfängerInnen |
| 26.-30.03.2007 KunstgS, ESA W s. Aushang | |
| Wolfgang Kemp | |
| 09.601 | Begleitseminar zur Orientierungseinheit (nur für Studienanfänger/innen) |
| 2st. Mo 10.00 – 12.00 ESA W 119 | |
| 02.04.2007 |
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Die Orientierungseinheit ist ausschließlich für Erstsemester im Hauptfach zugelassen. Diese OE wird vielleicht die letzte des Magisterstudiengangs Kunstgeschichte sein. Es ist gedacht, den Übergang vom alten zum neuen Studiengang Bachelor sozusagen praktisch zu gestalten: Zu den neuen Merkmalen des Bachelor-Studiums werden sehr viel stärker formatierte Studieneinheiten gehören, die sich im regelmäßigen Abstand wiederholen. Im Begleitseminar wollen wir Elemente einer solchen Einheit bearbeiten und für die Verwendung als E-learning- Modul einrichten. Es geht um die Architekturgeschichte der Stadt Hamburg und erst einmal um überschaubare Kategorien wie „Die Fassade“ oder „Der architektonische Typus“. Die Teilnehmerinnen sollen sich die Grundbegriffe und die wesentlichen Analysekategorien der Architekturgeschichte aneignen und ihre Lernerfahrungen produktiv bei der Erstellung von Lehrmaterialien nutzen. Lehr- und Lernformen: Studium von Grundlagentexten, Begehungen, exemplarische Analysen in schriftlicher und mündlicher Form, Fortsetzung der Seminararbeit in Gruppen, Ausarbeitung von Texten etc. |
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| Monika Wagner | |
| 09.603 | Mittel des Sichtbarmachens: Fernsicht, Nahsicht, Sektion, Projektion... |
| 3st. Di 10.15-12.45, ESA W, Rm 120 | |
| Beginn: 10. 04 | |
| Das Seminar befasst sich mit grundlegenden visuellen Strategien, Techniken und Medien, die entwickelt wurden, um ein Phänomen oder Wissen, das sich der unmittelbaren Anschauung entzieht, in den Bereich der Sichtbarkeit zu bringen. Es sollen unterschiedliche Medien und Techniken (Schnitt, Aufsicht, Nahsicht, Fernsicht, Tableau, Panorama, Lichtbild usw.) untersucht werden, um mögliche Funktionen der jeweils erzeugten Art der Sichtbarkeit näher bestimmen zu können. Es geht also um die Frage, wie, in welchen Kontexten und zu welchen Zwecken Unanschauliches, dem Blick Entzogenes oder Unsichtbares visualisiert wurde und inwieweit das Bild selbst als Erkenntnismodus anzusehen ist. Unterschiedliche Abstraktionsverfahren werden dabei ebenso zu berücksichtigen sein wie das gewählte Medium als selbständiges Bild oder als Illustration anzusehen ist. | |
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Einstiegslektüre: Martin Kemp: Temples of the Body and Temples of the Cosmos: Vision and Visualization in the Vesalian and Copernican Revolutions, in: Picturing Knowledge, hg. Von Brian S. Baigrie, Toronto, Buffalo, London 1996, S. 40-85. Als PDF abrufbar im Virtuellen Semesterapparat HIER |
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| Uwe Fleckner | |
| 09.604 | Kunst im öffentlichen Raum - Das Beispiel Hamburg |
| 2 st. Mo 14-16 Uhr, Rm 109 | |
| Seminar | Beginn: 2.4. 2007 |
| Die Ausstattung von öffentlichen Gebäuden, von Straßen, Plätzen und Parkanlagen lag - und liegt - in Hamburg seit 1981 in der Verantwortung eines städtischen Programms für "Kunst im öffentlichen Raum". Auf diese Weise wurde möglich, vorhandene Haushaltsmittel zu bündeln und den gesamten Stadtraum für künstlerische Projekte zu nutzen. Damit war die unbedingte Abhängigkeit des Kunstwerks von architektonischen Neubauten aufgehoben ("Kunst am Bau"), und zu einer freien Ortswahl kam nun auch die freie Wahl der künstlerischen Gattungen, Medien und Materialien, die fortan nicht länger - wie die solitäre Skulptur, das Wandbild oder das Relief - in Konkurrenz zum Bauwerk treten oder gar dessen Architektur dekorieren mußten. In diesem Seminar werden wir ausgewählte Werke der letzten 25 Jahre im Hamburger Stadtraum sowohl monographisch analysieren als auch zum Gegenstand einer Erörterung des Begriffs des "Öffentlichen" in der Bildenden Kunst machen. Sämtliche Werke werden vor Ort gemeinsam diskutiert. Unabdingbare Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft, ein Referat von 30 Minuten Länge zu übernehmen. Alle Teilnehmer des Seminars werden zu jeder Sitzung ein Protokoll der vorangegangenen Doppelstunde schriftlich ausarbeiten. Diese Protokolle werden in die Benotung von Referat und anschließender Hausarbeit eingehen. Das Seminar schließt mit einer zweistündigen Klausur zum Thema "Kunst im öffentlichen Raum". Protokolle und Klausur sind die Voraussetzung dafür, im Seminar einen Teilnahmeschein zu erwerben. |
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| Einführende Literatur: Uwe Fleckner (Hrsg.): Kunst in der Stadt Hamburg. 40 Werke im öffentlichen Raum, Berlin 2007 (erscheint voraussichtl. im April) | |
| Bruno Reudenbach | |
| 09.605 | Sichtbare Knochen – unsichtbare Heilige. Reliquiare und Reliquienkult im Mittelalter |
| 2st. Di 16.00-18.00 ESA W, Rm 119 | |
| Seminar | Beginn: 3.4.2007 |
