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Alle Forschungsnachrichten 2009

KlimaCampus legt Klimabericht für die Metropolregion vor
(25. November 2009)

Im Rahmen des Exzellenzclusters CliSAP am KlimaCampus der Universität Hamburg wurde der „Klimabericht für die Metropolregion Hamburg“ erarbeitet. Der Bericht stellt das Wissen über Klima, Klimavariabilität und Klimawandel in dieser Region dar. Zum Klimabericht...

Portal „Immunologie Hamburg“ online

Immunologie HamburgDas Portal Immunologie Hamburg informiert über die gesamte Bandbreite der Immunologie-Forschung in Hamburg, insbesondere auf den Gebieten Infektion, Immunbiologie, Allergie, Autoimmun- und Tumorerkrankungen sowie Transplantation. Das Portal bündelt die Aktivitäten und das Fachwissen der beteiligten Kooperationspartner und bildet die Voraussetzung für ein erfolgreiches wissenschaftliches und wirtschaftliches Netzwerk. Zusammengefasst werden die Aktivitäten der Universität Hamburg, der Universitäten Kiel, Lübeck und weiterer Universitäten sowie verschiedener außeruniversitärer Institute und mittelständischer Unternehmen. „Immunologie Hamburg“ ist eine Initiative der Universität Hamburg und wurde von der Arbeitsstelle Wissens- und Technologietransfer (AWiTT) ins Leben gerufen. Mehr...

DFG bewilligt Sonderforschungsbereich zur Entzündung der Leber

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat am 18. November 2009 einen neuen Sonderforschungsbereich der Universität Hamburg bewilligt. Der SFB 841 widmet sich der Erforschung von Leberentzündungen. In den nächsten vier Jahren stehen damit etwa zehn Millionen Euro für die langfristige Spitzenforschung zur Verfügung.
Ziel ist ein besseres Verständnis von Infektionen, Entzündungen und Tumorerkrankungen des zentralen Stoffwechselorgans. Insbesondere wollen die Wissenschaftler entschlüsseln, auf welche Weise die Auseinandersetzung zwischen Krankheitserreger und Immunsystem die Leber schädigt und so Leberzirrhose und bösartiges Wachstum auslösen kann.
Infektionen der Leber sind die häufigste chronische Infektion weltweit. Auch in Deutschland sind Erkrankungen der Leber weit verbreitet, mit zunehmender Tendenz.
Sprecher des neuen SFB ist Prof. Dr. Ansgar W. Lohse, Direktor der I. Medizinischen Klinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Grundlagenforscher und Klinikärzte des UKE und des Bernhard-Nocht-Instituts werden gemeinsam mit je einer Arbeitsgruppe der Christian-Albrechts-Universität Kiel und der Hebrew University Jerusalem die Funktion der Leber erforschen. Mehr... 

CliSAP – Exzellenzcluster der Universität Hamburg

Wie hat sich das Klima im Lauf der Jahrhunderte und Jahrtausende gewandelt? Wie veränderten sich dabei Ozeane, Land und Atmosphäre? Und was können wir daraus für die Zukunft schließen? Aussagekräftige Vorhersagen mit Hilfe von Klimamodellen sind Forschungsschwerpunkt des Exzellenzclusters Integrated Climate System Analysis and Prediction (CLISAP) der Universität Hamburg. Kernaufgabe ist außerdem die Untersuchung von regionalen Effekten und Risiken sowie von Auswirkungen des Klimawandels in den Städten.
Kann der Mensch den globalen Wandel in verträglichen Grenzen halten? Und wenn ja, wie kann die Gesellschaft die notwendigen Voraussetzungen schaffen? In Hamburg arbeiten Naturwissenschaftler, Ökonomen, Sozial- und Geisteswissenschaftler eng zusammen. Der Cluster besteht nicht nur aus Mitgliedern der Universität: Beteiligt sind auch das Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg und das Institut für Küstenforschung des GKSS-Forschungszentrums Geesthacht. Partner für die hochkomplexen Berechnungen ist das Deutsche Klimarechenzentrum. Rund um den Cluster wächst so der Hamburger „KlimaCampus“. Als internationales Zentrum für Klimaforschung gewinnt die Hansestadt damit weiter an Bedeutung.
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Kohlenstoff-Nanotubes zeigen überraschende Reibungseigenschaften

