nächster Bericht
Zu den Projekten

Erasmus-Programm "Recht und Ökonomik"

Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg, Tel.: 4123-5544


Wissenschaftliche Mitglieder

Professoren
Dr. Peter Behrens; Dr. Roger van den Bergh; Dr. Claus Ott; Dr. Hans-Bernd Schäfer; Dr. Horst Todt; Dr. Rainer Walz

Hochschulassistenten/Assistenten/wiss. Mitarbeiter
Dr. Hans-Georg von Wangenheim

Wiss. Mitarbeiter
Michael Bütter; Peter Camesasca; Dirk Gehl; Murali Prassad; Andreas Schönenberger

Allgemeiner Überblick

An der Universität Hamburg gibt es seit längerer Zeit vielfältige Aktivitäten von Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlern, den Forschungsansatz der ökonomischen Analyse des Rechts in Lehre und Forschung umzusetzen und weiterzuentwickeln. Die ökonomische Analyse des Rechts analysiert Rechtsnormen mit wirtschaftswissenschaftlichen Methoden. Ihr Ziel ist es außerdem, sowohl eine Bewertung als auch eine Auslegung des geltenden Rechts mittels Effizienzkriterien vorzunehmen, um dadurch die Anwendung des gegenwärtigen Rechts sowie die Ausgestaltung und Entwicklung des künftigen Rechts zu fördern sowie die Wechselwirkung zwischen menschlichem Verhalten und Rechtsnormen zu erforschen.


Erasmus-Programm Recht und Ökonomie

Schon seit geraumer Zeit besteht eine intensive Zusammenarbeit des Fachbereichs Rechtswissenschaft II mit anderen europäischen Universitäten. Im Rahmen der durch die Europäische Gemeinschaft geförderten Erasmus-Austauschprogramme wird in Zusammenarbeit mit den verschiedenen europäischen Partneruniversitäten ein einjähriger internationaler Postgraduiertenstudiengang angeboten. Das "Erasmus Programme in Law and Economics" richtet sich an Juristen mit erstem Staatsexamen sowie an Ökonomen mit Diplom. Das Studium umfaßt drei Trimester, in denen die ökonomische Analyse des Rechts in englischer Sprache gelehrt wird. Während des 1. Trimesters besteht eine Wahlmöglichkeit zwischen den Studienorten Rotterdam und Hamburg, im 2. Trimester zwischen Ghent und Hamburg und im 3. Trimester können die Studierenden ihren Aufenthalt unter den Partneruniversitäten auswählen (Aix-en-Provence, Manchester, Leiden, Lund, Stockholm, Madrid, Wien). Als Abschlußzertifikat wird der "European Master of Law and Economics" verliehen. Europäischer Direktor des Programms ist Prof.Dr. Claus Ott. Die Koordination des Programms in Hamburg wird von den Professoren Ott und Schäfer gemeinsam wahrgenommen.

Forschungsschwerpunkte

Die Forschungsschwerpunkte des Instituts liegen auf dem Gebiet der ökonomischen Analyse des allgemeinen Zivilrechts, des Unternehmensrechts und Umwelthaftungsrechts sowie dem Recht der öffentlichen Regulierung.

Wissenschaftliche Zusammenarbeit

Das Institut arbeitet eng zusammen mit den Fakultäten von 18 Universitäten, die sich im Rahmen des "Erasmus Programme in Law and Economics" engagieren. Zu diesen zählen derzeit Rotterdam, Ghent, Aix-en-Provence, Leiden, Lund, Stockholm, Madrid, Manchester, Wien als Teaching Units, Berlin, Glasgow, Mailand, Paris, Rom, Tampere, Thessaloniki, Valladolid als Matriculation Centres sowie die University Haifa als assoziiertes Mitglied.

Im Zusammenhang mit der Herausgabe des "International Review of Law and Economics" besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Berkley School of Law, UC., insbesondere mit den Professoren Robert Cooter und Daniel Rubinfeld.

Darüber hinaus findet alle 2 Jahre ein Travemünder Symposium zur ökonomischen Analyse des Rechts statt sowie ein europäischer Workshop anläßlich des "Midterm-Meeting" im Rahmen des "Erasmus Programme in Law and Economics". Die Ergebnisse der Travemünder Tagungen sind veröffentlicht beim Verlag Mohr (Paul Siebeck). Die Diskussionspapiere der Workshops wurden vom Verlag Maklu in Antwerpen in der Reihe Essays in Law and Economics veröffentlicht. Im April 1997 findet die Tagung der Geneva Association for Risk and Insurance in Hamburg statt.

Anwendung in der Praxis

Vornehmlich wird die Erstellung von Gutachten angeboten. So wurde im Auftrage des Bundesumweltamtes ein Gutachten über die Haftung der Verursacher von Waldschäden angefertigt, an dem Mitglieder des Instituts maßgeblich beteiligt waren. Ein weiteres Gutachten setzte sich mit den ökonomischen Wirkungen eines baulichen Großprojekts in Hamburg auseinander. Ferner wurden Verhandlungen im Auftrag der GTZ über ein Beratungsprojekt zur Wirtschaftsgesetzgebung der Bundesrepublik für den Chinesischen Volkskongress geführt.

Drittmittel 1996

Keine Angaben

Periodische Veröffentlichungen


Forschungsprojekte

17.008.01Der Einsatz Neuer Steuerungsmodelle in der öffentlichen Verwaltung und den Gerichten
17.008.02Reform der Gerichtsverwaltung
17.008.03Rechtswissenschafliche Innovationsforschung
17.008.04Reform des Allgemeinen Verwaltungsrechtes
17.008.05Forschung zu Innovation und Recht
17.008.06Reform der Juristenausbildung
17.008.07Übergang zur Wissens- und Informationsgesellschaft

nach oben