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Wissenschaftliche Mitglieder
Professoren
Dr. Erich Braum (i.R.); Dr. Hubert Caspers (i.R.); Dr. Hartmut Kausch; Dr. Kurt Lillelund (em.); Dr. Walter Nellen; Dr. Hjalmar Thiel (i.R.)
Dozenten
Dr. Ludwig Karbe; Dr. Horst Weikert
Hochschulassistenten/Assistenten/wiss. Mitarbeiter
Dr. Anno Faubel; Michael Großmann; Dr. R. Thiel; Dr. Karl-Jürgen Trahms; Dr. H. Zimmermann
Gastwissenschaftler
Prof.Dr. Michael Adams (Madison/Wisconsin/USA)
Allgemeiner Überblick
Das Institut betreibt Forschung und Lehre auf den Gebieten der marinen und limnischen Ökosystemforschung und Umweltwissenschaft. Hydrobiologie und Fischereiwissenschaft bilden zwei in räumlich getrennten Gebäuden untergebrachte Abteilungen. Beide versuchen trotzdem eng zusammenzuarbeiten.
Hydrobiologische Abteilung
Forschungsschwerpunkte
Die wissenschaftlichen Ziele des Instituts sind die Erforschung grundlegender ökologischer Erscheinungsbilder und Prozesse in aquatischen Lebensräumen sowie die Ableitung von Aspekten für die angewandte Biologie aus den Ergebnissen der ökologischen und ökophysiologischen Grundlagenforschung. Diese Arbeiten dienen damit letztlich dem Natur-, Gewässer- und Meeres-Umweltschutz, der dauerhaften Nutzung lebender aquatischer Ressourcen durch die Fischerei und der Aquakultur. Der unmittelbare Einfluß des Menschen auf Meeresgebiete und Binnengewässer und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Pflanzen und Tiere dieser Lebensräume bilden zentrale Fragestellungen. Der indirekte anthropogene Einfluß, der sich über mögliche Klimaänderungen auf die Gewässer auswirkt, bestimmt in zunehmendem Maße wissenschaftliche Arbeitshypothesen, denen in nationaler und internationaler Forschungskooperation nachgegangen wird.
In der Hydrobiologischen Abteilung liegen die Schwerpunkte der Arbeitsgruppe Limnologie/Angewandte Hydrobiologie im Bereich der Ästuarforschung in der Tide-Elbe und in der Binnengewässerforschung allgemein. Dazu kommt die Bearbeitung von Gewässergütefragen im regionalen Bereich, wobei vor allem die Tide-Elbe und die Hamburger Stadtgewässer Berücksichtigung finden. In diesem Rahmen sind auch die ökotoxikologischen Arbeiten am Institut von Bedeutung.
In der Arbeitsgruppe Biologische Ozeanographie werden das Plankton und Benthos der Nordsee, des Wattenmeers sowie der Tiefsee von Atlantik, Mittelmeer und Pazifik bearbeitet. Auch in diesen Vorhaben sind die Aspekte der Grundlagenforschung und die der anwendungsorientierten Fragestellungen, z.B. der marine Umweltschutz oder die Verteilung und Wirkung von Nähr- und Schadstoffen anthropogenen Ursprungs im Meer und in Meeresorganismen, von Bedeutung.
In der Fischereiwissenschaftlichen Abteilung werden in der Arbeitsgruppe Experimentelle/Ökophysiologische Fischereibiologie Fragen der Anpassungsfähigkeit und der produktionsbiologischen Leistungen nutzbarer Wasserorganismen unter kontrollierten Bedingungen untersucht.
