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Wissenschaftliche Mitglieder
Leiter:
Dr. Hans-Joachim Mück
Hochschulassistenten/Assistenten/wiss. Mitarbeiter
Carsten Benecke (seit April 1996); Uwe Ellermann; Gerhard Friesland-Köpke; Andreas Heymann; Stefan Kelm ; Klaus-Peter Kossakowski; Michael König; Wolfgang Ley; Britta Liedtke (seit Febr. 1996); Reinhard Zierke
Allgemeiner Überblick
Das Informatik-Rechenzentrum betreibt einen Verbund aus zentralen Servern und Workstations unter dem Betriebssystem Unix sowie PCs für Grundstudiumsausbildung, Projekte, Studien- und Diplomarbeiten im Hauptstudium sowie für die Forschung und Lehre von Fachbereichsmitgliedern, soweit diese nicht arbeitsbereichseigene Rechner nutzen. Darüber hinaus trägt das Informatik-Rechenzentrum die Verantwortung für die Funktionalität des Informatik-Netzes.
Forschungsschwerpunkte
Rechnerbetrieb
Die Anlagen des Informatik-Rechenzentrums werden während der Vorlesungszeit (2*14 Wochen) täglich 13,5 Stunden sowie in der vorlesungsfreien Zeit täglich 8,5 Stunden unter Operateursaufsicht - teilweise mit Studentenoperateuren - betrieben. Zu anderen Zeiten können die Anlagen ohne Operateursunterstützung genutzt werden. Regelmäßige Sprechstunden werden zur Beratung der Benutzer über den Umgang mit den Zentralrechnern, Workstations und vernetzten PCs, sowie mit der Systemsoftware und den angebotenen Programmiersprachen abgehalten. Zur Betreuung der Teilnehmer an Kursen in den Workstation- und PC-Pools standen während der Vorlesungszeit (täglich nachmittags) studentische CIP-Pool-Betreuer zur Verfügung.
Netzbetrieb
Das Informatik-Rechenzentrum betreibt das Fachbereich-Rechnernetz, basierend auf Ethernet und Glasfasertechnologie. Im wesentlichen sind folgende Komponenten zu betreuen:
Der zentrale WWW-Server des Fachbereichs stellt die zentralen Seiten für die Informatik bereit und bindet die Angebote der FB-Einrichtungen ein. Diese liegen entweder auch auf dem zentralen Server oder laufen auf FBE-eigenen Maschinen. Gliederung und Konzept des zentralen Servers wurde 1995 im Rahmen einer Studienarbeit entworfen und realisiert, der Server wird nun von Mitarbeitern des RZ betreut.
Mitte 1996 wurden vom Akademischen Senat Empfehlungen für die Darstellung der Universität im WWW herausgegeben (http://www.uni-hamburg.de/Dienste/WWW/empfehlungen.html), die eine möglichst homogene Darstellung (corporate identity) der Universität anstreben. Der Fachbereich hat eine WWW-Kommission eingesetzt, die diese Empfehlungen für die im Fachbereich betriebenen Server umsetzen soll; ein Mitarbeiter des RZ arbeitet aktiv in dieser Kommission mit.
Hamburger FTP-Server-Verbund
Zu Beginn des WS 1996/97 wurde der Hamburger FTP-Server-Verbund gestartet. Beteiligt sind die FTP-Server des Regionalen Rechenzentrums sowie der Fachbereiche Informatik und Mathematik. Er dient vor allem zur Versorgung der Universität Hamburg und Umgebung mit frei verfügbarer Software und zum Bereitstellen von Veröffentlichungen, Dokumentation und Software einzelner Fachbereiche im Internet.
Die drei FTP-Server bieten ihren Datenbestand (zur Zeit insgesamt 12.2 GB) in einer gemeinsamen einheitlichen Struktur an, unabhängig davon, wo die Daten physikalisch liegen. Die Serverplatten werden universitätsweit zum Mounten angeboten, so daß auf die Daten des Verbundes noch einfacher zugegriffen werden kann.