| Das Reliquienwesen berührte fast alle Bereiche mittelalterlichen Lebens. Die Reliquien- und Heiligenverehrung prägte den christlichen Kult und die individuelle Frömmigkeit und hatte Bedeutung für die Wirtschaftsgeschichte ebenso wie für die Politik. Vor allem aber war das Reliquienwesen ein zentrales Aufgabenfeld der Kunst im Mittelalter. Die Aufbewahrungsgefäße von Reliquien, die Reliquiare, gehören zu den wichtigsten liturgischen Geräten; bestimmte Formen und räumliche Dispositionsmuster mittelalterlicher Sakralarchitektur sind im Reliquienkult begründet; ebenso ist die nachantike Geschichte der Einzelskulptur ohne die Zusammenhänge mit dem Reliquienwesen nicht zu verstehen. Das Seminar wird die Entstehung und Entwicklung des Reliquienwesens von seinen Anfängen im frühchristlichen Märtyrerkult bis zum Hochmittelalter behandeln. Einen Schwerpunkt wird die Erörterung der verschiedenen Formen von Reliquiaren - von einfachen Aufbewahrungskästen über anthropomorphe Reliquiare bis zu Schreinen - und die Analyse ihrer Gestalt, Materialien, Bildprogramme und Ausstattungen bilden. Als Beitrag zum Semesterschwerpunkt wird es dabei immer wieder um die Problematik gehen, wie die längst verstorbenen und unsichtbaren Heiligen durch Reliquien und Reliquiare für den Kult wieder gegenwärtig und sichtbar gemacht werden, ob und wie damit die Eigenschaft „heilig” auch visuell vermittelt werden kann. Es ist geplant, Teile des e-learning-Kurses „Von heiligen Leibern. Reliquienwesen im Mittelalter” in den Seminarablauf zu integrieren. Daher wird die Bereitschaft, sich innerhalb dieses Kurses Aufgaben im Selbststudium zu erarbeiten, vorausgesetzt. Nach Möglichkeit und Interesse wird auch eine Tagesexkursion bezogen. | |
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Literatur zur Einführung und Vorbereitung: Bruno Reudenbach, Reliquiare als Heiligkeitsbeweis und Echtheitszeugnis. Grundzüge einer problematischen Gattung, in: Vorträge aus dem Warburg-Haus 4, Ber-lin 2000, S. 3-36. Weitere Literatur wird im Seminarapparat zusammengestellt. |
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| Monika Wagner | |
| 09.606 | Optische und taktile Oberflächen |
| 2st. Mo 10.00-12.00, ESA W, Rm 119 | |
| Seminar für Hauptstudium | Beginn: 16. 04. |
| Das Seminar befasst sich mit zwei grundlegenden ästhetischen Kategorien, die für die Erscheinung, Wahrnehmung und Bedeutung in den Bildkünsten nicht erst seit der Entwicklung einer ‚Teletaktilität' diskutiert werden, sondern in der Kunsttheorie schon seit dem Paragone eine wichtige Rolle spielten. In der Nachfolge von Descartes zielte die Debatte um die Hierarchie der Sinne, an der verschiedene Wissenschaftszweige beteiligt waren, im 18. Jahrhundert auf die Rehabilitierung des Tastsinns. Während die Bildkünste allmählich das "raue Bild" zu entwickeln begannen, taktile Qualitäten in den angewandten Künsten zurück gewonnen wurden, und die Kunstkritik diese Entwicklungen begleitete, hat die Kunstgeschichtsschreibung im engeren Sinn erst mit Alois Riegl und Heinrich Wölfflin die Kategorien des Optischen und Haptischen als ‚Grundbegriffe' eingesetzt. Innerhalb des Seminars werden Quellentexte zur haptischen und optischen Wahrnehmung vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart erarbeitet und im Hinblick auf Oberflächenphänomene entsprechend zeitgenössischer Kunstformen erörtert. |
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Erster Grundlagentext: Johann Gottfried Herder: Plastik. Einige Wahrnehmungen über Form und Gestalt aus Pygmalions bildendem Träume (1778), Reprint Köln 1969 (vgl. dazu: Ulrike Zeuch: Umkehr der Sinneshierarchie: Herder und die Aufwertung des Tastsinns seit der frühen Neuzeit, Tübingen 2000). |
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| Wolfgang Kemp | |
| 09.607 | Bilder des Betrachters |
| 2st. Mo 14 – 16 Uhr ESA W 120 | |
| Hauptseminar | Beginn 2. 4. 2007 |
| Das Thema des Seminars könnte man auch als illustrierte Rezeptionsästhetik bezeichnen. Es wird darum gehen, die Rezeption von Kunst aus den Bildern ihrer Betrachter zu erschließen. Diese Quelle ist wie fast alle Quellen unrein, d.h. man darf nicht von vorneherein erwarten, hier unverfälschte Auskunft über historisches Betrachterverhalten zu erlangen. Die Bilder vom Betrachter sind sehr oft Projektionen: sie entwerfen ideale, irreale, satirische, normative Bilder dieser Beziehung. | |
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Nach gemeinsamer seminaristischer Arbeit an den grundsätzlichen Fragen und methodischen Problemen wird es darum gehen in Referaten, einzelne Aspekte zu erschließen, wie etwa: das Bild des kurieusen, galanten, konversierenden Betrachters, der Betrachter in der Galerie, im Museum, in der Kunstausstellung, Betrachter moderner Kunst im Spiegel der Karikatur, Bilder ohne Betrachter, Kunsthistoriker als Betrachter etc. |
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Literatur: Das Seminar ist in der glücklichen Lage, zum ersten Mal über einen gewaltigen Materialfundus zu verfügen, den die Dissertation von Johannes Becker, Studien zur Ikonographie des Kunstbetrachters, Aachen 2005 bereitstellt. Diese Arbeit beantwortet vielleicht nicht alle Fragen unseres Seminars, aber sie ist eine sehr gute Ausgangsbasis und enthebt uns der Mühen des Sammelns. Die Arbeit steht im Internet und ist über den Campus-Katalog erreichbar. Zur Vorbereitung weiterhin: Wolfgang Kemp, Verstehen von Kunst im Zeitalter ihrer Institutionalisierung, in: Das Bild der Ausstellung, Kat. Der Ausstellung Wien 1993, S. 54ff. ; ders., Die Kunst des Schweigens, in: Laokoon und kein Ende. Der Wettstreit der Künste, hrsg. von Th. Koebner, München 1989, S. 96ff.; Klaus Herding, "Woran meine ganze Seele Wonne gesogen…". Das Galerieerlebnis - eine verlorene Dimension der Kunstgeschichte? In: Kunst und Kunsttheorie 1400-1900, hrsg. von Peter Ganz. Wiesbaden 1991. S. 257ff. |
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| Wolfgang Kemp | |
| 09.608 | Frühchristliche Kunst |
| 2st. Do 14.00-16.00 ESA C | |
| Vorlesung | Beginn: 12.04.2007 |