Die Arbeitsgruppe Fischbestandskunde/Fischereiökologie betreibt Feldforschung, um die Bestandsdynamik von Fischen, Muscheln und Krebsen in Abhängigkeit vom Einfluß natürlicher und anthropogener Faktoren, insbesondere der Fischerei, auf die aquatische Umwelt quantitativ zu erfassen und vorauszusagen. Schwerpunkte bilden dabei zum einen Rekrutierungsprozesse von marinen und limnischen Fischpopulationen, die verschiedenen Einflußgrößen unterliegen und über deren Wirkungsweise bislang weitgehend nur qualitative Vorstellungen existieren, zum anderen wird über die Bedeutung der Fische und decapoden Krebse für Stoff- und Energieflüsse in der Nordsee, im Wattenmeer, in der Tide-Elbe und in Binnenseen gearbeitet.
Am IHF gibt es z.Z. folgende Forschungsschwerpunkte:
Wissenschaftliche Zusammenarbeit
In zunehmendem Maße werden die Forschungsziele durch übergeordnete regionale, nationale und internationale Programme des Umweltschutzes bestimmt. Das hat zur Folge, daß nahezu jedes Forschungsprojekt des Institutes in Zusammenarbeit mit Forschungsgruppen des In- und/oder Auslandes durchgeführt wird.
So ist das Institut an einer größeren Zahl von Projekten beteiligt, die u.a. von der DFG, dem BMFT, der EU, den Bundesländern Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen, der Max-Planck-Gesellschaft, der Volkswagenstiftung und der GTZ finanziert werden und die den weiten Bereich von der angewandten Forschung zur Gewässerbeurteilung bis hin zur Ökosystemforschung im weitesten Sinne umfassen.
Als ein Institut des Zentrums für Meeres- und Klimaforschung hat das IHF enge Verbindungen mit den anderen Zentrumsinstituten, vornehmlich dem Institut für Meereskunde, dem Meterologischen Institut, dem Institut für Biogeochemie und Meereschemie und weiterhin mit der Bundesforschungsanstalt für Fischerei und der Biologischen Anstalt Helgoland.
Auf dem Feld der internationalen Zusammenarbeit sind bilaterale Forschungsprojekte u.a. mit Brasilien, Argentinien, den Philippinen, den Niederlanden, Norwegen, England, Spanien, Portugal und Dänemark zu nennen. Hervorzuheben ist auch die ständige Mitarbeit in internationalen Gremien wie dem internationalen Rat für Meeresforschung.
Anwendung in der Praxis
Viele der in der Forschung erarbeiteten Ergebnisse haben einen direkten Bezug zu Problemen des Umweltschutzes sowie zur Nutzung von Wasserorganismen durch Fang, Aufzucht oder Zucht. Durch die Mitarbeit der meisten Wissenschaftler in Gremien regionaler, nationaler und internationaler Behörden oder Kommissionen finden die Ergebnisse Berücksichtigung bei Diskussionen zur Vorbereitung von Verwaltungsvorschriften, Gesetzesvorlagen, internationalen Konventionen und daraus folgenden behördlichen Maßnahmen zum Gewässerschutz.
Bezogen auf das Land Hamburg können folgende Auswirkungen der Tätigkeit von Arbeitsgruppen des Instituts hervorgehoben werden:
Technische Ausstattung
Ausstattungsmängel
Die durch die Pensionierung von H. Thiel vakant gewordene Professur für Biologische Meereskunde fiel den Einsparungsmaßnahmen zum Opfer, ebenso die Stelle eines Technischen Assistenten. Dies verlangsamt zum einen den notwendigen Verjüngungsprozeß im Personalbestand des IHF erheblich, zum anderen wird dadurch der meereskundliche Schwerpunkt des IHF im Zentrum für Meeres- und Klimaforschung nachhaltig geschwächt.
Der Forschungs- und Lehrbetrieb wird seit Jahren erheblich und in ständig unzumutbarer werdender Weise durch die unzulängliche räumliche Unterbringung des IHF belastet.
Drittmittel 1996
| Fördereinrichtung | Betrag |
| DFG | 209.000 |
| BMFT und BMELF | 384.000 |
| EU | 635.000 |
| Land Schleswig-Holstein | 275.000 |
| FHH | 125.000 |
| BRD | 164.000 |
| Gesamtförderung | 1.792.000 |