Der FTP-Server-Verbund dient auch als "Mirror" (stets aktuelle Kopie) verschiedener frei verfügbarer Softwarepakete, dies sind z.Zt. unter anderem folgende Software-Pakete: doc: magazine (ct, ix), RFC-Dokumente, os: Linux, Novell, OS/2, Sun (Solaris), soft: StarDivision, Ghostscript, GNU-Software, diverse Internet-Server und -Clients, Java, Perl (CPAN-Archiv), TeX (CTAN-Archiv), Mathematische Software (Matlab, MuPAD, NetLib u. a.). Durch den FTP-Server-Verbund wird ein wirksamer Beitrag zur Vermeidung unnötiger Mehrfachspeicherung von großen Datenpaketen innerhalb der Universität geleistet.
Betreuung des DEC-Campus-Vertrages für die Universität
Das Informatik-Rechenzentrum übernimmt innerhalb des DEC-Campus-Vertrages die Koordination und Software-Verteilung für die Universität und ist Ansprechpartner für Beratung und Fehlerdiagnose/-behebung, die dann in Kooperation mit der Firma DEC unter Zuhilfenahme des Digital-Software-Informations-Netzwerks (DSIN) und der Digital Hotline vorgenommen wird.
Betreuung der ORACLE-Datenbanken und ihrer Benutzer:
Im Rahmen eines Nutzungsvertrages zwischen der ORACLE Deutschland GmbH und verschiedenen Hamburger Hochschulen kann der Fachbereich ein verbreitetes kommerzielles relationales Datenbank-System auf verschiedenen Plattformen für spezielle Aufgaben und die Lehre einsetzen. Die ORACLE-Datenbanksysteme werden von der Informatik-Bibliothek und den mit der Geräte- und Softwareinventarisierung beauftragten MitarbeiterInnen des Fachbereiches für Verwaltungsaufgaben genutzt. Seit einigen Semestern finden regelmäßig Datenbank- und Programmierprojekte bzw. -praktika im Grund- und Hauptstudium statt, die verschiedene ORACLE-Produkte verwenden. Darüberhinaus befassen sich Studien- und Diplomarbeiten mit dem praktischen Einsatz einer kommerziellen relationalen Datenbank und ihrer Tools.
Einführung in die Rechnernutzung am FB Informatik
In den ersten beiden Studiensemestern werden die Informatik-StudentInnen jeweils 7 Wochen lang in die Nutzung der Rechenanlagen am FB eingeführt (Praktische Programmiereinführung (PPE)). Dies soll den Umgang mit den Rechnern erleichtern und die Ausbildung in den Grundstudiumsveranstaltungen unterstützen. Seit der Beschaffung von Workstations wurde die Einführung auf die Nutzung der X-Windows-Grafik-Oberfläche OpenWindows ausgedehnt und die Studenten außerdem in die Nutzung wichtiger Netzdienste (Mail, News, FTP, WWW) eingeführt. 1996 wurde eine Einführung in das TeX/LaTeX-System aufgenommen.
Wissenschaftliche Zusammenarbeit
Mitarbeiter des Informatik-Rechenzentrums sind Mitglieder in den folgenden Institutionen:
Anwendung in der Praxis
UNIX-Benutzerverwaltung
Für die vom Rechenzentrum betreuten UNIX-Rechner wurde eine neue Benutzerverwaltung eingeführt. Diese basiert auf einer selbstentwickelten Software, welche die einfache, unter UNIX gegebene und gerade für den Lehre-Bereich ungeeignete Benutzerverwaltung ersetzt.
Mit Hilfe einer Datenbankschnittstelle werden die Benutzereinträge projektbezogen (und damit gemäß der am Fachbereich gegebenen Struktur) bearbeitet, wobei auch die Systemressourcen (Workstation-Cluster und Plattenplatz) automatisch verwaltet werden.