| Die Vorlesung behandelt die Kunst der ersten drei christlichen Jahrhunderte, also die Entstehung von Architekturen, Bildern, Skulpturen und Kunstgewerbe im Dienste des christlichen Kultus. Die Kunst des 4. bis 6. Jahrhunderts baut auf der Gemeinsprache der spätantiken Kunst auf, sie ist aber äußerst kreativ, was die Schaffung neuer Typen, Objektformen und Medien betrifft. Die Kunst des Mittelalters und der Neuzeit beerbt diesen produktiven Umgang mit den Herausforderungen der christlichen Religion in einem heute nur noch selten realisierten Ausmaß. Die Vorlesung ist bemüht, neue Funde und neue Ergebnisse der Forschung in die Behandlung der bekannten Hauptwerke und Erkenntnisse einzubeziehen: die frühchristliche Kunstgeschichte ist ein Gebiet, auf dem man Entdeckungen machen kann | |
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Einführende Literatur: Die Kunsthistorischen Arbeitsblätter umfassen 10 Einzelbeiträge zur frühchristlichen und frühbyzantinischen Kunst. Diese Beiträge sind zur Einführung sehr zu empfehlen, sie werden auch zur Vorbereitung einzelner Stunden herangezogen werden. Sie können sich leicht einen Überblick über das Angebot der KAb verschaffen, wenn Sie das Register im Internet unter KAb online nachschlagen. Weiterhin: Wolfgang Kemp, Christliche Kunst. Ihre Anfänge – ihre Strukturen, München 1994 |
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| Hermann Hipp | |
| 09.609 | "Stadtrundgänge in Lüneburg, Lübeck, Friedrichstadt und Hamburg" |
| 3 St. Freitag 10.15-12.45, vor Ort/bzw. im Rahmen von Exkursionen am Sonnabend |
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| Vorlesung | |
| Wie in früheren Sommersemestern sollen die Rundgänge ausgewählte Kapitel der Bau- und Stadtbaugeschichte Hamburgs als "Vorlesung vor Ort" erschließen. Die "amphibische" Struktur der Stadt von der Binnenalster bis zur HafenCity samt den wichtigsten Bauten der Innenstadt, aber auch die Stadterweiterungsgebiete des 19. und 20. Jahrhunderts, die ehemals selbständige Nachbarstadt Altona und die Elbvororte werden dabei erwandert. Was in Hamburg selbst zurücktritt, nämlich das Mittelalter und die Frühe Neuzeit, wird durch Exkursionen in die Nachbarstädte Lübeck und Lüneburg sowie nach Friedrichstadt beigesteuert. | |
| Bei den auswärtigen Terminen haben die Teilnehmer auf Wunsch die Gelegenheit, sich durch selbständige Beiträge zu beteiligen und damit Exkursionsnachweise zu erwerben. | |
| Die Teilnehmerzahl muß aus praktischen Gründen auf 30 begrenzt werden. Es ist daher zunächst eine schriftliche Anmeldung bis spätestens Freitag, den 30. 3., 15.00 Uhr erforderlich. Bitte benutzen Sie dafür die Liste, die im Geschäftszimmer des Kunstgeschichtlichen Seminars ausliegt. Falls es mehr als 30 Anmeldungen gibt, wird eine Auswahl getroffen, die Studierende der Kunstgeschichte im 1. Hauptfach sowie Studierende im 2. Hauptfach oder Nebenfach zu je 50 % sowie "mittlere Semester" (3. bis 6. Fachsemester) vorzugsweise berücksichtigt. Das Ergebnis der Auswahl sowie der Ablauf im einzelnen einschließlich der Treffpunkte zu den jeweiligen Terminen wird zum 2. 4. per email mitgeteilt. Der erste Rundgang wird am 13. April in der Innenstadt stattfinden. | |
| Charlotte Schoell-Glass | |
| 09.610 | Mythologische Themen in der Kunst 16. bis 18. Jhd. |
| 2st. Do 12.00-14.00, ESA W, Rm 119 | |
| Proseminar | Beginn: 5. April 2007 |
| Der griechisch/römische Mythos hat einen erheblichen Anteil am Themenrepertoire der Kunst seit dem 15. Jahrhundert, sei es in Einzelbildern, in Ausstattungen von Villen und Palästen, als Skulpturen oder Kleinplastiken und in allen Gattungen der angewandten Kunst. Die Mythen mit ihrem vielfältigen Personal an Göttern, Helden und Naturwesen bieten Topoi (allgemein bekannte Grundsituationen), mit denen wichtige Themen des menschlichen sozialen und individuellen Lebens in oft farbenprächtiger Verkleidung und nicht selten besonders eindrucksvoller Entkleidung dargestellt wurden. Zugleich bietet der Götterhimmel ein abwechslungsreiches Repertoire für Allegorien unterschiedlicher Bedeutungen und für politische Aussagen von hohem Anspruch. Um diese Kultur der Mythosrezeption in der europäischen Kunst verstehen zu können, muss man zuerst ihre Quellen und die Standardsituationen der Götterdarstellungen, der Verwandlungsgeschichten und der Gründungslegenden wiedererkennen und verstehen lernen. Zu diesem Verständnis will das Seminar, das für Anfänger bis zum dritten Semester gedacht ist, verhelfen. Wir werden an ausgewählten Beispielen die wichtigsten Themen erarbeiten. Es wird erwartet, dass alle Teilnehmer im Lauf des Semesters drei (Bild)-Themen bearbeiten und darüber berichten. Der genaue Seminarplan nebst Bildrepertoire wird in der ersten Sitzung vorgestellt. Zur Einstimmung empfehle ich, mit der Lektüre von Ovids Metamorphosen zu beginnen. Die schönste Buchausgabe ist die TUSCULUM-Ausgabe (Verlag Artemis & Winkler), die Sie sich unbedingt besorgen müssen. Sie ist zweisprachig und kann Ihnen auch weiterhin als äusserst nützliches Nachschlagewerk dienen. |
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| Charlotte Schoell-Glass | |
| 09.611 | |
| 2st. Di 14.00-16.00, ESA W, Rm 119 |
Einführung in die Geschichte der Kunstgeschichte |
| Einführungsseminar | Beginn: 3. April 2007 |
