Prof. Dr. Christian Büchel, Direktor des Instituts für Systemische Neurowissenschaften am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, ist neuer Träger des Leibniz-Preises. Prof. Büchel ist einer von zehn Forschern, die den mit jeweils 2,5 Millionen Euro dotierten Leibniz-Preis im März erhalten. Er bekommt den Preis für seine grundlegenden Forschungen zu neuronalen Netzwerkeigenschaften, die bei komplexen Hirnprozessen wie Lernen, Gedächtnis, Sprache, Angst und Schmerz relevant sind. Prof. Christian Büchel im Interview. Weitere Informationen hier...
Der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) hat für ein Forschungsvorhaben an der Universität Hamburg zur Lernfähigkeit des menschlichen Gehirns rund 2,4 Millionen Euro bewilligt. Das Projekt beginnt offiziell am 1. Dezember 2010. Der ERC ehrt damit zugleich die bisherigen wissenschaftlichen Leistungen von Prof. Dr. Brigitte Röder, Leiterin des Arbeitsbereichs Biologische Psychologie und Neuropsychologie, Universität Hamburg. Die Fördermittel stammen aus dem ERC-Förderprogramm „Advanced Investigators Grant“ in der Kategorie Sozial- und Geisteswissenschaften und werden für fünf Jahre vergeben. Mehr...
13 Wissenschaftlerinnen aus verschiedenen Fakultäten der Universität Hamburg sind im „AcademiaNet“ vertreten. Das Internetportal für Forscherinnen-Profile wurde von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel am 2. November 2010 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften für die Öffentlichkeit freigeschaltet. Mit Hilfe der Datenbank erhalten Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Wissenschaft und Wirtschaft einen besseren Zugang zu Profilen exzellenter Wissenschaftlerinnen. Mehr...
Forschende der Abteilung Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Universität Hamburg haben im Frühjahr und Sommer 2010 eine neue Technologie in der archäologischen Praxis getestet: Sie setzten im Norden Portugals erstmals einen terrestrischen 3D-Laserscanner ein, um das römische Goldbergwerk von Três Minas zu vermessen und seine Baugeschichte zu erforschen. In einem Pilotprojekt fand die Hamburger Gruppe heraus, dass das Bergwerk „Galeria dos Alargamentos“ schneller erbaut wurde als bisher angenommen. Mehr...
Die Förderung für das deutsch-chinesische Graduiertenkolleg „Cross-modal Interaction in Natural and Artificial Cognitive Systems“ (CINACS) ist zum 1. Oktober 2010 bis 2015 verlängert worden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) evaluierte die Arbeit von CINACS und bewilligte die zweite Förderphase mit rund 2,9 Millionen Euro. Hauptziel von CINACS ist, die Prinzipien der Interaktion verschiedener sensorischer Modalitäten, d. h. Sehen, Hören und Tasten, zu verstehen und in Roboter-Systemen zu realisieren, um eine Mensch-Computer-Kommunikation zu ermöglichen. Mehr...
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert ab sofort ein von der Universität Hamburg koordiniertes Konsortium internationaler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit vier Millionen Euro. Das interdisziplinäre Projekt „The Future Okavango“ untersucht, wie natürliche Ressourcen entlang des Okavango-Flusses im südlichen Afrika nachhaltig genutzt und gerecht verteilt werden können. Beteiligt sind vier Institute der Universität: Bodenkunde, Botanik, Ethnologie und Geographie. Mehr...
Im Hamburger Grenzschichtwindkanal, dem größten in Europa, werden zum ersten Mal die Windbedingungen in der eigenen Stadt analysiert. In den nächsten Wochen forschen Wissenschaftler/innen des KlimaCampus an der Universität Hamburg an einem im Maßstab 1:350 gebauten Modell zu Sicherheitsaspekten und Klimawirkungen. Neben dem KlimaCampus sind das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sowie die Behörde für Inneres der Freien und Hansestadt Hamburg beteiligt. Mehr...
