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Zu den Projekten

Institut für Ethnologie

Rothenbaumchaussee 64 a, 20148 Hamburg, Tel.: 4123-4182


Wissenschaftliche Mitglieder

Professoren
Dr. Hans Fischer; Dr. Jürgen Jensen; Dr. Waltraud Kokot (seit Nov. 94); Dr. Roland Mischung

Hochschulassistenten/Assistenten/wiss. Mitarbeiter
Richard-Michael Diedrich (seit Okt. 94); Dr. Dorle Dracklé; Susanne Schwalgin (seit Jan. 96); Andrea Zielinski

Allgemeiner Überblick

Die allgemeine Situation des Instituts war in dem Berichtszeitraum weiterhin durch eine sehr große Diskrepanz zwischen dem Lehrpersonal (4 Prof., 1 Ass.) und der Studentenzahl (260 HauptfächlerInnen, 180 zweite HauptfächlerInnen, ca. 34 Doktoranden, 691 NebenfächlerInnen und zahlreichen GasthörerInnen: Stand SS 96) sowie der allgemeinen Mangelausstattung des Instituts mit weiterem Personal gekennzeichnet. Besonders das Fehlen einer Stelle für BibliothekarIn behindert den reibungslosen Bibliotheksbetrieb erheblich. Die Forschung konnte daher am Institut angesichts der Überfülle an Aufgaben in Lehre, Verwaltung und StudentInnenbetreuung usw. nur diskontinuierlich und unter großen Schwierigkeiten betrieben werden.

Forschungsschwerpunkte

Die Forschungsschwerpunkte der Mitglieder des Instituts konzentrieren sich auf bestimmte sachliche wie regionale Bereiche, die alle in Beziehung zu dem langfristig angelegten Forschungsbereich "Interethnische Beziehungen und Kulturwandel" stehen:


Weitere Forschungsprojekte:

Kongreßorganisation

Prof.Dr. W. Kokot: Arbeitsgruppe "Europäische Ethnologie" im Rahmen der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde, Wien (Sept. 1996)

Forschungsaufenthalte

Einzelne Mitglieder des Instituts haben sich zu längeren Forschungsaufenthalten in folgenden Ländern aufgehalten:

Wissenschaftliche Zusammenarbeit

Institutionalisierte wissenschaftliche Kooperation mit anderen universitären und nicht-universitären Institutionen im In- und Ausland bestehen aufgrund der schwierigen Situation des Instituts kaum noch. Forschungsorientierte Kontakte bestehen gewöhnlich von einzelnen Mitgliedern des Instituts zu Institutionen in den Ländern, in denen Forschungen durchgeführt werden und zu anderen Fächern der Universität Hamburg. Diese Kontakte bestehen vor allem mit den folgenden Einrichtungen:

Anwendung in der Praxis

Anwendung in der Praxis ist vor allem gegeben in Zusammenhang mit unterschiedlichen Arten der Öffentlichkeitsarbeit, beratenden Funktionen in der Entwicklungshilfe und Sozialarbeit unter Ausländern. Die Ethnologie ist eine Disziplin, die durch ihre Anlage als systematische und vergleichende Wissenschaft die Gemeinsamkeiten aller Kulturen und kulturspezifische Besonderheiten auf der Basis interkulturell angelegter Methoden herausarbeitet. Sie ist mehr als andere Fächer geeignet, andere Lebensformen verständlich zu machen und so durch Medienkritik, Erziehung und Weiterbildung zur Völkerverständigung beizutragen. Im Berichtszeitraum beteiligten sich Institutsmitglieder an diversen Aktivitäten (z.B. medienkritische Beiträge, Evaluation von Entwicklungsprojekten, Gutachterfunktion in Gerichtsprozessen). Im Projekt "Ethnologie und Praxis" werden systematisch engere Beziehungen zwischen dem Institut und Institutionen der Praxis im Hamburger Raum, insbesondere hinsichtlich Praktika für StudentInnen, aktive Einbindung ethnologischer Sachkenntnis und beruflicher Möglichkeiten für AbsolventInnen aufgebaut.

