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Alle Forschungsnachrichten 2010

Leibniz-Preis für Prof. Christian Büchel:
Neurowissenschaftler erhält Deutschlands wichtigsten Forschungsförderpreis
(2. Dezember 2010)

Prof. Dr. Christian Büchel, Foto: BWFProf. Dr. Christian Büchel, Direktor des Instituts für Systemische Neurowissenschaften am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, ist neuer Träger des Leibniz-Preises. Prof. Büchel ist einer von zehn Forschern, die den mit jeweils 2,5 Millionen Euro dotierten Leibniz-Preis im März erhalten. Er bekommt den Preis für seine grundlegenden Forschungen zu neuronalen Netzwerkeigenschaften, die bei komplexen Hirnprozessen wie Lernen, Gedächtnis, Sprache, Angst und Schmerz relevant sind. Prof. Christian Büchel im Interview. Weitere Informationen hier...

Neues Graduiertenkolleg verbindet Mathematik und Physik
(1. Dezember 2010)

Die Universität Hamburg hat bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erfolgreich ein neues Graduiertenkolleg zum Thema „Mathematics inspired by string theory and quantum field theory“ eingeworben. An der Schnittstelle von Mathematik und Physik werden ab April 2011 viereinhalb Jahre fortlaufend 13, ab 2012 dann 14 Doktorandinnen und Doktoranden zu mathematischen Themen mit Verbindungen zur String- und Quantenfeldtheorie forschen. Weitere Informationen finden Sie hier… und hier…

Psychologie-Professorin erforscht menschliches Gehirn:
Europäischer Forschungsrat bewilligt Millionenprojekt
(24. November 2010)

 Prof. Dr. Brigitte Röder, Foto: privatDer Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) hat für ein Forschungsvorhaben an der Universität Hamburg zur Lernfähigkeit des menschlichen Gehirns rund 2,4 Millionen Euro bewilligt. Das Projekt beginnt offiziell am 1. Dezember 2010. Der ERC ehrt damit zugleich die bisherigen wissenschaftlichen Leistungen von Prof. Dr. Brigitte Röder, Leiterin des Arbeitsbereichs Biologische Psychologie und Neuropsychologie, Universität Hamburg. Die Fördermittel stammen aus dem ERC-Förderprogramm „Advanced Investigators Grant“ in der Kategorie Sozial- und Geisteswissenschaften und werden für fünf Jahre vergeben. Mehr...

Mensch-Tier-Beziehung beschäftigt neue Forschungsgruppe
(8. November 2010)

Am 10. November 2010 hat die „Group for Society & Animals Studies“ (GSA) ihre Gründung gefeiert. Sie ist deutschlandweit die erste sozialwissenschaftliche Forschungsgruppe, die sich dem vielschichtigen Verhältnis von Menschen und Tieren widmet. Nach Ansicht der GSA-Koordinatorin Prof. Birgit Pfau-Effinger hat sich das Mensch-Tier-Verhältnis in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland stark verändert – der Wert der Tiere und ihre Bedürfnisse würden verstärkt wahrgenommen. Weitere Informationen finden Sie hier… und hier…

13 Wissenschaftlerinnen der Universität Hamburg im Internetportal „AcademiaNet“ vertreten
(5. November 2010)

Das Internetportal „AcademiaNet“ ist seit Anfang November 2010 freigeschaltet. Foto: UHH/Baumann13 Wissenschaftlerinnen aus verschiedenen Fakultäten der Universität Hamburg sind im „AcademiaNet“ vertreten. Das Internetportal für Forscherinnen-Profile wurde von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel am 2. November 2010 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften für die Öffentlichkeit freigeschaltet. Mit Hilfe der Datenbank erhalten Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Wissenschaft und Wirtschaft einen besseren Zugang zu Profilen exzellenter Wissenschaftlerinnen. Mehr...

Mit Hightech in die Römerzeit: Pilotprojekt der Archäologie
(November 2010)

Detailansicht von innen. Zu erkennen sind die Spurrillen der Karren, mit denen das goldführende Gestein aus dem Berg transportiert wurde. Die Breite zwischen den Rädern betrug 1,30 m., Foto: UHH/RammingerForschende der Abteilung Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Universität Hamburg haben im Frühjahr und Sommer 2010 eine neue Technologie in der archäologischen Praxis getestet: Sie setzten im Norden Portugals erstmals einen terrestrischen 3D-Laserscanner ein, um das römische Goldbergwerk von Três Minas zu vermessen und seine Baugeschichte zu erforschen. In einem Pilotprojekt fand die Hamburger Gruppe heraus, dass das Bergwerk „Galeria dos Alargamentos“ schneller erbaut wurde als bisher angenommen. Mehr...