Neben der besseren Strukturierung der Datenbereiche nach Projekten wurde als großer Vorteil dieses neuen Verfahrens die Möglichkeit gesehen, nun auch den Studenten eine längerfristige Benutzungsberechtigung einzuräumen (zumindest für die Zeit des Grundstudiums), was bisher allein durch den eingeschränkten Plattenplatz und des damit notwendigen manuellen Verwaltens von Benutzer-Quoten gemäß der jeweiligen Projektzugehörigkeit der Benutzer aus personellen Gründen unmöglich war.
Mail- und Newsdienste
Zum Ende des Jahres 1993 wurde der sechs Jahre lang am Fachbereich betriebene Server für die Usenet News durch einen leistungsfähigeren Server im Regionalen Rechenzentrum (RRZ) der Universität Hamburg ersetzt, der gemeinsam vom RRZ und vom Informatik-Rechenzentrum betreut wird. Damit können nunmehr alle bekannten nicht-kommerziellen News-Gruppen in der Universität angeboten werden.
Der bisherige FTP- und News-Server des Fachbereichs dient nunmehr als Server für die Netzdienste FTP und Gopher und bietet hier weltweit vor allem Informationen zur Computer-Sicherheit (gepflegt vom DFN-CERT) an, während für den Fachbereich vielgefragte Public-Domain-Software (unter anderem GNU, Linux, TeX) und Dokumentation (unter anderem Internet-Dokumente und -Standards (RFCs) sowie "Frequent Asked Questions" (FAQ) aus den Usenet News) im lokalen Netz angeboten wird.
Technische Ausstattung
Hardware
Das Rechenzentrum des Fachbereiches Informatik hat im Jahre 1996 folgende DV-Anlagen betrieben:
Unix-Workstations: SUN-Workstations für die Ausbildung und die Arbeit mit Fenstersystemen (X-Windows, Motif, Sun OpenWindows).
PCs: Unter MS-Windows/Windows-NT für Praktika, Projekte und Textverarbeitung.
Terminals: Über Terminalserver, für den frei wählbaren Zugriff auf die im Netz verfügbaren Rechnersysteme.
VMS-Rechner: (Alpha-Server 1000 (RZVAXN), VAX 4000 (FBIRZ)) werden überwiegend für spezielle Forschungsprojekte, Datenbankanwendungen und Datenfernverarbeitung (u.a. Mail-Dienste) eingesetzt.
Seit vielen Jahren hat sich der Schwerpunkt der RZ-Ausstattung erheblich geändert - von zentralen Rechnern hin zu Workstation(-Clustern) mit Server-Rechnern. Im Jahre 1996 konnte der UNIX (SunOS/Solaris)-Workstationbereich durch die Beschaffung von 8 SPARCstation 4 und 8 SPARCstation Ultra 1 mit Farb-Bildschirmen weiter ausgebaut werden. Die neu beschafften Rechner wurden sowohl im Projekt- als auch im Lehre-Cluster bereitgestellt. Leider mußte gleichzeitig eine große Zahl von SPARCstation ELC ersetzt werden - diese Workstations sind seit 4-5 Jahren im Dauerbetrieb und fallen zunehmend aus -, so daß trotz einer weiteren Ersatzbeschaffung die Zahl der Workstation-Arbeitsplätze nur um 9 erhöht werden konnte.
Nunmehr werden vom Informatik-Rechenzentrum 118 Workstations und Server der Firmen Sun Microsystems und Digital Equipment unter den Betriebssystem SunOS 4.1.4, Solaris 2.5, Ultrix 4.4 und VMS bereitgestellt, davon 86 Workstations in RZ-Pool-Räumen und 20 Workstations in Arbeitsbereichen. Allerdings ist damit der aufgrund der Richtwerte der DFG-Rechnerkommission nur für zentrale Pools errechnete Bedarf von 132 Workstation-Arbeitsplätzen bei weitem noch nicht erreicht. Sowohl das Accounting des RZ als auch die Belegung der Workstationräume zeigen deutlich, daß ein weiterer Kapazitätsausbau dringend erforderlich ist.
