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Zu den Projekten

Institut für Vergleichende Erziehungswissenschaft

Sedanstraße 19, 20146 Hamburg, Tel.: 4123-3712


Wissenschaftliche Mitglieder

Professoren
Dr. Hans-Joachim Krause; Dr Hans-Joachim Krause; Dr. Hans-Peter Schäfer; Dr. Klaus Schleicher; Dr. Jörn Wittern (bis Okt. 94)

Hochschulassistenten/Assistenten/wiss. Mitarbeiter
Dr. Wilfried Bos (bis Okt. 95); Dr. Hilmar Westholm (April 96 - Nov. 96)

Allgemeiner Überblick

Das Institut für Vergleichende Erziehungswissenschaft ist das älteste universitäre Forschungsinstitut auf dem Gebiet der Internationalen und Vergleichenden Bildungsforschung in Deutschland. Neben entsprechenden Universitätsinstituten in Berlin, Bochum und dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung in Frankfurt gehört es zu den führenden Einrichtungen in der Bundesrepublik.
Die heutige Forschungsstruktur des Instituts resultiert teils aus der Berufungspolitik des Fachbereichs, bei der Länder- und Regionalgesichtspunkte im Vordergrund standen, teils aus Forschungsinteressen und internationalen Kooperationsabsprachen der Mitglieder, teils aus fachlich nicht begründeten Sparmaßnahmen, in deren Folge einige Felder z.Zt. nicht mehr bearbeitet werden können (Asien, Afrika, Südamerika).
Die Forschungsschwerpunkte zeigen ein hohes Maß an regionaler, systematischer und schulstufenspezifischer Differenzierung. Regional konzentrieren sich die Arbeitsschwerpunkte auf die Europäische Union und angelsächsische Länder, auf Mittel- und Osteuropa und Skandinavien. Systematisch befassen sie sich mit Aufgaben der Internationalen und europäischen Bildungspolitik, der Internationalen und Interkulturellen Erziehung, mit Bereichen der Lehrer- und Umweltbildung, der Medien-, Familien- und Freizeitpädagogik sowie der Curriculumentwicklung. Schulstufenbezogen werden dabei Entwicklungen und Probleme der Vorschul- und Schulerziehung sowie der Berufs- und Erwachsenenbildung bearbeitet.

Das Studienangebot des Instituts wendet sich einerseits an Lehrer- und DiplomstudentInnen und andererseits an Postgraduierte. Dabei dominiert eine Verbindung von pädagogisch-systematischer und länderbezogener Lehre.

Forschungsschwerpunkte

Interkulturell-vergleichende Projekte

  1. Im Rahmen der Internationalen Gesellschaft für Evaluation (I.E.A.):
    • Mathematikleistungen (24 Länder)
    • Lesefähigkeitsstudie (32 Länder)
    • Unterrichtsgestaltung (15 Länder)
    • Schriftliches Ausdrucksvermögen (15 Länder)
    • Naturwissenschaftlicher Unterricht (23 Länder)

  2. Im Auftrag der BLK:
    • Umweltvorsorge und Umweltgestaltung im pädagogischen Handlungsfeld

  3. Im Auftrag der EU:
    • Medienpaket: Umweltpolitik und Wirtschaft in Europa

  4. Eigene Projekte:
    • Bildungspolitik und Bildungsgeschichte in Europa
    • Ethnozentrismus und Nationalismus in der Bildungspolitik und Erziehung

Regional- oder länderspezifische Projekte

  1. Europa:
    • Europäische Schul- und Hochschulleistungen
    • Kooperation von Elternhaus und Schule
    • Umwelterziehung und -politik in Europa
    • Berufliche Bildung zwischen Hochschule und Lehrlingsausbildung (non-adacemic)
    • Integrationsprozesse in der oberen Sekundarstufe
    • Entwicklung von Schule und Berufsausbildung in Dänemark und Schweden
    • Bildung und Erziehung in der BRD und (vormaligen) 'DDR'
    • Untersuchungen zur vorberuflichen Bildung und Berufsorientierung in Mittel- und Osteuropa
    • Untersuchungen zur geschichtlichen Entwicklung der Berufsausbildung in der SBZ/'DDR'

  2. Entwicklungländer:
    • Schulbuchanalyse VR China

Allgemein-pädagogische Projekte

Wissenschaftliche Zusammenarbeit

Anwendung in der Praxis

Ausstattungsmängel

Das Institut verfügt über eine wichtige Fachbibliothek mit einem Bestand von über 48.000 Monographien und ca. 120 überwiegend ausländischen Periodika. In gewissem Umfang stehen Drittmittel aus dem In- und Ausland zur Verfügung. Die informationstechnische und finanzielle Ausstattung seitens der Universität ist karg, Stellenplankürzungen und Haushaltseinsparungen haben zur Folge, daß der rasch steigende Bedarf an internationaler Bildungskooperation nicht befriedigt und Bibliotheksbestände nicht angemessen erneuert werden können. Ferner behindert Raummangel die Durchführung von Drittmittelprojekten. Ohne diese ließe sich der gravierende Mangel an Hilfskräften und an Geräten zur Datenverarbeitung - auf die die international vergleichende Forschung in besonderem Maße angewiesen ist - überhaupt nicht abfangen.

Drittmittel 1996

FördereinrichtungBetrag
Bundes-Länder-Kommission (BLK) 430.000
Gesamtförderung 430.000


Forschungsprojekte

6.020.01Schulbuchanalyse VR China - Sozialisationsziele im Wandel der Sprachlehrbücher von 1963 bis zu Beginn der 90er Jahre
6.020.02Das Studentenwohnheim als Ort interkulturellen und sozialen Lernens
6.020.03Untersuchungen zur sachgerechten Ausstattung des öffentlichen Grüns hinsichtlich der veränderten Bedarfe und Anpassung der Anlageninhalte an ein geändertes Freizeitverhalten
6.020.04Übergangsprobleme im Bildungswesen der neuen Bundesländer
6.020.05Umweltvorsorge und Umweltgestaltung im pädagogischen Handlungsfeld
6.020.06Medienpaket: Umweltpolitik und Wirtschaft in Europa (Europainformationen zur Umwelterziehung in der Lehrerbildung. Kooperation mit der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Österreichs, Wien)
6.020.07Analysen von Medien hinsichtlich der Darstellung von Kindheit und Alter
6.020.08Erkundung von Arbeitsmöglichkeiten und -bedingungen von Dipl.-Pädagogen in Industrie- und Dienstleistungsbetrieben

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