NanotubesWissenschaftler/innen der Universität Hamburg, aus Italien und den USA kamen in einer gemeinsamen Studie zu überraschenden Ergebnissen: Mikroskopisch kleine röhrenförmige Gebilde aus Kohlenstoff, Kohlenstoff-Nanotubes genannt, zeigen unterschiedliche Reibungseigenschaften parallel und quer zur Nanotube-Achse. Diese Erkenntnisse können helfen, die hervorragenden Eigenschaften von Nanotubes besser zum Einsatz zu bringen, beispielsweise in ultraleichten Materialien im Flugzeugbau oder als künstliche Muskeln.
Molekulare Nanoröhren aus Kohlenstoff sind bekannt für ihre hervorragenden thermischen, mechanischen und elektrischen Eigenschaften. Über ihre Reibungseigenschaften war bisher sehr wenig bekannt. Die Untersuchungen ergaben, dass nicht nur die elastischen Verformungen der steifen Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen eine Rolle spielen, sondern auch eine viel weichere Gesamtbewegung der Kohlenstoff-Röhrchen, ähnlich einem „verhindertem Rollen“. Diese „Weichheit“ ist die Quelle der zusätzlichen Reibungsverluste in Querrichtung und damit der erhöhten Reibung.
Die Erkenntnisse helfen, die mechanischen Eigenschaften von Nanotubes besser zu verstehen und ihre hervorragenden thermischen, mechanischen und elektrischen Eigenschaften besser auszunutzen. Die Kohlenstoff-Nanotubes könnten so in vielen Anwendungsbereichen der Materialwissenschaft, z. B. in der Medizintechnik, im Flugzeugbau oder auch in der Elektronik, neue Herstellungsverfahren einleiten. Mehr...

Der „kleine Klimawandel“ vor der Industrialisierung

Karte: Landnutzung Schon lange vor der Industrialisierung hat der Mensch das Klima beeinflusst. Indem er Wälder in Ackerland umwandelte, erhöhte er den CO2-Gehalt der Atmosphäre deutlich. Eine neue Studie zeigt jetzt: Bereits um 1850 war ein Drittel des bis heute durch Landnutzung freigesetzten Kohlenstoffs schon in der Luft – quasi ein „kleiner Klimawandel“.
Die Studie im Fachmagazin „Global Biogeochemical Cycles“, die jetzt vorab online veröffentlich wurde, entstand am Max-Planck-Institut für Meteorologie am KlimaCampus der Universität Hamburg. Zum ersten Mal nutzten die Klimaforscherin Julia PONGRATZ und ihre Kollegen ein Modell, mit dem sich der globale Kohlenstoffkreislauf des letzten Jahrtausends berechnen lässt. Dieses Modell verknüpften sie mit einer Weltkarte der Landnutzung. In einer vorangegangenen Arbeit hatte die Wissenschaftlerin die Umgestaltung der gesamten Erdoberfläche durch Ackerbau und Weidewirtschaft rekonstruiert – und zwar für das komplette vergangene Jahrtausend. (siehe: http://www.dkrz.de/dkrz/gallery/vis/land)
Ergebnis: Ein Drittel des bis heute durch Landnutzung freigesetzten Kohlenstoffs entstand bereits in den Jahren 800 bis 1850. Diese 53 der bis heute 161 Gigatonnen Kohlenstoff, die durch Ackerbau und Rodung freigesetzt wurden (Effekte durch fossile Verbrennung wurden in der Studie nicht berücksichtigt), konnten schon damals die Zusammensetzung der Atmosphäre beeinflussen und den CO2-Gehalt erhöhen. Gleichzeitig machen diese frühen Emissionen einen substanziellen Anteil an den Gesamtemissionen des Menschen (inklusive fossiler Verbrennung) aus – bis heute etwa 320 Gigatonnen Kohlenstoff.
„Noch nie konnte der Einfluss des Menschen auf das vorindustrielle Klima so detailliert beschrieben werden“, sagt Pongratz. „Erstmals konnten wir zum Beispiel auch rechnerisch prüfen, ob bestimmte historische Ereignisse das Gesamtklima beeinflussten.“
So fand die Klimaforscherin heraus, dass die Pest, der Fall der Ming-Dynastie und die Invasion der Mongolen lokal zu deutlich weniger Kohlenstofffreisetzung führten. Weniger Menschen, weniger Ackerbau und die natürlich Renaturierung entvölkerter Flächen konnten hier lokal die Emissionen bremsen. Mehr...