For­schung zu mensch­li­chen und künst­li­chen Sin­nen:
2. För­der­pha­se für das Gra­du­ier­ten­kol­leg CIN­ACS
(Oktober 2010)

Der Ser­vice-Ro­bo­ter kann Auf­ga­ben im Haus­halt über­neh­men, Foto: CIN­ACSDie För­de­rung für das deutsch-chi­ne­si­sche Gra­du­ier­ten­kol­leg „Cross-mo­dal In­ter­ac­tion in Na­tu­ral and Ar­ti­fi­ci­al Co­gni­ti­ve Sys­tems“ (CIN­ACS) ist zum 1. Ok­to­ber 2010 bis 2015 ver­län­gert worden. Die Deut­sche For­schungs­ge­mein­schaft (DFG) eva­lu­ier­te die Ar­beit von CIN­ACS und be­wil­lig­te die zwei­te För­der­pha­se mit rund 2,9 Mil­lio­nen Euro. Haupt­ziel von CIN­ACS ist, die Prin­zi­pi­en der In­ter­ak­ti­on ver­schie­de­ner sen­so­ri­scher Mo­da­li­tä­ten, d. h. Sehen, Hören und Tas­ten, zu ver­ste­hen und in Ro­bo­ter-Sys­te­men zu rea­li­sie­ren, um eine Mensch-Com­pu­ter-Kom­mu­ni­ka­ti­on zu er­mög­li­chen. Mehr...

Nachhaltiges Landmanagement in Afrika: BMBF fördert Forschungsprojekt mit 4 Millionen Euro
(23. September 2010)

Okavango-Fluss im südlichen Afrika. Foto: UHH/M. SchneggDas Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert ab sofort ein von der Universität Hamburg koordiniertes Konsortium internationaler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit vier Millionen Euro. Das interdisziplinäre Projekt „The Future Okavango“ untersucht, wie natürliche Ressourcen entlang des Okavango-Flusses im südlichen Afrika nachhaltig genutzt und gerecht verteilt werden können. Beteiligt sind vier Institute der Universität: Bodenkunde, Botanik, Ethnologie und Geographie. Mehr...

Erstmals Modell von Hamburgs City im Windkanal: Sicherheit und Klimawirkungen im Fokus
(21. September 2010)

Modell der Hamburger City wird im Windkanal durchgepustet. Foto: UHH/ewtl@zmaw.deIm Hamburger Grenzschichtwindkanal, dem größten in Europa, werden zum ersten Mal die Windbedingungen in der eigenen Stadt analysiert. In den nächsten Wochen forschen Wissenschaftler/innen des KlimaCampus an der Universität Hamburg an einem im Maßstab 1:350 gebauten Modell zu Sicherheitsaspekten und Klimawirkungen. Neben dem KlimaCampus sind das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sowie die Behörde für Inneres der Freien und Hansestadt Hamburg beteiligt. Mehr...

DFG vergibt rund 5 Millionen Euro: Graduiertenkolleg „Maßgeschneiderte Metall-Halbleiter-Hybridsysteme“ geht in die zweite Förderperiode
(13. September 2010)

Metall-Halbleiter-Mikroröllchen mit einem Durchmesser von etwa 2  Mikrometern, das als sog. Hyperlinse eingesetzt wird. Großes Bild: Aufnahme mit Rasterelektronenmikroskop. Kleines Bild: numerische Simulation der Lichtintensität. Foto: UHH/Markus BröllDas DFG-Graduiertenkolleg 1286 „Maßgeschneiderte Metall-Halbleiter-Hybridsysteme“ an der Universität Hamburg startet am 1. Oktober 2010 in seine zweite Förderperiode. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) beurteilte das Kolleg dieses Jahr als „exzellent“ und fördert es in den kommenden viereinhalb Jahren mit mehr als 4,8 Millionen Euro. Halbleiter werden mit normalleitenden Metallen, Supraleitern und Ferromagneten kombiniert, so dass Hybridsysteme (Kombinationen) mit neuartigen Funktionalitäten entstehen. Mehr...

