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Zu den Projekten

Archäologisches Institut

Johnsallee 35, 20148 Hamburg, Tel.: 4123-3070


Wissenschaftliche Mitglieder

Professoren
Dr. Hartwig Altenmüller; Prof.Dr. Brigitte Groneberg; Dr. Dieter Kurth

Hochschulassistenten/Assistenten/wiss. Mitarbeiter
Andreas Effland; Renate Germer (bis Sept. 95); Stefan Rüter; Wolfgang Waitkus; Susanne Woodhouse; Gabi de Grandi (seit Okt. 96)

Allgemeiner Überblick

Das Archäologische Institut ist gegliedert in die folgenden sieben Arbeitsbereiche mit entsprechenden Forschungsschwerpunkten:

  1. Urgeschichte des Menschen und Vor- und Frühgeschichte Afrikas (s. [09.010])
  2. Vor- und Frühgeschichte Europas (s. [09.010])
  3. Griechische Archäologie (s. [09.010])
  4. Römische Archäologie (s. [09.010])
  5. Ägyptologie
  6. Altorientalistik
  7. Altamerikanische Sprachen und Kulturen (s. FB 09)

Das Archäologische Institut der Universität Hamburg wurde im Jahre 1975 formell gegründet und 1982 auch räumlich zusammengeführt. Die Einrichtung ist durch die Verbindung verschiedener Disziplinen in ihrer Weise einzigartig in der Bundesrepublik. Die Arbeitsbereiche sind nicht nur hinsichtlich der Gegenstandsfelder zu unterscheiden, sondern auch in ihren Fragestellungen und Methoden trotz wichtiger Verbindungen und Überschneidungen differenziert zu betrachten. Dies gilt in gleicher Weise für die Lehre wie für die Forschung.

Forschungsschwerpunkte

Die Forschungsprojekte des Archäologischen Instituts sind zum einen durch die unterschiedlichen Gegenstandsbereiche und Methoden der Fächer wie auch die persönlichen Interessenschwerpunkte der Wissenschaftler bestimmt, zum anderen durch das Bemühen, in die archäologische Forschung fachübergreifende Problemstellungen und entsprechende methodische und wissenschaftstheoretische Aspekte einzuführen. Gemeinsam ist die Frage nach Formen und Funktionen alter und fremder kultureller Erscheinungen, wie sie sich materiell und visuell ebenso wie auch sprachlich niederschlagen. Dabei stehen Fragen der Ethnohistorie und des Kulturwandels, das Verhältnis von Kontinuität und historischer Entwicklung im Vordergrund. Während die Arbeitsbereiche I bis IV - teils sachbedingt, teils auch aus wissenschaftsgeschichtlichen Ursachen - primär von materiellen und im besonderen von visuell gestalteten Zeugnissen der Vergangenheit ausgehen, wird die Forschung in den Arbeitsbereichen V bis VII in starkem Ausmaß auch von sprachwissenschaftlichen Methoden geprägt. Im Arbeitsbereich VII stehen daneben in hohem Maße Methoden und Fragestellungen aus der Ethnohistorie und der Kulturanthropologie im Vordergrund.
Zum Forschungsprogramm gehören insbesondere auch Projekte, die in ihrem theoretischen Ansatz, ihrem Gegenstandsbereich und ihren Methoden über das traditionelle Arbeitsfeld archäologischer Fächer hinausgehen. Hierzu gehört die Einbeziehung wirtschafts- und sozialwissenschaftlicher Theorien und Methoden. Die Nutzung solcher Ansätze für die archäologische Forschung erfordert die Zusammenarbeit mit Vertretern entsprechender Fächer außerhalb des Instituts.
Zu den Forschungszielen des Instituts gehört auch die Erarbeitung von Modellen für eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit, die zwischen Forschungsintentionen und öffentlichem Interesse sinnvoll vermitteln kann.

Ägyptologie (Arbeitsbereich V)

Die archäologische Dokumentation der immer noch ungenügend bekannten Grabkultur des Alten und Neuen Reiches (2. Jh.v.Chr.) in Ägypten ist Aufgabe zweier Forschungsvorhaben dieses Arbeitsbereiches. Ein weiteres Forschungsvorhaben widmet sich der philologischen Gesamtbearbeitung der Texte des Tempels von Edfu. Interdisziplinären Charakter hat ein Forschungsprojekt, das der anthropologischen und medizinischen Untersuchung altägyptischer Mumien im Ägyptischen Museum von Berlin gilt. Ein weiteres Projekt gilt der Erfassung koptischer Handschriften. Das Lexikon der Ägyptologie ist nach Erscheinen des 7. Bandes (1993) abgeschlossen.

Altorientalistik (Arbeitsbereich VI)

Der Schwerpunkt der Forschungstätigkeit liegt auf der Auswertung des aus dem 2. Jahrtausend v.Chr. stammenden, bedeutenden Tontafel-Archivs der Stadt Mari am oberen Euphrat. Der Arbeitsbereich Altorientalistik ist dadurch im Rahmen des vom Auswärtigen Amt geförderten Wissenschaftler-Austauschprogramms "Procope" in das internationale Projekt des 'Lexikons der Mari-Kultur' eingebunden, das von einem Wissenschaftler-Team des Centre National de la Recherche Scientifique in Paris federführend betreut wird. Daneben werden religions- und kulturgeschichtlich relevante Keilschrift-Dokumente des 3. bis 1. Jahrtausend v.Chr. interpretiert und herausgegeben.

Kongreßorganisation

Forschungsaufenthalte

Wissenschaftliche Zusammenarbeit

Anwendung in der Praxis

Die im Archäologischen Institut zusammengeschlossenen kulturwissenschaftlichen Fächer vermitteln ihre Forschungsmethoden und -ergebnisse durch Vorträge, Ausstellungen und auch allgemeinverständliche Publikationen an eine breite Öffentlichkeit ebenso wie an spezifische Adressatengruppen (Schulen, Berufsgruppen und Vereinigungen).

Weiterbildungsangebote

Diverse Lehrveranstaltungen stehen GasthörerInnen und KontaktstudentInnen offen.

Technische Ausstattung

Ausstattungsmängel

Die einzelnen Fächer bzw. Arbeitsbereiche des Instituts sind an wissenschaftlichem Personal unterschiedlich ausgestattet. Einschneidende Personaleinsparungen in vergangenen Jahren haben sich besonders im Servicebereich negativ ausgewirkt. Bei den Sachetats machen die derzeitigen finanziellen Kürzungen es schwer, neuen Ansprüchen gerecht zu werden und bei technischen Innovationen den Anschluß nicht zu verlieren.

Drittmittel 1996

FördereinrichtungBetrag
DFG 320.000
Gesamtförderung 320.000

Periodische Veröffentlichungen


Wissenschaftliche Einrichtungen

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