Wandel und Ambivalenz kultureller Ordnungen in kolonialen Kontaktzonen im 17. und 18. Jahrhundert

InfernoSeit 2009 gibt es am Historischen Seminar der Fakultät für Geisteswissenschaften der UHH unter Leitung von Dr. Astrid Windus eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zum Thema „Text, Bild, Performanz: Wandel und Ambivalenz kultureller Ordnungen in kolonialen Kontaktzonen im 17.–18. Jahrhundert“. Besonderheit dieses auf fünf Jahre angelegten Forschungsprojektes ist die Analyse kultureller Transformationsprozesse innerhalb des spanischen Kolonialreichs.
Untersucht wird, wie die beteiligten Akteure in einer „Unterwerfungssituation“ sprachliche, visuelle und performative Medien und Handlungsräume nutzten, um neue kulturelle Ordnungen und Bedeutungssysteme zu bilden.
Eine Besonderheit des Projekts ist die medienübergreifende Herangehensweise. So werden nicht nur „klassische“ historische Textquellen untersucht, sondern auch Bildquellen und performative Formen der Bedeutungsproduktion. Während Texte vor allem durch die Kolonialherren erzeugt wurden und von christlichen Reglementierungen geprägt waren, wurden Bilder, Keramiken oder Textilien oftmals von Indígenas geschaffen. Performative Phänomene, wie z.B. Rituale, Feste und Prozessionen, stellen das dritte Untersuchungsmedium dar. Sie geben unter anderem Einblicke in politische und gesellschaftliche Strukturen, da sich hier die staatliche bzw. religiöse Macht oder soziale Gruppen in spezifischer Weise inszenierten. Mehr...

KlimaCampus legt Klimabericht für die Metropolregion vor
(25. November 2009)

Im Rahmen des Exzellenzclusters CliSAP am KlimaCampus der Universität Hamburg wurde der „Klimabericht für die Metropolregion Hamburg“ erarbeitet. Der Bericht stellt das Wissen über Klima, Klimavariabilität und Klimawandel in dieser Region dar. Zum Klimabericht...

Portal „Immunologie Hamburg“ online

Immunologie HamburgDas Portal Immunologie Hamburg informiert über die gesamte Bandbreite der Immunologie-Forschung in Hamburg, insbesondere auf den Gebieten Infektion, Immunbiologie, Allergie, Autoimmun- und Tumorerkrankungen sowie Transplantation. Das Portal bündelt die Aktivitäten und das Fachwissen der beteiligten Kooperationspartner und bildet die Voraussetzung für ein erfolgreiches wissenschaftliches und wirtschaftliches Netzwerk. Zusammengefasst werden die Aktivitäten der Universität Hamburg, der Universitäten Kiel, Lübeck und weiterer Universitäten sowie verschiedener außeruniversitärer Institute und mittelständischer Unternehmen. „Immunologie Hamburg“ ist eine Initiative der Universität Hamburg und wurde von der Arbeitsstelle Wissens- und Technologietransfer (AWiTT) ins Leben gerufen. Mehr...

DFG bewilligt Sonderforschungsbereich zur Entzündung der Leber

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat am 18. November 2009 einen neuen Sonderforschungsbereich der Universität Hamburg bewilligt. Der SFB 841 widmet sich der Erforschung von Leberentzündungen. In den nächsten vier Jahren stehen damit etwa zehn Millionen Euro für die langfristige Spitzenforschung zur Verfügung.
Ziel ist ein besseres Verständnis von Infektionen, Entzündungen und Tumorerkrankungen des zentralen Stoffwechselorgans. Insbesondere wollen die Wissenschaftler entschlüsseln, auf welche Weise die Auseinandersetzung zwischen Krankheitserreger und Immunsystem die Leber schädigt und so Leberzirrhose und bösartiges Wachstum auslösen kann.
Infektionen der Leber sind die häufigste chronische Infektion weltweit. Auch in Deutschland sind Erkrankungen der Leber weit verbreitet, mit zunehmender Tendenz.
Sprecher des neuen SFB ist Prof. Dr. Ansgar W. Lohse, Direktor der I. Medizinischen Klinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Grundlagenforscher und Klinikärzte des UKE und des Bernhard-Nocht-Instituts werden gemeinsam mit je einer Arbeitsgruppe der Christian-Albrechts-Universität Kiel und der Hebrew University Jerusalem die Funktion der Leber erforschen. Mehr... 