Als zentrale Unix-Server betreibt das Informatik-Rechenzentrum derzeit 8 Rechner der Firma SUN, die mit 32 bis 128 MB Hauptspeicher und einer Gesamtplattenspeicherkapazität von 38,4 GB ausgestattet sind. Die beiden Fileserver des Lehre- bzw. Projektclusters sind zur Erhöhung des Durchsatzes mit je einer dedizierten 100 MBit/s-Leitung an zwei Ethernet Switches angeschlossen.
Zur Textverarbeitung und Erstellung von Präsentationsfolien stehen den Benutzern außerdem 6 leistungsfähige PCs unter Windows NT bzw. Windows 95 mit Microsoft Office zur Verfügung.
Software
Das Informatik-Rechenzentrum stellt für die Bereiche UNIX-Workstations, VMS-Rechner und PCs eine Vielzahl von Programmsystemen bereit. Neben gängigen Programmiersprachen für Lehre und Forschung stehen den Nutzern das Datenbanksystem Oracle zur Verfügung. Unter UNIX werden darüber hinaus eine Reihe frei verfügbarer Systeme (z.B. Software der GNU-Foundation, TEX) eingesetzt. Für VMS steht im Rahmen des DEC-Campus-Vertrages die Software der Firma DEC bereit. Im Rahmen der Campus-Verträge mit Microsoft (MS Select) und Borland (FuLP) steht für die PCs eine breite Palette von Textverarbeitungssoftware und Programmiersprachen zur Verfügung. Die PCs sind über Pathworks (DECnet, TCP/IP) in das Netzwerk des FB Informatik eingebunden; zunehmend erfolgt eine direkte Netzanbindung über Windows-NT.
Vernetzung
Das FBI-Rechnernetz basiert auf der Ethernet-Technologie. Im Informatik-Rechenzentrum wird ein Cisco-Router betrieben, der die Vermittlung zwischen den verschiedenen IP-Subnetzen der einzelnen Arbeitsbereiche übernimmt. Die Verbindung zwischen den Häusern in Stellingen und dem Regionalen Rechenzentrum (RRZ) sowie dem Hamburger Hochgeschwindigkeits-Rechnernetz (HHR) wird über Glasfaser betrieben.
Ausstattungsmängel
Trotz kontinuierlicher Beschaffung zusätzlicher Workstations ist der aufgrund der Richtwerte der DFG-Rechnerkommission nur für zentrale Pools errechnete Bedarf von 132 Workstation-Arbeitsplätzen bei weitem noch nicht erreicht. Insbesondere ist der Anteil höherwertiger und leistungsfähiger Arbeitsplätze für die Ausbildung nur verschwindend klein. Der zunehmende Ausfall älterer Geräte verschärft diesen Engpaß.
Drittmittel 1996
| Fördereinrichtung | Betrag |
| BMBF | 532.000 |
| Deutsche Telekom | 121.500 |
| Gesamtförderung | 653.000 |
Periodische Veröffentlichungen
RZ-info (Mitteilungen des Informatik-Rechenzentrums der Universität Hamburg)
Forschungsprojekte
| 18.150.01 | CERT im DFN: Pilotprojekt für den Betrieb eines Computer Emergency Response Teams (CERT) für das Deutsche Forschungsnetz (DFN) |
| 18.150.02 | PCA im DFN - Projekt zum Aufbau einer obersten Zertifizierungsinstanz für das Deutsche Forschungsnetz (DFN) |
| 18.150.03 | Innovative Anwendungen im Bereich High-Speed-Computerdatenübertragung im ATM-Pilotnetz der Telekom |
| 18.150.04 | Hamburger Hochgeschwindigkeits-Rechnernetz (HHR) |