Das DFG-Graduiertenkolleg 1286 „Maßgeschneiderte Metall-Halbleiter-Hybridsysteme“ an der Universität Hamburg startet am 1. Oktober 2010 in seine zweite Förderperiode. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) beurteilte das Kolleg dieses Jahr als „exzellent“ und fördert es in den kommenden viereinhalb Jahren mit mehr als 4,8 Millionen Euro. Halbleiter werden mit normalleitenden Metallen, Supraleitern und Ferromagneten kombiniert, so dass Hybridsysteme (Kombinationen) mit neuartigen Funktionalitäten entstehen. Mehr...
Seit Mitte August ist die russische Expedition „SoJaBio“ unter Leitung von Dr. Marina Malyutina, Institute of Marine Biology, Vladivstok, auf dem russischen Forschungsschiff „RV Akademik Lavrentyev“ in der japanischen Tiefsee unterwegs, um die Artenvielfalt am Meeresgrund in diesem noch völlig unbekannten Gebiet zu erforschen.
Einem Team von Forschern der Universität Hamburg und des spanischen Forschungszentrums IMDEA Nanoscience ist es gelungen, Materialien auf chemischem Wege herzustellen, die sich durch Selbstorganisation zu zweidimensionalen Nanostrukturen zusammenfinden.
Fischbestände werden nicht nur durch Fangquoten beeinflusst, sondern auch wesentlich durch das Klima. Beispielsweise bringen starke Regenfälle zukünftig mehr Süßwasser in die Ostsee. Gleichzeitig wird sich voraussichtlich der Tiefenwasser-Zufluss aus der Nordsee verringern. Beide Phänomene führen zu einer niedrigeren Salzkonzentration in der Ostsee. Der Lebensraum von marinen Fischen wie dem Dorsch in der Ostsee ist infolgedessen bedroht.
Zwei Expeditionen in unwirtliche Gebiete – in die russische Republik Komi und ins sibirische Lenadelta – sollen klären, wie Moore auf Klimaänderungen reagieren. Prof. Lars Kutzbach vom KlimaCampus der Universität Hamburg erforscht ab Donnerstag, den 15.07.2010, mit seinem Team sowie deutschen und russischen Partnern die komplexen Wechselwirkungen zwischen hydrologischen Prozessen und dem Kohlenstoffkreislauf nordischer Feuchtgebiete. Befürchtet wird, dass diese durch die globale Erwärmung mehr Kohlenstoff in Form von Treibhausgasen emittieren. Die aktuellen Analysen werden wichtige Grundlagendaten zur Risikoabschätzung und für das Verständnis von Treibhausgas-Bilanzen liefern. In herkömmlichen Klimamodellen fehlte der Faktor „Moor“ trotz seiner Größenordnung bisher völlig. Mehr...
An der Universität Hamburg wird gleich in mehreren Fachbereichen intensiv zur Nanotechnologie geforscht: Chemie, Physik und Medizin arbeiten in diesem Forschungsfeld eng zusammen. Gleich zwei Landesexzellenzcluster an der UHH widmen sich dem Thema „Nano“. Insofern gilt die Universität Hamburg zu Recht als einer der wichtigen „Nano“-Forschungsstandorte Deutschlands. Um die Aktivitäten in Hamburg zu illustrieren, wurde nun im Auftrag der Akademie der Wissenschaften und des Exzellenzclusters „Nanotechnology in Medicine“ ein Film produziert, der die Nanotechnologie und ihre zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten der großen Öffentlichkeit näherbringt. Mehr...
Wer wäscht die schmutzige Wäsche? Wie erklärt sich der Anstieg des Anteils der Hausarbeit, den Männer verrichten? Warum arbeiten deutsche Frauen so viel mehr im Haushalt als schwedische oder US-amerikanische Frauen?
Mehrsprachigkeit im gesellschaftlichen Alltag ist für viele längst die Regel. In einer Gesellschaft, in der viele Kulturen Platz haben, und in einer sich zunehmend vernetzenden Wirtschaftswelt sollte der Umgang mit fremden Sprachen auch für die Kindergärtnerin, den Mitarbeiter eines großen Unternehmens und den deutschen Arzt selbstverständlich sein. Welche Chancen und Herausforderungen die mehrsprachige Gesellschaft mit sich bringt, das untersucht der Transferbereich des SFB Mehrsprachigkeit an der Universität Hamburg zusammen mit seinen Partnerinstitutionen.