CliSAP – Exzellenzcluster der Universität Hamburg

Wie hat sich das Klima im Lauf der Jahrhunderte und Jahrtausende gewandelt? Wie veränderten sich dabei Ozeane, Land und Atmosphäre? Und was können wir daraus für die Zukunft schließen? Aussagekräftige Vorhersagen mit Hilfe von Klimamodellen sind Forschungsschwerpunkt des Exzellenzclusters Integrated Climate System Analysis and Prediction (CLISAP) der Universität Hamburg. Kernaufgabe ist außerdem die Untersuchung von regionalen Effekten und Risiken sowie von Auswirkungen des Klimawandels in den Städten.
Kann der Mensch den globalen Wandel in verträglichen Grenzen halten? Und wenn ja, wie kann die Gesellschaft die notwendigen Voraussetzungen schaffen? In Hamburg arbeiten Naturwissenschaftler, Ökonomen, Sozial- und Geisteswissenschaftler eng zusammen. Der Cluster besteht nicht nur aus Mitgliedern der Universität: Beteiligt sind auch das Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg und das Institut für Küstenforschung des GKSS-Forschungszentrums Geesthacht. Partner für die hochkomplexen Berechnungen ist das Deutsche Klimarechenzentrum. Rund um den Cluster wächst so der Hamburger „KlimaCampus“. Als internationales Zentrum für Klimaforschung gewinnt die Hansestadt damit weiter an Bedeutung.
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Kohlenstoff-Nanotubes zeigen überraschende Reibungseigenschaften

NanotubesWissenschaftler/innen der Universität Hamburg, aus Italien und den USA kamen in einer gemeinsamen Studie zu überraschenden Ergebnissen: Mikroskopisch kleine röhrenförmige Gebilde aus Kohlenstoff, Kohlenstoff-Nanotubes genannt, zeigen unterschiedliche Reibungseigenschaften parallel und quer zur Nanotube-Achse. Diese Erkenntnisse können helfen, die hervorragenden Eigenschaften von Nanotubes besser zum Einsatz zu bringen, beispielsweise in ultraleichten Materialien im Flugzeugbau oder als künstliche Muskeln.
Molekulare Nanoröhren aus Kohlenstoff sind bekannt für ihre hervorragenden thermischen, mechanischen und elektrischen Eigenschaften. Über ihre Reibungseigenschaften war bisher sehr wenig bekannt. Die Untersuchungen ergaben, dass nicht nur die elastischen Verformungen der steifen Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen eine Rolle spielen, sondern auch eine viel weichere Gesamtbewegung der Kohlenstoff-Röhrchen, ähnlich einem „verhindertem Rollen“. Diese „Weichheit“ ist die Quelle der zusätzlichen Reibungsverluste in Querrichtung und damit der erhöhten Reibung.
Die Erkenntnisse helfen, die mechanischen Eigenschaften von Nanotubes besser zu verstehen und ihre hervorragenden thermischen, mechanischen und elektrischen Eigenschaften besser auszunutzen. Die Kohlenstoff-Nanotubes könnten so in vielen Anwendungsbereichen der Materialwissenschaft, z. B. in der Medizintechnik, im Flugzeugbau oder auch in der Elektronik, neue Herstellungsverfahren einleiten. Mehr...

