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Kunstgeschichtliches Seminar


Inhalt:

Forschungsstelle "Entartete Kunst"




Projektleitung:
Prof. Dr. Uwe Fleckner (Hamburg)
Prof. Dr. Klaus Krüger (Berlin)

Wissenschaftliche Mitarbeit Hamburg:
Dr. Maike Steinkamp
T. 040-42838 3271
maike.steinkamp@kunstgeschichte.uni-hamburg.de

Wissenschaftliche Mitarbeit Berlin:
Dr. Meike Hoffmann
Andreas Hüneke
Susanna Köller


Die Forschungsstelle „Entartete Kunst“ wurde im März 2003 am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin eingerichtet. Seit April 2004 ist sie parallel dazu am Kunsthistorischen Seminar der Universität Hamburg angesiedelt.

Die Forschungsstelle wird seit ihrer Gründung im Wesentlichen von der Ferdinand-Möller-Stiftung (Berlin) finanziert. Die Gerda Henkel Stiftung (Düsseldorf) trägt seit dem 1. Juli 2005 die Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters.

Im Mittelpunkt der Forschungen stehen die Methoden nationalsozialistischer Kunstpolitik, insbesondere die Vorgeschichte, Geschichte und die Auswirkungen der Beschlagnahme moderner Kunstwerke in deutschen Museen durch die Nationalsozialisten im Jahr 1937. Eingebunden darin sind Recherchen zu den antimodernen Propagandaausstellungen seit 1933 und zur Wanderausstellung „Entartete Kunst“ von 1937 bis 1941. Die Forschungsstelle fragt nach dem Schicksal der betroffenen Künstler, den Strategien der Museumsleiter und der Rolle der Kunsthändler innerhalb des Verwertungssystems ebenso wie nach den Auswirkungen der Verfemung nach 1945.

Zum Kernstück der Forschungen gehört die Arbeit an einem Gesamtverzeichnis der 1937 in deutschen Museen beschlagnahmten Werke der „Entarteten Kunst“. Dieses Beschlagnahmeinventar, das vor allem von der Forschungsstelle in Berlin (http://www.geschkult.fu-berlin.de/e/khi/forschung/entartete_kunst/index.html) erarbeitet wird, ist als Datenbank angelegt und steht nach Veröffentlichung seiner Kerndaten Anfang 2008 im Internet zur Verfügung.

An der Forschungsstelle „Entartete Kunst“ in Hamburg wird derzeit an einer Quellenedition zur Rezeption des Expressionismus von der Weimarer Republik bis in die Nachkriegszeit gearbeitet. Das Projekt wird von der Ferdinand-Möller-Stiftung finanziert. Darüber hinaus fand im Sommersemester 2008 in Zusammenarbeit mit dem Ernst Barlach-Haus und der Hamburger Kunsthalle eine Vortragsreihe zum „Kunsthandel im Nationalsozialismus“ statt. Die Ergebnisse der Vortragsreihe sowie ergänzende Aufsätze zu dieser Thematik werden in dem von Ute Haug und Maike Steinkamp herausgegebenen Sammelband Kunsthandel, Museen und Sammlungen im Nationalsozialismus (Frühjahr 2009) veröffentlicht. Die Vortragsreihe und die Publikation werden großzügig vom Ernst Barlach-Haus, Stiftung Hermann Reemtsma unterstützt.

Mit der Herausgabe einer eigenen Schriftenreihe, die maßgeblich von der International Music and Art Foundation, Vaduz (IMAF) finanziert wird, werden schlaglichtartig, aber auch in Überblicksdarstellungen neue Erkenntnisse und Ergebnisse der Forschungsarbeit publiziert.

Folgende Bände sind in der Schriftenreihe der Forschungsstelle „Entartete Kunst“ bereits erschienen oder sind in Vorbereitung:
  • Uwe Fleckner (Hrsg.): Angriff auf die Avantgarde. Kunst und Kunstpolitik im Nationalsozialismus, Berlin 2007.
  • Maike Steinkamp: Das unerwünschte Erbe. Die Rezeption „entarteter Kunst in Kunstkritik, Ausstellungen und Museen der SBZ und frühen DDR, Berlin 2008.
  • Uwe Fleckner (Hrsg.): Das verfemte Meisterwerk. Schicksalswege moderner Kunst im „Dritten Reich“, Berlin 2008.
  • Meike Hoffmann (Hrsg.): Ein Händler „entarteter“ Kunst. Bernhard A. Böhmer und sein Nachlass, Berlin 2009 (in Vorbereitung)
  • Maike Steinkamp / Ute Haug (Hrsg.): Kunsthandel, Sammlungen und Museen im Nationalsozialismus, Berlin 2009 (in Vorbereitung)
  • Andreas Hüneke: Kunst am Pranger. Die Moderne im Nationalsozialismus (in Vorbereitung)
  • Stefan Frey, Christoph Zuschlag (Hrsg.): Paul Klee und die „entartete“ Kunst. Zur Kontroverse um die Moderne in den zwanziger und dreißiger Jahren (in Vorbereitung)
 

Seiteninfo: Impressum | Browserinfo | Letzte Aktualisierung am 23. Okt. 2008 durch Kunstgeschichte
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