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Zu den Projekten

I. Institut für Experimentalphysik

Jungiusstraße 9, 20355 Hamburg, Tel.: 4123-2439 u. Luruper Chaussee 149, 22761 Hamburg, Tel.: 8998-2166


Wissenschaftliche Mitglieder

Professoren
Dr. Gunnar Andersson-Lindström; Dr. Hans-Heinrich Duhm; Dr. Rudolf Langkau; Dr. Albrecht Lindner; Dr. Werner Neuhauser; Dr. Wolfgang Scobel; Dr. Udo Strohbusch; Dr. Peter Toschek; Dr. Dieter Vogt; Dr. Klaus Wick; Dr. Heinrich Viktor von Geramb

Dozenten
Dr. Rainer Beckmann; Dr. Günter Breuer; Dr. Eckart Fretwurst; Dr. Uwe Holm; Dr. Manfred Niecke; Dr. Volkhard Riech; Dr. Hans-Dietrich Wendt

Hochschulassistenten/Assistenten/wiss. Mitarbeiter
Helmut Krause; Dr. Claus Pegel; Axel Puskeppel; Dr. Richard Rackwitz; Dr. Rodolfo Wehrhahn; Dr. Ulrich Wiedner

Allgemeiner Überblick

Am I. Institut für Experimentalphysik wurden im Berichtszeitraum Themen der Atom- und Molekülphysik (Arbeitsbereich Jungiusstraße) sowie der Kern- und Hochenergiephysik (Arbeitsbereich Bahrenfeld) bearbeitet. Als Forschungsstruktur wurde dabei die bewährte Teamarbeit in kleineren und größeren Gruppen beibehalten, in denen Professoren, Assistenten, wissenschaftliche Mitarbeiter, Doktoranden, Diplomanden und Techniker gemeinsam an einer Forschungsaufgabe tätig sind, um das gesetzte Forschungsziel zu erreichen.

Hauptschwerpunkte dieser Gruppenarbeit waren: Quantenoptik und Laserspektroskopie, anwendungsorientierte Fragen der Atomphysik, experimentelle Grundlagenkernphysik, Forschung, Entwicklung und Anwendung kernphysikalischer Meßmethoden, theoretische Kernphysik sowie Beteiligung an der Hochenergiephysik bei DESY und CERN: Crystal-Ball-Kollaboration (DESY), Crystal-Barrel-Kollaboration (CERN), ZEUS (DESY) und H1 (DESY). Die Arbeiten wurden zu einem beträchtlichen Teil in nationaler oder internationaler Zusammenarbeit mit Gruppen anderer Forschungsinstitute durch Einladung von Gästen nach Hamburg oder in Form von eigenen Gastexperimenten an auswärtigen Einrichtungen verstärkt.

Forschungsschwerpunkte

Atom- und Molekülphysik

Im Berichtszeitraum wurden die atomphysikalischen Arbeiten durch Ausbau der neuen Arbeitsgruppe Quantenoptik und Laserspektroskopie im verstärkten Maße auf dieses zukunftsträchtige Arbeitsgebiet konzentriert. Daneben werden anwendungsorientierte Untersuchungen mit einer Protonenmikrosonde durchgeführt.

Experimentelle Kernphysik

Als zentrale Experimentiereinrichtung stand diesem Bereich bis 1988 ein energievariables Zyklotron zur Verfügung. Protonen und alpha-Teilchen konnten bis ca. 30 MeV, 3He-Teilchen bis ca. 40 MeV beschleunigt werden. Zusätzlich wurden einzelne Projekte als Gastexperimente an auswärtigen Beschleunigern durchgeführt. Die kernphysikalischen Forschungsvorhaben liefern neue Beiträge zum Verständnis der Mechanismen von Kernreaktionen, Aussagen über die Natur der Kernkräfte und Kernstrukturen. Zusätzlich zu diesen Problemstellungen aus der Grundlagenkernphysik werden anwendungsorientierte Forschungen und Entwicklungen durchgeführt. Folgende Schwerpunkte wurden bearbeitet:

Hochenergiephysik

Theoretische Kernphysik


Wissenschaftliche Zusammenarbeit


Mit Instituten der Universität Hamburg

II. Institut für Experimentalphysik, Institut für Physikalische Chemie, Institut für Anorganische und Angewandte Chemie, Institut für Hydrobiologie, Mineralogisch-Petrographisches Institut

Mit nationalen Instituten

der Universitäten Bonn, Köln, München, Tübingen, Würzburg; der TU Hamburg-Harburg; dem MPI für Kernphysik, Heidelberg; der KFA Jülich; dem Kernforschungszentrum Karlsruhe; der PTB Braunschweig

Internationale Zusammenarbeit besteht mit

den Universitäten Amsterdam (Niederlande), Helsinki (Finnland), Leningrad (Rußland), Mailand (Italien); Lebedev-Institut Moskau (Rußland); Forschungszentren Saclay und Orsay (Frankreich); University Bloomington (USA); Lawrence Livermore National Laboratory (USA); University Melbourne (Australien)