Der „kleine Klimawandel“ vor der Industrialisierung

Karte: Landnutzung Schon lange vor der Industrialisierung hat der Mensch das Klima beeinflusst. Indem er Wälder in Ackerland umwandelte, erhöhte er den CO2-Gehalt der Atmosphäre deutlich. Eine neue Studie zeigt jetzt: Bereits um 1850 war ein Drittel des bis heute durch Landnutzung freigesetzten Kohlenstoffs schon in der Luft – quasi ein „kleiner Klimawandel“.
Die Studie im Fachmagazin „Global Biogeochemical Cycles“, die jetzt vorab online veröffentlich wurde, entstand am Max-Planck-Institut für Meteorologie am KlimaCampus der Universität Hamburg. Zum ersten Mal nutzten die Klimaforscherin Julia PONGRATZ und ihre Kollegen ein Modell, mit dem sich der globale Kohlenstoffkreislauf des letzten Jahrtausends berechnen lässt. Dieses Modell verknüpften sie mit einer Weltkarte der Landnutzung. In einer vorangegangenen Arbeit hatte die Wissenschaftlerin die Umgestaltung der gesamten Erdoberfläche durch Ackerbau und Weidewirtschaft rekonstruiert – und zwar für das komplette vergangene Jahrtausend. (siehe: http://www.dkrz.de/dkrz/gallery/vis/land)
Ergebnis: Ein Drittel des bis heute durch Landnutzung freigesetzten Kohlenstoffs entstand bereits in den Jahren 800 bis 1850. Diese 53 der bis heute 161 Gigatonnen Kohlenstoff, die durch Ackerbau und Rodung freigesetzt wurden (Effekte durch fossile Verbrennung wurden in der Studie nicht berücksichtigt), konnten schon damals die Zusammensetzung der Atmosphäre beeinflussen und den CO2-Gehalt erhöhen. Gleichzeitig machen diese frühen Emissionen einen substanziellen Anteil an den Gesamtemissionen des Menschen (inklusive fossiler Verbrennung) aus – bis heute etwa 320 Gigatonnen Kohlenstoff.
„Noch nie konnte der Einfluss des Menschen auf das vorindustrielle Klima so detailliert beschrieben werden“, sagt Pongratz. „Erstmals konnten wir zum Beispiel auch rechnerisch prüfen, ob bestimmte historische Ereignisse das Gesamtklima beeinflussten.“
So fand die Klimaforscherin heraus, dass die Pest, der Fall der Ming-Dynastie und die Invasion der Mongolen lokal zu deutlich weniger Kohlenstofffreisetzung führten. Weniger Menschen, weniger Ackerbau und die natürlich Renaturierung entvölkerter Flächen konnten hier lokal die Emissionen bremsen. Mehr...

Azoren-Expedition mit dem Forschungsschiff Meteor

Foto: MS MeteorAm 25. August beginnt in Sao Miguel (Azoren) eine geophysikalische Messfahrt mit dem Forschungsschiff RV Meteor unter der Leitung des Instituts für Geophysik. Gemeinsam mit dem Institut für Biogeochemie sowie portugiesischer Kollegen von den Azoren und aus Lissabon wird die Erdplattengrenze zwischen Afrika und Eurasien geophysikalisch auf ihre Struktur und ihre Dynamik untersucht. Unter den insgesamt 26 Wissenschaftler befinden sich 15 Studierende, die annähernd vier Wochen auf See verbringen werden. Zur Institutsseite...