Im Januar 2009 hat die Freie und Hansestadt Hamburg eine Landesexzellenzinitiative ins Leben gerufen, um Forschungsverbünde von Hamburger Universitäten mit weiteren Hochschulen, außeruniversitären Instituten und sonstigen Partnern zu stärken und zu fördern. Die Universität Hamburg konnte insgesamt 11 Projekte erfolgreich einwerben. Dabei handelt es sich um 6 Landesexzellenzcluster sowie 5 Landesgraduiertenschulen. Die interdisziplinär ausgerichteten Vorhaben decken unterschiedliche Forschungsgebiete ab.
Welche Wirkung haben Vulkanausbrüche auf unser Klima? Bisher gingen Wissenschaftler/innen davon aus, dass Eruptionen mit hohem Schwefeldioxid-Anteil, die sehr weit in die Höhe reichen, die Bildung von Aerosolen hervorrufen. Diese Aerosolwolken können die Erde kühlen. Eine andere Wirkung – das Düngen von Ozeanalgen – haben jetzt Forscher/innen des Exzellenzclusters „Integrated Climate Analysis and Prediction“ (CliSAP) der Universität Hamburg untersucht. Erste Ergebnisse erscheinen in den Fachmagazinen „Atmospheric Chemistry and Physics“ und „Journal of Geophysical Research“.
Am Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung der Uni Hamburg wird dazu geforscht, wie hoch die Arbeitslast der Studierenden nach der Umstellung auf Bachelor- und Master-Studiengänge ist. Gleichzeitig werden Maßnahmen zur Verbesserung der Situation erarbeitet und eingesetzt. Erste Zwischenergebnisse des seit 2009 laufenden Projekts liegen bereits vor.
Wie die renommierte britische Fachzeitschrift „Nature Nanotechnology“ berichtet, hat ein internationales Forscherteam an der Universität Hamburg mit einem Rastertunnelmikroskop spinsensitive Messungen („Spins“ – magnetische Momente von Elektronen) an einer Kette von Kobaltatomen vorgenommen. Die Messungen zeigen überraschenderweise, dass die beobachtete Form der Atome von deren magnetischer Orientierung abhängt. Diese Arbeit ist die erste weltweit, die Spinsensitivität mit der Technik der Atommanipulation kombiniert. (Foto: A. Kubetzka) Mehr...
Mit wachsendem Erfolg des Web 2.0, des „Mitmach-Netzes“, hat sich das Verhalten vieler Internetnutzer stark gewandelt. Gerade Einblicke ins Private, den eigenen Alltag und den Freundeskreis machen den Hauptteil der Inhalte und den besonderen voyeuristischen Reiz des Social Web aus. Doch das Preisgeben privater Daten kann auch ein Risiko für die Internetnutzer darstellen, das in seiner Langzeitwirkung oft unterschätzt wird.
10 Tage lang hat Dr. Stefanie Kaiser auf dem Forschungsschiff RRS James Clark Ross im Südpolarmeer Proben entnommen und dabei einige interessante Funde gemacht: Unter anderem konnte das Team des British Antarctic Survey in Cambridge Bilder von etwa 10 cm großen antarktischen Rochen aufnehmen, die im Südpolarmeer so selten anzutreffen sind, dass sie für manche Wissenschaftler schon als ausgestorben galten. Eigentliches Forschungsobjekt der Meeresbiologin aber sind Isopoden, genauer: mikroskopische Asseln, die am Meeresboden des Südpolarmeers leben.
Seit 2009 gibt es am Historischen Seminar der Fakultät für Geisteswissenschaften der UHH unter Leitung von Dr. Astrid Windus eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zum Thema „Text, Bild, Performanz: Wandel und Ambivalenz kultureller Ordnungen in kolonialen Kontaktzonen im 17.–18. Jahrhundert“. Besonderheit dieses auf fünf Jahre angelegten Forschungsprojektes ist die Analyse kultureller Transformationsprozesse innerhalb des spanischen Kolonialreichs.