Weltweit ist es zum ersten Mal gelungen, eine Prognose über Strömungen in einem Ozean zu erstellen. Forscherinnen und Forscher des Max-Planck-Instituts für Meteorologie und vom Exzellenzcluster CliSAP der Universität Hamburg haben ein Klima-Modell mit neuen Messdaten verglichen und können nun Vorhersagen über die Atlantikzirkulation bis ins Jahr 2014 treffen – und damit auch über ihren Einfluss auf das Klima. Die Ergebnisse veröffentlichten sie im Januar im renommierten Wissenschaftsmagazin „Science“. Mehr...
Forscher vom Computerkonzern IBM und dem Hamburger Center for Free-Electron Laser Science (CFEL) haben den kleinsten magnetischen Datenspeicher der Welt konstruiert. Die Wissenschaftler benötigen lediglich 12 Atome, um ein Bit zu speichern, die Grundeinheit der Information. Ein Byte (8 Bit) quetschen sie auf diese Weise in 96 Atome.
An der Hamburger Sternwarte beginnt jetzt mit dem Experiment SHIPS eine neue Ära astronomischer Beobachtungen: die Suche nach Versteckten Photonen. Versteckte Photonen (Hidden Photons) sind eine Klasse bisher kaum erforschter Elementarteilchen von möglicherweise fundamentaler physikalischer und astrophysikalischer Bedeutung.
Sternschnuppen, planetarische Nebel oder den Mond beobachten– zum Studium der Astronomie und Astrophysik gehört das Sternegucken durchs Teleskop. Doch nur in klaren Nächten funktioniert das gut. Klare Nächte sind in Hamburg aber seltener als in südlicheren Gefilden. Deshalb können Studierende der Astronomie und Astrophysik an der Hamburger Sternwarte jetzt auch den Sternenhimmel über Mallorca beobachten, und zwar direkt von Hamburg-Bergedorf aus.
Es gibt Roboter, die Fußball spielen, und Roboter, die Menschen im Haushalt unterstützen, aber diese Roboter wurden programmiert, das zu tun, was sie können. Nun arbeiten Hamburger Forscher daran, intelligente Roboter zu entwickeln, die in der Lage sind, – wie ein Mensch – aus Erfahrungen zu lernen. Die Europäische Union hat für das Projekt „Robustness by Autonomous Competence Enhancement“ (RACE) Forschungsgelder in Höhe von insgesamt rund 3 Mio. Euro bewilligt. Projektleiter sind die Professoren Jianwei Zhang und Bernd Neumann vom Fachbereich Informatik der Universität Hamburg. Mehr...
Ein nahe gelegener Stern befeuert seinen Planeten mit Röntgenstrahlung, die 100 000 mal intensiver ist, als jene, die die Erde von der Sonne empfängt. Das haben Hamburger Astrophysiker um Sebastian Schröter von der Sternwarte mithilfe des Chandra X-ray Observatory der NASA und des Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte (ESO) herausgefunden.
Was gibt’s Neues? Ein Blick in die Lieblingszeitung oder in ein Nachrichtenportal im Netz geben Antwort. Doch können wir den Massenmedien vertrauen?
Delfine finden ihre Nahrung nicht nur im offenen Meer, sondern auch am Meeresgrund. Doch oft sind Beutetiere im Sand vergraben, und aufgewühlter Schlamm trübt die Sicht. Wie finden die Meeressäuger also ihre Beute? Die Biologin Nicole Czech-Damal von der Universität Hamburg hat eine überraschende Antwort darauf gefunden: Delfine besitzen einen Elektrosinn, der ihr Echolot perfekt ergänzt. Möglich wird das durch Elektrorezeptoren an der Delfinschnauze, die sich aus den Follikeln (Einstülpungen der Haut) von Barthaaren entwickelt haben. Da Delfine ihre Barthaare kurz nach der Geburt verlieren, wurden diese unbehaarten Vertiefungen lange Zeit von der Wissenschaft als verkümmerte Körperteile vernachlässigt. Mehr...