Expedition mit FS Maria S Merian in den Nordatlantik erfolgreich beendet

Foto: MS MerianWelche Rolle spielt der Nordatlantische Ozean für das Klima der Erde? Wie wirkt sich die globale Erwärmung auf die Ozeanzirkulation aus? Diesen Fragen gingen 21 Wissenschaftler, Techniker und Studenten aus Deutschland, England, Finnland, Frankreich und Russland während einer fünfwöchigen Expedition mit dem Eisrandforschungsschiff Maria S Merian im Nordatlantik nach. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Professor Detlef Quadfasel vom KlimaCampus der Universität Hamburg erkundeten die Meeresforscher den nördlichen Zweig der Atlantischen Umwälzzirkulation, der für die Dynamik des Erdklimas eine herausragende Rolle spielt.
Es konnten wertvolle Daten zur Ozeanzirkulation gewonnen werden. Dabei ging es um drei wesentliche Aspekte: Das Überströmen (Overflow) von Tiefenwasser aus dem Nordmeer durch die Dänemarkstraße in den Nordatlantik, das Einmischen von Umgebungswasser in diesen Overflow, und der anschließende Export des Tiefenwassers aus der Labradorsee. Am Meeresboden verankerte Messgeräte, die zum Teil seit mehr als 10 Jahren unterhalten werden, geben Aufschluss über langfristigen Änderungen der Zirkulation. Vom Schiff herabgelassene Messsonden zeigen die kleinräumigen Strukturen des Overflows und seine Vermischung mit dem Umgebungswasser. Hier wurde eine vom Kaliningrader Shirshov Institut für Ozeanologie entwickelte Mikrostruktursonde eingesetzt, die erstmals eine detaillierte Vermessung kleinskaliger Turbulenz in Wassertiefen von mehr als 2500 m Tiefe ermöglichte.
Das 2006 in Fahrt gebrachte Forschungsschiff MARIA S. MERIAN ist das zurzeit modernste Forschungsschiff Deutschlands. Die wissenschaftlich-technische, logistische und finanzielle Abwicklung und Betreuung erfolgt durch die Leitstelle der Universität Hamburg. Bereedert wird das Schiff durch die Leeraner Reederei Briese Schiffahrts GmbH & Co. KG. Mehr...

Ein Stern mit Flecken: „Planeten-Lupe“ erlaubt detaillierten Blick auf Sternoberfläche

FotomontageAuf der Oberfläche eines rund 300 Lichtjahre entfernten Sterns gibt es dunkle Flecken ganz ähnlich wie auf unserer Sonne. Das zeigen Beobachtungen von Astronomen aus Hamburg und Tautenburg mit dem Satellitenteleskop CoRoT, einer französisch-europäischen Weltraummission. Der hoch auflösende Blick auf die Oberfläche des Sterns namens CoRoT-2a ist nur möglich, weil er von einem Planeten umkreist wird, berichten die Forscher in einem demnächst im Fachblatt „Astronomy and Astrophysics“ erscheinenden Artikel.
„Die Idee unserer Beobachtungen ist neu“, erklärt Uwe Wolter von der Hamburger Sternwarte. „Wir nutzen für die Untersuchung der Sternoberfläche aus, dass der Stern, CoRoT-2a, von einem Planeten umkreist wird. Von der Erde aus gesehen zieht dieser Planet etwa alle zwei Tage vor seinem Zentralstern vorüber und verdunkelt ihn dabei ein wenig.“
Mit dem Satellitenteleskop CoRoT konnten Wolter und seine Kollegen das durch diese Verdunklungen fehlende Licht viel genauer als durch irdische Beobachtungen analysieren. Da sehr genau bekannt ist, welche Teile des Sterns der Planet jeweils bedeckt, lassen sich mit diesem Trick die Oberflächenstrukturen auf dem Stern genauer untersuchen, als es sonst selbst mit den derzeit größten erdgebundenen Teleskopen möglich wäre. Der Planet dient damit gleichsam als „Lesehilfe“, mit der feine Strukturen auf der Sternoberfläche abgetastet werden können.
(Fotomontage: U. Wolter, mit freundlicher Genehmigung durch SOHO/MDI) Mehr...

"Hot Paper": Ergebnisse der Forschungskooperation Hamburg/Stanford veröffentlicht

Grafik NitridkomplexForscher der Arbeitsgruppe Burger aus dem Department Chemie der Universität Hamburg und der Universität Stanford berichten in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Angewandte Chemie“ über die Entdeckung der außergewöhnlichen Reaktivität eines neuen Iridium-Nitridokomplexes, die wichtige Auswirkungen auf die Entwicklung neuer Haber-Bosch-Katalysatoren zur Synthese von Ammoniak haben könnte.
In der als besonders bedeutend eingestuften Veröffentlichung ("Hot Paper") wird die bislang unbekannte Hydrierung einer terminalen Nitridoeinheit mit Wasserstoff zur entsprechenden Metall-Amidogruppe beschrieben, die auch in der aktuellen Ausgabe von „Science“ Erwähnung fand. Mehr...