| Wer Kunstgeschichte studiert, beginnt das Studium zumeist unter der Annahme, dass es sich um ein klar definiertes Feld handele: ein Fach, dessen Gegenstände und Methoden man sich zu eigen machen muss und kann. Diese Annahme impliziert auch, dass "Kunstgeschichte" etwas Statisches sei, auf dessen Strukturen und Inhalte man sich verlassen kann. Tatsächlich stellt sich im Lauf des Studiums heraus, dass die Kunstgeschichte eine Geschichte hat, also nicht immer das war, was sie heute zu sein scheint, und also auch, darf man wohl weiter schließen, nicht immer das bleiben wird, was sie heute ist. Das Verständnis für diesen historischen und "gemachten" Charakter unseres Faches hat sich in den letzten gut zwanzig Jahren stark differenziert. 1990 suggerierte der Titel einer Sammlung von Texten über Kunsthistoriker, "Altmeister moderner Kunstgeschichte" (hg. von Heinrich Dilly), den geschlossenen Charakter des Faches Kunstgeschichte als einer Zunft, während ein anderer (Hans Belting) sich schon 1983 fragte, ob "Das Ende der Kunstgeschichte" bereits angebrochen sei. Inzwischen ist es durchaus üblich und möglich, von "Kunstgeschichten" (art histories) zu sprechen. Dass "Kunstgeschichte" klar definiert sei, war von Anfang an eine Behauptung, unter anderem zum Zweck der Institutionalisierung des Faches. Das Seminar gibt eine Einführung in die Geschichte der Kunstgeschichte auf mehreren Ebenen: Wir lesen wichtige historische und neuere Texte des Faches und diskutieren ihre Bedeutung zu ihrer Zeit und für uns; wir erörtern historische und aktuelle Praktiken des Faches (Zuschreibung, Beschreibung, "stilistische Einordnung", ikonologische Analyse, historische und sozialhistorische Verortung, Analyse von Bildstrategien etc). Die Teilnahme am Seminar setzt die Bereitschaft voraus, von Woche zu Woche je einen Text vorzubereiten sowie an einem Bildbeispiel, das von jedem Teilnehmer über das ganze Semester bearbeitet wird, selbst konkret das Gelernte nachzuvollziehen oder auch kritisch zu würdigen. Die Verteilung der Bildbeispiele ist für das Ende der ersten Sitzung vorgesehen. |
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| Vorläufige Literaturliste zum Seminar "Geschichte der Kunstgeschichte" (chronologisch)
Prange, R.: Die Geburt der Kunstgeschichte, Köln: Deubner, 2004 |
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| Hermann Hipp | |
| 09.612 | Realien, Materialien, Techniken |
| 2 St. Di 14.15-16.00 ESA W 120 | |
| Einführungsseminar | Beginn: 3. April |
| Man mag es kaum aussprechen, aber es ist und bleibt so: Die von Menschenhand gemachten Dinge, die wir "Kunstwerke" nennen oder "Kulturdenkmale", sind nicht zu verstehen, wenn man ihre materielle Beschaffenheit und die Herstellungsprozesse, die künstlerischen Techniken nicht durchschaut, aus denen sie hervorgegangen sind, wenn man nicht die Möglichkeiten und Widersprüche von Stoff und Form zuallererst in Rechnung stellt. Die Teilnehmer dieses Einführungsseminars sollen dafür elementares Wissen erarbeiten, in allererster Linie durch genaue Beobachtung vor Originalen in Museen und in der Stadt. - Tafel- und Wandmalerei, graphische Techniken sowie Material und Bearbeitung von Plastik und Skulptur, auch Baustoffe und ihre Verarbeitung werden dabei - freilich nur an ausgewählten Beispielen - berücksichtigt. | |
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Literaturhinweis: Wagner, Monika; Rübel, Dietmar; Hackenschmidt, Sebastian (Hg.): Lexikon des künstlerischen Materials : Werkstoffe der modernen Kunst von Abfall bis Zinn. München 2002 (Becksche Reihe 1497) |
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| Hermann Hipp | |
| 09.613 | Fränkische und schwäbische Reichsstädte - das Beispiel Augsburg" |
| 3 St. Montag 10.15-12.30 ESA W 120 sowie 11 Tage Exkursion, voraussichtlich im September |
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| Seminar | Beginn: 2. April |
| Nicht wenige Ausstellungen haben überregional und lokal im vergangenen Jahr das 1806 eingetretene Ende des "Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation" in Erinnerung gerufen und damit zugleich den Blick auf die unglaublich komplexe Geschichte Deutschlands und seiner zahllosen Territorien und Kleinstaaten in politischer wie kultureller Hinsicht geöffnet. Für die Kunstgeschichte hat insbesondere die Vielzahl von Auftraggebern, die Differenzierung ihrer sozialen Rolle je nach Rang und territorialem Status, die Konkurrenz und Interaktion von Hof und Zunft, der konfessionelle Streit und Wettstreit innerhalb des alten Reiches zu Höchstleistungen in bunter Fülle - aber auch zu weitverbreiteten Konventionen geführt, die "deutsche Kunst" zu nennen so unsinnig ist - wie eben doch alles zusammen für dieses Gebiet "deutscher Nation" gerade in seiner Vielfalt charakteristisch ist. Das Seminar soll am Beispiel einer besonders bemerkenswerten Gruppe von Territorien in die Kunstgeschichte dieses "Heilige Römische Reich" einführen, nämlich anhand der Reichsstädte, vorzugsweise der fränkischen und schwäbischen von Rothenburg ob der Tauber bis Ulm, von Bopfingen bis Dinkelsbühl. - Stadtanlagen, Bürger- und Rathäuser, Pfarr- und Ordenskirchen, Flügelaltäre und Ratssilber, kurzum: alle Gattungen von Kunstwerken, mit denen sich diese Städte bis heute als Kunstzentren präsentieren, werden dabei in den Blick treten. Dabei wird sich die Arbeit im Seminar selbst ganz auf Augsburg als die kunstgeschichtlich wichtigste unter ihnen konzentrieren, es gewissermaßen als ideale Reichsstadt untersuchen. In der in Aussicht genommenen Exkursion sollen dann außer Augsburg auch die wichtigsten anderen Reichsstädte Süddeutschlands aufgesucht und vergleichend kennengelernt werden. |
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Literaturhinweise: Braunfels, Wolfgang: Die Kunst im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, Band 3 : Reichsstädte, Grafschaften, Reichsklöster. München 1981 |
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| Wolfgang Kemp/Bruno Reudenbach | |
| 09.614 | Illustrierte Bibeln aus dem Deutschen Bibelarchiv |
| 2st. Di 10.00-12.00, ESA W, Rm 119 | |