Anwendung in der Praxis

Anwendungen der Laserspektroskopie

Möglichkeit zur Anwendung der Laser-Intracavity-Absorption zur Spurenanalyse, auch bei schnell ablaufenden Reaktionsvorgängen sowie der Hochauflösungsspektroskopie an Ionenfallen zur Realisierung eines Frequenznormals

Protonenmikrosonde unter Verwendung von PIXE

Realisierung eines p-Mikrostrahls und Entwicklung der Spurenelementanalyse mit hoher Ortsauflösung durch Anwendung des Verfahrens protoneninduzierter Emission charakteristischer Röntgenstrahlung. Einsatz der am 2-MeV-Van-de-Graaff und 25-MeV-Zyklotron bestehenden Möglichkeiten in der Umweltanalytik (TU Hamburg-Harburg) sowie in der Biologie und Medizin (Institute der Universität Hamburg)

Halbleiterdetektoren

Entwicklung von Spezialdetektoren für die Anwendungen in Kernphysik (Hochauflösungsspektroskopie) sowie Hochenergiephysik (Kalorimeter). Anwendung in der Röntgenspektroskopie, F+E-Arbeiten unter Verwendung der Planartechnologie

Instrumentation, Elektronik, Datenverarbeitung

Apparative Entwicklung im Bereich der Beschleunigertechnologie und Kalorimetrie, Entwicklungen im Bereich von Detektorsystemen und Elektronik (u.a. Flugzeitmeßtechnik) sowie bei der Anwendung von Mikroprozessoren; On-line-Datenverarbeitung wird für die Aufbauarbeit bei den HERA-Experimenten genutzt

Ausstattungsmängel

Die Forschungsgruppen verfügen über gute Laboreinrichtungen, die im Berichtszeitraum durch apparative Investitionsmaßnahmen verbessert werden konnten.

Der hohe Stand in der Geräteausstattung der Forschungsgruppen konnte vor allem nur durch Drittmittelförderung gehalten werden. Wachsenden Anforderungen für Ersatz, Ergänzung und Reparatur standen nicht ausreichende Etatmittel aus dem Hamburger Haushalt gegenüber. Dringend benötigte Erneuerungen in der Lehre und in den Service-Werkstätten wurden hierdurch stark behindert.

In der Stellenausstattung ist ein großer Mangel an Nachwuchsstellen mit zeitlich begrenzter Vertragsdauer spürbar. Doktroranden konnten fast nur aus Drittmitteln unterstützt werden. Aufgrund der Sparmaßnahmen ist die Unterstützung der Forschungsgruppen durch technisches Personal auf ein nicht mehr zu unterschreitendes Minimum abgesunken.

Die räumliche Trennung der Institutsbereiche Jungiusstraße und Bahrenfeld ist für Kommunikation und Organisation besonders hinderlich. Der bestehende Raummangel wird durch bauliche Mängel der teils überalterten Gebäude Jungiusstraße und Bahrenfeld (Pavillon) verstärkt. Die Realisierung von entsprechenden Neubauplanungen mit einer weitgehenden Zusammenführung des Instituts steht aus.

Drittmittel 1996

keine Angaben

Periodische Veröffentlichungen


Forschungsprojekte

12.020.01Homogenisierung der Ortsabhängigkeit der Energiesignale des Kalorimeters (BEMC)
12.020.02Lichtausbeute-Messungen an BEMC-Modulen
12.020.03Analyse der 232Th(p,p'f)- und 236U(p,p'f)-Winkelverteilungen und Bestimmung der Energieabhängigkeit der K-Beimischungen
12.020.04Prototypuntersuchungen für den EDDA-Detektor
12.020.05Entwicklung strahlungsharter Silizium-Pad-Detektoren für Experimente an zukünftigen Speicherringen
12.020.06Spurenelementanalytik mit der Protonenmikrosonde (Arbeitsschwerpunkt)
12.020.07Analyse der Quecksilberbelastung in Seeadlerfedern aus Mecklenburg-Vorpommern mit Hilfe der Hamburger Protonenmikrosonde
12.020.08Experimente zur Proton-Proton-Wechselwirkung mit gekühlten, polarisierten Protonen bei COSY
12.020.09Eine Hochresolutionsstudie von p+p Anregungsfunktionen
12.020.10Produktion von pi° aus dp-Wechselwirkungen mit Deuteron Projektilen
12.020.11Suche nach neuen Materieformen mit dem Crystal Barrel
12.020.12Experimente mit Antiprotonen
12.020.13Höhen- und Umweltstrahlung
12.020.14Absorptionsspektroskopie im Laser-Resonator
12.020.15Atom- und Molekülphysik in der Umweltanalytik

Wissenschaftliche Einrichtungen

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