Wissenschaftler der Universität Hamburg erforschen zum ersten Mal die Artenvielfalt in der japanischen Tiefsee
(23. August 2010)

Forscher stanzen mit einem sogenannten Multicorer Sedimentkerne aus dem Meeresboden. Foto: Senckenberg, Forschungsinstitut und NaturmuseumSeit Mitte August ist die russische Expedition „SoJaBio“ unter Leitung von Dr. Marina Malyutina, Institute of Marine Biology, Vladivstok, auf dem russischen Forschungsschiff „RV Akademik Lavrentyev“ in der japanischen Tiefsee unterwegs, um die Artenvielfalt am Meeresgrund in diesem noch völlig unbekannten Gebiet zu erforschen.
Vier Forscher/innen der Universität Hamburg, Prof. Dr. Angelika Brandt und die Diplom-Biolog/innen Laura Würzberg, Nikolaus Elsner und Torben Riehl, beteiligen sich an dieser Pionierarbeit. Außerdem sind sechs weitere Wissenschaftler/innen der Zoologischen Staatssammlung München, des Senckenberg-Instituts in Frankfurt, des Deutschen Zentrums für Marine Biodiversitätsforschung in Wilhelmshaven, der Freien Universität Berlin und eines Kieler Unternehmens sowie ein Schweizer Wissenschaftler der Universität Genf dabei. Die erste „Transekt“-Untersuchung, d.h. die Analyse einer Reihe von Mess- und Beobachtungspunkten entlang einer geraden Linie, in 3.300 Metern Tiefe wurde bereits erfolgreich beendet. Mehr...

Neue Nanostrukturen entwickelt: Organische Moleküle rufen Nanoteilchen zur Ordnung
(August 2010)

Schema von einzelnen Nanokristallen, die durch Selbstorganisation in zweidimensionale Strukturen verschmelzen, Foto: UHH/Christian Klinke Einem Team von Forschern der Universität Hamburg und des spanischen Forschungszentrums IMDEA Nanoscience ist es gelungen, Materialien auf chemischem Wege herzustellen, die sich durch Selbstorganisation zu zweidimensionalen Nanostrukturen zusammenfinden.
Die Produktion ultradünner Nanoschichtstrukturen mit Hilfe der sogenannten orientierten Zusammenlagerung stellt einen der viel versprechendsten Wege in der Nanotechnologie dar. Die neuartigen Strukturen können in flexiblen elektronischen Schaltungen, Solarzellen oder Photosensoren eingesetzt werden. In der Titelgeschichte der Ausgabe des Fachmagazins „Science“ vom 30. Juli 2010 stellt die deutsch-spanische Forschungsgruppe ihre Entdeckung vor. Mehr...

Forscher entwickelt Rechenmodell zum Erhalt des Dorschs
(August 2010)

Prof. Dr. Christian Möllmann Fischbestände werden nicht nur durch Fangquoten beeinflusst, sondern auch wesentlich durch das Klima. Beispielsweise bringen starke Regenfälle zukünftig mehr Süßwasser in die Ostsee. Gleichzeitig wird sich voraussichtlich der Tiefenwasser-Zufluss aus der Nordsee verringern. Beide Phänomene führen zu einer niedrigeren Salzkonzentration in der Ostsee. Der Lebensraum von marinen Fischen wie dem Dorsch in der Ostsee ist infolgedessen bedroht.
Jetzt hat eine internationale Forschergruppe um Prof. Christian Möllmann (Institut für Hydrobiologie und Fischereiwissenschaft und KlimaCampus Universität Hamburg) ein Rechenmodell entwickelt, mit dem langfristige Vorhersagen zur Entwicklung des Dorschbestandes in der Ostsee gemacht werden können. Anfang August erhielten die Forscher für ihre Arbeit den amerikanischen „Sustainability Science Award 2010“. Mehr...