| Seminar | |
| Für dieses Seminar werden wir erstmals die Bestände des Deutschen Bibel-Archivs, das im vergangenen Jahr dem Kunstgeschichtlichen Seminar zugeordnet wurde, nutzen können, um damit eine Ausstellung zu konzipieren und vorzubereiten. Die Arbeit des Seminars, die einzelnen Referate und Beiträge werden also durch den unmittelbaren Umgang mit Originalen aus der Sammlung des Bibel-Archivs be-stimmt, und die Arbeitsergebnisse sollen als Beiträge in einen Ausstellungskatalog eingehen. Die Bibel als das „Buch der Bücher” ist schon früh nicht nur eine Angelegenheit von Textlektüre und Interpretation gewesen, sondern immer auch als eine Form-aufgabe begriffen worden - durch die Gestaltung von Buchseite und Schriftbild wie vor allem durch die Illustrationen des Textes. Das Seminar wird sich zunächst mit der Bibel als Text und als Buch befassen sowie mit den verschiedenen Formen und Verfahren der Gestaltung des Bibeltextes und seiner Illustration im Mittelalter, der Zeit der Handschriften. Nach dieser Einführung wollen wir uns anhand von Exemp-laren aus dem Bibel-Archiv mit Illustrationsverfahren und -traditionen in gedruck-ten Bibeln aus dem 16. bis 19. Jahrhundert beschäftigen, vor allem in verschiede-nen Ausgaben der Lutherbibel, aber auch in Sonderformen wie den weitgehend auf Text verzichtenden Bilderbibeln in Drucken des 17. und 18. Jahrhunderts und in ihren Nachfahren im 19. Jahrhundert. | |
| Charlotte Schoell-Glass |
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09.615 |
Gärten und Parks im 18. bis 20. Jahrhundert |
| 2st. Do 16.30-18.00, ESA W, Rm 119 | |
| Seminar | Beginn: 5. April 2007 |
| Die Gartenkunst ist ein Teilgebiet der Kunstgeschichte, wo diese notwendig interdisziplinär werden muss. Sie ist auch eine angewandte Kunst, in der Architektur, Plastik, Garten"bilder", Politische Ikonographie, Literatur, ästhetische Theorie und Botanik zu je einzelnen Gartenkunstwerken zusammenwirken. Immer in einem Ergänzungs- und Kontrastverhältnis zum urbanen Leben zu denken, reflektiert die Gartenkunst immer auch Veränderungen des städtischen Lebens. Auf der Grundlage eines kurzen Rückblicks auf die Gartenkunst der Renaissance und des Barock wird dieses Seminar wichtige Entwicklungen des 18., des 19. und des 20. Jahrhunderts exemplarisch erarbeiten. Einführend werden die Elemente, aus denen Gärten und Parks sich historisch konstituierten vorgestellt und erarbeitet sowie einige wichtige Texte der Gartentheorie in Auszügen gelesen (zur zweiten Sitzung). Wichtige Landschaftsparks des 18. Jahrhunderts sollen in Referaten bis etwa zur Semestermitte vorgestellt werden; die zweite Hälfte des Semesters ist Entwicklungen der Gartenkunst im 19. Jahrhundert und Beispielen des 20. Jahrhunderts gewidmet. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft zur Übernahme je eines kurzen Referates im ersten und zweiten Teil des Seminars. Englischkenntnisse sollten vorhanden sein, da ein wichtiger Teil der Literatur englisch ist 18. Jahrhundert: |
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| Eine vorläufige Literaturliste finden Sie ab Mitte März in der Bibliothek und im virtuellen Semesterapparat. | |
| Monika Wagner | |
| 09.616 | Dessau (und Umgebung) vor und nach dem Bauhaus (mit Exkursion) |
| 2st. Mo 14.00-16.00, ESA W, Rm 119 | |
| Seminar für Grund- und Hauptstudium | Beginn: 16.04. |
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In dem Seminar mit anschließender Exkursion (14.-20.7.) wird es um die Erkundung einer Kulturlandschaft gehen. Ausgangspunkt sind die grundlegenden Umgestaltungen des jungen Fürsten Franz von Anhalt-Dessau und seines Architekten Friedrich Wilhelm v. Erdmannsdorff im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts. Die aufklärerischen Impulse dieses modellhaft gestalteten Miniaturstaates, in dem Ästhetik und Ethik eine enge Verbindung eingingen, wirkten weit über den Kleinstaat hinaus. Dessau wurde nicht nur zu einem Vorreiter klassizistischer Architektur, sondern hier bildete sich auch ein programmatischer Stilpluralismus heraus. Mit dem Luisium, dem Georgium und vor allem dem Wörlitzer Park entstand ein großflächiges "Gartenreich", dessen Reformkonzept sich am englischen Garten orientierte und eine Vielzahl ebenso lehrreicher wie ästhetische überraschender Attraktionen enthielt. |
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Exkursion: Die Exkursion ist auf maximal zwanzig TeilnehmerInnen begrenzt. Für die Exkursionsteilnahme wird neben der regelmäßigen Teilnahme im Seminar die Übernahme eines Referats im Semester sowie die Vorbereitung eines weiteren Themas für die Exkursion voraus gesetzt. |
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Einführende Literatur: August Rode: Beschreibung des Fürstlichen Anhalt-Dessauischen Landhauses und Englischen Gartens zu Wörlitz (1798), Reprint Berlin (DDR) 1987, S. 9-139. |
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| Maike Steinkamp | |
| 09.617 | Kunstausstellungen in Deutschland nach 1945 |
| Montag 16-18 Uhr, Rm 119 | |