Physikprofessor der Universität Hamburg koordiniert Schwerpunktprogramm der DFG

Im Juni 2009 nehmen im Rahmen des Schwerpunktprogramms der Deutschen Forschungsgemeinschaft „Nanostrukturierte Thermoelektrika: Theorie, Modellsysteme und kontrollierte Synthese“ bundesweit 18 Verbundprojekte ihre Arbeit auf. Die Federführung des Programms liegt bei Prof. Dr. Kornelius Nielsch vom Department Physik der MIN-Fakultät. Neben dem Koordinationsprojekt werden vier wissenschaftliche Verbundprojekte an der Universität Hamburg durchgeführt.
Im Schwerpunktprogramm „Nanostrukturierte Thermoelektrika“ geht es um Aspekte regenerativer Energien bzw. der Energierückgewinnung: bearbeitet werden neue Fragestellungen zur Umwandlung von Wärme in elektrische Energie und zum Transport von Wärme mit elektrischem Strom.
Mit den Fortschritten der Nanotechnologie erlebt die Thermoelektrik derzeit weltweit eine Renaissance aufgrund beachtlicher Effizienzsteigerungen (50–200%). Neben vielfältigen Anwendungen im Bereich der Sensorik ermöglichen Thermoelektrika die Nutzung nahezu jeder Abwärme, um elektrischen Strom zu erzeugen. Langfristig können Thermoelektrika z.B. den Einsatz von Lichtmaschinen in Automobilen überflüssig machen, was zu einer Treibstoffeinsparung von 5–10% führt. Entwickelt werden sollen Materialien mit sehr guter Wärmedämmung, aber vergleichbaren elektrischen Leitfähigkeiten, wie sie Metalle aufweisen. Dabei werden Fragestellungen der Physik, der Nanotechnologie und Mikrosystemtechnik, der Mess- und Energietechnik sowie der Materialwissenschaften verbunden.
Ziel der DFG-Schwerpunktprogramme ist der Aufbau von interdisziplinären und überregionalen Forschungsverbünden im Bereich der Grundlagenforschung mit internationaler Strahlkraft. Mehr...

BMBF-Forschungsprojekt an der Universiät Hamburg: „Akzeptanzstudie im Hinblick auf eine erwachsenengerechte Diagnostik“

Unter der Leitung von Prof. Dr. Anke Grotlüschen von der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft wird an der Universität Hamburg eine Studie im Rahmen des BMBF-Förderschwerpunkts "Forschungs- und Entwicklungsvorhaben für die Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener" durchgeführt, die zum Ziel hat, Gütestandards für eine erwachsenengerechte Kompetenzdiagnostik zu entwickeln.
Erwachsene, die nicht ausreichend Lesen und Schreiben können, haben meist große Angst vor Tests. Mit diagnostischen Verfahren können jedoch erforderliche Lernschritte aufgezeigt werden, die diese Angst abzubauen vermögen. Es fehlt allerdings an aussagekräftigen Forschungsergebnissen zu den Rahmenbedingungen gelingender Diagnostik.
Auf der Basis der Erfahrungen von Kursleiter/inne/n und der Meinungen von Teilnehmenden werden Diagnosestandards entwickelt. Der Schwerpunkt richtet sich dabei auf Erwachsene, die in VHS-Kursen ihre Lese- und Schreibfähigkeit verbessern.
Gefördert wird die Akzeptanzstudie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Sie ist Teil des Projektverbunds „Verbleibstudie zur biographischen Entwicklung ehemaliger Teilnehmer/innen an Alphabetisierungskursen“. Die Universitäten Berlin, Hannover und Frankfurt beteiligen sich mit weiteren Teilprojekten. Sie werden vom Deutschen Volkshochschulverband in Bonn koordiniert. Mehr...

Jubiläum des Forschungsschiffs „Meteor“: Eine Million Seemeilen im Dienst der Forschung

Eine Million Seemeilen, 78 Expeditionen und unzählige Forschungseinsätze auf allen Weltmeeren in 23 Jahren: Das FS METEOR feiert sein Jubiläum und eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Dienst der Meeresforschung. Seit 2006 wird das FS METEOR von der renommierten Hamburger Reederei F. Laeisz bereedert, die logistische und operationelle Betreuung der Schiffseinsätze liegt bei der Leitstelle an der Universität Hamburg, während die wissenschaftliche Planung der Expeditionen der Senatskommission für Ozeanographie der Deutschen Forschungsgemeinschaft obliegt.
Bis zu 30 Wissenschaftler, Techniker und Studenten können gleichzeitig auf diesem traditionsreichsten der deutschen Forschungsschiffe fahren und arbeiten, 24 Stunden am Tag und 340 Tage im Jahr. Mehr...