Gigantische Kohlenstoffspeicher: Forschungsexpedition soll Klimarelevanz russischer Moore klären
(14. Juli 2010)

Das Team der Wissenschaftler in Komi Zwei Expeditionen in unwirtliche Gebiete – in die russische Republik Komi und ins sibirische Lenadelta – sollen klären, wie Moore auf Klimaänderungen reagieren. Prof. Lars Kutzbach vom KlimaCampus der Universität Hamburg erforscht ab Donnerstag, den 15.07.2010, mit seinem Team sowie deutschen und russischen Partnern die komplexen Wechselwirkungen zwischen hydrologischen Prozessen und dem Kohlenstoffkreislauf nordischer Feuchtgebiete. Befürchtet wird, dass diese durch die globale Erwärmung mehr Kohlenstoff in Form von Treibhausgasen emittieren. Die aktuellen Analysen werden wichtige Grundlagendaten zur Risikoabschätzung und für das Verständnis von Treibhausgas-Bilanzen liefern. In herkömmlichen Klimamodellen fehlte der Faktor „Moor“ trotz seiner Größenordnung bisher völlig. Mehr...

Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts – Anwendungsgebiete der Nanotechnologie
(Juni 2010)

Nanopartikel im Körperinneren An der Universität Hamburg wird gleich in mehreren Fachbereichen intensiv zur Nanotechnologie geforscht: Chemie, Physik und Medizin arbeiten in diesem Forschungsfeld eng zusammen. Gleich zwei Landesexzellenzcluster an der UHH widmen sich dem Thema „Nano“. Insofern gilt die Universität Hamburg zu Recht als einer der wichtigen „Nano“-Forschungsstandorte Deutschlands. Um die Aktivitäten in Hamburg zu illustrieren, wurde nun im Auftrag der Akademie der Wissenschaften und des Exzellenzclusters „Nanotechnology in Medicine“ ein Film produziert, der die Nanotechnologie und ihre zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten der großen Öffentlichkeit näherbringt. Mehr...

Wer wäscht die schmutzige Wäsche? Ergebnisse einer Studie zur Verteilung von Hausarbeit im internationalen Vergleich
(21. Juni 2010)

Wäsche an der Leine Wer wäscht die schmutzige Wäsche? Wie erklärt sich der Anstieg des Anteils der Hausarbeit, den Männer verrichten? Warum arbeiten deutsche Frauen so viel mehr im Haushalt als schwedische oder US-amerikanische Frauen?
Sonja Drobnič, Professorin für Soziologie an der Universität Hamburg, hat mit ihrer Kollegin Judith Treas, University of California, Irvine, diese Alltagsfragen mit Unterstützung der Alexander von Humboldt-Stiftung von verschiedenen Seiten wissenschaftlich beleuchtet.
Im Projektverbund „Dividing the Domestic/Den Haushalt teilen“ gingen sie der Frage nach, wie Staat, Kultur und Ländercharakteristika unsere Haushalte und unser Privatleben durchdringen. Ergebnis: Obwohl in Vollzeit beschäftigt, verrichten Frauen in allen untersuchten Ländern immer noch den Großteil der Hausarbeit. Auch ärmere Frauen wenden mehr Zeit für den Haushalt auf als ihre wohlhabenderen Pendants. Bildungssystem, Arbeitsrecht, Steuersystem, Regierungspolitik und kulturelle Glaubenssätze über Mutterschaft und Heirat spielen eine wichtige Rolle. Eine Erklärung des privaten „Wer macht was?“ bedarf dabei einer genauen Berücksichtigung des Einflusses von so verschiedenen Seiten wie Gewerkschaften, staatlichen Schulsystemen und kulturellen Leitbildern von glücklicher Ehe.
(Foto: CC/Nordlichter4)
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Anwendungspotenziale geisteswissenschaftlicher Forschung: Der Transferbereich Mehrsprachigkeit
(Mai 2010)

Logo des SFB 538 Mehrsprachigkeit im gesellschaftlichen Alltag ist für viele längst die Regel. In einer Gesellschaft, in der viele Kulturen Platz haben, und in einer sich zunehmend vernetzenden Wirtschaftswelt sollte der Umgang mit fremden Sprachen auch für die Kindergärtnerin, den Mitarbeiter eines großen Unternehmens und den deutschen Arzt selbstverständlich sein. Welche Chancen und Herausforderungen die mehrsprachige Gesellschaft mit sich bringt, das untersucht der Transferbereich des SFB Mehrsprachigkeit an der Universität Hamburg zusammen mit seinen Partnerinstitutionen.
Als bundesweit erster von der DFG geförderter Transferbereich auf dem Gebiet der Geisteswissenschaften kommt dem Transferbereich des Sonderforschungsbereiches „Mehrsprachigkeit“ der Universität Hamburg eine besondere Bedeutung zu. In fünf Projekten wurden Forschungsergebnisse aus dem SFB in unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft fruchtbar gemacht, dabei ging es vor allem um die Sensibilisierung für Probleme der Mehrsprachigkeit im Alltag und die Entwicklung entsprechender Fortbildungs- und Lehrmaterialien. Mehr...