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Mit der Sonderbundausstellung 1912 in Köln begannen in Deutschland die großen "Leistungsschauen" zeitgenössischer Kunst. Zwar hatte es schon im 19. Jahrhundert Präsentationen des aktuellen Kunstschaffens gegeben, doch rückte das Medium der Ausstellung vor allem im 20. Jahrhundert in den Mittelpunkt des Kunstbetriebes. Es wurde zum probaten Mittel der Präsentation des nationalen und internationalen künstlerischen Schaffens und zum Träger kulturell-künstlerischer Wertvorstellungen, was die Ausstellung gleichsam zu einem konstitutiven (kultur-) politischen Instrument machte. Nach einem Blick auf ausgewählte Projekte aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts sollen im Rahmen des Seminars vor allem Großausstellungen zeitgenössischer Kunst nach 1945 in beiden deutschen Staaten thematisiert werden. Im Mittelpunkte stehen dabei die seit 1955 in Kassel stattfindende "documenta" ebenso wie die seit 1946 in Dresden durchgeführte "Allgemeine deutsche Kunstausstellung". Beide Veranstaltungen sahen sich als Seismographen der jeweiligen aktuellen Kunstproduktion und spiegeln damit gleichermaßen den kunsttheoretischen und kulturpolitischen Diskurs der Zeit wieder. Untersucht werden sollen die jeweilige künstlerische und kunsttheoretische Programmatik der Präsentationen sowie der zeithistorische Kontext, in dem sie stattfanden. Welche Künstler beziehungsweise welche künstlerischen Strömungen waren auf den Ausstellungen präsent? Welchen Leitgedanken folgten die jeweiligen Kuratoren? Trugen die Ausstellungen zur Etablierung eines "kunstgeschichtlichen Kanons" bei oder griffen sie einen solchen auf? Was für eine Funktion haben solche Großveranstaltungen überhaupt und wie werden sie von Seiten der Besucher und der Presse rezipiert? Diese und andere Fragen sollen im Rahmen des Seminars sowohl in Form von Kurzreferaten als auch in der Analyse zeitgenössischer Texten und Pressekritiken diskutiert werden. Voraussetzung für einen Leistungsnachweis ist die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats, kontinuierliche Mitarbeit und das Verfassen einer Hausarbeit. |
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Einführende Literatur: Ekkehard Mai: Expositionen - Geschichte und Kritik des Ausstellungswesens, München/Berlin 1986. |
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| Hendrik Ziegler | |
| 09.618 | Places royales. Königsplätze in Frankreich und Europa vom 17. bis zum 19. Jahrhundert |
| 2st. Di 17.00-19.00 ESA W, Rm 120 | |
| Seminar | |
| Platz und Statue als eine neu zu schaffende, aufeinander abgestimmte Einheit zu Ehren des regierenden Fürsten aufzufassen, war offenbar eine Erfindung des französischen Absolutismus (Cleary). Solche neuartigen, das Stadtbild bestimmenden Ensembles seien – so die gängige Meinung – aus der Verschmelzung zweier bereits in der italienischen Hochrenaissance ausgebildeter Elemente hervorgegangen: dem öffentlichen Fürstenmonument und der regelmäßig gestalteten, städtischen Platzanlage (Lavedan). Einmal unter Ludwig XIV. zur idealtypischen Ausprägung gelangt, sei diese Symbiose aus Platz und Monument vorbildhaft für die übrigen, mit Frankreich in Konkurrenz stehenden europäischen Höfen geworden (Réau), bis mit der Französischen Revolution der Typus der Place Royale als urbanistische Huldigungsform gegenüber dem regierenden Monarchen weitgehend wieder verschwand. Das Seminar möchte diese skizzierte Entwicklung nicht nur an zentralen Beispielen – von Paris über Reims und Nancy bis Kassel und Kopenhagen – nachzeichnen, sondern immer auch in Frage stellen. Die – behutsame – Einbeziehung der langen Forschungsgeschichte, des Diskurs über die Places Royales, soll gerade für die Zeitgebundenheit der Fragestellungen und Modellbildungen der Kunstgeschichte sensibilisieren. | |
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Literatur: - Louis Réau, Histoire de l’expansion de l’art français, 3. Teile in 4 Bde., Paris, 1924-1933 |
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| Birte Kleine-Benne | |
| 09.620 | Net.art |
| Freitag 12-14Uhr, ESA W, Raum 119 | |
| Seminar | |
| Seitdem der Cyberspace Anfang der neunziger Jahre zunächst selbst zu einem „medialen Gesamtkunstwerk“ (Rötzer/Weibel 1993) erklärt und etwa zeitgleich die Formel „net = art“ (H. Bunting) aufgestellt wurde, haben sich mit und im Internet verschiedene künstlerische Praktiken herausgebildet. Wesentlich für Net.art, die ihren Begriff dem Mythos nach einem Unfall verdankt, ist ihr Umgang mit den spezifischen Eigenschaften, Technologien und Protokollen des Internets. Obwohl oder gerade weil sich die Netzkunst aus konzeptuellen und technischen Gründen einer Kunst-Kanonisierung entzieht, fordert sie die Strategien der Institutionalisierung geradezu heraus. Als Reaktion auf die veränderten medial-technischen Bedingungen künstlerischer Produktion soll der Schwerpunkt des Seminars auf der Beschreibung und Analyse von Netzkunstarbeiten liegen – mit dem möglichen Ergebnis, unterschiedliche künstlerische Strategien, Topoi oder Charakteristika zu extrahieren und/oder einen Fragenkatalog zu erstellen, der der aktuellen Forschung bei der Entwicklung von Beschreibungsstrategien dienen könnte. Ebenso sollen die Auswirkungen auf eine Bildwissenschaft diskutiert werden, die einen weiten, Raum und Zeit einschließenden Bildbegriff zugrunde legt, veränderten Sehgewohnheiten von Frames, digitalen Bildmodulen und zuckenden Pixeln Rechnung trägt und Useraktivitäten (in unterschiedlichen Graden) berücksichtigt. Zieht überdies die Produktion netzbasierter Kunstformen auch einen neu zu definierenden Typus von Präsentation und Vermittlung nach sich, gewissermaßen als gattungstypische Antwort auf die veränderten Möglichkeiten von Kunstproduktion? | |
| Für unsere erste Seminarzusammenkunft am 13.4.2007 bitte ich Sie, Ihre eigenen Systembedingungen zu reflektieren (Rechner, Monitor, Betriebssystem, Browser, Netzzugang, ...), außerdem um die Lektüre des Net.art-Manifests von 1999, in welchem Natalie Bookchin und Alexei Shulgin programmatisch über Spezifika und Techniken informieren und Netzkunstproduzenten Tipps zu Ausstattung und Attitüden geben: http://subsol.c3.hu/subsol_2/contributors/bookchintext.html | |