Neues internationales Netzwerk „Comparative Oriental Manuscript Studies“ in Forschungsstelle Äthiopistik

Die European Science Foundation (ESF) ermöglicht der Forschungsstelle Äthiopistik der Universität Hamburg das fünfjährige internationale Kooperationsprojekt „Comparative Oriental Manuscript Studies“ („COMSt“). Das Netzwerk, dem über 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Europa, dem Orient und Afrika angehören, wird sich ab dem 1. Juni unter Federführung der Universität Hamburg mit Fragen orientalischer Handschriftenkunde beschäftigen. Forschungsobjekte des „COMSt“ sind Manuskriptkulturen aus dem Arabischen, Koptischen, Syrischen, Georgischen, Armenischen und Äthiopischen. Mehr...

Start der Online-Datenbank für griechische Inschriften an der Universität Hamburg

Das Hamburger Projekt „Epigraphische Datenbank zum antiken Kleinasien“ unter der Leitung von Prof. Dr. Helmut Halfmann, Historisches Seminar der Universität Hamburg, macht ab sofort die Ergebnisse seiner Forschungen auf einer eigenen Website öffentlich zugänglich. Der Arbeitsbereich Alte Geschichte am Historischen Seminar der Universität Hamburg erstellt seit vielen Jahren eine epigraphische Volltextdatenbank, die alle griechischen und lateinischen Inschriften einzelner Regionen des antiken Kleinasien erfasst. Bei der Datenbank, die laufend erweitert wird, handelt es sich um eine Fortsetzung und Erweiterung des "Princeton Project on the Inscriptions of Anatolia". Mehr...

European Narratology Network (ENN) gegründet

Das Interdisziplinäre Centrum für Narratologie (ICN), Hamburg, das Centre de recherches sur les arts et les langages (CRAL), Paris, und das Nordic Network of Narrative Studies haben gemeinsam das European Narratology Network (ENN) aus der Taufe gehoben. Ziel des Netzwerkes ist neben einer engeren Zusammenarbeit der europäischen Narratologen die Etablierung einer gemeinsamen Kommunikationsplattform, auf der jetzt schon verschiedene digitale Recherchehilfsmittel zur Verfügung stehen:
  • NarrBib – eine interaktiv such- und ergänzbare narratologische Online-Fachbibliographie
  • NarrDiBi – eine narratologische Online-Fachbibliothek
  • NarrList – eine Diskussions-Mailingliste zum Thema Narratologie.
Mehr...

Die nordatlantische Ozeanzirkulation im Klimawandel: Neues Projekt der Europäischen Union an der Universität Hamburg

Stirbt der Golfstrom? Kommt die nächste Eiszeit? Diese konkreten Fragen sind schon oft von den Meeres- und Klimaforschern mit Nein beantwortet worden. Dennoch kann es in Folge des globalen Klimawandels zu Veränderungen im europäischen Raum kommen; über die Entwicklung in den nächsten Jahrzehnten bestehen aber noch große Unsicherheiten. Mehr...

Entwicklung eines elektronischen Wörterbuchs Deutsche Gebärdensprache (DGS)

Am Institut für Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser der Universität Hamburg beginnt im Januar 2009 ein Langzeitprojekt der Akademie der Wissenschaften in Hamburg zur Entwicklung eines korpusbasierten elektronischen Wörterbuches Deutsche Gebärdensprache (DGS) ‹ Deutsch. 8,5 Mio Euro wurden nun aus dem Akademienprogramm für eine Projektlaufzeit von 15 Jahren bewilligt. Mehr...

Spitzenergebnis im CHE-Forschungsranking

Im aktuellen CHE-Forschungsranking wurden die Fächer Soziologie, Volkswirtschaft und Betriebswirtschaft untersucht. Die Universität Hamburg zählt in allen drei Fächern zur Spitzengruppe. Mehr...
 

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