Landesexzellenzinitiative: Broschüre informiert über Forschungsvorhaben
(Mai 2010)

Titelbild LEXI-Broschüre Im Januar 2009 hat die Freie und Hansestadt Hamburg eine Landesexzellenzinitiative ins Leben gerufen, um Forschungsverbünde von Hamburger Universitäten mit weiteren Hochschulen, außeruniversitären Instituten und sonstigen Partnern zu stärken und zu fördern. Die Universität Hamburg konnte insgesamt 11 Projekte erfolgreich einwerben. Dabei handelt es sich um 6 Landesexzellenzcluster sowie 5 Landesgraduiertenschulen. Die interdisziplinär ausgerichteten Vorhaben decken unterschiedliche Forschungsgebiete ab.
Sie möchten sich über die Projekte informieren? Eine Broschüre versammelt Kurzporträts und grundlegende Informationen zu den Forschungsvorhaben. Zum Download (PDF)...

Vulkanasche bringt Algen im Ozean zum Blühen
(17. Mai 2010)

Logo ZEITLast Welche Wirkung haben Vulkanausbrüche auf unser Klima? Bisher gingen Wissenschaftler/innen davon aus, dass Eruptionen mit hohem Schwefeldioxid-Anteil, die sehr weit in die Höhe reichen, die Bildung von Aerosolen hervorrufen. Diese Aerosolwolken können die Erde kühlen. Eine andere Wirkung – das Düngen von Ozeanalgen – haben jetzt Forscher/innen des Exzellenzclusters „Integrated Climate Analysis and Prediction“ (CliSAP) der Universität Hamburg untersucht. Erste Ergebnisse erscheinen in den Fachmagazinen „Atmospheric Chemistry and Physics“ und „Journal of Geophysical Research“.
„In weiten Teilen des Ozeans ist das Algenwachstum unter anderem durch das Fehlen von Eisen limitiert. Eisensalze in der Vulkanasche könnten das Plankton zum Blühen bringen – und dabei größere Mengen CO2 binden“, so Dr. Bärbel Langmann, Institut für Geophysik. Die Algen nehmen das Treibhausgas in ihren Stoffwechsel auf und entfernen es so aus der Atmosphäre. Mehr...

ZEITLast vs. Zeitsouveränität: Projekt untersucht Studierbarkeit der Bachelor- und Master-Studiengänge
(Mai 2010)

Logo ZEITLast Am Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung der Uni Hamburg wird dazu geforscht, wie hoch die Arbeitslast der Studierenden nach der Umstellung auf Bachelor- und Master-Studiengänge ist. Gleichzeitig werden Maßnahmen zur Verbesserung der Situation erarbeitet und eingesetzt. Erste Zwischenergebnisse des seit 2009 laufenden Projekts liegen bereits vor.
Überraschend war für die beteiligten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, was die Zeitbudget-Analysen des vergangenen Wintersemesters offenbarten: Die Studierenden investieren nicht so viel Zeit in ihr Studium wie angenommen. Die durch Bologna vorgegebene Workload von 160 Stunden im Monat wurde deutlich unterschritten. Mehr...

Abbildung und Manipulation atomarer Spins - Neue Möglichkeiten für zukünftige Computertechnologie
(30. April 2010)

Kette aus sechs Kobaltatomen Wie die renommierte britische Fachzeitschrift „Nature Nanotechnology“ berichtet, hat ein internationales Forscherteam an der Universität Hamburg mit einem Rastertunnelmikroskop spinsensitive Messungen („Spins“ – magnetische Momente von Elektronen) an einer Kette von Kobaltatomen vorgenommen. Die Messungen zeigen überraschenderweise, dass die beobachtete Form der Atome von deren magnetischer Orientierung abhängt. Diese Arbeit ist die erste weltweit, die Spinsensitivität mit der Technik der Atommanipulation kombiniert. (Foto: A. Kubetzka) Mehr...