| Weiterführende Weblinks, Literaturhinweise und Informationen: http://www.bkb.eyes2k.net/uniHH07.html | |
| Mechthild Modersohn | |
| 09.621 | Zur Rezeption mittelalterlicher Marienaltäre in protestantischen Kirchen, Fallbeispiel Altmark |
| 2st. Di 18.00-20.00 ESA W, Raum 119 | |
| Proseminar | Beginn 3.04.2007 |
| Die Marienfrömmigkeit des Mittelalters hat dazu geführt, dass viele Kirchen und Altäre der Maria geweiht worden sind. Auch wenn Martin Luther an der Verehrung der Mutter Gottes festgehalten hat, so hat er doch ihre Verherrlichung und Anbetung als Himmelskönigin und jede Art von Bilderkult abgelehnt. In der Folge der Reformation kam es deshalb in vielen Ländern Deutschlands und anderswo zu Bilderstürmen, Säuberungen und Umgestaltungen in den Kirchen. Dennoch stehen wir vor dem Phänomen, dass sich in evangelischen Kirchen eine Fülle katholischer Altäre erhalten hat, in der Altmark - nach der Reformation ein rein protestantisches Gebiet - etwa sechzig Marienaltäre mit vielen Heiligen und mehrere Heiligenaltäre. Fast 500 Jahre lang haben evangelische Pfarrer vor diesen Altären ihre Gottesdienste zelebriert. Die Forschung hat sich in den letzten Jahrzehnten ausgiebig mit dem Bildersturm befasst, kaum dagegen mit der Frage, weshalb dennoch ein so reiches vorreformatorisches Erbe in evangelischen Kirchen erhalten ist. Im Seminar sollen zunächst die Grundlagen für diese Fragestellung geklärt werden. Sodann wollen wir uns einen Überblick über die Marienaltäre der Altmark verschaffen, uns einzelne Altäre vornehmen und schließlich auf Spurensuche nach ihrer Rezeption gehen. Dafür bietet sich eine Exkursion in den Pfingstferien an. Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft zur Übernahme eines halbstündigen Referates. | |
| Themen: 03.04. Einführung 10.04. Marienfrömmigkeit vor und nach Luther 17.04. Einführung in die Marienikonographie 24.04. Luther und die Folgen für die Veränderung von Altären 08.05. Marienaltäre in der Altmark: ein Überblick 15.05. Marienaltäre in den Städten Stendal, Salzwedel und Gardelegen 22.05. Marienaltäre in Klöstern und Dörfern Exkursion und Spurensuche 05.06. Formen der Rezeption: Entfernung und Zerstörung von Altären, Umgestaltung, unveränderte Weiternutzung, protestantische Aneignung 12.06.-10.07. Einzelberichte und Ergebnisse |
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Einführende Literatur: Bäumer, Remigius (Hg.), Marienlexikon, 7 Bde. St. Ottilien 1988-1994 |
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| Volker Plagemann | |
| 09.622 | Vasari und die Künstlervitenliteratur |
| Fr, 14.00 – 16.00 Uhr, Raum 120 | |
| Seminar | Einführungsseminar Freitag, 13. April 2007, 14 Uhr |
| Die Wirkung des Künstlers und Gelehrten Giorgio Vasari auf Ideologie und Wissenschaft der Kunstgeschichte gründet sich auf die Sammlung und Publikation seiner Künstlerbiografien 1550 und 1568 und den darin zum Ausdruck kommenden Italo- und Toscozentrismus. Mit der damit verknüpften künstlerischen Tätigkeit Vasaris und seiner Aktivität als Kontaktpartner unter italienischen Auftraggebern und Künstlern seiner Zeit beschäftigt sich eher die Spezialforschung. In der Ausstattung des Palazzo Vecchio in Florenz, dem Bau der Uffizien, der Ausstattung seines Künstlerhauses in Arezzo und anderen Bauten hat Vasari aber über die Künstlerviten hinaus charakteristische Werke seiner Zeit hinterlassen, die ebenfalls unser Bewusstsein bestimmen. In zwei Semesterseminaren sollen „Vasari und die Künstlervitenliteratur“ vor und nach seiner Zeit (SS 2007) sowie „Vasari als Architekt, Maler, Dekorateur und Zeichner“ (WS 2007/2008) als zwei Seiten einer Medaille behandelt werden. Während einer Tages-Exkursion nach Berlin im Sommer 2007 sollen Zeichnungen Vasaris und die Originale der zu behandelnden Handschriften und Drucke betrachtet werden. Auf einer zehntägigen Exkursion nach Florenz (Standquartier), Arezzo, Pisa und Pistoia im Frühjahr 2008 sollen diese Orte in der Toskana als Vasaris Wirkungsstätten (außer Rom) besucht und die Spuren seiner Wirkung untersucht werden. | |
| Voraussetzungen: Grundkenntnisse in Italienisch, Referat im Seminar und vor Ort (Da ich im März/April 2006 auf Romexkursion bin, nehme ich gern schon vor dem 10. März Anmeldungen für Referatsthemen (siehe unten) per E-Mail an: volkerplagemann@t-online.de) | |
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Tagesexkursion nach Berlin, Kupferstichkabinett und Kunstbibliothek, |
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Literatur: - Paul Barolsky, Why Mona Lisa smiles and other Tales by Vasari, University Park 1991 (deutsche Übersetzung: Warum lächelt Mona Lisa? Vasaris Erfindungen, Berlin 1995. |
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| Bettina Uppenkamp | |
| 09.623 | Einführung in die italienische Malerei des 15. Jahrhunderts |
| 2st. Do 10.00-12.00 ESA W, Rm 119 | |
| Proseminar | Beginn: 5. April 2007 |
| Die italienische Malerei des 15. Jahrhunderts gehört zu den klassischen „Lieblingsthemen“ der Kunstgeschichtsschreibung. Das Seminar soll mit einigen wichtigen Werken aus unterschiedlichen Regionen Italiens in diesem Jahrhundert vertraut machen. Vordringliches Ziel ist die Einübung in das genaue Betrachten und Beschreiben von Gemälden und damit auch die Schärfung des Blicks für stilistische Besonderheiten und Differenzen. Thematisiert werden maltechnische wie funktions- und gattungsgeschichtliche Aspekte in Verknüpfung mit sozialhistorischen und kunsttheoretischen Problemstellungen. Abgeschlossen wird das Seminar mit einer Tagesexkursion in die Berliner Gemäldegalerie, die über einen reichen Bestand italienischer Malerei des 15. Jahrhunderts verfügt. | |