Ein internationales Physikerteam um Dr. Michael Först und Prof. Andrea Cavalleri von der Max-Planck-Forschungsgruppe für Strukturelle Dynamik an der Universität Hamburg hat erstmals einen Effekt zur Anregung von Gitterschwingungen (Phononen) in Kristallen nachgewiesen, der schon seit 40 Jahren vermutet worden war.
Wissenschaftlern um Prof. Dr. Klaus Sengstock am Institut für Laserphysik ist es erstmals gelungen, die Orientierung von Magneten in einem Lichtgitter frei festzulegen. Sie experimentierten mit Atomen nahe dem absoluten Temperaturnullpunkt, die sich in einem von Laserstrahlen erzeugten Lichtgitter wie kleine Magnete verhalten: Sie ordnen sich wie Kompassnadeln auf einem Nagelbrett in bestimmten Mustern an. Indem die Hamburger Laserphysiker das Gitter mit einer neuen speziellen Technik bewegten, konnten sie die Ausrichtung der Magnete nun manipulieren. Ihre neuen Erkenntnisse sind in der Online-Ausgabe der „Science“ veröffentlicht. Mehr...
Zum 100. Jahrestag der Entdeckung der Supraleitung ist es einer von Prof. Dr. Andrea Cavalleri geleiteten Forschungskollaboration der Max-Planck-Forschungsgruppe für Strukturelle Dynamik an der Universität Hamburg und einer Gruppe der Universität Oxford gelungen, eine Hochtemperatur-Supraleitung innerhalb von weniger als einer Pikosekunde an- und abzuschalten. Supraleitung ist ein Zustand, in dem ein Material jeglichen elektrischen Widerstand verliert und zum idealen Stromleiter wird. Die Ergebnisse des Experiments sind nun in der Online-Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift „Nature Photonics“ veröffentlicht. Mehr...
Die Hamburger Polizei und Feuerwehr kann im Falle eines Unfalls bald genau vorhersagen, wohin eine Gaswolke im Stadtgebiet zieht. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen vom KlimaCampus der Universität Hamburg haben zusammen mit dem Naval Research Laboratory in Washington und der Hamburger Innenbehörde eine Software erstellt, die Vorhersagen über die Ausbreitung von Gasen erheblich verbessert. Sie wurde am 16. April 2011 erstmals unter Naturbedingungen im Hafen- und Innenstadtgebiet getestet – natürlich mit ungiftigen Gasen. Weitere Informationen hier...
1859 veröffentlichte Charles Darwin sein Hauptwerk „Die Entstehung der Arten“. Der wissenschaftliche Streit darüber, wie sich der Begriff „Art“ definieren lässt, dauert bis heute an. PD Dr. Bernhard Hausdorf, Zoologe an der Universität Hamburg, hat bisherige Erkenntnisse analysiert und ein neues Konzept entwickelt: das „differentielle Fitness Artkonzept“. Veröffentlicht wurde es in der Aprilausgabe des Fachmagazins „Evolution“. Weitere Informationen hier...
Der Arbeitsgruppe „Atomoptik“ am Institut für Laserphysik der Universität Hamburg ist es gelungen, eine neuartige, exotische Form von Suprafluidität in einem extrem kalten atomaren Gas zu beobachten. Die britische Fachzeitschrift „Nature Physics“ berichtete über diesen Erfolg unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Andreas Hemmerich in der Ausgabe vom Februar 2011.
Mit dem vorausgesagten Klimawandel könnten sich auch unsere Wälder verändern. Negative Folgen für den Baumbestand lassen sich bei entsprechender Bewirtschaftung abmildern, zeigt eine Studie von Professor Michael Köhl und anderen Forschern und Forscherinnen am KlimaCampus der Universität Hamburg. Weitere Informationen hier...
In den vergangenen drei Jahren hat sich die Anzahl der Großschiffe mit über 330 Metern Länge im Hamburger Hafen verdoppelt. Das gesteigerte Aufkommen verlangt die Umstrukturierung der Nautischen Zentrale mit verbesserten Arbeitsprozessen. Hierfür haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fachbereichs Informatik gemeinsam mit dem Hamburger Informatik Technologie-Center (HITeC) e. V. und der Hamburg Port Authority (HPA) das Projekt „AHOI“ gestartet. Weitere Informationen hier...| Archiv: | Alle Forschungsnachrichten 2010 |
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