Privatsphäre im Internet? Zu Risiken des Social Web forscht das „Young Scholars‘ Network on Privacy & Web 2.0“
(März 2010)

Social Media an der UHHMit wachsendem Erfolg des Web 2.0, des „Mitmach-Netzes“, hat sich das Verhalten vieler Internetnutzer stark gewandelt. Gerade Einblicke ins Private, den eigenen Alltag und den Freundeskreis machen den Hauptteil der Inhalte und den besonderen voyeuristischen Reiz des Social Web aus. Doch das Preisgeben privater Daten kann auch ein Risiko für die Internetnutzer darstellen, das in seiner Langzeitwirkung oft unterschätzt wird.
Am 8. und 9. März fand die erste Tagung des „Young Scholars‘ Network on Privacy & Web 2.0“ statt. Das DFG-geförderte Netzwerk aus 15 internationalen Forscherinnen und Forschern diskutierte unter der Leitung von Juniorprofessorin Sabine Trepte und Dipl.-Psych. Leonard Reinecke vom Fachbereich Psychologie der Universität Hamburg aktuelle Trends und Entwicklungen der Privatsphäre im Internet. (Grafik: Dmitri Broido) Mehr...

Was antarktische Asseln verraten: Meeresbiologin ist marinen Kleinstlebewesen auf der Spur
(Januar 2010)

Oktopus10 Tage lang hat Dr. Stefanie Kaiser auf dem Forschungsschiff RRS James Clark Ross im Südpolarmeer Proben entnommen und dabei einige interessante Funde gemacht: Unter anderem konnte das Team des British Antarctic Survey in Cambridge Bilder von etwa 10 cm großen antarktischen Rochen aufnehmen, die im Südpolarmeer so selten anzutreffen sind, dass sie für manche Wissenschaftler schon als ausgestorben galten. Eigentliches Forschungsobjekt der Meeresbiologin aber sind Isopoden, genauer: mikroskopische Asseln, die am Meeresboden des Südpolarmeers leben.
Asseln sind neben Krebstieren, Schnecken und Würmern typische Bewohner des Meeresbodens, und sie sind aussagekräftige Objekte, wenn es darum geht, die Artenvielfalt und Besiedelungsgeschichte der Antarktis zu untersuchen. Dr. Kaiser, die am Zoologischen Museum der Universität Hamburg arbeitet, ist Spezialistin für Biodiversität in aquatischen Ökosystemen. (Foto: Pete Bucktrout) Mehr...

Wandel und Ambivalenz kultureller Ordnungen in kolonialen Kontaktzonen im 17. und 18. Jahrhundert

FotoSeit 2009 gibt es am Historischen Seminar der Fakultät für Geisteswissenschaften der UHH unter Leitung von Dr. Astrid Windus eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zum Thema „Text, Bild, Performanz: Wandel und Ambivalenz kultureller Ordnungen in kolonialen Kontaktzonen im 17.–18. Jahrhundert“. Besonderheit dieses auf fünf Jahre angelegten Forschungsprojektes ist die Analyse kultureller Transformationsprozesse innerhalb des spanischen Kolonialreichs.
Untersucht wird, wie die beteiligten Akteure in einer „Unterwerfungssituation“ sprachliche, visuelle und performative Medien und Handlungsräume nutzten, um neue kulturelle Ordnungen und Bedeutungssysteme zu bilden.
Eine Besonderheit des Projekts ist die medienübergreifende Herangehensweise. So werden nicht nur „klassische“ historische Textquellen untersucht, sondern auch Bildquellen und performative Formen der Bedeutungsproduktion. Während Texte vor allem durch die Kolonialherren erzeugt wurden und von christlichen Reglementierungen geprägt waren, wurden Bilder, Keramiken oder Textilien oftmals von Indígenas geschaffen. Performative Phänomene, wie z.B. Rituale, Feste und Prozessionen, stellen das dritte Untersuchungsmedium dar. Sie geben unter anderem Einblicke in politische und gesellschaftliche Strukturen, da sich hier die staatliche bzw. religiöse Macht oder soziale Gruppen in spezifischer Weise inszenierten. Mehr...
 

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