| Die Veranstaltung richtet sich an Studierende im Grundstudium. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft zur Übernahme eines Referates, für die Teilnahme an der Exkursion darüber hinaus die Übernahme eines Kurzreferates vor Ort. Die genauen Themen für Seminar und Exkursion werden in der ersten Sitzung bekannt gegeben und besprochen. | |
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Literatur zur Vorbereitung: Leon Battista Alberti: Drei Bücher über die Malerei (Della Pittura libri tre), in: Ders.: Kleinere kunsttheoretische Schriften, im Originaltext hrsg. und übersetzt von Hubert Janitschek, Wien 1877 (Neudruck: Osnabrück 1970); |
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| Uwe Fleckner | |
| 09.624 | Rembrandt |
| 2 st., Di 12-14 Uhr, Rm 119 | |
| Hauptseminar | Beginn: 10.4. |
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Nach einer Reihe wichtiger Ausstellungen zum "Rembrandt-Jahr" 2006 sollen in diesem Seminar neue Forschungsergebnisse zum Werk von Rembrandt diskutiert werden. Arbeiten vom Früh- bis zum Spätwerk sowie Werke sämtlicher Gattungen werden zu diesem Zweck in monographischen Referaten vorgestellt und diskutiert. Das Seminar findet in Verbindung mit mehreren Tages-Exkursionen statt, die uns Gelegenheit geben sollen, einige wichtige Werke von Rembrandt sowie gelegentlich Vergleichswerke anderer Künstler im Original zu studieren. Unabdingbare Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft, ein Referat von 30 Minuten Länge zu übernehmen. Alle Teilnehmer des Seminars werden zu jeder Sitzung ein Protokoll der vorangegangenen Doppelstunde schriftlich ausarbeiten. Diese Protokolle werden in die Benotung von Referat und anschließender Hausarbeit eingehen. Das Seminar schließt mit einer zweistündigen Klausur zum Thema. Protokolle und Klausur sind die Voraussetzung dafür, im Seminar einen Teilnahmeschein zu erwerben. |
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| Uwe Fleckner | |
| 09.625 | |
| nach Vereinbarung | |
| Tagesexkursion zum Hauptseminar "Rembrandt" | |
| Vorgesehen sind Exkursionen zu den Museen in Berlin, Kassel und Schwerin. Teilnahmeberechtigt sind die Teilnehmer des Hauptseminars "Rembrandt" (siehe dort). Sollten mehr als zwanzig Studierende an den Tages-Exkursionen teilnehmen wollen, so werden die Plätze bevorzugt an die Referenten des Seminars vergeben, weitere Plätze werden anschließend verlost. Auch bei den Exkursionen gilt, daß jeder Teilnehmer ein Protokoll zu den Themen der Referate und Diskussionen vor Ort schriftlich ausarbeiten wird. Die Exkursionen finden nach Vereinbarung statt; um den Seminarablauf der anderen Veranstaltungen dieses Semesters nicht zu stören, werden sie in jedem Fall samstags durchgeführt werden müssen. |
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| Uwe Fleckner | |
| 09.626 | Kolloquium für Examenskandidaten |
| 2. st., Di. 16-18 Uhr, Rm 109 | |
| Examenskolloquium | Beginn 3.4. |
| In intensiven Diskussionen werden wir Examensarbeiten aus unterschiedlichen Themenbereichen der Kunstgeschichte betrachten: Themenstellung, den argumentativen Aufbau und unterschiedliche Forschungs- und Darstellungsfragen werden wir gemeinsam untersuchen. Teilnahmeberechtigt sind alle diejenigen Studierenden des Kunstgeschichtlichen Seminars, die zur Zeit eine Magister- oder Doktorarbeit im fach Kunstgeschichte begonnen, beziehungsweise ihr Thema dazu bereits verbindlich festgelegt haben. | |
| Bruno Reudenbach | |
| 09.627 | Kreuz, Kreuzigung und Kruzifix im frühen Mittelalter |
| 3st. Do 14.00-17.00, ESA W, Rm 120 | |
| Hauptseminar | |
| Dass das Kreuz zu der christlichen Zeichen schlechthin wurde, ist keineswegs so selbstverständlich, wie es heute oft erscheint, wenn es gegen Kopftuch oder Halbmond in Stellung gebracht wird. Immerhin legte sich damit eine Religion ein Marterwerkzeug als Logo zu und machte einen sterbenden, leidenden und toten Gott zu einer zentralen Darstellung. So ist denn auch in der frühchristlichen Kunst die Kreuzigung nur von marginaler Bedeutung. Die Ikonographie der Kreuzigung und die Geschichte des monumentalen Kruzifixus beginnen im Grunde erst in der karolingischen Kunst und sind dabei schon früh eng verknüpft mit weitergehenden Fragen, mit der Legitimation des Bildes, mit Eucharistie- und Sakramentenlehre. Daraus resultieren verschiedene Formen des Kreuzes und des Kruzifixus wie auch der Darstellung der Kreuzigung. Der Kruzifixus ist darüber hinaus von fundamentaler Bedeutung für die Entstehung der nachantiken Monumentalskulptur, bedenkt man, dass damit die einzige Möglichkeit gegeben war, einen weitgehend nackten Körper darzustellen. Im Seminar werden die verschiedenen Aspekte dieser komplexen Thematik und die Etappen ihrer Geschichte exemplarisch an signifikanten Zeugnissen behandelt werden. Dabei sollen nach Möglichkeit neben Referaten auch andere Arbeitsformen, über die wir uns in der ersten Sitzung verständigen werden, zum Zuge kommen. | |
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Literatur: Zur Vorbereitung sollten folgende Texte gelesen werden: Christian Beutler, Der Gott am Kreuz. Zur Entstehung der Kreuzigungsdarstellung, Hamburg 1986. Martin Büchsel, Die Kreuzigung zwischen Antike und Christentum, in: Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen Wien 87, 1992, S. 7-33. Weitere Literatur wird im Seminarapparat zusammengestellt. |
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