Weiterbildungsangebote

Technische Ausstattung

Das Institut für Ethnologie verfügt über 3 Apple Macintosh Computer und 2 IBM-kompatible PCs, davon entsprechen ein Apple Macintosh und ein IBM-kompatibler PC nicht mehr dem heutigen Standard. Ein schwerwiegender Mangel, vor allem für die internationale Kommunikation, ist allerdings die immer noch nicht erfolgte Vernetzung des Institutes mit dem Rechenzentrum der Universität.

Ausstattungsmängel

Auf den Zusammenhang zwischen Studentenzahlen, Aufrechterhaltung des Lehrbetriebes und personell wie finanziell dürftige Ausstattung ist eingangs schon hingewiesen worden. Die Ausstattung des Institutes mit Stellen für den wissenschaftlichen Nachwuchs ist weiterhin mangelhaft. Eine Verlängerung, bzw. Wiederzuweisung der aus dem HSP II finanzierten halben Stelle eine(s)r wissenschaftlichen MitarbeiterIn(s) (befristet bis 31.Sept.1997) ist fraglich, so daß dem Institut nur eine halbe wissenschaftliche MitarbeiterInnenstelle für dringend benötigte Serviceleistungen zur Verfügung steht. Das Problem der fehlenden BibliothekarInnenstelle ist oben schon erwähnt worden. Forschungsvorhaben werden negativ durch fehlende Mittel im Bereich der Reise und Sachmittel beeinträchtigt. Auch der internationale wissenschaftliche Austausch leidet unter der fehlenden finanziellen Unterstützung für Gastvorträge seitens der Universität.
Die technische Ausstattung des Institutes ist auch als mangelhaft zu bezeichnen. Es steht weder für jede(n) MitarbeiterIn ein Computer zur Verfügung noch ist eine Vernetzung des Institutes erfolgt. Darüberhinaus ist der Geräteetat des Instituts so gering bemessen, daß selbst die Anschaffung eines dringend benötigten weiteren Transkribiergerätes nicht möglich ist.

Drittmittel 1996

FördereinrichtungBetrag
DFG 22.200
Gesamtförderung 22.200

Periodische Veröffentlichungen


Forschungsprojekte

9.050.01Der Einfluß der regionalen Elite auf Tradierung und Wandel lokaler Wirtschaftstrukturen unter besonderer Berücksichtigung des Kreises Odemira, Alentejo (Portugal)
9.050.02Soziokultureller Wandel bei den Wampar (Papua-Neuguinea)
9.050.03Ethnographische Aufzeichungen von Missionaren der Herrnhuter Brüdergemeinde über die Nyakyusa (Tanzania)
9.050.04Kontinuität im Wandel in Finale/Ligurien - ethnographische Untersuchungen in einem städtisch-ländlichen Kontinuum
9.050.05Kulturwandel bei den Bavuma (Uganda)
9.050.06Ethnische Prozesse in pluralen Gesellschaften
9.050.07Ethnologische Untersuchung der Kultur der Kreolen und ihrer Stellung im interethnischen Gefüge der pluralen Gesellschaft von Mauritius
9.050.08Afrikanische Migranten in Deutschland und ihre Remigration
9.050.09Kognitionen und soziale Identität in einem Flüchtlingsviertel: Kato Toumba, Thessaloniki
9.050.10Beiträge afrikanischer WissenschaftlerInnen zur Untersuchung rezenter afrikanisch-europäischer Beziehungen
9.050.11Kulturelle Identität in der Diaspora: Vergleichende Feldforschungen - Teilprojekt: Die Händlerdiaspora der Hausa in Kumasi und Nordghana
9.050.12Kulturelle Identität in der Diaspora: Vergleichende Feldforschungen - Teilprojekt: Die Armenische Gemeinde in Hamburg
9.050.13Kulturelle Identität in der Diaspora: Vergleichende Feldforschungen - Teilprojekt: Die Armenische Gemeinde in Thessaloniki, Griechenland
9.050.14El Zocalo: Das Zentrum der Metropole
9.050.15Kulturökologische Untersuchungen über Bergvölker Festland-Südostasiens
9.050.16Der Einfluß von Naturraum und soziopolitischen Makrostrukturen auf die Siedlungsgeschichte von Gulmance- und Mossi-Dörfern in Burkina Faso (Westafrika)
9.050.17AIDS in Bali - Medizinethnologische Analyse der sozio-kulturellen Implikationen einer Krankheitsmetapher

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